Firefox pfeift auf RSS, leider!

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Firefox pfeift auf RSS, leider!

Kommentare zum Artikel: 15

Es gibt viele Methoden, wie man sich im Web auf dem Laufenden halten kann. Eine ist zweifellos, die RSS-Feeds von gut gemachten und geschätzten Webangeboten zu “abonnieren”. Das geht auch bei Digitalistan, und zwar hier. Der RSS-Reader oder der Browser zeigt einem dann, sobald neue Beiträge erscheinen – und der Nutzer kann anhand der Überschrift entscheiden, ob er den Artikel lesen möchte oder nicht.

Firefox unterstützt künftig kein RSS mehr; Rechte; WDR/Schieb/Pixabay

Firefox unterstützt künftig kein RSS mehr

Firefox zieht bei RSS den Stecker

Doch ausgerechnet Firefox hat nun beschlossen, den Support für RSS zu beenden. In den Versionen von Firefox, die zwischen Oktober und Dezember erscheinen werden, gibt es dann keine Unterstützung für RSS mehr. Auch die “dynamischen Lesezeichen”, die ganz ähnlich funktionieren, gehören dann der Vergangenheit an. Begründung von Firefox: Der eigene Code sei zu alt und müsste dringend überarbeitet werden – dafür fehle es aber an Kapazitäten. Und: Die User würden RSS nicht (mehr) verwenden.

Mag sein, dass RSS nicht mehr die Bedeutung hat, die es mal hatte. Aber es ist eine wunderbare Alternative zu Facebook, Twitter, Instagram und Co. Wer bewusst darauf verzichtet, die Feeds der Sozialen Netzwerke zu nutzen, um mit Personen, Unternehmen, Institutionen, Gruppen oder was auch immer in Kontakt zu bleiben und stattdessen lieber RSS-Feeds nutzt, darf künftig nicht mehr auf die Hilfe von Firefox hoffen.

https://vimeo.com/282461590

Entscheidung spielt Facebook und Co. in die Hände

Natürlich: Es gibt andere Browser. Und es gibt auch Plugins für Firefox, die es einem ermöglichen, mit RSS-Feeds klarzukommen. Der Punkt ist aber ein ganz anderer: Es schwächt die Bedeutung und das Ansehen von RSS-Feeds enorm, wenn ausgerechnet der wichtigste unabhängige Browser nun auf RSS verzichtet. Ausgerechnet Firefox unterstützt die Technologie der Informationsverteilung nicht mehr, die werbefrei und nicht an einen der großen US-Konzerne gebunden ist.

Das ist schon eine große Enttäuschung – und spielt Facebook, Twitter und Co. in die Hände. Das Argument von Firefox übrigens, dass 99 Prozent aller Nutzer keine RSS-Feeds verwenden, kann man so auch nicht ernst nehmen: Wer RSS-Feeds nutzt, der hat auch Plugins am Start, die Rückmeldungen mit Nutzerdaten an Software-Unternehmen wirksam verhindern.

Liebe EntwicklerInnen bei Firefox: Mit dieser Entscheidung habt Ihr uns keinen Gefallen getan.

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

15 Kommentare

  1. Donald Morrison am

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    Donald Morrison

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  4. –> anstatt RSS-Alternativen zu nennen lese ich hier in diesem Digitalistan-Artikel eher ein künstliches Aufregen gegen Firefox. Schlagzeilen um der Schlagzeilen willen – oder?
    Also ich halte es einfach so wie auf https://www.urjo.de/urjo-de-aktuell/#2018_8a :
    … Bei Wegfall der nativen Firefox- RSS-Unterstützung siehe für RSS-Feeds z.B.: “Livemarks”, “Feedbro” , “gPodder-portable” und “QuiteRSR-portable”…. ;-)

  5. Firefox wird mit jeder Version schlechter. Gute Addons gibt es nicht mehr wegen der Umstellung, aber vielleicht einfach mal nachforschen, wer inzwischen hinter Firefox steckt bzw. den Browser finanziert…

    Vermutlich Facebook und Google.

    Wer mal tiefer ins System schaut (about:config) findet dort sogar Facebook… Zufall?

    • Korrekt! Es fließen (auch) Google-Gelder in den FF, nachdem die Kooperation mit Yahoo (vor Fristablauf = 2019) aufgekündigt wurde:
      bloomberg.com/news/articles/2017-11-14/google-pays-to-put-search-engine-back-on-firefox-browser-in-u-s
      “Alte” Add-ons laufen (noch, aber auch nicht mehr allzu lange) unter der FF-ESR-Version 52.9.0 und nach entsprechender Anpassung in der “about:config”.

