„20 Euro Bargeld – das reicht!“

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„20 Euro Bargeld – das reicht!“

Kommentare zum Artikel: 48

Marcel Gijsberts erzählt mir davon, wie an den Wochenenden die Kunden aus Deutschland in seinen Supermarkt kommen. Gijsberts ist Filialleiter einer niederländischen Supermarktkette in Venlo. Sie heißt „Albert Heijn“ und ist an Wochenenden immer wieder Anziehungspunkt für Deutsche.

Ich habe den Supermarkt in Venlo im März besucht, weil wir dort einen Fernsehbeitrag darüber gedreht haben, wie der Einzelhandel im Kampf gegen die übermächtige Konkurrenz aus dem Netz ankommen möchte: indem er deren Methoden übernimmt und zum Beispiel Daten über Kunden erhebt und sie dabei trackt, wie sie sich durch den Laden bewegen.

Spannend ist aber eben auch das, was mir Gijsberts über die Deutschen und das Bargeld erzählt. „Wenn Sie uns hier in den Niederlanden fragen, wie viel Bargeld wir im Portemonnaie haben, dann antworten wir Ihnen: 20 Euro. Wofür auch mehr? Wir haben doch unsere Karten.“

Interview im Supermarkt

Interview mit Marcel Gijsberts in seinem Venloer Supermarkt – viele Kunden scannen ihre Waren hier selbst und sparen sich damit das lange Anstehen an der Kasse.

„Wenn an den Wochenenden die Deutschen zu uns kommen, dann läuft das anders“, erzählt Gijsberts. „Die haben nicht 20 Euro, sondern 200 Euro im Portemonnaie. Kaum jemand zahlt mit Karte. Manchmal laufen die Leute sogar noch kurz zum Geldautomaten, um im Anschluss an unserer Kasse in bar zu bezahlen. Das kennen wir in den Niederlanden gar nicht.“

Es ist faszinierend zu beobachten, wie unterschiedlich die Entwicklung verläuft. Die Schweden zum Beispiel zahlen selbst geringe Summen fast ausschließlich elektronisch. Viele Geschäfte nehmen gar kein Bargeld mehr an. Das Land ist kurz vor dem Schritt in die bargeldlose Gesellschaftauch wenn sich unter den Schweden deutlicher Widerstand regt.

Und wir in Deutschland? Bei uns bekommt der Handel 51 Prozent aller Einnahmen noch immer bar in die Hand gedrückt, 38 Prozent werden per „EC-Karte“ gezahlt, 6 Prozent per Kreditkarte. Deutschland ist ein Bargeldland. 20 Euro im Portemonnaie vermitteln den Menschen hier ein ähnliches Gefühl wie die Momente, in denen der Tank des Autos aufgefüllt werden muss oder der Akku des Smartphones leer ist.

Scanvorgang

Statt Bargeld: die Waren selbst scannen und den Supermarkt verlassen, ohne sich an der Kasse anstellen zu müssen. Am Ausgang ist nur noch ein kurzer Besuch mit der Karte am Bezahlterminal fällig.

Wenn es um eine bargeldlose Gesellschaft geht, denkt bei uns selbst die digitale Elite an Überwachung. Wissenschaftler fürchten ein „Bargeldverbot“ durch den „Kontrollstaat“. Und als es in meiner Facebook-Timeline einmal um eine mögliche bargeldlose Zukunft ging, sind sich meine Freunde in den Kommentaren fast an die Gurgel gegangen.

Warum sind die Deutschen da eigentlich so zögerlich? Wie geht ihr mit Bargeld und Karten im Portemonnaie um? Fehlen euch neue, bequemere Zahlungsmöglichkeiten? Oder reicht euch das Bargeld völlig?

Über den Autor

Dennis Horn, offline geboren 1981 in Köln, arbeitet als Experte für Digitalthemen in der ARD und moderiert im Deutschlandradio. Er hofft, dass eines Tages die Angst vor dem "bösen Internet" stirbt, und wünscht sich mehr Spaß am Netz und weniger Hysterie.

48 Kommentare

  1. S. Gerolstein am

    20€ Bargeld reichen also gemäß der Überschrift?
    Na ja, hängen wir mal mindestens zwei Nullen dran, denn sogar die Bundesregierung hat seinerzeit dazu geraten, Wasser, Lebensmittel, Notfall-Equipment und Bargeld zu bevorraten.
    Zugegeben, der heutige Ausfall der Geldautomaten und dem Kartenzahlungssystem der Commerzbank hat bei mir als Barzahler eine kleine Portion Schadenfreude ausgelöst. ;-)
    Dieser Ausfall bestärkt mich in meinem Verhalten, Bargeld am Bankschalter abzuholen, es immer vorrätig zu haben und somit immer zahlungsfähig zu sein.
    Dieser Ausfall kann sich bei jeder anderen Bank oder bei allen Banken gleichzeitig wiederholen. Und dann?
    Und dann ist Bares Wahres!

  2. Jens Schelle am

    Wer bargeldlos zahlen möchte soll das ruhig tun.
    Denen, die bar zahlen möchten sollten diese Möglichkeit ruhig wahrnehmen.
    Wichtig: Die Vielfalt der Möglichkeiten DARF nicht eingeschränkt werden.

    Wie wäre es vielen im 3. Reich ergangen, wenn nur bargeldlos hätte gezahlt werden können? Seht Euch um! Trump, Orban, Erdogan und die vielen anderen kleinen Herrscher, die durch Bargeldlos noch besser kontrollieren, schikanieren und verhaften könnten.

  3. Ich denke die Idee mit dem bargeldlosem Zahlen ist auf die Lagerkosten des Geldes zurückzuführen. Ich glaube die Lagerkosten sind auf Dauer teurer als das Geld überhaupt wert ist.

    Um ehrlich zu sein, bin ich kein großer Fan des bargeldlosem Zahlen. Wie sagt man so schön nur Bares ist Wahres….

    Viele Grüße
    Lena

  4. Dennis Horn am

    @P. Gedoehns: Danke für Ihren Hinweis auf Kommentarspam, den wir soeben gelöscht haben; das war uns offenbar durchgerutscht. Zu Ihrer Kritik, die damit leider auch verschwunden ist, wir würden „kritische Kommentare [löschen], in denen die nicht nur aus meiner Sicht existierenden Nachteile einer immer schnelleren Digitalisierung angesprochen werden“: Gelöscht werden in Digitalistan ausschließlich Kommentare, die nicht den Blogregeln entsprechen, zum Beispiel, weil sie inhaltlich komplett am entsprechenden Blogartikel vorbeigehen oder dieselbe Kritik immer und immer wieder enthalten. Wir möchten damit eine lebendige Kommentarkultur gewährleisten.

    • Dennis Horn am

      @S. Gerolstein: Ich verstehe nicht, inwiefern das im Widerspruch steht. Dass viele Menschen sich weiter Bargeld wünschen, entkräftet nicht die Argumente, die für eine elektronische Zahlung sprechen.

      • S. Gerolstein am

        @ Dennis Horn
        Schade, dass sie nur die Beiträge von Bargeldbefürwortern kommentieren und die der Kartenzahlungs-Fraktion als per se „richtig“ stehen lassen, obwohl die elektronische Zahlung erheblich Nachteile mit sich bringt.
        Die Freiheit, bar oder elektronisch zu zahlen, MUSS erhalten bleiben und eine erzwungene, bargeldlose Welt ist unter allen Umständen zu verhindern. Leider werde ich als kritischer Bürger das Gefühl nicht los, dass man uns in eine Richtung zu drängen versucht. Wie man das durch regelmäßige Wiederholung von Nachrichten und Meldungen macht, wissen Sie als Journalist vermutlich besser als ich.

        • Dennis Horn am

          @S. Gerolstein: Ich halte eine erzwungene bargeldlose Welt in der Tat auch für schwierig. Ich habe aber auch mein Problem mit der Vermutung, „man“ (wer?) versuche „uns“ (wen?) in eine Richtung zu drängen, und das passiere durch regelmäßige Wiederholung von Nachrichten und Meldungen. Das klingt mir zu sehr nach Verschwörung.

