Jugendschutz: LfM kann und wird Porno-Angebote sperren lassen

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Jugendschutz: LfM kann und wird Porno-Angebote sperren lassen

Kommentare zum Artikel: 18

Im Internet gibt es alles. Auch pornografische Inhalte. Es bedarf weder Zauberkünste, noch Volljährigkeit, um im Netz  pornografische Inhalte anzuschauen. Zu einem gewissen Grad sind Suchmaschinen wie Google sogar dabei behilflich. Warum auch nicht: Pornografie ist schließlich nicht verboten, richtig?

So denken viele und halten es für das Selbstverständlichste der Welt, dass nach ein paar Mausklicks so ziemlich jede denkbare Art von Pornografie über Bildschirm oder Display flimmert. Eins wird dabei aber praktisch immer vergessen: der Jugendschutz.

Porno-Angebote sind im Netz mehr oder weniger frei zugänglich; Rechte: WDR/Schieb

Porno-Angebote sind im Netz mehr oder weniger frei zugänglich

Jugendschutz? Im Netz praktisch nicht existent

Kaum ein Portal kümmert sich um den Jugendschutz, den wir in Deutschland nun mal – aus gutem Grund – haben. Obwohl pornografische Inhalte eine Sache für Erwachsene ab 18 Jahren sind, überprüft kein Portal das Alter. Wer die Adresse kennt, der kann sich Pornos anschauen. So einfach ist das.

Doch die Landesmedienanstalt NRW nimmt ihren Auftrag in diesem Punkt ernst und will das nicht weiter hinnehmen. Schon seit fast zwei Jahren versucht die Behörde, führende Porno-Anbieter im Netz zur Durchsetzung des Jugendschutz zu bewegen. Was eine angemessene Altersverifikation bedeuten würde. Pornhub, YouPorn und Mydirtyhobby weigern sich – denn das würde den Zugang unbequemer machen. Und Umsatz kosten.

Tobias Schmid von der Landesanstalt für Medien NRW sagt Pornoanbietern den Kampf an; Rechte: WDR/Schieb

Dr. Tobias Schmid von der LfM NRW sagt Porno-Anbietern den Kampf an

Netzsperren: Alles andere als unumstritten

Die LfM NRW hat den Portalen eine Netzsperre angedroht. Dabei werden führende Provider in Deutschland verpflichtet, den Zugang zu den Porno-Anbietern zu unterbinden. Ein Gericht hat diese Maßnahme nun als angemessen bestätigt. Grünes Licht für die LfM, Anbieter im Netz, die den Jugendschutz kaltschnäuzig ignorieren, per Netzsperre auszuknipsen.

Netzsperren sind sehr umstritten. Manche befürchten, wenn man damit einmal anfängt, würden früher oder später auch andere unliebsame Inhalte oder Webseiten blockiert. Doch wie das Beispiel Pornoanbieter zeigt: Wir leben in einem Rechtsstreit. Das Gericht hat sich – trotz „Eilantrag“ – über ein Jahr Zeit gelassen. So einfach ist das nicht mit dem Inhalte sperren.

Der Staat hat eine Verantwortung

Ich persönlich finde es nicht nur angemessen, sondern sogar dringend angebracht. Ein Staat kann sich nicht auf der Nase rumtanzen lassen von ein paar arroganten Unternehmen, die meinen, Jugendschutz würde sie nicht betreffen. Wer hier kapituliert, kann den Jugendschutz auch gleich sein lassen.

Und: Nein. Es reicht nicht, den Eltern die Verantwortung zu geben. Der Staat und die Gesellschaft haben ebenfalls eine Verantwortung, Jugendliche zu schützen. Das ist heute ohnehin so schwierig wie nie. Und natürlich können sich Jugendliche heute im Netz vergleichsweise einfach Pornos besorgen. Aber man muss ja nicht auch noch dabei behilflich sein, indem man einen roten Teppich ausrollt und einen Leuchtpfeil aufstellt.

