Bleibt zuhause und spielt geschenkte Games!

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Bleibt zuhause und spielt geschenkte Games!

Kommentare zum Artikel: 4

Bleibt zuhause. Das ist das Gebot der Stunde. Und wer zuhause ist, muss sich irgendwie beschäftigen, zum Beispiel mit digitalen Spielen. So tun es gerade Millionen von Menschen – und offenbar mehr als je zuvor.

Ich habe mir die User-Zahlen der Spieleplattform Steam angesehen und war eigentlich gar nicht so sehr überrascht: Steam, der Ort im Netz, an dem es so viele Games gibt, dass sie nie ein Mensch je alle spielen könnte, feiert während der Corona-Krise Rekorde.

So viele Spieler wie nie zuvor

Vor zwei Wochen jubelte der Quasi-Monopolist für PC-Spiele noch über mehr als 20 Millionen Spielerinnen und Spieler gleichzeitig. Die vergangenen zwei Tage waren es dann schon mehr als 22 Millionen. In den nächsten Tagen und Wochen, wenn das Kontaktverbot zum Alltag geworden ist, werden es noch mehr Menschen sein.

Und Steam steht nicht alleine. Auf der Gamevideo-Plattform Twitch schauen doppelt so viele User zu wie im Vorjahreszeitraum. Twitch drosselt die Leistung. Auch Sonys Playstation hat inzwischen seine Bandbreite runtergedreht, so wie es zuvor schon Netflix oder Youtube gemacht haben – damit das Internet für alle stabil bleibt, während Millionen Menschen ihre Games herunterladen.

Audioplayer

Der Datenverkehr im Land steigt, auch wegen der Streamingdienste. In Deutschland sei das aber kein Problem, erklärt Jan Rähm bei WDR 5.

Die Corona-Krise treibt viele von uns an den PC oder die Spielekonsole, mich auch. Und es ist nicht das schlechteste Zeichen, dass wir uns diese Zeit mit Games leichter machen können. Denn von der Zerstreuung mal abgesehen, bringt dieser Trend zum Zocken auch viel Solidarität zum Vorschein.

Auf Twitter zum Beispiel verschenken manche User ihre Games – in digitalen Versionen via Key ist das ja schon lange kein Problem mehr. Unkompliziert posten sie die Zahlen-Codes, wer Lust auf ein Spiel hat, kopiert den Code und löst ihn ein. Das kostet nichts und kann stundenlange Beschäftigung bescheren – einen halbwegs modernen PC vorausgesetzt.

Spielefirmen verschenken ihre Games

Diesem Vorbild folgen inzwischen auch die Spielefirmen. Die Liste der Spiele, die verschenkt werden oder schon verschenkt wurden, ist lang: der Blockbuster “Tomb Raider” von 2013, das hübsche Rollenspiel “Child of Light”, der deutsche Adventure-Klassiker “Deponia”, die Smartphone-Games “Alto’s Adventure” und “Mini Metro” und so weiter.

Natürlich ist das auch Marketing, natürlich sind die Spiele allesamt schon ein paar Jahre alt und für die Gamesfirmen nicht mehr extrem wertvoll. Aber ich finde die Geste dennoch wunderbar: In dieser Zeit, in der viele Menschen sich auch Sorgen machen müssen, wie es finanziell weiter geht, muss niemand viel Geld für Spiele ausgeben.

Das ist lobens- und vor allem nachahmenswert: Verschenkt Spaß und Unterhaltung, wenn ihr könnt!

Über den Autor

Mit "Doom" fing es an; seitdem haben digitale Spiele Thomas Ruscher nicht mehr losgelassen. Wenn er nicht gerade selbst spielt, schreibt und spricht er über Battle Royale, Open Worlds, eSport, Roguelikes und alles, was sonst noch mit Games zu tun hat.

4 Kommentare

  1. Sehr geehrter Digitalisierungsskeptiker,
    mich wundert es ein wenig, dass ein Mensch der digitalen Medien skeptisch gegenübersteht hier einen Kommentar hinterlässt.
    Immer schön mit dem erhobenen Zeigefinger durch die (digitale) Welt marschieren.

    Vielleicht versuchen Sie es mal mit einer gewissen Bereitschaft und üben sich in der Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen. Vielleicht ist es ja ihr Hobby negative Kommentare, zu jeglichen Themen, zu hinterlassen. Es sei Ihnen gegönnt.

    Es gibt aber auch sehr viele Menschen, für die Computerspiele ein spannendes und unterhaltsames Hobby sind, ohne einer Spielsucht verfallen zu sein. Im Gegenteil, man kann mal für eine gewisse Zeit die Sorgen des Alltags hinter sich lassen. Wie man auf den Gedanken kommen kann, dass es sich bei dem Artikel von Herrn Ruscher um Werbung für Suchmittel handeln könnte, ist mir ein Rätsel. Gerade in solch einer Situation ist es für viele Menschen schön, sich ablenken zu können.

    Versuchen Sie es doch auch mal. Ist auf jeden Fall gesünder als Crack oder Crystal Maths.

  2. Digitalisierungsskeptiker am

    Schon wieder offen Werbung für SUCHTMITTEL in einem ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN Sender – und DAS in einer SOLCHEN Situation!!!
    NOCHMALS: Computerspielsucht ist als SUCHTERKRANKUNG von der WHO anerkannt und in die ICD 11 aufgenommen!!
    Was kommt als nächstes?
    Nehmt Crack und Crystal gegen die Quarantäne-Depression?! :-((((((((((((((((((((

    • Thomas Ruscher am

      Die Computerspielsucht gab es auch schon, bevor die WHO sie als “Gaming Disorder” in ihren Katalog der Krankheiten aufgenommen hat. Das bedeutet nicht, dass Computerspiele in irgendeiner gefährlicher geworden sind, sondern u.a. dass die Krankenkassen die Kosten für Therapien übernehmen können.

      Nach der WHO gibt es Kriterien, an denen Online-Spielsucht erkennbar sei:
      – Den Spielern entgleitet bei Dauer und Häufigkeit die Kontrolle über das Spielen
      – Das Spielen wird wichtiger als alle anderen (Alltags-)Aktivitäten
      – Der Spieler ist unfähig, das Spielen zu stoppen, selbst bei negativen Konsequenzen

      Wer diese Faktoren bei sich erkennt, kann sich Hilfe suchen, eine erste Anlaufstelle wäre zum Beispiel erstehilfe-internetsucht.de

  3. Wie schnell sich doch plötzlich alles verändern kann:
    blog.wdr . de/digitalistan/ab-aschermittwoch-digital-detoxing
    :(

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