Ein gutes Foto braucht keine KI

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Ein gutes Foto braucht keine KI

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Auf der Fotokina in Köln gibt es eine Menge zu sehen. Vor allem Systemkameras. Das sind hochwertige Kompaktkameras mit Vollbildsensor in einem preislichen und qualitativen Segment, in dem bislang die Spiegelreflexkamera unterwegs ist. Weil aber immer mehr Menschen mit den Spiegelreflexkameras auch filmen, schauen immer weniger durch den Sucher. Der Spiegel ist dadurch überflüssig. Er fehlt in Systemkameras folgerichtig.

https://vimeo.com/292299652

KI ist ein großes Thema auf der Fotokina

Systemkameras liegen voll im Trend

Die Folge: Die Kameras werden dadurch leichter – allerdings braucht man mehr Akku-Power. Da ständig ein Display an ist, entweder das Große auf der Rückseite oder das Minidisplay im Sucher, wird definitiv mehr Energie gebraucht. Dennoch: Die Systemkameras sind kompakter, können aber genauso viel  wie die Spiegelreflexkameras – teilweise sogar mehr. Sie sind vollgestopft mit Hightech. Teilweise sogar mit Künstlicher Intelligenz (KI). Die Software entscheidet, was fotografiert wird und wie.

Nützlich oder Schnickschnack? Das wollte ich von Stephan Wiesner wissen. Er ist Profifotograf und YouTuber. Eine Art Kamera-Papst auf YouTube. Er hat eine ganz einfache Regel, wie sich gute Fotos erkennen lassen: “Ein gutes Foto ist ein Foto, das den Betrachter bewegt, das Emotionen weckt. Ein gutes Foto schaue ich mir nicht an und denke: Wie viele Pixel hat das? Oder: wie hat der das gemacht? Die Kamera spielt da eine eher untergeordnete Rolle.”

https://vimeo.com/292303010

Stephan Wiesner ordnet die Neuheiten auf der Fotokina ein

KI ist eher ein Gimmick als Feature

Aber wie sieht es mit KI aus? Nachdem KI auf praktisch jeder Technik-Messe ein großes Thema zu spielen scheint, kommen auch die Besucher der Fotokina nicht herum. Denn Hersteller wie Huawei, Canon oder Lunix setzen auf KI. Software im Kameragehäuse analysiert das Geschehen und das Motiv – und entscheidet selbständig, wie fotografiert wird, wie ausgelöst wird, wie der Blitz den Raum ausleuchtet.

Also: Schöne Gimmicks – oder wirklich nützlich? Wiesner meint: “KI erlaubt Anfängern bessere Fotos zu machen. Es nimmt dem Ganzen aber auch so ein bisschen die Kreativität. Ich kann auf den Knopf drücken und im Nachhinein alles Mögliche damit machen.” Wiesner setzt lieber auf ältere Kameramodelle. Die können eine Menge – und sind nicht mehr so teuer. Nicht unbedingt das, was sich die Hersteller auf der Fotokina erhoffen. Aber interessant!

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

2 Kommentare

  1. you’re becoming tied up with the framework, as much as you’re purchasing an individual camera. The chances are, you will supplant the camera body each 2-4 years, however the focal points can a decades ago. In this way, you need to purchase a camera that addresses your issues and gives you the focal points to develop with.

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