Dr. Tobias Schmid von der LfM über Netzsperren und Jugendschutz

 

 

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

18 Kommentare

  1. Michael 2 am

    Wie kann es sein, dass man seit geschätzt 2 Jahren seine Identität beim Kauf von SIM-Karten z. B. im Postamt bestätigen muss um sich nicht als Donald Duck usw auszugeben aber bei den Pornoseitenbetreibern wird sich dafür einfach nicht interessiert? Die EU hat doch auch schon Strafen an Google verhängt, obwohl die ihren Sitz außerhalb der EU haben. Wo hakt es dann hier?

  2. Wieder mal völlig lächerlich. Sex soll zensiert, aber Gewalt kommt ständig im Fernsehen, sei es nun das Gewaltspiel Fußball oder Filme mit viel Gewalt, die völlig normal im Fernsehen laufen. Aber kaum geht es um Sex wird zensiert.

    Das ist wohl eher eine Moralfrage, als Jugendschutz, um die es hier geht.

  3. Das erinnert an „Zensursula“; das kann man bei Ursula von der Leyen bei Wikipedia nachlesen und die Argumente Für und Wider damals haben sich heute kein Stück geändert; selbst das Stop-Zeichen ist etwas blasser oben im Bild aber im Grunde das selbe. Meine Meinung dazu findet man auch bei Wikipedia unter Zugangserschwerungsgesetz, Nummer 4:
    Opposition gegen das Gesetzesvorhaben

  4. Dann muss der 12-jährige wirklich kurz googlen wie er die Netzsperre umkurvt?
    Eher der Erwachsene, der 12-jährige weiss wie es geht…

  5. Harald Beukel am

    Meine Güte, ich kann mich noch an das Theater zu C64-Zeiten erinnern, als das, nach heutigem Maßstab lächerliche Spiel „The Ultimate Warrior“ von der Bundeszensur auf den Index gesetzt wurde, weil man dem Gegner (in einer Auflösung von 320×200 Pixeln) den Kopf abschlagen konnte. Ich habe es trotzdem gespielt und bin kein Massenmörder geworden.
    Ja, ein 13jähriger sollte keine Hardcorepornos schauen, aber auch so etwas haben wir damals schon konsumiert, wenn auch vereinzelt in Heftchenform, und nicht so massenhaft zugänglich wie heute im Internet.
    Und, wenn man sich anschaut, was heute so alles im Fernsehen an hirnzersetzendem Schwachsinn läuft, da wäre es bei so manchen Sendungen vermutlich sogar weniger schädlich, der 13jährige schaut Pornos, auch wenn sie unrealistisch sind und vermutlich unrealistische Erwartungen wecken. Sie zeigen aber immerhin, wie Menschen sich körperlich lieben, statt sich mit der MPi gegenseitig abzuschlachten.

    Frauenfeindlich? Naja, wie die Männer in Pornos dargestellt werden, ist auch nicht besser …

  6. Hansjörg am

    Also die Jugendschützer wollen den VPN-Anbietern neue Kunden bescheren. Ist sehr sinnvoll, denn auch Tauschbörsen können so sicherer genutzt werden. Mein VPN sitzt in Rumänien und behauptet, das es keine Logfiles gibt. Das kann ich nicht überprüfen, aber die Jugendschützer dürften zumindest ihre Probleme bekommen. Im übrigens dürften Pornos auch bei Piratebay zu finden sein, da können die Jugendschützer gleich der Urheberindustrie zur Seite springen und sperren lassen. Es ergibt sich natürlich noch das Jahrzehntealte Problem, daß über 18jährige ihre 8 TB-Festplatte voller verbotener „heißer“ Inhalte verleihen. Das war vor 20/30/40 Jahren mit Zigaretten/Alkohol schon so und ist bis heute wohl ungelöst. Mich hat am Hauptbahnhof auch schon mal eine Junge gefragt, ob er mir das Geld für die Zigaretten in die Hand drücken darf und ich in den Laden zum Kaufen gehe. Habe ich gemacht – es ist seine Entscheidung ob er sich die Lunge mit eckeligem Qualm zerstört. Ich erinnere mich aber eher an meine Jugend als an Jugendschützer und helfe dem Kind. Aber das Wort helfen interpretiert jeder dabei anders.

