Der Kampf gegen Fakenews – und die Ideen, die es bisher gibt

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Der Kampf gegen Fakenews – und die Ideen, die es bisher gibt

Kommentare zum Artikel: 32

Die Diskussion um Fakenews in sozialen Medien ist auch deshalb so wichtig, weil es dabei nicht nur um den Präsidentschaftswahlkampf in den USA geht. Nächstes Jahr wählt Deutschland einen neuen Bundestag – und mit Sicherheit werden wir dann wieder mit diesem Thema zu kämpfen haben. Es wäre für die deutschen Nutzer übrigens keine neue Erfahrung; Fakenews gab es auch schon zu Hochzeiten der Flüchtlingsdebatte.

Konzerne wie Google und Facebook haben sich bisher immer wieder auf den Standpunkt zurückgezogen, sie seien reine Infrastrukturanbieter. Zur Debatte um Hasskommentare zum Beispiel hat Facebook zuerst auf die Gegenrede der Nutzer gesetzt. Die eigene gesellschaftliche Verantwortung erkennen die Konzerne nur langsam und zum Teil erst nach massivem öffentlichen Druck – so wie bei Mark Zuckerberg, der es zunächst für eine „ziemlich verrückte Idee“ hielt, dass Fakenews ein echtes Problem sind, um dann wenige Tage später einzulenken und konkrete mögliche Maßnahmen aufzuzählen.

Spätestens seit Donald Trump zum künftigen US-Präsidenten gewählt wurde und diesen Wahlerfolg im Fernsehsender CBS auch auf die sozialen Medien zurückführte, ist eine sehr lebhafte Debatte darum entstanden, mit welchen Waffen sich der Kampf gegen Fakenews führen lässt. Den einen großen Wurf scheint es mir dabei nicht zu geben. Aber eine ganze Reihe interessanter Ideen, über die es sich zu diskutieren lohnt.

Donald Trump

Donald Trump ist sich bei CBS sicher: Dass er so viele Fans bei Facebook, Twitter und Instagram hat, sei einer der Gründe für seinen Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl.

Einfachere Meldefunktionen. Der Journalismusprofessor Jeff Jarvis und der Techinvestor John Borthwick haben eine ganze Liste an Vorschlägen aufgestellt. Dazu gehören auch Designfragen. Eine davon: Anbieter wie Facebook, Twitter, Google oder Instagram sollten ihre Meldefunktionen so gestalten, dass Nutzer einfacher gegen Fakenews vorgehen können. Sie schlagen außerdem eine (entlarvende) Info an einzelnen Beiträgen vor. Beispiel: „20 deiner Freunde haben diesen Account geblockt“.

Zusammenarbeit mit Faktencheckern. Was für englischsprachige Nutzer Snopes ist, kennen wir im deutschsprachigen Raum als mimikama – eine Website, die regelmäßig Fakes in sozialen Medien enttarnt. Jarvis und Borthwick schlagen vor, solche Angebote zu unterstützen, auszubauen und deren Erkenntnisse an Facebook und andere Anbieter zu übermitteln. Diese könnten dann Warnhinweise an problematischen Inhalten oder Suchergebnissen unterbringen.

Quellen hervorheben. Bei einer ganzen Reihe von Jarvis‘ und Borthwicks Vorschlägen geht es darum, die Quellen verschiedener Inhalte hervorzuheben: Vertrauenswürdige und etablierte Medien konsequent mit einem blauen Häkchen zu verifizieren, sie als Absender von Postings stärker kenntlich zu machen und eine Möglichkeit zu suchen, die Originalquellen für Nachrichten zu verlinken – unter anderem, um es den Nutzern zu ermöglichen, eine eigene Einschätzung vorzunehmen.

Facebook-App

Führen die Algorithmen von Facebook und Google dazu, dass Nutzer kaum noch Inhalte angezeigt bekommen, die nicht ihrer Meinung und nicht ihrem Weltbild entsprechen?