          • Sehr geehrter Herr Horn,

            a) eine bargeldlose Gesellschaft IST REINER Totalitarismus, denn wer die Computerdatenströme für JEDE einzelne Buchung kontrolliert, kontrolliert JEDEN einzelnen Vorgang, jeden einzelnen Menschen, jedes einzelne Ding! Das ist Faschismus, das ist Totalitarismus und das ist – selbst Kinder verstehen das schon, warum dann nicht Sie??? – das glatte Gegenteil von Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie! Darüberhinaus wäre damit dem Mißbrauch (besonders durch staatliche Stellen, die sich ohnehin gegen den Bürger jeglicher strafrechtlichen Verfolgbarkeit rechtspraktisch und gesetzlich entziehen ) vollends Tür und Tor geöffnet!

            b) die ganze üble, freiheitsfeindliche Entwicklung gerade der letzten Jahrzehnte IST NACHWEISLICH die Folge einer handfesten Verschwörung gegen die Völker und Sie sind nachweislich(sic.) mit ihrem (offensichtlich!) manipulativen Geschreibsel – bewußt, oder unbewußt (…du glaubst zu schieben und du wirst geschoben … (Goethe) ein Teil davon! Dies ist bereits mit statistischen Methoden (u.v.a.m.) anhand der Vielzahl ihrer schriftlichen Auslassungen ebenso beinahe absolut zweifelsfrei nachweisbar, wie diese Verschwörung selbst, die (mit Millionen von Einzelelementen) der Stochastik genügend Stoff gibt, um sich der hunderprozentigen Gewißheit bis auf ein vernachlässigbares Minimum anzunähern .
            Die Sachbeweise sind mittlerweile derart erdrückend vielzahlig und eindeutig, daß das Verbrechertum das Aussprechen der Wahrheit schon mit gesetzlicher Strafe und mit Einschüchterungsgesetzen zu belegen sucht! (wie schon gehabt ca. 1928-45 – genauso fing es damals auch an – 1933 war nur ein Zwischendatum!)

            Doch mit noch so drohenden Gesetzen und mit noch so viel „staatlicher“ Gewalt (wer sind diese Leute eigentlich?!) ist nicht
            unterdrückbar, was bereits weltweit die Spatzen von den Dächern pfeifen!
            Nehmen Sie die Ohropax raus!

            Es ist schlichtweg unerträglich, für WIE dämlich und unerfahren Sie, Ihre (mehr oder weniger direkten) Auftraggeber/Motivateure und Finanziers erkennbar die Bevölkerung/die Leserinnen halten.

            Für die üblen Folgen Ihrer Machenschaften werden Sie und die ganze hinter Ihnen aufscheinende Manipulationsindustrie nach aller historischer Erfahrung absehbar geradestehen müssen – aber letztlich eben leider auch wir alle, die Völker der Welt, denn wir leben längst in einer „globalisierten“ Welt, wo auch das lokalste Handeln früher oder später (und immer früher!) globale Konsequenzen hat.

            Ich sehe in Ihrer Vorgehensweise einen Mißbrauch (nämlich Irreführung und ethische, politische und ideologische Zersetzung der deutschen/europäischen Bevölkerung) unserer (hart erkämpften und mit Blut bezahlten – vergessen Sie das bitte niemals!) journalistischen Freiheit!

            Denn es geht journalistisch nicht darum, ob etwas nach Verschwörung „klingt“, sondern ob sich der Anfangsverdacht der Verschwörung bei genauerem Hinsehen erhärten, oder auflösen läßt!
            Sachargumente, die eine Verschwörung ausschließen bleiben sie aber merkwürdig konsequent schuldig – während die Mathematik eindeutig und täglich deutlicher auf eine handfeste, internationale Verschwörung gegen die kleinen Leute weltweit hinweist – zu übermächtig vielzahlig ist die – überdies rapide anwachsende Menge der die Freiheit der Völker, die Gerechtigkleit und Rechtssicherheit einschränkenden Gesetze und staatlichen Gemeinheiten. Das gilt weltweit und in den letzten Jahrzehnten wieder in erschreckend zunehmendem Maße.

            Und davon sollten Sie nichts mitbekommen haben??

            Man kann angesichts der Geschichte des Journalismus von einem heutigen Journalisten mehr Seriosität, ethische Intergrität und Fachkunde zwingend erwarten als das, was Sie hier erkennen lassen!

            Ic h finde es bedauerlich, wenn Menschen so wenig Sensibilität besitzen, daß sie nicht merken, wenn sie den Bogen bereits maßlos überspannt haben (perfect nicht präsens! sic.) – oder wollen Sie bei ihren Lesern absichtlich Unmut und Zorn provozieren?
            Wem würde das nützen?

            Hätten Sie auch nur ein Quentchen Ahnung von der „etwas“ höheren Mathematik, wäre Ihnen auch klar, daß Sie hier – völlig ohne Not (!) – mit ihren plump-manipulativen Beiträgen Ärger und Zorn in der Bevölkerung in einer Größenordnung triggern (umso mehr, als die Leute sind heute gut informiert, viele schon beruflich mit statistischer Mathematik täglich beschäftigt sind – bei denen verfangen keine psychologisch geschockten Formulierungstricks mehr – sie KÖNNEN deshalb nur noch als ausgesprochen dreiste Provokation von der Leserschaft wahrgenommen werden), die nicht nur Ihnen und Ihren Finanziers, sondern ganz Europa zum Verhängnis werden können.

            Sie versuchen hier jahrtausendealtes, gesichertes Menschheitswissen einfach wegzureden (als hätte es nie Verschwörungen gegen die Völker gegeben, als hätten wir alle keine Ahnung von Bargeld etc.) und rütteln mit Ihrer (sicherlich nur gespielten) Ahnungslosigkleit (wer-wen? – das werden Sie als voll geschäftsfähiger Mensch längst genauestens wissen – als Journalist umso mehr!) an den Grundlagen unserer Gesellschaft!

            Ist Ihnen eigentlich klar, was Sie da tun? Ist ihnen die bezüglich des Zusammenhaltes unseres Staatswesens ideologisch und motivatorisch brunnenvergifterische Wirkung Ihrer Artikel nicht bewußt?

            Ein Volk, das sich seiner Medien (und nun auch noch seiner Armee!) nicht mehr sicher sein kann (und das ist unausweichlich bei Ihrer (da meine ich nun den beinahe gesamten Stand der derzeitig amtierenden Journalisten!) zur Schau gestellten, angeblichen Ahnungslosigkeit darüber, was hier gerade historisch abläuft!) – was bleibt dem noch anderes übrig, als selbst unmittelbar die Macht in die Hand zu nehmen?

            Haben Sie wenigstens eine blasse Ahnung, wie unter einer derartigen (vermeidbaren!) medial irregeführten und verunsichernden Gemengelage Bürgerkriege entstehen – und schon entstanden sind?!

            Auch wer nicht wie ich, das flächendeckend-systemische Verhängnis, in das wir derzeit hineinrasen, mathematisch ziemlich präzise abbilden kann, sieht es heute täglich und deutlich, z. B. wenn er in sein plötzlich andauernd und niedagewesen leeres Portemonnaie guckt, oder am Bahnhof urplötzlich in Läufe von Maschinenpistolen.

            Der heute umsichgreifende „Terrorismus“ (wieviele sind davon Verzweiflungstaten vorher (von wem auch immer) in Not gebrachter und vom Staat im eiskalt Stich gelassener Bürger? Denn merke: Niemand wird als Terrorist geboren!! Sowas gabs doch früher nicht! Was läuft hier eigentlich?! ) ist schon erschreckend, aber noch beunruhigender ist ein – offensichtlich geistig und strategisch – ethisch sowieso – völlig unterbelichteter (Rest-) Staat (die BRD ist heute nur noch ein Schatten ihrer selbst – wohl auch ein Fachkunde-Generationen- Problem!) , der erkennbar zeigt, daß er allen Ernstes fehlgeleitete und verhetzte Selbstmörder(!) mit Maschinenpistolen(!) aufzuhalten gedenkt!

            Oder geht es doch bei den Polizistenund soldaten mit Maschinenpistolen nur um die Einschüchterung der gegen die Abschaffung der Bürgerrechte zu Recht murrenden Bevölkerung, sind die Terroranschläge gar von den Geheimdiensten selbst gesteuert, um einen Vorwand für die schleichende Beseitigung der Bürgerrechte, der Demokratie und der Sozialstandards zu schaffen? – Das wäre dann wieder ein weiterer Punkt im x-y-Diagramm und zwar im Sektor „Verschwörung wahrscheinlich“.

            Ich jedenfalls habe von Krieg, Gewalt, vermeidbaren Auseinandersetzungen und vor allem von Staaten, die auf Gewalt setzen(sei es nach innen und/oder außen!) aus überreich-bitterer eigener Erfahrung gestrichen die Nase voll und möchte nicht noch kurz vor meinem Lebensende (ich bin hochbetagt), hier in Europa einen Bürgerkrieg erleben müssen, als dessen beinahe einzige Ursache (neben einem immer falscher werdenden Verständnis von Staatsgewalt im Staatsapparat selber – wir sollten die Fakultäten unter die Lupe nehmen die heute solche zweifelhaften „Rechtsstaatler“ massenhaft ausbilden – „da scheint geradezu ein Nest zu sein“!) ) völlig danebengegangene, ausgesprochen dämlich-provozierende Manipulation (Sie sind leider bei weitem nicht der einzige – da rollt seit einiger Zeit geradezu eine Welle, die fast zur gleichen zeit angerollt ist – auch dieser Umstand riecht förmlich nach einer organisierten Kampagne und auch hier tritt mittels der Wahrhscheinlichkeitsrechung ein erschreckendes Bild zutage!) durch fachlich, geistig und ethisch völlig „unterbelichtete“ Medien und andere (PR-) Schreiberlinge sich herausstellt.