  7. Unter dem Deckmantel von Jugendschutz wird Zensurwahn betrieben. Man sollte mal die Ekelpackungen von Zigaretten im Discounter entfernen lassen, dieses verstört kinder und jugendliche!!

  8. Daniel2005 am

    Ich frage mich, wie das überhaupt umgesetzt werden soll. Der Begriff Netzsperre sagt ja alles oder nichts… Soll die URL über den DNS gesperrt werden? Kein Problem – dann nimmt man halt einen DNS-Server aus dem Ausland. Kann jeder/jede 12Jährige. Oder soll der Netzbetreiber gleich die ganze IP sperren? Toll, dann können wir ja die Netzneutralität ganz über den Haufen werden und gleich Google und Co wie in China verbieten. Letztendlich würde es für mich bedeuten, dass der Internetbetreiber meinen Netzverkehr kontrolliert (und evtl. protrokolliert???). Aber… Jeder/Jede 12Jährige kann auch eine kostenlose VPN-SW installieren. Fazit: Wenn ein Kind/Jugendlicher jetzt aktiv Pornhub aufruft, dann wird er das auch mit Netzsperren machen können. Aber… Wenn die LfM aber die ganzen ungewünschten Werbebanner mit pornografischem Inhalt meint, welche die Kinder auf Pornhub und Co aufmerksam machen, ja dann sollten unsere Politker vielleicht die Addblocker-Verbote diverser „konformer“ Webseiten unter die Lupe nehmen… Ach ja, bitte dann auch die entsprechenden Werbespots im frei zugänglichem TV verbieten… Würde mich zumindest freuen, wenn der ganze „Ruf mich an…“-Quatsch aus der TV-Werbung verschwinden würde. Letztendlich scheint Herr Schieb auch nur begrenzt Ahnung von den neuen Medien zu haben. Internetseiten lassen sich halt nicht unter die Ladentheke verbannen… Bzw. wäre die Ladentheke dann aus Glas…

  9. „Eins wird dabei aber praktisch immer vergessen: der Jugendschutz.“
    Stimmt! Sogar im vielfach hochgelobten Koalitionsvertrag der Neuen, findet man das Wort „Jugendschutz“ -immerhin- nur ein Mal (im Zusammenhang mit der gaaanz wichtigen Cannabislegalisierung [als künftige, profitable Steuereinnahmequelle]). Wie übrigens auch die Wörter „Digitalkompetenz“ und „Medienkompetenz“ dort nur einmalig auftauchen.
    Man kann gar nicht oft genug betonen, dass die Jugend am meisten unter Corona gelitten bzw. immer noch zu leiden hat. Diese verlorenen, für die Persönlichkeitsbildung wichtig(st)en, Jahre kann man nie mehr auf- oder nachholen. Für die „Ampel“, wie auch für die Vorgänger, ein eher unbequemes Faktum … da wurde und wird „der Wirtschaft“ deutlich mehr Verständnis und Hilfe entgegengebracht. Ein Armutszeugnis! :(

  10. Als ich noch ein Kind war, haben meine Eltern nicht nur das Programm bestimmt sondern auch darauf geachtet, dass ich nicht zu lange vor der Glotze saß. In unserem jetzigen Zeitalter der Technologie gibt es sicherlich mehr zu kontrollieren, aber dennoch sehe ich die Verantwortung ausnahmslos bei den Eltern. Es gibt Jugendschutzprogramme für Handys, PC und TV-Programm.
    Aber die Kinder von heute werden immer mehr allein gelassen und erfahren in wichtigen Bereichen keine Grenzsetzung mehr. Das ist bedenklich. Ich sehe ein, dass die Kinder vor jugendgefährdenden Inhalten geschützt werden müssen, aber den gewollten 100% Schutz wird es definitiv nicht geben, wenn Eltern sich nicht kümmern.

