Google, Facebook, Microsoft, Twitter und Co. tauschen verstärkt Daten

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Google, Facebook, Microsoft, Twitter und Co. tauschen verstärkt Daten

Kommentare zum Artikel: 1

Die Fotos bei flickr, die Videos bei YouTube, die Termine bei Facebook, E-Mails wieder woanders…Viele von uns haben die Daten gut auf verschiedene Anbieter verteilt. Das ist grundsätzlich richtig und gut so, man sollte auf keinen Fall alle Daten einem Anbieter anvertrauen. Die Streutaktik hilft zumindest ein bisschen, nicht vollkommen transparent zu werden. Aber was, wenn man dann doch mal Daten vom einen zum anderen Anbieter mitnehmen möchte?

Das Data Transfer Project erleichtert das Übertragen von Daten; Rechte: DTP

Das Data Transfer Project erleichtert das Übertragen von Daten

DSGVO schreibt Datenübertragbarkeit vor

Dann wird’s in der Regel schwierig – wenn es überhaupt geht. Daten exportieren. Daten herunterladen. Daten beim neuen Dienst hochladen. Daten importieren. Alles nachjustieren. Mit viel Glück hat man es dann geschafft. Aber in der Realität verzweifeln die meisten User an dieser Herausforderung – und bleiben lieber bei dem bisher genutzten Anbieter.

Doch die DSGVO schreibt ein Recht auf Datenübertragbarkeit vor. Wir haben also eine Recht, unsere Daten komfortabel vom einem zum anderen Anbieter mitzunehmen. Nicht zuletzt deswegen arbeiten die Großen der Branche gerade an einem Projekt, das sich Data Transfer Project nennt und genau das ermöglichen soll: Das vergleichsweise einfache Umziehen von Daten. Ohne Downloads oder Uploads. Automatisch.

https://vimeo.com/271844773

DSGVO: Die eigenen Daten einsehen – und umziehen zu anderen Diensten

Aufgepasst: Wer darf den Service nutzen?

Das Projekt klingt vielversprechend, vor allem, weil mit Microsoft, Google, Facebook, Twitter, flickr und einigen anderen gleich von Anfang an wirklich nennenswerte Anbieter mitmachen. Es soll möglich werden, seine E-Mails, Kontakte, Termine, Fotos oder Videos zu übertragen, ohne vorher ein Informatik-Diplom machen zu müssen. Das ganze Projekt ist OpenSource, so dass sich jederzeit andere Anbieter und Dienste anschließen können.

Klingt erst mal prima. Allerdings ist natürlich auch das Thema Datenschutz zu beachten. Cambridge Analytica hat gezeigt, was passiert, wenn Unberechtigte zu viele Daten abgreifen. Auch Google hatte bei Google Mail gerade ein Datenschutzproblem. Deshalb ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass die Daten extrem gut geschützt sind – und nur dann abgegriffen werden dürfen, wenn es die betroffenen User auch ausdrücklich wollen und sie wissentlich zustimmen.

Missbrauch ist das größte Problem – die Idee aber gut, eine solche Funktion wirklich wünschenswert.

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

1 Kommentar

  1. SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

    Noch sicherer ist es, möglichst überhaupt nichts irgendeinem Anbieter anzuvertrauen:
    Ich käme niemals auf die Idee, überhaupt auch nur einen Account bei diesem “flickr”, diesem “Facebook”, diesem “WhatsApp”, diesem “Google” oder irgendeinem von deren Komplicen zu eröffnen: Wer das allen Ernstes immer noch tut oder dort nicht schleunigst weggeht, hat den Schuß nicht gehört oder gehört zu den Suchtkranken, denen mit Erfolg vorgekaukelt und eingetrichtert wurde, dieses “Facebook” und die anderen Gangsterfirmen böten irgendwelche Vorteile. Das Gegenteil ist der Fall, und die Opfer sind nicht etwa “Nutzer”, wie sie glauben, sondern BENUTZTE, wie der obige Artikel einmal mehr verdeutlicht.
    Was hilft, ist nicht Daten aufteilen, sondern VERWEIGERN – durch ABSTINENZ UND BOYKOTT.

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