            Die Dreistigkeit, mit der Sie hier (wie auch derzeit viele Ihrer Kollegen – man hat den Eindruck, die seriösen Journalisten sind alle der vor Jahren generalstabsmäßig durchgeführten Entlassungswelle in beinahe allen Medien zum Opfer gefallen) ihre politischen Manipulationsversuche starten, mehr noch aber Ihre bodenlose, „bauernschlaue“ Dümmlichkeit, mit der das geschieht, ist nicht nur ehrenrührig, indem Ihr Geschreibsel als compliante Leser nur und zwingend absolute Vollidioten voraussetzt (wenn Sie Ihre Leser nicht für ebensolche hielten, würden sie anders (z.B. intelligenter und umsichtiger, kundiger und informierter) schreiben!) , sondern damit auch geeignet, die öffentliche Ruhe und Ordnung zu stören, denn soetwas von manipulativem „Journalismus“ kann sich keine Öffentlichkeit auf Dauer gefallen lassen, ohne daß der Volkszorn losbricht!
            (und da sind jene, die sich wie ich rechtzeitig und unverhohlen ausdrücken, um rechtzeitig ein Nachdenken zu triggern die konstruktiveren, als jene, die viel zu lange zu diesem Tiefpunkt des Journalismus, den wir derzeit erleben, eisern schweigen und allen Ärger darüber aufstauen – und damit einen Tag-X heraufbeschwören) – die Historie lehrt: Danken Sie Ihren Kritikern und fürchten Sie die (stets viel zu lange dumpf) schweigende Masse – Kritik ist immer leichter zu ertragen als aufgestauter, sich plötzlich blind entladender Volkszorn (ich erinnere mich an die Vorgänge des Frühjahrs 1945 in Böhmen . . .)

            Ich bitte Sie deshalb um zweierlei:

            1. bitte machen Sie sich AUSREICHEND fachkundig BEVOR Sie weiter schreiben! In Ihrem Berufe wie auch in jenenThemengebieten, über die Sie schreiben! Auch auf dem Gebiete der Ethik und der systemischen Analyse komplexer Systeme (wie unsere Gesellschaft eines ist – damit Sie künftig besser die Wirkung ihres jornalistischen Tuns abschätzen können – auch als Privatmann bleiben Sie Journalist!)

            2. bitte üben Sie bis zum Erlangen wenigstens eines erträglichen Mindestniveaus publizistische Zurückhaltung! Die Öffentlichkeit und eine hochkomplexe Gesellschaft wie die unsere, ist schließlich kein Sandkasten, in dem journalistische und mediale Dilettanten folgenlos herumwurschteln können, ohne Gefahr zu laufen, Dinge und Ereignisse loszutreten, denen sie absehbar nicht gewachsen sein können.

            Bitte seien Sie sich bewußt, daß ein Journalist IMMER „am offenen Herzen der Gesellschaft“ operiert – und seien Sie sich bitte dementsprechend Ihrer Verantwortung bewußt.

            Und glauben Sie nicht, daß die Bevölkerung vergeßlich genug sei, um nicht mitzubekommen, daß Sie sich heute wieder derselben überaus schmutzigen, jedem anständigen und denkenden Menschen die Zornesröte ins Gesicht treibenden medialen Manipulationsmethoden bedienen, die schon in meiner Jugendzeit, während des „Dritten Reiches“ und des italienischen Faschismus verabscheuenswert waren – und es auch heute noch sind und deren manipulativ-methodische „Handschrift“ damals wie heute beinahe als identisch zu bezeichnen ist.
            Überdies: Der Leser weiß heute i.d.R. sehr genau, welche und wieviele Informationen der Journalist ihm vorenthält!
            Das macht den Beruf auch objektiv nicht leichter.

            Eine derartig manipulativ „ahnungslose“ Journaille aber braucht niemand, außer jenen die ich unter “ „man“ (wer?) : “ nun genauer bezeichnen will.

            Zu Ihren Fragen:

            “ „man“ (wer?) : “

            Das seit mehreren Jahrhunderten NACHWEISLICH (weil kontinuierlich und mit den in erstaunlicher Weise immer gleichen Zielen, Methoden und „Argumenten“!) international organisierte Verbrechen (Habsuchtsapostel, Gewalt- und Machtfetischisten aller Koleur, die sehr dauerhafte, hocheffiziente internationale Netzwerke geschaffen haben, um die Völker der Welt irrezuleiten, auszuplündern und niederzuhalten – die Entwicklung der Sozialdaten – vor allem jener der letzten siebzig Jahre (weltweit! – und besonders der letzten 25 Jahre!)) läßt daran nicht mehr den geringsten Zweifel), jenes weltweit organisierte Verbrechen, das mittlerweile nachweislich selbst die Staatsapparate, Parteien, Großkonzerne, Gerichte und Medien infiltriert hat.
            (hätten Sie Ahnung von Informatik, wüßten Sie, daß auch dies mittlerweile durch massenhafte statistische Auswertung von Webseiten, Urteilen, Nachrichten, PR-Meldungen, Parteiprogrammen, Statements usw. ohne weiteres nachweisbar (und auch schon nachgewiesen) ist, auch in jenen Bereichen wo bisher mittels Geheimhaltung der Staat, der Konzern, die Religionsgemeinschaft usw. der Masse der kleinen Leute direkten Einblick verwehrt – die Mathematik ist der Freund des kleinen Mannes, weil: Weitreichend aussagefähige Strukturanalysen mit Methoden der Stochastik und der Informatik sind heute selbst für einen halbwegs interessierten Abiturienten keine Hexerei mehr – auch in Bereichen, in denen nur der Rauch zu spüren, das Feuer aber geheimgehalten wird!

            „uns“ (wen?)

            Die Völker der Welt, genauer: Die kleinen Leute der Welt – Menschen mit weniger (und massenhaft sogar SEHR VIEL weniger!) als 100.000 $ Bruttojahreseinkommen und einem Gesamtvermögen nicht über 100.000 $.

            Die soziale Spaltung der Weltbevölkerung war noch nie in der Geschichte unseres Planeten derart krass wie heute (auch das ist anhand von Zahlenmaterial nachgewiesen!) – die Erde ist derzeit weltweit ein soziales
            Pulverfaß und die Lage wird noch um Potenzen verschärft durch ungeheuerliche Massenansammlungen von Kriegswaffen und Waffensystemen – da sind, arrogante, wirre Ideologen, wie auch vorlaute und manipulative Journalisten höchst unwillkommen im Volke, weil überflüssig wie ein Kropf, denn egal ob aus Dummheit oder Berechnung – sie könnten mit unqualifiziertem Gelaber (und sei es nur zufällig, „versehentlich“!) den Funken liefern, der dieses soziale Pulverfaß der Weltbevölkerung um die Ohren fliegen läßt!
            Wie schnell das geht und wie unbeherrschbar dann die Situation binnen kurzem wird – jenseits allen Vorstellungsvermögens der Unerfahrenen – habe ich in meinem Leben sogar mehrmals erleben müssen – und selbst in vergleichsweise lokal begrenztem Rahmen waren die Auswirkungen infernalisch!

            Es kann doch niemand ernsthaft wollen, daß sich sowas wiederholt – um Größenordnungen gesteigert – „dank“ technischem „Fortschritt“ und nur weil Journalisten nicht das mahcen, was sie sollen: Vollständig und wahrheitsgemäß berichten und nicht die Bevölkerung einlullen!
            Kritisch wird es, wenn Journalisten angeblich weniger wissen, als die Masse der Bevölkerung täglich am eigenen Leibe zu spüren bekommt – dann werden Journalisten zwangsläufig zu Volksgegenern – auf rein sachlich-funktionaler Ebene – ob sie sich dessen bewußt sind , oder nicht. . .

            Wir brauchen aber gerade heute, wo sich die Lage weltweit zuspitzt wie noch nie – auch im Journalismus(sic.) – ECHTE Berichterstatter, Problemlöser, keine Hetzer und Informations-Manipulateure – oder sich der Konsequenzen ihres Tuns unbewußte Trampel!

            Und: Wir brauchen wieder mehr SERIÖSE Fachleute!

            Nochmals: Machen Sie sich bitte ausreichend FACHKUNDIG, ehe Sie mit Ihren Sentenzen in die Öffentlichkeit gehen!

            Wenn Sie angesichts der mittlerweile beinahe in jeglicher Hinsicht (sozial, ökologisch, energiepolitisch, sicherheitspolitsich, wirtschlaftlich, rohstoffmäßig, religiös, ethisch usw. usf.) völlig unhaltbaren Verhältnisse auf dem Planeten noch fragen: Wer? – Wen? – disqualifizieren Sie sich selbst als Journalisten und als wachen, halbwegs informierten Bürger (und da ihne das SO niemand abkauft, als üblen Manipulierer der öffentlichen Meinung – oder gäbe es da noch eine harmlosere erklärung??), denn Ihnen sollte der Grenzverlauf der sozialen Spaltung der Weltbevölkerung und die Brennpunkte der Mißstände besser bekannt sein als dem Durchschnittsbürger – das gehört zum journalistischen Handwerk – und nicht zuletzt als Mensch, als homo ethicus.