  6. P. Gedoehns am

    Dieses RSS habe ich nie genutzt und es war mir auch nicht bekannt.
    Einer Nachrichten-Ticker brauche ich nicht, denn ich lese nicht die Nachrichten die ich lesen soll, sondern die ich lesen will.
    Dazu gehören neben den ÖR-Nachrichten auch die aus alternativen Seiten. Was aus beiden Quellen dann Fake ist, entscheide ich als mündiger Bürger für mich.

    • SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

      Da sind Sie ja wieder! Habe Sie schon vermißt!
      Und ich gebe Ihnen ein weiteres Mal recht:
      Auch ich beziehe – und zwar nach wie vor stets zu meiner vollsten Zufriedenheit, um die Zeugnissprache zu bemühen – den allergrößten Teil meine Informationen aus dem Hörfunk (Deutschlandfunk und WDR 5) und aus seriösen ör TV-Sendern (ARD-ZDF-arte-die Dritten) sowie aus sog. “Zeitungen” aus Papier (für die Jüngeren und die Digitalsuchtkranken: Papier ist ein zellulosebasiertes Produkt, bei dem man weder etwas anklicken noch “wischen” kann. ;-) ), unter denen es auch etliche seriöse und sorgfältige gibt wie etwa die Süddeutsche Zeitung.
      Und auch bei Zeitungen ist die Auswahl – noch – groß genug, um sich umfassend informieren zu können – na ja, jedenfalls können es die, die des Lesens kundig sind; wie ich lese, können Kinder immer schlechter lesen, was am zunehmenden Smartphone-Abusus schon im Kleinkindalter liegen dürfte…
      Wie auch immer: “RSS”-Dingenskirchen brauche ich nicht und will ich nicht.
      Punkt.
      Deswegen ist es mir auch wurscht, ob Firefox sie abschafft oder nicht.

  7. Anonymous am

    Nein, überhaupt nicht. RSS-feeds sind und waren immer schon so “speziell”, das der durchschnittliche Nutzer, der in die Google-Eingabezeile *jedesmal*, wenn er zu GMX will, GMX eingibt, statt direkt zu gmx.de zu gehen, überhaupt nicht versteht, was das ist und es deshalb auch nicht nutzt. Und der nutzt auch keine Scriptverhinderer und Adblocker, weil er auch die nicht kennt.

  8. “Wer RSS-Feeds nutzt, der hat auch Plugins am Start, die Rückmeldungen mit Nutzerdaten an Software-Unternehmen wirksam verhindern.”

    Dieser Zusammenhang ist, bei allem Respekt, vollkommen an den Haaren herbei gezogen.

    • Anonymous am

      Nein, überhaupt nicht. RSS-feeds sind und waren immer schon so “speziell”, das der durchschnittliche Nutzer, der in die Google-Eingabezeile *jedesmal*, wenn er zu GMX will, GMX eingibt, statt direkt zu gmx.de zu gehen, überhaupt nicht versteht, was das ist und es deshalb auch nicht nutzt. Und der nutzt auch keine Scriptverhinderer und Adblocker, weil er auch die nicht kennt.

      • Ich weiß nicht, was das eine deiner Meinung nach mit dem anderen zu tun hat, aber du wirfst nun schon wieder das nächste Thema in den Topf, ohne dass ein Zusammenhang zwischen all diesen Dingen besteht.

        Zudem ist im Artikel von Plugins die Rede (was schonmal vollkommener Blödsinn ist, da der Flash Player das einzige von Firefox unterstützte Plugin ist) , welche “Rückmeldungen mit Nutzerdaten an Software-Unternehmen wirksam verhindern”. Nicht minder Blödsinn, da man überhaupt kein Drittanbieter-Tool benötigt, um das Teilen irgendwelcher Nutzerdaten mit Software-Unternehmen zu verhindern. Abgesehen davon, dass so oder so überhaupt keine “Nutzerdaten” mit irgendwem geteilt werden, könnte ich mir nur vorstellen, dass Telemetrie gemeint ist, aber dazu bräuchte man auch keine Erweiterung, um daran nicht teilzunehmen.

        Der Punkt meines vorherigen Kommentars war in jedem Fall, dass der Zusammenhang schlicht und ergreifend nicht existient ist, dass jemand, der RSS nutzt, irgendetwas in diese Richtung macht. Kann sein, muss nicht, in jedem Fall hat beides nichts miteinander zu tun, es gibt keine nachgewiesene Korrelation. Ich freue mich natürlich über einen Gegenbeweis.

        Übrigens zeigt sich die inhaltliche Schwäche ja bereits daran, wie nur von RSS die Rede ist, obwohl Atom gleichermaßen betroffen ist und das ist immerhin der neuere und bessere Standard, der ebenso ganz häufig verwendet wird.

        Ich find’s ehrlich enttäuschend, dass der große Name des WDR für so einen schlechten Artikel herhalten muss.

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