#Campfire2018: Es geht um die Digitale Zukunft

https://blog.wdr.de/digitalistan/campfire2018-es-geht-um-die-digitale-zukunft/

#Campfire2018: Es geht um die Digitale Zukunft

Kommentare zum Artikel: 3

Auch die republica hat mal klein angefangen. Deshalb ist es eine tolle Sache, dass wir mit dem Campfire-Festival jetzt auch eine Veranstaltung in NRW haben. Ein “Festival für Journalismus und digitale Zukunft”, wie es offiziell heißt. Es soll also darum gehen, wie die Digitalisierung den Journalismus verändert – oder womöglich sogar deformiert. In den letzten Jahren hat sich schon genug verändert. Deshalb ist es eine gute Idee, für die nächsten Jahre gut gewappnet zu sein. Aber was erwartet uns? Diese Frage ist eine, die auf dem Festival häufig gestellt wurde.

Campfire in Düsseldorf: Hier geht es um die Digitale Zukunft; Rechte: WDR/Schieb

Campfire in Düsseldorf: Festival für Journalismus und digitale Zukunft

Gute Idee – begrenztes Interesse

Dutzende Zelte rund um den NRW-Landtag herum, in denen man sich über die Herausforderungen des modernen Journalismus informieren kann, etwa beim angesehenen gemeinnützigen Recherchezentrum correctiv. In den größeren Zelten finden die Podiumsdiskussionen statt, hier können Besucher den Reden folgen. In den kleineren Zelten geht es mehr um direkten Dialog: Wer sich informieren und diskutieren möchte, der kann das hier.

Schade, aber man kann nicht unbedingt behaupten, dass die inhaltlich gut geplante und interessante Veranstaltung aus allen Nähten platzt. Der Besucherstrom ist überschaubar – selbst am Samstag Vormittag, eigentlich eine ideale Zeit, um eine solche Veranstaltung zu besuchen. Dabei sind interessante Redner und Gäste aus der Branche angereist: Kai Diekmann (Ex-Bild-Chef), Gabor Steingart (Ex-Handelsblatt) oder Cordt Schnibben (Spiegel).

https://vimeo.com/287796814

Interessantes Programm, nicht allzu viele Besucher

Wie geht es im Journalismus weiter?

“Das Ende der Smartphone-Ära hat schon begonnen”, war der Titel einer Veranstaltung. Guter Ansatz, denn so wie der PC seine Hochphase hinter sich hat und durch das Smartphone verdrängt wurde, hat das Smartphone wiederum ebenfalls längst Konkurrenz bekommen: durch Digitale Assistenten und Systeme, mit denen wir sprechen können. Die damit einhergehenden Schwierigkeiten wurden von der Expertenrunde kurz angesprochen – aber leider nicht vertieft. Schon gar nicht, was es für den Journalismus bedeutet, wenn uns Alexa Nachrichten vorliest. Was zeigt: Das Thema ist schwierig zu fassen. Aber gerade auf solchen Veranstaltungen wäre es nötig, dass es gelingt.

Denn: Dem Journalismus stehen weiter bahnbrechende Veränderungen bevor. Das ist kein “internes” Thema, mit dem sich nur Journalisten zu beschäftigen haben, sondern ein gesellschaftliches. Denn die Antwort auf die Frage, wo wir uns alle informieren und wie und welche Prozesse den Informationsfluss steuern, ist ganz entscheidend. Wollen wir mehr Filterblase oder weniger – und welche Konsequenzen hat das? Solche Fragen zu beantworten, das könnte die Leistung eines Forums wie dem Campfire sein.

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

3 Kommentare

  1. Digitalization has become very common in today’s life. From Books to EBooks, from Paintings to adobe photoshop. In fact, everything started replacing by digitalization. However, the lifestyle becomes so fast and easy for the people but everything has some disadvantages too. The main drawback of the digital world is we become less physically active we constantly rely on automation and machine work. Time by time there are more enhancements in technologies and we are expecting to be work like machines

  2. Hallo Freund, ich bin so glücklich, dass ich endlich meinen Kredit von einem echten Kreditgeber, Herrn Richard Kenneth, bekommen habe. Ich bin so gesegnet, dass ich endlich gekommen bin
    was ich gesucht habe, mailen Sie ihm auch, wenn Sie einen Kredit benötigen über: richardloancompany4@gmail.com whatsapp +13159825732

  3. Ja, ich bin auch der Ansicht, dass der deutsche, “etablierte” Journalismus in der “Digitalen Zukunft” obsolet wird. Zwar ein wenig bedauerlich, aber zum Großteil auch mitverschuldet. Irgendwann geht halt alles mal zu Ende.
    Ich muss (zwar beitragszahlend, aber deshalb noch und hoffentlich noch lange) nicht gezwungenermaßen in der ERSTEN Reihe sitzen oder mit dem ZWEITEN besser sehen, um mich umfassend und insbesondere ungefiltert zu informieren. Das ist tatsächlich ein (noch verbliebener) Vorteil der sog. Demokratie: der uneingeschränkte Zugang zu Informationen aus aller Welt und aus aller Munde; auch wenn dies manchen, die sich hierzulande stolz “Demokraten” nennen, ein Dorn im Auge sein dürfte (Stichwort Netzwerkdurchsetzungsgesetz).
    Dennoch ist Pessimismus geboten: die nächste “Ausbaustufe” des Polizeiaufgabengesetzes, z. B. hinsichtlich der Zugänglichkeit von Internetinformationen, kommt ganz bestimmt und der deutsche Journalismus wird mir dann sicher die “passende” Erklärung liefern, warum das aus demokratisch-grundgesetzlichen Gründen unabdingbar bzw. alternativlos ist – irgendetwas mit Terrorgefahr, rechter Bedrohungslage oder russisch/nordkoreanischen Cyberattacken “zieht” doch immer, gell?!

Einen Kommentar schicken

Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.

Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage: *

Top