            Und dies sei für Sie der Neu-Anfang:

            „Wenn einer der mit Mühe kaum
            gekrochen ist auf einen Baum –
            schon meint, daß er ein Vogel wär –
            so irrt sich der.“
            (Wilhelm Busch)

            Mit ganz dickem Halse(!) über so viel grundfalsche „Chuzpe“!

            Hella

            p.s.
            werde Ihrem blog wohl fernbleiben müssen, weil ich mir über Ihre manipulative dreistigkeit den blutdruck mehr steigere, als es meinem alter gesundheitlich angemessen ist . . .
            ich werde andere mittel und wege finden, dieser überaus schädlichen medienmanipulation, wie sie sich heute wieder wie vor 1945 zeigt, in die parade zu fahren – sie sind ja nicht der einzige „journalist“ , der hier (völlig vermeidbaren!) ärger triggert . . .
            es wird zeit, all jene journalisten an die kandarre zu nehmen, die die freiheit des journalismus dazu mißbrauchen, die freiheit der einfachen menschen hinwegzureden – und bargeld IST freiheit, die aufgrund der rechtsethischen unterentwicklung der gesamten menschheit (seit zweitausend jahren – das denken in den alten paradigmen des jus imperiale romanum ist absehbar der untergang der weltbevölkerung – aus rein systemisch-funktionalen gründen!) in absehbarer zeit nicht anders herstellbar ist: eine bargeldlose gesellschaft würde die völlige und weltweit für JEDERMANN stets, immer und bedingungslos einsehbare offenlegung ALLER zahlungen, vermögen, bezüge etc. voraussetzen (andernfalls wäre nämlich der totalitarismus „perfekt“ und dies können nur erzverbrecher wollen, denn die fürchterlicheh Konsequenzen sind aus historischer erfahrung absehbar!) – davon (von völliger offenlegung aller die öffentlichkeit tangierenden geheiminisse ) sind wir aber noch jahrhunderte entfernt und es ist zweifelhaft, ob es angesichts der unzulänglichkeiten des menschlichen verhaltensrepertoires überhaupt jemals gelingen könnte – von den verhaltensforschern kommt da mittlerweile ein klares „nein“. . .

            S. Gerolstein möge mir bitte verzeihen, daß ich mich in seinen „thread“ eingemischt habe – aber das kann man ja nicht mit ansehn, wie hier Grundweisheiten und Grundrechte professionell und systematisch relativiert und letztlich zerredet werden! . . .
            Es reicht!!
            Klartext:
            Wer das Bargeld abschafft provoziert zwangsläufig einen EXISTENZIELLEN Bürgerkrieg – auch dann und umso gefährlicher und heftiger, wenn die Drahtzieher dieses gefährlichen, totalitaristischen Unsinns meinen, die Bevölkerungen dahin scheibchenweise mit Salamitaktik übertölpeln zu können – das Erwachen wird umso später und umso heftiger erfolgen und dann gnade denen Gott die die Bargeldabschaffung vertreten!
            Ihre Freiheit nimmt man den Völkern nicht kampflos ab – das sollten diese Finanzhazardeure wissen – und: Noch rechtzeitig Bedenken, es sie sich aus lauter Habsucht und Kontrollsucht selbst abschaffen!

          • Dennis Horn am

            @Hella: Ich denke, Sie haben Ihren Punkt in Ihren Kommentaren hinreichend klargemacht. Bitte beachten Sie die Blogregeln und vermeiden Sie ab sofort die Wiederholung der immer gleichen Punkte. So kommt die Debatte nicht voran, wir möchten hier für alle Nutzer eine erkenntnisreiche Diskussion ermöglichen.

            Bitte gestatten Sie mir nur, auf einen der vielen Punkte in Ihrem Kommentar einzugehen. Sie schreiben, ich würde „Sachargumente, die eine Verschwörung ausschließen […] merkwürdig konsequent schuldig“ bleiben. Das ist ein beliebtes Mittel aller Verschwörungstheoretiker, mit denen ich bisher so in Kontakt kam: Sie stellen wirrste Thesen in den Raum und fordern von ihrem Gegenüber, das doch erst einmal zu widerlegen. So geht das Spiel aber nicht. Und so bleibt vieles eben einfach das, wonach es aussieht: eine Verschwörungstheorie.

          • Sehr geehrter Herr Horn,

            Sie schreiben über mich:

            “ Sie stellen wirrste Thesen in den Raum“

            Ein sehr harter, ehrenrühriger (i.S.d.G. und darüberhinaus im Hinblick auf Altersunterschied und Verdienste!) Vorwurf, den Sie deshalb sachlich schlüssig begründen können sollten . . .

            Deshalb:
            Halten Sie die Regeln der Stochastik (und der Versicherungsmathematik etc. – die im übrigen (und das nicht nur im Bereich Steuerrecht!) auch juristisch zumindest als „hinreichenden Anfangsverdacht begründend“ längst anerkannt sind (sic.) (unter Mathematikern sowieso, warum bloß? ;-) ), insbesondere jene der auf Normalverteilungsgleichungen bezogenen) tatsächlich für „wirre Thesen“??

            Darf Journalismus DERART daneben . . . ???

            (Übrigens: Wenn Sie meine Statements nicht veröffentlichen – andere tun es. Nicht immer in Deutsch (hinter dem Walde wohnen schließlich auch noch andere Leute ;-) ), denn alles was ich Ihnen hier entgegne, geht auch an andere Medien (die (und deren Leser!) ja dann hier sehr genau nachlesen können, was Sie hier zensieren und was nicht – SO bekommt die Welt einen Eindruck vom heutigen „Deutschland“ …
            selbstredend . . .

            (. . . und bisher waren da die Lacher auf meiner Seite . . .)

            Nein , wir schreiben heute nicht mehr 1937, auch nicht 1973, sondern 2017!
            Ich bin zwar alt, aber so weit reicht’s noch!

            Hella

          • Dennis Horn am

            @Hella: Das „Sie“ ist reflexiv und bezieht sich auf das „Verschwörungstheoretiker“ im Satz zuvor.

            Und wie schon an anderer Stelle bemerkt: Die Blogregeln sind keine journalistischen, sondern solche der Netiquette, und sie gelten für alle Nutzer, um eine anständige Diskussion zu gewährleisten. Bitte beachten Sie diese Blogregeln; weitere Kommentare, die sich nicht mit dem Inhalt des dazugehörigen Artikels auseinandersetzen, löschen wir.

  5. Ich zahle alles mit Karte wenn es geht (und nichts extra kostet – selten der Fall). Wenn mein Bargeld alle ist heb ich 70€ ab, das reicht dann meistens für den ganzen Monat. Ich lasse mich durch fehlende Kartenakzeptanz jedenfalls auch nicht einschränken. Mittlerweile werden aber fast überall Karten akzeptiert, mein Lieblingsbäcker akzeptiert VISA/Master, im Restaurant geht es meistens, Mensa-Karte kann mit Girocard aufgeladen werden und im Supermarkt sowieso. Selbst mein kleiner Sonntags-Tante-Emma-Laden nimmt zumindest Girocard.
    Meine Bank belohnt dieses Verhalten mit 10ct pro Kartenzahlung, da kommen bri mir im Quartal schnell 15€ zusammen. 15€ geschenkt. 4x im Jahr.

    Meine Kommilitonen zahlen trotz Kartenakzeptanz oft bar und dann leihen sie sich Bargeld von mir. Meistens habe ich dann noch welches dabei, weil ich ja vorher, wo meine Kommilitonen Bar gezahlt haben, mit Karte gezahlt habe.
    Allerdings verstehe ich nicht, warum meine Kommilitonen Bar zahlen um sich dann Geld von mir leihen zu müssen.

    • „Allerdings verstehe ich nicht, warum meine Kommilitonen Bar zahlen um sich dann Geld von mir leihen zu müssen.“

      Weil die Intelligenteren StudentInnen nicht wie Sie bereit sind, gratis dem Handelsgeschäft, für 15 Euro „Vergütung“ ihrer Bank (und obendrein auch noch allen, die „sonst noch so“ die Datennetze und Datenbanken abhören „legal“, oder offen kriminell) das Wissen über ihren beinahe kompletten Konsum, Lebensstil, ihre privaten Vorlieben, Geschmacksrichtungen, Kleidungsausstattung, Aufenhaltsorte, Verhütungsmittel, Medikamente, Ausstattung, Wohnungseinrichtung, Fahrzeug, bevorzugten Autoschlosser, Freunde, Aufenthaltsorte, Hobbies etc. pp. abzutreten.

      Wenn Sie mit Karte bezahlen, läßt sich sogar abschätzen, wieviel mal im Monat Sie Sex haben – man sieht es ggf. an der Menge der einschlägigen Verbrauchsmaterialien.

