Das macht dann einen Apfel! – Apple Pay gestartet

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Das macht dann einen Apfel! – Apple Pay gestartet

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Ein Freund von mir, Dirk, hat im gemeinsamen Spanien-Urlaub beim Bezahlen an der Kasse immer wieder einen Knicks gemacht – was lustig aussieht, bei einem Kerl seiner Statur. Doch mit der aller größten Freude hat er Restaurantrechnungen und einzelne Getränkeflaschen am Strand durch Hinhalten seiner Apple Watch bezahlt. Dirk war mächtig stolz: Er hat sich extra eine Debit-Karte bei einer schottischen Bank besorgt, um seine Apple-Uhr mit der Pay-Funktion auszurüsten. Bezahlen ohne Bargeld oder Kreditkarte, sondern mit der Watch. In Deutschland ging das im Sommer noch nicht.

Bezahlen mit dem Smartphone: Apple Pay in Deutschland gestartet; Rechte: Apple

Bezahlen mit dem Smartphone: Apple Pay in Deutschland gestartet

Viele Bank- und Kreditkarten funktionieren

Seit heute (11.12.2018) kann man nun auch in Deutschland mit Apple Pay bezahlen. Zwei Jahre nach dem offiziellen Start in den USA. Apple ist dazu Kooperationen mit einigen Geldinstituten und allen großen Kreditkartenfirmen eingegangen. Bezahlen kann man mit Apple Pay praktisch überall, wo man kontaktlos bezahlen kann. Wo man also keine Karte ins Lesegerät stecken muss, sondern das Hinhalten der Kreditkarte reicht.

Doch es machen längst nicht alle Geldinstitute mit. Die Sparkassen zum Beispiel sind nicht mit an Bord. Sie haben seit Sommer eine eigene App zum mobilen Bezahlen am Start, die allerdings nicht sehr erfolgreich ist. Was unter anderem daran liegt, dass nicht alle Sparkassen mitmachen – und es auch nur mit Android-Handys funktioniert. Denn Apple erlaubt anderen Anbietern nicht, den NFC-Funk-Chip im iPhone für Bezahl-Apps zu nutzen. So behindern mal die einen, mal die anderen die Entwicklung.

https://vimeo.com/305738363

Wer mit Apple Pay bezahlen will, muss die Karten erst erfassen

Bequem ja – aber auch unbedenklich?

Apple ist wahrlich nicht der erste Anbieter von Mobile Payment in Deutschland. Bereits vor einigen Monaten ist Google Pay in Deutschland gestartet. Kurz danach die Sparkassen.  Doch Apple hat am meisten Banken an Bord. Das macht Apple Pay meiner Ansicht nach interessanter für alle, die bargeldlos mit Smartphone oder Smartwatch zahlen wollen. Weil beim Zahlvorgang sogenannte “Token” verwendet werden (bei Google Pay ebenso), bleiben die eigenen Daten geheim. Der Händler erfährt nicht, wer bezahlt hat. Man bezahlt also fast so anonym wie mit Bargeld. (Es sei denn, man hält auch noch eine Kundenkarte hin.) Auch ein Entwenden von digitalem Geld ist nahezu unmöglich.

Trotzdem bleibt ein unangenehmer Nachgeschmack: Weil sich (wieder mal) ein US-Unternehmen in einen Bereich drängt, in dem es eigentlich nichts verloren hat. Nun wandern Daten in die USA, die dort nicht hingehören. Unsere Daten. Zahldaten. Dirk hat das nicht gestört. Mich aber schon.

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

3 Kommentare

  1. Bei Apple Pay erhält der Höndler nicht die Daten des Kunden und Apple weiß nicht was der Kunde einkauft. Im Gegensatz zu Google Pay wird bei Apple Pay kein Geld mit den Daten gemacht. Das ist ein entscheidender Unterschied.

  2. Lieber Herr Schieb, liebe Redaktion,
    mit etwas Mühe bekommt man die Daten der im Video gezeigten Karten heraus… Bitte besser verpixeln! Ist nicht schwer.
    Herzliche Grüße

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