Filterblase aufbrechen. Facebook und Google müssen sich schon länger vorwerfen lassen, ihre Nutzer über die Personalisierung der Dienste in Filterblasen zu führen – so dass man am Ende nur noch Inhalte angezeigt bekommt, die dem eigenen Weltbild entsprechen. Jarvis und Borthwick schlagen vor, den Nutzern eine Möglichkeit zu geben, den Newsfeed oder die Suchergebnisse mit einem Blick über den Tellerrand zu versehen, also mit zusätzlichen Inhalten, die sonst nicht in die Filterblase vordringen.

Korrekturen prominenter platzieren. Ein Problem, das wir auch im WDR oft haben: Die erste, oft furchtbare Eilmeldung („Explosion im Chemiewerk! Fenster und Türen geschlossen halten!“) zieht unglaublich viel Aufmerksamkeit auf sich. Die spätere Korrektur („Explosion stellt sich als leichte Verpuffung heraus! Gefahr gebannt!“) dagegen sieht und teilt kaum noch jemand. Jarvis und Borthwick wünschen sich eine Möglichkeit, Nutzer gezielter mit Korrekturen erreichen zu können.

Fakenews-Anbietern die finanzielle Grundlage entziehen. Tatsächlich verdienen Anbieter von Fakenews gutes Geld – zum Teil fünfstellige Summen im Monat. Möglich machen das unter anderem die Google-Anzeigen auf deren Websites. Google und Facebook versuchen sich bereits daran, den Fakenews-Anbietern diese Grundlage zu entziehen. Auch klassische Medienhäuser könnten dazu beitragen, denn Fakenews gelangen über Hintertüren zurzeit auch häufig auf deren Websites.

Espen Egil Hansen

Der Chefredakteur der norwegischen Zeitung Aftenposten Espen Egil Hansen hat mit einem offenen Brief auf die Löschung des Kriegsfotos „The Terror of War“ bei Facebook reagiert.

Redakteure einstellen. Die Debatte der vergangenen Monate hat immer wieder gezeigt, dass Facebook ein journalistisches Grundverständnis fehlt. Sonst wäre es zur Löschung des weltberühmten Kriegsfotos „The Terror of War“ aus Vietnam möglicherweise nie gekommen. Jarvis und Borthwick schlagen eigene Redakteure vor, andere ein Beratungsgremium – nicht um Inhalte auszuwählen und zu gewichten, sondern um das Gespür für journalistische Grundsatzfragen zu stärken.

Fakenews wie Spam behandeln. Der Techpublizist Om Malik schlägt im Guardian vor, Fakenews so zu behandeln wie Spam. Facebook zum Beispiel spreche ständig über die spannende Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Damit müssten aus Maliks Sicht auch Lösungen gegen Fakenews möglich sein: „Wir bekommen Spam per E-Mail und sind mittlerweile dazu fähig, dagegen vorzugehen. Also müsste es doch auch Lösungen gegen spamhafte Inhalte auf Plattformen wie Facebook geben.“

Ein gemeinsamer Newsfeed aller seriöser Medien. Die Idee stammt vom Entwickler Dave Winer. Er schlägt vor, dass die gesamte Nachrichtenbranche einen gemeinsamen Newsfeed einrichtet, in dem Fakenews keine Chance auf Durchkommen haben. Leider macht Winer keine Vorschläge dazu, wie man die Nutzer, die sich in ihren Silos wie Facebook und Twitter eingeigelt haben und diese aus eigenem Antrieb auch nicht mehr verlassen, mit diesem falschmeldungsfreien Newsfeed konfrontieren könnte.

B.S. Detector

„B.S. Detector“ ist ein Browser-Add-on, das auf Basis einer Blacklist fragwürdige Inhalte bei Facebook mit einem Warnhinweis versieht.

Blacklisten und Browser-Add-ons. Mit dem FiB-Add-on gibt es eine Lösung für den Browser, die versucht, Fakenews per Algorithmus zu erkennen. Der US-Journalist Daniel Sieradski, der unter anderem für die New York Times schreibt, hat das Chrome-Add-on „B.S. Detector“ entwickelt, das Links von Fakenews-Anbietern in Facebook besonders kennzeichnet. Grundlage dafür ist eine Blacklist, die Sieradski ebenfalls angelegt hat und die öffentlich einsehbar ist. Die Frage ist, ob eine solche Idee von der Breite der Nutzer angenommen würde – die Kommentare zum Beispiel bei Product Hunt sprechen Bände.