      Es gibt auch unter jungen Leuten gottseidank noch einige, die nicht bereit sind, für 15 Euro ihr Grundrecht auf informatorische Selbstbestimmung zu verkaufen und den freiheitlichen Grundwert des Bargeldes zu schätzen wissen.

      Das Problem ist schon seit talmudischen Zeiten bekannt:

      Auch damals schon waren Leute irrwitzigerweise bereit, für ein Linsengericht ihr Erbrecht zu verkaufen – Leichte Beute für alle Arten von Ganoven – und damit eine (zumindest potenzielle) Gefahr für die ganze Gesellschaft.

      Für meine Begriffe zieht mit einer derart ausufernden, nicht vom Volke selbst, sondern nur von Institutionen, Behörden und Konzernen kontrollierte Informatik Geldkarten statt Bargeld, maschinelesbare Reisepässe und ausweice, „Gesundheitskarten“, Betriebsausweise usw. , per „Fernwartung“ einsehbare Computersysteme, Berührungslos beeinflußbare Auto-Elektronik(Unfall per Knopfdruck von außerhalb …), hier schon diskutiert: Unter die Haut implantierter Chip – der Mensch als unwissender Datenträger fremder(wer will das zuverlässig kontrollieren?) Daten – zum Datenträgerobjekt degradiert, vernetzungstaatlicher Datenbanken hebelt die Gewaltenteilung aus, internationale Konzerne sammeln Daten und ziehen sie zu datensätzen zusammen, die der Staat sselber aus politischen und demoktratischen Gründennicht selber erheben darf, kann dann aber per Telekommnikationsgesetz und mittels von den Firmen bereitzuhaltender Schnittstellen auf jene Daten zugreifen, die er selber nicht erheben DARF, Polizei (und damit auch der Geheimdienst, denn welche Polizei wäre nicht vom (eigenen, oder einem oder mehreren fremden) Geheimdienst(en) infiltriert??) kennt JEDEN genau (mittels maschinenlesbarem Ausweis und Ein-Personenschleusen in lückenlosen Absprreungen um den Demonstrationsort), der an bestimmten Demonstrationen teilnimmt (=Einschüchterungsportenzial!) usw… eine ungeheuerliche Gefahr eines SO absolut noch nie dagewesenen Totalitarismus herauf.

      Studium bedeutet auch: Sich eigene Gedanken zu machen und den sich ergebenden Fragen selbständig nachzugehen . . .

      Hella

  6. Ich gebe mal meinen digitalen Senf hinzu: Ich lebe momentan in Australien und zahle so oft es geht mit meiner kontaklosen Kreditkarte, die hier auch an jeder Ecke angenommen wird, inklusive an vielen Kaffeebars, wo man eh nur 3 $ auf einmal bezahlt. Hier zahlt die Bank, einen Monat später zahle ich alles zinsfrei zurück. Mein Giro hat normalerweise einen Kontostand von Null, d.h., mein Geld ist während der zinsfreien Phase der Kreditkarte auf dem Tagesgeld und erwirtschaftet Zinsen, die ich nicht bekäme, wenn ich es bar direkt ausgeben würde.

    Meine Bank hat ein Online-Tool, welches alle Ausgaben kategorisiert und mir darstellt, was ich wann wofür ausgegeben habe. Bei Bar würde da nur stehen ‚Barabhebung‘. Wofür ich das Geld ausgebe, müsste ich dann manuell in eine Tabelle eintragen – ist mir zuviel Arbeit.

    Bezüglich Datenschutz: Payback und Co nutze ich nicht – Prämien sind mir zuwenig wert für all die Daten die ich hinterlasse. Bzgl. der Bank-/Kreditkarte bin ich der Meinung dass es da so etwas wie ein Bankgeheimnis gibt.

    Unverschämt finde ich nur die hier üblichen ’surcharges‘ – Einige Händler erdreisten sich hier, einen Prozentsatz aufzuschlagen, wenn man mit ec zahlt, und einen noch höheren wenn man mit Visa, wieder noch einen höheren wenn man mit American Express zahlt! Ich hoffe nur dass sich so etwas nicht auch in Deutschland breit macht, die Bahn macht da ja leider schon erste Schritte (wurde aufgefordert 50 Ct extra zu zahlen wenn ich mit Kreditkarte zahlen will). Für extra Geld erwarte ich extra Service, daher verlasse ich in solchen Fällen den Laden, gehe zum Geldautomaten und komme mit Bargeld wieder, wenn ein Händler meint mit so eine ’surcharge‘ in Rechnung stellen zu müssen. Einige Händler sind sogar noch dreister und nehmen einfach an, dass ich bereit bin die ’surcharge‘ zu zahlen, und ich sehe sie erst auf dem Kassenbon! Da scheue ich auch nicht davor zurück, darauf zu bestehen, dass die Trasaktion rückgängig gemacht wird, so dass ich stattdessen bar zahlen kann.

    Fazit: In die bargeldlose Gesellschaft gehe ich gerne mit, aber nur ohne ’surcharges‘. Allerdings bin ich der Meinung, es sollen diejenigen die lieber bar zahlen die Gelegenheit dazu nicht verlieren.

    Ein anderer Aspekt im Blog: ‚Self-checkouts‘ gibt es hier auch. Finde ich fürchterlich. Manchmal stoppen die Systeme einfach und man muss warten bis ein Ladenmitabeiter kommt und den Fall löst. Kann lange dauern, daher lobe ich mir die Kasse mit einer/m netten Kassierer/in. Zusätzlich sollte ich, wenn ich selber meine Ware scanne, eine Ermäßigung bekommen – ich helfe ja dem Laden Personal zu sparen. Solange ich aber persönlichen Service kostenfrei dazubekomme, nehme ich ihn gerne mit, inkl. Schwätzchen mit dem Mitarbeiter, anstatt zum gleichen Preis nur mit gefühllosen Robotern Handel zu treiben..

    • Dennis Horn am

      @Naomi: Ach, das ist mir ein bisschen schwarzweiß. Freiheit ist nämlich auch die Freiheit, sich für Bequemlichkeit zu entscheiden.

      • “ Freiheit ist nämlich auch die Freiheit, sich für Bequemlichkeit zu entscheiden.“

        Genaus SO dachten alle, die 1933 Hitler wählten:

        Wozu den steinigen Weg der Demokratie gehen, wenn die Nazis uns bequem Vollbeschäftigung, Aufschwung, politische Freiheit von den Siegermächten des ersten Weltkrieges und Kraft durch Freude (OMG!!) versprechen … ?

        Das Ergebnis ist bekannt!

        Heute nun wieder dieselben Fehler???
        Nichts gelernt??

        Ich hier im „thread“ schon: Wohlstand macht denkfaul.

        Was aber sind Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wert in den Händen von mit Überfülle zu Sklavenseelen gemästeten und mit unverdientem Wohlstand bequem und erpreßbar gemachten Spießbürgern?

        „Den Teufel spürt das Völkchen nie
        und wenn er es beim Kragen hätte…“ (!!!!)
        (Goethe)

        Hella

  7. Kommt ganz auf den Job an. Wenn man,in Klammern, Chefin der Vogue ist, dann ist eine bzw. mehrere American Express selbstverständlich. In den 90ern hieß es: VISA.Die Freiheit nehm ich mir.

  8. S. Gerolstein am

    Ich bezahle grundsätzlich alles bar. Meine EC-Karte benutze ich nur, um am Bankschalter Geld zu holen. Das mache ich monatlich und fülle meine Geldbörse immer so, dass ich mindestens 300 Euro bei mir habe. So kann ich auch mal unvorhersehbare Käufe tätigen.
    Ich hinterlasse keine Datenspuren, die ausgelesen werden können, man kann kein Kaufverhalten ermitteln und ich bin immer zahlungsfähig, auch bei Ausfall der Bezahl-Systeme. Man sollte auch wissen, dass die Banken im Fall eigener Probleme Geld ihrer Kunden einbehalten können – siehe Griechenland.
    Das einige Leute mit Karte zahlen, erklärt sich mir nicht, mit kontaktlosen Methoden erst recht nicht, denn einerseits regt man sich über 0,x% Zinsen auf und andererseits überlässt man den Banken Geld zum Nulltarif.
    Des Weiteren sollte jeder signalisieren, dass Bargeld gebraucht wird und zwar nicht nur von Kriminellen, wie man es uns einzutrichtern versucht.
    Bargeld ist geprägte Freiheit!

    • Wenn ich das richtig verstanden habe, liegt Ihr Geld überwiegend auch auf der Bank, und Sie heben jeden Monat 300 Euro ab. Sie überlassen den Banken also auch Geld zum Nulltarif, welches Ihnen bei einer Krise weggenommen werden kann. So und nicht anders kann ich Ihren ersten Absatz verstehen.

