Der Hyper-Hashtag ist da!

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Der Hyper-Hashtag ist da!

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Einfach durch die bunte Bilderwelt wischen und die schönsten Aufnahmen mit einem Tippen aufs Herzchen markieren? Ist bei Instagram durchaus möglich – aber längst nicht mehr ausreichend. Wer Instagram ernsthaft nutzt, veröffentlicht Stories, verwendet Sticker und kennzeichnet alles mit ausreichend Hashtags. Praktische Sache, diese Hashtags: Ein Tippen oder Klicken darauf – und wir sehen Fotos (und Videos) zum selben Thema. Jetzt hat Instagram dem Hashtag deutlich mehr Potenzial verpasst: Ab sofort können Instagram-Nutzer einem Hashtag folgen.

#angeklickt: Ab sofort kann man auf Instagram Hashtags folgen; Rechte: WDR/Schieb

#angeklickt: Ab sofort kann man auf Instagram Hashtags folgen

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Klingt erst mal ungewöhnlich, denn normalerweise folgt man Leuten – oder Konten. Egal ob auf Twitter oder Instagram. Doch jetzt können Instagram-Nutzer eben auch einem Hashtag folgen. Dazu einfach auf den Hashtag tippen, schon erscheint die gewohnte Hashtag-Seite. Unter dem Hashtag selbst und der Zahl der Beiträge steht nun ein “Folgen”. Wer darauf tippt, folgt dem Hashtag. Um das Abo zu beenden, einfach erneut auf das blaue “Abonniert” tippen und so dem Begriff entfolgen.

Wer einem Hashtag folgt, sieht in seiner Timeline eine Auswahl von Posts, die mit dem gewählten Hashtag versehen sind. Wohlgemerkt eine Auswahl, nicht alle Posts – das könnten nämlich deutlich zu viele werden. Die populärsten. Die besten. Eben jene Posts (Fotos und Videos), die Instagram für geeignet hät. Da Instagram zu Facebook gehört, muss man wohl davon ausgehen, dass sich damit irgendwie Geld verdienen lässt. Wer extra bezahlt, der wird (noch) besser auf Instagram sichtbar. Wetten, dass es so kommt?

https://vimeo.com/247042128

Mal schauen, was andere interessiert

Die neue Funktion hat durchaus Potenzial. Zum einen muss man nicht für jedes Thema ein eigenes Konto aufmachen, nur weil man möchte, dass andere einem folgen können. Es wird viel einfacher, ein neues Thema zu setzen – und alle Welt aufzufordern, einem zu folgen. Doch nicht nur Inhalteanbieter haben Vorteile, sondern auch normale Nutzer. Sie können jetzt bequem einzelne Themen im Blick behalten. Nur eins können sie nicht: Sicher sein, dass ihnen alles zum Thema in die Timeline geliefert wird.

Wichtig zu wissen: Wer ein offenes Instagram-Profil verwendet, sollte wissen, dass andere sehen können, was man mag oder welchen Hashtags man folgt. Wer das nicht möchte, kann und sollte sein Profil auf “privat” umstellen. Dann sehen nur noch die eigenen Abonnenten.

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

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