Die Liste ist ein Anfang – und viele Fragen bleiben offen. Dazu gehört die Frage danach, ob sich die Anbieter auf solche Lösungen überhaupt einlassen würden. Ein paar Vorschläge korrespondieren zwar mit den Punkten, an denen tatsächlich gearbeitet wird. Für Facebook zum Beispiel bringen solche Lösungen allerdings auch Nachteile mit sich. Dazu gehört die Tatsache, dass Fakenews Inhalte sind, auf die Nutzer besonders stark reagieren. Ein Vorgehen gegen diese Inhalte bedeutet also gleichzeitig sinkende Interaktionszahlen und damit möglicherweise weniger Werbeeinnahmen.

Für Facebook wäre es außerdem schwierig, in den Nachrichtenstrom einzugreifen. Das Netzwerk verlöre seine Neutralität, müsste sich Vorwürfe wie nach dem Skandal um die Trending Topics anhören und würde denjenigen Munition liefern, die Facebook schon lange nicht mehr als Infrastrukturanbieter, sondern lieber als Medienanbieter sehen würden. Die für private Anbieter zuständigen Landesmedienanstalten zum Beispiel diskutieren eine mögliche Regulierung von Unternehmen wie Facebook und Google (PDF-Dokument).

Mark Zuckerberg

Welche Vorschläge im Kampf gegen Fakenews lässt Mark Zuckerberg zu – und bei welchen ist Schluss, weil sie der Strategie des Konzerns zuwiderlaufen?

Dass Facebook und Google und die anderen Techkonzerne und deren Algorithmen mittlerweile einen enormen Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen haben, ist klar. Deshalb sind auch die Nutzer in der Pflicht, etwas an ihrer Medienbildung zu tun, um das Enttarnen von Fakenews selbst in die Hand zu nehmen – wie mit diesen Tipps aus der WDR Servicezeit oder von SPIEGEL ONLINE. Ich gebe da dem Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen recht, der eine „redaktionelle Gesellschaft“ fordert.

Dass nun aber auch auf breiter Basis über die Verantwortung der Onlinekonzerne diskutiert wird und der Druck auf die Unternehmen wächst, ist längst überfällig.

Über den Autor

Dennis Horn, offline geboren 1981 in Köln, arbeitet als Experte für Digitalthemen in der ARD und moderiert im Deutschlandradio. Er hofft, dass eines Tages die Angst vor dem „bösen Internet“ stirbt, und wünscht sich mehr Spaß am Netz und weniger Hysterie.

32 Kommentare

  1. Köstlich, was manche als fake sehen und es dadurch erst fake werden lassen. x)
    Um beim Thema zu blieben, der Artikel vom Autor gefällt mir.

  2. Dennis Horn am

    @Cailluma: Wir haben Ihre Kommentare gelöscht und möchten Sie bitten, beim Thema zu bleiben, nicht ausfallend zu werden und keine Schimpfwörter zu nutzen.

    • Caroline Geppers am

      Welche Schimpfwörter meinen Sie? Das, was ich geschrieben habe, kann jeder lesen. Wenn Sie nicht als Lügner dastehen wollen, dann zeigen Sie uns doch bitte die von Ihnen beanstandeten Schimpfwörter!

  3. Caroline Geppers am

    „Fake-News“ sind bei unseren Medien leider gang und gäbe.
    Hier ein schönes Beispiel, indem nicht einmal vor Verleumdung zurückgeschreckt wird.
    Ich zitiere den Spiegel:
    Pegida: Ermittlungen wegen KZ-Rede gegen Akif Pirinçci
    Eklat bei Pegida-Demo: Staatsanwaltschaft prüft Anzeige wegen KZ-Rede
    Pegida-Demonstranten in Dresden: Hasserfüllte Rede
    Auf der Pegida-Kundgebung hetzte Akif Pirinçci gegen Politiker und Muslime und bedauerte, dass es keine KZs mehr gibt. Nun prüft die Staatsanwaltschaft den Verdacht der Volksverhetzung.