      Sie behaupten weiterhin, keine Datenspuren zu erzeugen. Ich kann nur für Sie hoffen, dass Sie keine Payback-Karte oder andere Kundenkarte nutzen. Damit können und werden nämlich weitaus sensiblere Daten gespeichert und auch ausgewertet. Ich kann im Supermarkt recht häufig beobachten, dass Kunden bar zahlen (weil Datenschutz wichtig) und dann ihre Payback-Karte vorzeigen, um ein paar lächerliche Cent zu sparen.

      Ihr Satz „Das einige Leute mit Karte zahlen, erklärt sich mir nicht, mit kontaktlosen Methoden erst recht nicht“ zeigt, dass Sie sich einfach an nichts Neues gewöhnen möchten und dafür gut widerlegbare Argumente vorschieben.

      • S. Gerolstein am

        Sie haben mich leider nicht richtig verstanden. Bis auf das, was für Abbuchungen auf dem Konto verbleiben sollte, hole ich alles ab.
        Die 300€ habe ich immer dabei. Habe ich für 100€ getankt oder eingekauft, lege ich den Betrag wieder nach.
        Das ich keine lächerlichen Payback-Punkte sammele, ist für mich selbstverständlich. Auf die oft extra dafür hergestellten und teilweise minderwertigen Prämien kann ich sehr gut verzichten.
        Aber ich stimme Ihnen zu, barzahlende Payback-Sammler habe ich auch schon oft beobachtet.
        Auch wenn es immer wieder Berichte darüber gibt, aber ich habe noch nie einen falschen Schein gehabt. Der wäre früher oder später an einer Kasse aufgefallen.

        • Dennis Horn am

          @S. Gerolstein: Ich könnte selbst so nicht leben, bin aber der Meinung, dass die Freiheit, das zu tun, unbedingt erhalten bleiben sollte. Selbstverständlich.

          Die Abwehrhaltung Kartenzahlern gegenüber kann ich allerdings nicht verstehen. Inwiefern steht das im Widerspruch dazu, sich über die niedrigen Guthabenzinsen zu beschweren? Und inwiefern überlasse ich den Banken Geld damit? Mir werden für diese Zahlvorgänge jedenfalls keine Gebühren berechnet.

          • S. Gerolstein am

            @ Dennis Horn
            Ihre Einstellung zur Freiheit bar zu zahlen, begrüße ich sehr. Ich würde mir wünschen, dass auch andere Journalisten und Redakteure dies so deutlich machen, nur tendieren diese sehr oft in Richtung elektronischer Zahlung und bringen teilweise sogar Barzahlung und Kriminalität (Drogen, Schwarzarbeit) in Verbindung. Das empfinde ich als versuchte Manipulation.
            Wenn ich Geld zur Bank bringe, also dort parke, erwarte ich Zinsen dafür, denn die Banken verleihen das Geld ja auch nicht unentgeltlich. Ob es sich dabei nun um echtes Geld oder Giralgeld (Buchgeld) handelt, lasse ich mal dahingestellt.
            Es ist aber in letzter Zeit so, dass viele Menschen ihr Geld kostenlos auf dem Konto lassen, da sie nur den Kasten Wasser oder die Tankfüllung abbuchen lassen. Den Rest kann die Bank somit gewinnbringend verleihen. Aus meiner Sicht siegt bei vielen Menschen die Bequemlichkeit und die o.g. Manipulation, ohne die Gefahren zu hinterfragen.
            Natürlich investiere ich auch etwas in Wertpapiere namhafter Unternehmen, aber mein „Notgroschen“ in mir bekannter Höhe steht mir jederzeit in bar zur Verfügung.

          • @S. Gerolstein: Ich finde, Begriffe wie „Manipulation“ werden manchmal etwas vorschnell genutzt, aber ich verstehe, was Sie meinen. Man kann diese Argumentation allerdings auch in die Gegenrichtung drehen: Es gibt genauso eine Berichterstattung, die in Richtung Barzahlung tendiert und elektronische Zahlungsweisen mit Überwachung in Verbindung bringen. Auch das halte ich für schwierig. Vielleicht wäre der Kompromiss, die Motivation beider Zahlungsweisen für legitim zu halten und darüber zu diskutieren, wie man Kriminalität auf der einen und Überwachungsmöglichkeiten auf der anderen Seite verhindert. Dann wären wir wenigstens bei einer sachlichen Debatte.

        • @S. Gerolstein Ich blicke immer noch nicht ganz durch, was Sie mit dem „großen“ Rest Ihres Geldes, welches nicht auf der Bank oder gerade in der Geldbörse ist, machen. Entweder es liegt im Tresor oder Sie kaufen dafür z. B. Gold (würde Ihre Aussagen glaubwürdig unterstützen), oder es ist insgesamt kein so großes Vermögen vorhanden (dann könnte ich Ihre Ängste wieder nicht ganz nachvollziehen).

          Wie auch immer, ich gehe jetzt davon aus, dass es so ist, wie Sie es rüberbringen möchten. Damit setzen Sie Ihre Sichtweise konsequent um, was ich respektiere und durchaus bewundere. Genauso, wie ich mein bargeldloses Leben konsequent umsetze. Damit gehören wir zu den wenigen Prozent in der Bevölkerung, die eine klare und überlegte Meinung zu diesem Thema vertreten. Die große Masse schiebt entweder irgendwo aufgeschnappte Gründe wie den Datenschutz, Enteignung oder die ominöse Freiheit vor, um nicht modern bezahlen zu müssen, oder sie handeln einfach pragmatisch und nutzen das Zahlungsmittel, welches in der konkreten Einkaufssituation am einfachsten ist.

          Die zukünftige Entwicklung sollte uns beiden klar sein. Digitales Zahlen wird immer einfacher und fast überall möglich. Der Zahlvorgang wird mit Payback-Punkten kombiniert, wo der Datenschutz dann plötzlich vergessen wird. Die Mehrheit wird deshalb fast automatisch auf bessere und digitale Zahlverfahren umsteigen. Ich kann den Prozess global betrachtet vielleicht um ein paar Millisekunden beschleunigen, Sie um ein paar Millisekunden aufhalten. Aber die Evolution ist nicht zu stoppen, sie nimmt gerade richtig Fahrt auf.

          • S. Gerolstein am

            Die Bandbreite des „großen“ Vermögens ist fließend. Für einen Obdachlosen sind 10€ vielleicht ein Reichtum, für einen DAX-Vorstand sind 100.000€ ein Taschengeld. Bezogen auf mich liegen Sie mit dem Tresor und dem Gold nicht verkehrt.
            Wie Sie, habe ich meine feste Einstellung und gehe auch soweit, dass etwa ein Geschäft, welches kein Bargeld akzeptiert, auf mich als Kunden verzichten muss. Ob die von Ihnen genannten Gründe, die andere Menschen aufgeschnappt haben, wie etwa mögliche Enteignung, Datenschutz und Freiheit so aus der Luft gegriffen sind, wage ich allerdings zu bezweifeln. Auch in Schweden, wo die elektronische Zahlung sehr weit fortgeschritten ist, kann man problemlos bar zahlen und das ist gut so und wichtig.
            Es dürfte auch auf der Hand liegen, dass sich in einem Forum wie diesem, vornehmlich Menschen bewegen, die der Digitalisierung sehr positiv und vielleicht sogar unkritisch gegenüberstehen. Ich könnte Ihnen diesbezüglich komplett gegensätzliche Internetseiten und Foren nennen und stehe auf dem Standpunkt: Fortschritt ja, selbstverständlich – aber nicht alles um jeden Preis. Modern ist gut, aber nicht alles Bewährte ist schlecht.

          • Dennis Horn am

            @Hella: Wir haben Ihren Kommentar gelöscht. Bitte beachten Sie die Blogregeln und bleiben Sie mit Ihren Kommentaren beim Thema des Blogartikels und verzichten Sie darauf, andere Nutzer zu beleidigen.

    • Mit Geld, welches auf dem Girokonto liegt, kann die Bank nicht arbeiten, sondern das parkt sie über Nacht kostenpflichtig bei der EZB.
      Mit Sichteinlagen kann eine Bank generell nicht wirklich arbeiten.

  9. Ich zahle nun seit 16 Monaten nur noch mit Karte, seit diesem Jahr auch zu 95 % kontaktlos. Es ist absurd, erst am Geldautomaten in der Schlange zu stehen und Bargeld mit der Karte abzuheben, um es dann im Supermarkt auszugeben. Der Supermarkt muss es dann wieder auf die Bank einzahlen, natürlich mit Gebühren und hohem Personalaufwand. Aber bloß nicht direkt mit Karte im Geschäft bezahlen. Das ist zu modern.

    • Erst wenn wegen euer Bequemlichkeit der letzte Cent aus dem Verkehr gezogen ist, und die totale Abhängigkeit von euren (Zentral-)Banken hergestellt ist, werdet ihr merken dass stetig steigende Minuszinsen und Gebühren sowie die totale Überwachung und Kontrolle der Preis dafür ist.

      • Dennis Horn am

        @Georg: Eine entsprechende Gesetzgebung könnte dieser Abhängigkeit entgegenwirken. Ich zahle auch elektronisch, und von Minizinsen und Gebühren bin ich bisher nicht betroffen.