    • Dennis Horn am

      @Caroline Geppers: Berichte über Ermittlungen der Staatsanwaltschaft erfüllen nicht den Tatbestand der Verleumdung. Solche Dinge muss man aushalten, auch wenn sie nicht ins eigene Weltbild passen. Ich möchte Sie darüber hinaus bitte, beim Thema des Blogartikels zu bleiben. Danke.

      • Caroline Geppers am

        Sie scheinen völlig zu ignorieren, das der Spiegel die Tatsachen verdreht hat.
        Dies’ hat Akif Pirincci in seiner Rede auf einer Pegida-Demo gesagt:
        „Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen (Wahl-)Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert. Es gäbe natürlich andere Alternativen, aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“
        Und hier ein weiteres Beispiel von vielen für Fake-News:
        Charlie Hebdo und der Trauermarsch
        Dies’ ist die Realität:
        http://www.mz-web.de/politik/-charlie-hebdo–trauermarsch-mit-regierungschefs-medien-im-staatstheater,20642162,29555766.html
        http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/torben-grombery/die-luegenpresse-und-der-inszenierte-trauermarsch-der-staats-und-regierungschefs-in-paris.html
        Und was ARD u. ZDF in den Nachrichten verbreitet haben, ist ja allerseits bekannt.
        Diese Fälle sind keine Einzelfälle, man muss nur im Internet suchen, um herauszufinden, wie Wahrheitsgetreu diese Medien berichten (auch Halbwahrheiten sind Lügen).
        Im Fall Pirincci handelt es sich sogar um Verleumdung, was nach StGB §187 eine Straftat ist.

        • Dennis Horn am

          @Caroline Geppers: Die Kollegen von SPIEGEL ONLINE schreiben in ihrem Artikel unter http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-ermittlungen-wegen-kz-rede-gegen-akif-pirin-ci-a-1058666.html, den Sie zitieren, sehr deutlich: „Allerdings hatte Pirinçci diesen Satz nicht auf Flüchtlinge bezogen.“ Ich kann Ihren Vorwurf nicht nachvollziehen.

          Zum Trauermarsch nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo: Sie pauschalisieren und werfen „den Medien“ (die es so ja gar nicht gibt) falsche Berichterstattung vor – zitieren mit der Mitteldeutschen Zeitung dann aber ein klassisches Medium, nur weil es in diesem Fall als Beleg gerade passt. Das halte ich für schwierig. Gerade dieser Artikel zeigt aber doch, wie gut sich die Medienwelt auch gegenseitig kontrolliert. Schließlich werden überall Fehler gemacht, wo Menschen arbeiten. Den Link zum Kopp-Verlag klicke ich gar nicht erst an, denn dort passiert nun wirklich durchgängig das, was Sie der Welt der klassischen Medien zum Vorwurf machen: gepflegte Halbwahrheiten.

          Ich möchte Sie allerdings noch einmal darum bitten, beim Thema des Blogartikels zu bleiben. Es geht hier um den Umgang mit Fakenews und nicht um die Frage fehlerhafter Berichterstattung der Medien.

          • Caroline Geppers am

            Der Umgang mit “Fake- News“ setzt erst einmal voraus, dass die “Fake- News“ offen angesprochen werden und diejenigen, die “Fake- News“ produzieren, auch beim Namen genannt werden. Dabei darf es keine Rolle spielen, wer diese “Fake- News“ produziert. Es gibt keine guten u. schlechten “Fake- News“. Auch die Quelle einer Information lässt leider keinen Rückschluss mehr auf Seriosität zu. Außerdem halte ich es für problematisch, wenn sich der Verursacher selbst zum Verfolger ernennt, denn dies’ lässt so den Verdacht aufkommen, dass Kritiker mundtot gemacht werden sollen.
            PS
            Ich habe keinerlei Probleme damit, mich beim Kopp- Verlag zu informieren. Wie heißt es so schön: „Informiere Dich umfangreich und bilde Dir Deine eigene Meinung.“
            Ohne diese alternativen Medien würden viele Dinge nie an die Öffentlichkeit gelangen. Hierzu fallen mir sofort folgende Aussagen ein: „Keine besonderen Vorkommnisse“ oder „Das ist nur regional von Bedeutung.“