    • „Es ist absurd, erst am Geldautomaten in der Schlange zu stehen …“

      Es ist schon absurd, ÜBERHAUPT am Geldautomaten(!) in der Schlange(!) zu stehen, während wir Millionen Arbeitslose haben, die für zügigen Schalterdienst durchaus und nachweislich geeignet wären und die nur aus maßloser(!) Habsucht und Unfähigkeit einiger weniger Spitzenbanker und Finanzjongleure (mal von Schwarzskassenministern, die allen Ernstes der Meinung sind „Das Volk ist nie das Problem …“) ganz zu schweigen) (übrigens: früher, als die Produktivität noch wesentlich niedriger war, ging’s ja auch per Schalter und war ohne weiteres finanzierbar!) ins HartzIV-Elend gestoßen werden!

      Aber auf diesem Auge scheinen Sie taub zu sein, oder wie? ;-)

      Die Dämlichkeit und Dreistigkeit dieser offenbar international konzertierten(!) Anti-Bargeld-Kampagne ist wirklich kaum noch zu überbieten und es wird absehbar nicht lange dauern und diese färbt auf das globale politische Klima in der westlichen Welt ernstlich und sehr unangenehm ab, denn:

      Ein Regime, das den Völkern das Bargeld vermiesen, oder gar verbieten will, hat damit sein eigenes historisches Grab geschaufelt – der Mensch eignet sich nicht zum vollüberwachten Sklaven mit einem sogar dann ganz simpel und schnell elektronisch willkürlich manipulierbaren „Währungssystem“!

      Meinen Sie, wir, die kleinen Leute dieser Erde, würden uns freiwillig den Ausbeutern, Wirtschaftsmanipulateuren und Kontrollwahninnigen ans Messer liefern?!

      Irgendwann kommt weltweit der Punkt, wo sich die erdrückende Mehrheit der kleinen Leute endgültig und unwiderruflich einig ist:

      Es reicht! Wir lassen uns von überkandidelten Pseudo- „Eliten“ nicht länger auf der Nase herumtanzen! Nirgendwo!

      Was dann systemisch zwangsläufig kommt, können Sie in der Geschichte Chinas zwischen 1900 und 1949 studieren – ist es DAS wert ???

      Die Abschaffung des Bargeldes würde staatlicher und konzernlicher Willkür Tür und Tor öffnen und die Menschen zu hilflosen Sklaven machen:
      Wer die „Eliten“ kritisiert, dessen Karte wird – unter irgendeinem nicht angreifbaren Vorwand gesperrt – sowas können sich nur eingefleischte Antidemokraten und Antirechtsstaatler wünschen!
      (Haben wir ja jetzt schon mit der Parkkralle vom Finanzamt: Erpressermethoden wie im Mittelalter! – Nimmt das auch noch zu, wird das absehbar gründlich (und recht plötzlich!) schiefgehen! Und zwar mit mathematischer Gesetzmäßigkeit! Man studiere dazu das Verhalten hochgradig komplexer Systeme!)

      Herr, laß es Hirn regnen …

      Hella

  10. Ich zahle nahezu ausschließlich alles mit Karte oder dem Smartphone (Apple Pay, Payback Pay, myTaxi etc.). Ich habe meistens um die 20€ Notfallbargeld dabei. Läden, die keine Karten nehmen oder nur mit abstrusem Mindestumsatz, besuche ich nicht mehr.

    Bei Bezahlung mit einer Debitkarte sehe ich alle Ausgaben sofort in der Banking App und weis auf den Cent genau, wo mein Geld hingegangen ist.

    Dafür braucht man übrigens kein Konto bei einer hippen Smartphone-Bank wie N26. Ein Sparkassen-Konto mit girocard langt völlig.

  11. Ich zahle ebenfalls alles mit Karte. Habe durch Banking-Apps auf dem Handy dadurch einen viel besseren Überblick über meine Finanzen. Wenn ich 50,- € Bargeld habe, sind die irgendwann weg und ich frage mich, wo die eigentlich hin sind.

    • „…und ich frage mich, wo die eigentlich hin sind.“

      Dafür gibt’s seit dem Mittelalter Belege und Bücher. ;-)

      Die kann man auch lesen, wenn der Strom mal weg ist, die müssen auch nicht „geupdatet“ werden und die sind auch mit Sicherheit um Größenordnungen länger haltbar und gegen Ausspähung sicherer als Computerdaten …

      Schauen Sie sich die ersten Filme an: Ein Gezappel auf der Leinwand, daß einem vom Zusehen ganz wuselig wird.
      Die Bilder hatten Laufen gelernt und nun mußte das bis zum Exzeß durchprobiert werden.
      Die meisten Erwachsenen sind nichts anderes als alt gewordene Kinder.

      So ist es nun heute mit der Rechentechnik: Es wird von Schlitzohren, die gerne die Daten anderer Leute lesen (warum wohl? aus lauter Menschenfreundlichkeit?) , propagiert, daß es ohne Computer heute garnicht mehr ginge – nun macht man heute eben alles mit dem Computer – auch das wird sich mit der Zeit wieder normalisieren, denn das Leben selbst folgt anderen Gesetzen als denen künstlichen, von ziemlich naivem Wunschdenken und Triebhaftigkeit bestimmten der Menschen . . .

      Hella

      • Übrigens:
        Ich kann aufgrund meines Alters nicht mehr solange und schmerzlos stehen.
        Da ist es schon sehr ärgerlich, wenn in der Kaufhalle vor einem noch drei Kartenzahler sind, die statt den von der Verkäuferin genannten Preis einfach bar auf den Tisch zu legen, die Karte rausholen und dann noch eine, weil die erste die falsche war, die zweite dann aus unergründbaren Ursachen nicht geht – dann wird erst noch der Mann rangeholt, der mit seiner Karte bezahlt – aber dann unterschreibt dann noch die Frau, obwohl der Mann hätte unterschreiben müssen, diskussion, Rückbuncung usw. usw. – Fazit: Geldkarten auch unter Ausblendung der immensen politischen Gefahren – ein Ärgernis und eine Zumutung! Genauso die geheime Datensammelei über „Bonuspunkte“ und die Frage nach der Postleitzahl (wer sich in Informatik etwas auskennt, weiß, was man damit für Schindluder treiben kann – vor allem in Verbindung mit Kundentracking über Kameras während des Einkaufes) und dergleichen Schickschnack!

        Doch selbst wenn nur die Postleitzahl allein und ohne weitere andere Informationen erhoben wird, ist die Manipulation ganzer Gebiete und Populationen von Bevölkerung damit möglich und das trifft zwar dann niemanden direkt – sehr wohl aber dennoch unmittelbar persönlich – wenn z.B. ein „zu wenig frequentierter“ Baumarkt ersatzlos geschlossen wird und man plötzlich zwanzig Kilometer bis zum nächsten fahren muß – aber kein Auto hat …

        Informatik?

        Unter seriöseren politischen und rechtlichen Verhältnissen als heute vorhanden, wäre sie ein Segen – heute ist sie immer noch: Ein Fluch (in fast jeder steuerbaren Flügelbombe steckt heute ein kleiner Computer! Na dann ein „Prosit“ auf jene „Wissenschaftler“, die uns solchen Mist bescheren!) und eine riesige Gefahr!

        Informatik?
        Heute immer noch in den Kinderschuhen und deshalb: Kreuzgefährlich durch starkes Wissensgefälle zwischen Anständigen und Ganoven! Hie fachlich weitestgehend ahnungslose Bevölkerung – dort Experten mit Geheimhaltungsklauseln in den Arbeitsverträgen, Geheimdienst- und Armee-Anbindungen, von profitsüchtigen Anlegern und karrieregeilen Chefs zu immer verstiegeneren, immer skrupelloseren „Lösungen“ vorangetrieben, gedeckt und abgesegnet von um ihre Stühlchen und Pfründe bangenden Politikern und Juristen.
        Vor allem aber, weil sich die breite Masse der Bevölkerung nicht selber und UNABHÄNGIG ausreichend fachkundig macht und sich stattdessen gern und „bequem“ von den „Experten“ auf die Rolle zahlenden, aber ansonsten weitestgehend unwissenden (besser: per Lizenzvertrag unwissend gemachten – Dekompilierungsverbot!) „ich bin ja NUR Nutzer“ GEMACHT wird.

        Ja, abwärts ging es schon immer leichter als aufwärts – wer mal einen Krieg und den dann folgenden „Aufbau“ miterlebt hat, weiß, was ich meine . . .

        Aber wer will das schon hören? So führt die Geschichte seit Urzeiten immer im Kreise – nur die Waffentechnik entwickelt sich weiter – das Ende wird damit sehr absehbar – man kann es anhand der Entwicklungsdaten ausrechnen und es dauert – wenn nicht ein Wunder geschieht keine hundert Jahre mehr …

        Keine Ratte ist so dämlich und konstruiert und baut (auch noch elektronisch gesteuerte!) Rattenfallen . . .

        Hella

        • Dennis Horn am

          @Hella: Bitte beachten Sie die Blogregeln und bleiben Sie mit Ihren Kommentaren beim Thema des Blogartikels.

          • Lieber Herr Horn, das IST das Thema, was ich im vorigen Beitrag erörterte!

            Wenn Sie mit ihren „Regeln“ systemanalytische Engstirnigkeit triggern wollen, indem sie damit unterdrücken wollen, die Nebeneffekte all dieser „Segnungen“ zu diskutieren („Nebeneffekte“ von Technologien und Zielsetzungen, die sich bei näherer Betrachtung als die HAUPTEFFEKTE entpuppen und auhc noch als antidemokratische, antifreiheitliche!), dann tun sie der Demokratie damit ZUMINDEST einen Bärendienst – und GENAU DIES meine ich mit „Mißbrauch der journalistischen Freiheit“!

            Journalistische Regeln die einer engstirnigen, begrenzten , nicht ganzheitlichen Betrachtungsweise Vorschub leisten, sind antidemokratische Regeln, denn der Wähler, der Politiker, der fachliche Experte muß VOLLSTÄNDIG informiert sein, wenn er eine entscheidung trifft – und dies setzt VOLLSTÄNDIGES und lückenloses wissen über den Gegenstand voraus – und dazu gehören auhc ALLE Nebeneffekte, die Sie mit Ihren „Diskussionsregeln“ unter den Tisch zu kehren versuchen.

            Freier Journalismus ist aber was anderes, Herr Horn …

            „Wenn man einen Lumpen nicht mehr einen Lumpen nennen darf – dann ist das nach den Gesetzen der Logik eine Lumpensystem . . .“

            Für diesen Satz habe ich schon als siebzehnjährige in Paris vier Tage Arrest bekommen – heute, mit fast 97 würde ich ihn nichtmal unter Todesstrafe zurücknehmen!

            Hella

          • Dennis Horn am

            @Hella: Es geht hier nicht um journalistische Regeln, sondern um die Netiquette in der Kommentarspalte. Dafür gibt es ein Regelwerk, das wir unter dem Stichwort „Blogregeln“ verlinkt haben, um eine anständige Diskussion aller Nutzer untereinander zu gewährleisten. Danke für Ihr Verständnis.

          • Lieber Herr Horn,
            Was Sie „Netiquette“ nennen, ist bei Lichte betrachtet verdeckte (und damit umso infamere!) Zensur und damit verfassungsfeindlich und überaus kontraproduktiv!

            Denn die Wahrheit war schon immer schmerzhaft und allermeistens überhaupt nicht „nett“ – und:
            Keiner von uns ist aus Zucker!
            (Naja, aus Ihren „Regeln“ schließe ich schon: Sie wohl ausgenommen … ein Tucholsky, ein Ossietzky, ein Mann sind Sie jedenfalls nicht …)

            Überdies ist eine komplexe Gesellschaft wie die unsere …
            (=> komplexe Systeme! Recherchieren Sie mal zum Stand der Forschung! Auch Mathematiker und deren Arbeit verdienen den Weg in die Medien! Und es ist Sache der Journalisten, diesen für Nichtmathematiker „trockenen“ Stoff „populärwissenschaftlich“ aufzubereiten – DA können Sie mal zeigen was Sie draufhaben! ;-) )

            …nicht lebensfähig, wenn sie sich, statt die heißen Eisen beherzt, ohne Schaudern und zuerst anzupacken, stattdessen gegenseitig und sich selbst „netten“ Honig ums Maul schmiert.
            Zu welch fatalen Entwicklungen es führen kann, wenn eine Gesellschaft sich selbst etwas vormacht, sich den Herausforderungen der Zeit aus purer Feigheit nicht stellt und sich stattdessen abwegigen Illusionen und „netten“ Ideen hingibt, das hat gerade meine Generation MEHRFACH und äußerst schmerzhaft , ja überaus blutig lernen müssen.

            Und es ist die aus dieser Erfahrung erwachsende Pflicht der älteren Generation, die Jüngern vor den bereits als Fehler erfahrenen Sackgassen (auch journalistischen!) zu warnen – auch wenn’s wehtut und überhaupt kein bißchen „nett“ ist!

            „Nettikette“ ist purer Unsinn, ja schlichtweg ein Verbrechen gegen die Weltbevölkerung, wenn sie dazu dient, schmerzhafte, hochbrisante Sachverhalte nur noch in einer läppischen, den Ernst der Lage verschleiernden Sprachform ansprechen zu können.

            Wenn Ihr willkürliches und einseitiges (man hat die Mißstände zu ertragen und dazu noch stillschweigend zu lächeln, was?! Das könnte Ihnen so passen!) Gebot der „Nettigkeit“ dazu herhalten muß, per Ihren willkürlich angeordneten Regeln die Wahrheit unaussprechbar zu machen, dann ist das nach den Gesetzen der Logik ein Rechtsmißbrauch – und eine Schande für den Journalismus an sich.

            Und auch wenn der momentane Zeitgeist die Nettigkeit höher bewertet als die Wahrheit …
            (interessanterweise nur im medialen Bereich – ansonsten ist das geistige Regime, dem sie offenbar dienen, in seiner Lebenspraxis allerorten gekennzeichet von überaus dummer, kurzsichtiger, brutaler, rücksichtsloser, überaus zynischer und skrupelloser („Staats“- ) Gewalt nach innen und außen (manchmal fühle ich mich in alte, längst überwunden geglaubte Zeiten zurückverstzt … – gegen die Kleine Leute ist unser System nämlich das glatte Gegenteil von „nett“, Ihre forderung nach „Netiquette angesichts der Lebensverhältnisse weltweit ein absurdum(!) – lesen sie bloß mal die allerorten angedrohten Strafen und Drohungen: auf Schildern an allen Orten, im gesetzestext, in religiösen Statements, in den sich aufblähenden wirtschaftsdaten der Rüstngsindustrie – und in einer derart brutalen Welt fordern Sie ausgerechnet von deren Opfern „Netiquette“ – damit ist Ihre Position eindeutig bestimmt, das sollte Ihnen klar sein… )
            … überlebensentscheidend für eine Gesellschaft ist immer noch die Wahrheit und nicht die dem jeweiligen Zeitgeist gerade gefällige, genehme Lüge und „Netiquette“ …

            Gefälligkeitsjournalismus ist kein Journalismus, weil kontraproduktiv und seinen Berufszweck vollständig verfehlend.

            „Netiquiette“ ist das was man sich als junges Mädel nach 23:00 Uhr bei einem Wein und Kerzenlicht gefallen läßt – in der Gazette (will sagen: in der Öffentlichkeit) aber hat die nichts zu suchen, solange der Gesellschaft gerade mal wieder rundherum das Dach abbrennt … (und es gibt wohl derzeit kein Sachgebiet, auf dem nicht himmelschreiende, unser ALLER Existenz gefährdende Mißstände und Fehlentwicklungen ausufern würden – in einer Weise wie bisher nur vor dem Weltkrieg erlebt – nicht zuletzt aufgrund unseres schlichtweg vorsintflutlichen“Rechts“ systems … – und eines Journalismus, der wohl kaum noch tiefer sinken kann, als es heute der Fall ist …)

            punctum

            Hella

          • Dennis Horn am

            @Hella: Weil es an dieser Stelle um ein Missverständnis geht, das immer wieder aufkommt, noch ein paar Worte zu Ihrer Entgegnung.

            Erstens: „Zensur“ ist ein Begriff staatlicher Gewalt. Eine Netiquette dagegen können Sie am ehesten mit einem digitalen Hausrecht vergleichen. Dieses machen wir transparent und setzen es durch, um eine anständige Diskussionskultur zu gewährleisten.

            Zweitens: Ich kann mir beim besten Willen bei all den kritischen Tönen in den Kommentarspalten in Digitalistan nicht erklären, wie man auf die Idee kommt, wir würden „die Wahrheit“ nicht ertragen.

            Bitte beachten Sie bei Ihren zukünftigen Kommentaren die Blogregeln. Kommentare, die diesen nicht entsprechen, werden von uns gelöscht. Dazu gehört auch die Diskussion über die Blogregeln selbst.

          • Dennis Horn am

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  12. Conni Sandmann am

    Ich zahle nur in bar, behalte dadurch viel besser den Überblick über meine Ausgaben – und muss mir zumindest in dem Bereich keine Gedanken darüber machen, was mit meinen Daten geschieht.

    • S. Gerolstein am

      Sehe ich auch so, Frau Sandmann.
      Ich finde es erschreckend, dass so viele Menschen so leichtfertig mit diesem Thema umgehen, nur weil es vielleicht modern oder bequem ist. (Siehe Mitschreiber) Es erscheint mir als eine Art Gehirnwäsche, die bekanntlich aus den USA, aus Schweden und jetzt auch aus den Niederlanden zu uns herüber schwappt.

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