          • Caroline Geppers am

            Der Bezug spielt absolut keine Rolle. Maßgeblich ist die Verdrehung seiner Aussage, eine Verdrehung, die nicht nur der Spiegel, sondern auch andere Medien im selben Wortlaut veröffentlicht haben.
            Bezugnehmend auf : Zum Trauermarsch nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo.
            Zitat: Gerade dieser Artikel zeigt aber doch, wie gut sich die Medienwelt auch gegenseitig kontrolliert. Schließlich werden überall Fehler gemacht, wo Menschen arbeiten.
            Leider ist es so, dass eine Kontrolle ohne die alternativen Medien nur selten bis überhaupt nicht stattfinden würde.

          • Dennis Horn am

            @Caroline Geppers: Als Antwort darauf biete ich Ihnen noch einmal meinen Kommentar von heute Morgen an. Danke fürs Perpetuum mobile.

          • Caroline Geppers am

            Gehört Ihr nicht zu der Machtelite, die den Terror nach Syrien gebracht hat, eine Machtelite, die Assad zu ihrem Feind erklärt hat und den ach’ so ehrenwerten, völkerrechtswidrigen Krieg gegen ihn, mit Hilfe von Fake New, unterstützt?
            https://youtu.be/j-odogWwdAQ
            https://youtu.be/qiztK_t6qxE
            Gehört Ihr nicht zu der Machtelite, die den Terror in unser Land geholt hat, eine Machtelite, die uns Bürger Sand in die Augen streut und uns absichtlich nur mit Informationen versorgt, die zu deren Interessen passen?
            Gehört Ihr nicht zu der Machtelite, die mit allen Mitteln versucht, ihre Kritiker mundtot zu machen, indem sie diese diffamiert (Nazis, Gesockse, Gesindel, Pack, Rassisten)?
            Gehört Ihr nicht zu der Machtelite, welche die katastrophale Sicherheitslage in unserem Land zu verantworten hat?
            Gehört ihr nicht zu der Machtelite, die versucht ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen, indem sie Scheindebatten führt (Fake News, Hate speeches, Sandra Maischbergers Diffamierungskampagnen gegen die AfD)?
            … und Ihr gebt vor, gegen Fake News zu kämpfen?
            Von einer ehrlichen, objektiven Berichterstattung seid Ihr meilenweit entfernt.
            https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2017/die-deutungshoheit-wackelt/
            Keine Sorge, Euch kann ja nichts passieren, denn Ihr werdet ja mit unserem Geld zwangsfinanziert, eine Zwangsfinanzierung, welche durch die jetzige Regierung sichergestellt ist.

          • Dennis Horn am

            @Caroline Geppers: Jetzt wird’s abstrus. Ich bin kein Teil einer „Machtelite, die den Terror nach Syrien gebracht hat“, sondern Techjournalist im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Als der möchte ich Sie in diesem Techblog ein letztes Mal dazu auffordern, beim Thema des Blogartikels zu bleiben.

          • Caroline Geppers am

            Zitat: „Ich bin kein Teil einer „Machtelite, die den Terror nach Syrien gebracht hat“, sondern Techjournalist im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.“
            Vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk rede ich doch die ganze Zeit. Ist Ihnen das noch nicht aufgefallen? Wer ca. 8,3Millarden Euro Zwangsgebühren jährlich, mit Unterstützung der Politik, eintreibt, der gehört in meinen Augen schon zu dieser Machtelite. Wie sagt man so schön: „Eine Hand wäscht die Andere“, oder wollen Sie das etwa abstreiten?

          • @Caroline Geppers: Selbstverständlich streite ich das ab. Aber da werden wir uns im Kreis drehen, und das ist wie gesagt nicht Thema dieses Blogartikels.

          • Caroline Geppers am

            Damit ist die Diskussion für mich beendet, denn ich springe nicht über jedes Stöckchen, das mir hingehalten wird. Ein Thema, das so eingehalten wird, dass sie nur das zu hören bekommen, was sie wollen, entspricht nicht meiner Auffassung von einem ehrlichen Umgang.

      • Caroline Geppers am

        Das habe ich auch nicht anders erwartet. Fakt ist, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk, mit der Eintreibung von Zwangsgebühren, abhängig vom Wohlwollen der Regierung ist. In meinen Augen kommt das einer Korrumpierung gleich. Eine objektive Berichterstattung ist somit völlig ausgeschlossen. Das was Ihr hier treibt, dient einzig und allein Eurem Machterhalt.

        • Dennis Horn am

          @Caroline Geppers: Vielleicht informieren Sie sich, bevor Sie mit Unterstellungen um sich werfen, noch einmal genau, wer den öffentlich-rechtlichen Rundfunk eigentlich beauftragt. Die Bundesregierung ist es nämlich nicht. Oder wer die Rundfunkbeiträge einzieht. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk selbst ist es nämlich nicht. Zu allem anderen habe ich Ihnen bereits geantwortet und erinnere noch einmal ans Thema dieses Blogartikels.

          • Caroline Geppers am

            Es ist hier völlig unerheblich, wer wen beauftragt. Wichtig ist nur die Tatsache, dass unter einer anderen Regierung die Zwangsgebühren wegfallen, Zwangsgebühren, die nicht nur meiner Meinung nach unrechtmäßig eingetrieben werden.

          • @Caroline Geppers: Wie gesagt: Informieren Sie sich besser. So, wie von Ihnen beschrieben, ist es nicht möglich. Ich möchte Sie nun auch ein letztes Mal bitten, beim Thema des Blogartikels zu bleiben. Sie haben Ihren Punkt klargemacht; weitere Kommentare muss ich leider mit Verweis auf die Blogregeln löschen, wenn Sie sich nicht auf das ursprüngliche Thema beziehen.

          • Dennis Horn am

            @Caroline Geppers: Wir haben Ihren Kommentar gelöscht. Bitte beachten Sie die Blogregeln und bleiben Sie beim Thema des Blogartikels.

  4. Man kann nicht alle Gefahren restlos ausmerzen. Sicher, man sollte alles tun, was machbar und angemessen ist. Z. B. wurde die Zahl der Terroropfer in den letzten Jahren um Größenordnungen von den bei Unfällen Getöteten übertroffen und auch das ist nur ein Klacks gegenüber den Opfern resistenter Keime. Sowenig wie der Terror können auch Fake-News eine einigermaßen gesunde Gesellschaft gefährden. Das Schlimmste wäre ein allgemeines Klima der Angst und der Hysterie.

    Natürlich gehört besonders Bösartiges und Menschenverachtendes ausgetilgt. Algorithmen können (s. Vietnamkriegsfoto!) aber nur eine Vorauswahl treffen. Die letzte Entscheidung muss ein denkender Mensch fällen. Sollte zu machen sein.

  5. Carsten Gutknecht am

    Fakenews, politische Propaganda, Fehlinformation – für den anfänglichen Leser ist es alles zuerst dasselbe, nämlich eine interessante Info.
    Erst der zweite Schritt ist eine Wertung der Info.
    Und hier ist durch die digitalen Medien bei der Allgemeinheit jetzt das Problem angelangt, was die Wissenschaft schon sehr lange hat: kann man einer Info glauben? Wie ist die Faktenlage?
    Man halte sich das Problem von Charles Darwin über die Enstehung der Arten vor Augen: nach heutiger Faktenlage total glaubwürdig, aber wie war es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung? Die Faktenlage hat sich total umgedreht seit jener Zeit! Denn jeder Naturwissenschaftler wird zugeben müssen: er kann keinen Grund nennen, warum der Apfel immer von Baum zur Erde fällt, außer dass es immer schon so war.
    Auch heute noch gibt es die Fälle, wo Nobelpreise verliehen werden, weil ein überzeugter Wissenschaftler über teilweise Jahrzehnte gegen die „Faktenlage“ argumentiert hat.
    Und, unter Beachtung dieser Gedanken, ist es wirklich wünschenswert, dass Infrastrukturanbieter Informationen werten? In Mittelalter und Neuzeit waren die Anbieter von Informationen häufig Kirchen und Klöster, deren Informationspolitik wir heute als, sagen wir einmal „stark eingefärbt“, bezeichnen.
    Und wenn wir das Werten verlangen, was ist schlimmer: die Grausamkeit des Krieges oder Pornographie? Das liegt doch eher im Auge des Betrachters (ich war gerade am Anfang der Pubertät als ich das Bild „The Terror of War“ das erste mal sah. Für mich ist das Bild auch heute noch Pornographie.)

    In der Wissenschaft lebt jeder von seinem Ruf. Warum machen wir es nicht ebenso in der Gesellschaft?
    Für mich sind Fakenews die bewussten Falschmeldung und Irreführungen.
    Lasst uns dafür sorgen, dass Darstellungen und Äußerungen im Internet eindeutig personenbezogen sind. (Postings und keine Searches, um hier Klarheit zu schaffen.)
    Und brandmarkt die Leute, die wissentlich Falschmeldungen in die Welt setzen. Aber löscht nicht die Falschmeldung, evtl. ist es ja doch eine Wahrheit. Und ich kann bei Diskussionen und Debatten die Argumente der Gegenseite verstehen und entkräften.

    Im Übrigen:
    ich habe mir die Seite mimikama angeschaut. Ich bezweifele, dass hier Informationen für den normalen Internetuser ersichtlich sind. Es ist eher eine Werbeseite in der Art schlimmster Werbezeitungen, wo der Unterschied zwischen Info und Werbung nur Eingeweihten ersichtlich ist. In meinen Augen ist ein Hinweis auf so eine Seite einer öffentlichen Rundfunkanstalt unwürdig.

    • Dennis Horn am

      @Carsten Gutknecht: Solange ein Projekt wie Mimikama nicht auf breiter Basis unterstützt wird – was ich mir wünschen würde – müssen die Macher dafür sorgen, dass ihre Arbeit finanziert wird. Das passiert durch Werbung. Das kann einem gefallen oder nicht. Wo genau dort aber die Grenzen zwischen Info und Werbung „nur Eingeweihten ersichtlich“ sein solle, erschließt sich mir nicht. Ich halte die Arbeit, die dort gemacht wird, für eine extrem wichtige – und dementsprechend auch den Hinweis einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt würdig.

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  7. Daniel M. am

    Bitte hören Sie doch auf, waschechte politische Propaganda verharmlosend als „Fake-News“ zu bezeichnen.

    • Dennis Horn am

      @Daniel M.: Es ist eben der Begriff, der zurzeit in der Debatte genutzt wird. Ich bin mir auch nicht sicher, ob wirklich jede Fakenews auch deutlich in den Bereich der politischen Propaganda fällt. Dass viel davon aber tatsächlich politische Propaganda ist: ja, da gebe ich Ihnen Recht.

      • Daniel M. am

        Hallo Herrn Horn,

        mir ist bewusst, dass dieser Begriff aktuell von allen, auch von serösen Medien benutzt wird. Das ist eben genau das Problem – es ist eine Verharmlosung, die sich einreiht in eine ganze Reihe von erschreckend üblichen Verharmlosungen politisch rechter Umtriebe. Irgendwo muss man anfangen, dagegen zu halten.

        Sicher ist nicht jede Falschmeldung Propaganda – manches wird sicherlich aus rein monetären Motiven veröffentlicht („Click-Baiting“). Aber vielfach ist eine deutliche politische Richtung, meist zum rechten Rand oder darüber hinaus zu erkennen.

        • Dennis Horn am

          @Daniel M.: Es ist aus meiner Sicht keine Verharmlosung, sondern schlicht nicht ganz korrekt, pauschal von Propaganda zu sprechen, wenn auch andere Dinge dazugehören. Trotzdem sprechen Sie natürlich einen wichtigen Punkt an. Ich werde bei meiner Berichterstattung in der kommenden Zeit darauf achten, diese politische Dimension der Propaganda neben dem Begriff „Fakenews“ mit zu benennen, um diese Einordnung zu geben – insofern danke für die Kritik! :)

    • Man muss da schon differenzieren. Die Zielrichtung zahlreicher Fake-News Seiten ist oft gar nicht politische Propaganda sondern schlichtweg Geld. Es wird geschrieben was Klicks und Werbeeinnahmen bringt. Im US-Präsidentschaftswahlkampf war das Geldbringer Thema Trump. Das kann demnächst ein ganz anderes Thema sein.

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