    • Also waren damals auch die Peep-Shows und Pornokinos für alle zugänglich – weil die Eltern ja aufgepasst haben? Meiner Erinnerung nach nicht. Damals hieß es: „Ausweis, bitte!“

      Natürlich: Eltern haben eine enorme Verantwortung. Aber nicht sie alleine. Alles auf die Eltern abzuwälzen ist eine Zumutung. So wie der öffentliche Raum geregelt ist, muss er es auch im Netz sein. Das ist doch klar. Oder soll Recht&Gesetz dort keine Gültigkeit mehr haben? Viele wünschen sich das. Ich mir nicht.

      • databreach am

        Das was sie hier als Zumutung bezeichnen, nennt man gemeinhin elterliche Verantwortung. Wer seine Kids unbeaufsichtigt ins Internet lässt, kann sie auch direkt mit dem Kettcar aufs nächste Autobahnkreuz lassen. Gibt nämlich auch Leute wie den IS etc. da. Wie hier vielfach erwähnt, ja, pornografische Inhalte waren Minderjährigen schon immer zugänglich, größtenteils durch andere Minderjährige. Das wird auch so bleiben. Aber um sich um die eigene Fürsorgepflicht zu drücken, wird das (wirkungslose!) Onlinezensieren auf die Allgemeinheit abgewälzt, und wir sollen die weitere Einschränkung von Angeboten als Kollateralschaden akzeptieren. Das finde ICH dann eine Zumutung. Auf meine Kids passe ich schon selber auf, denn das ist und bleibt meine eigene Verantwortung als Elternteil, dafür brauche ich keine Zensurbehörde. Und von wegen, mimimi, rechtsfreie Räume, das ist doch schon wirklich O-Ton Schäuble. Da hatte ich sie eigentlich nicht verortet.

  11. Na supi. Aber Alkohol ab 16. Keiner wird gezwungen auf Pornoseiten zu gehen!!!
    Ich stoße im Netz ständig auf Sachen, die ich nicht sehen will. Meist Gewalt. Nimmt da jemand auf mich Rücksicht? Und macht es anderen unbequem??? Überall muss ich Werbung sehen! Interessiert auch niemanden.
    Aber immer dieses pseudo aufregen von verklemmten Leuten. Hat man damals schon bei tumblr gesehen. Seite für Erwachsene. Dann wurden wieder die Kinder vorgeschoben. Und BDSM verschwand. Zum Kotzen!
    Wieder die lieben Eltern, die ihren Kindern Smartphones in die Hand drücken und mal wieder jegliche Verantwortung aus der Hand geben. Opferrolle perfekt.

    • Sie können einfach weiter klicken. Schonmal daran gedacht das das vielleicht z.B. ein 13 Jähriger nicht kann, da er das Risiko gar nicht sieht? Zur normalen sexuellen Entwickung gehören meiner Meinung keine Hardcore Pornos. Wenn sie bdsm sehen wollen, zahlen sie dafür. Ihr eigentliches Problem ist, das des dann nicht mehr umsonst ist. Also nicht die Eltern sind Schuld, sondern letzlich sind sie bloß zu geizig dann zu bezahlen. Aber ich vermute sie haben keine Kinder und sind in einer Zeit ohne Handys groß geworden. Den solche Leute erzählen Eltern immer, was diese alles falsch machen….

      • databreach am

        Lieber Daniel,

        es geht sich hier nicht um Geiz und Hardcorepornos, sondern um die Freiheit, als Erwachsener seine eigene Sexualität entwickeln und ausleben zu können. Solange ich hetero und männlich bin und vorzugsweise auf Brüste und Missionarsstellung stehe, werde ich mich im Mainstream der offline gelebten Sexualität einfach zurecht finden. Falle ich nicht in dieses 08/15 Schema, sieht es jedoch ganz anders aus – ich bin viel mehr abhängig davon, online Gleichgesinnte zu finden, die mir Orientierung bieten, z.B. in Foren. Stellen sie sich vor, sie wären der einzige Schwule in einem bayrischen Dorf, hätten noch wenig Ahnung und keinen direkten Kontakt zu potentiellen Partnern. Ziemlich einsam, oder? Dank dem deutschen Jugendschutzgesetz stehen aber alle Anbieter auch kostenloser Foren immer mit einem Bein im Knast, solange sie sich nicht durch Identifikationspflicht der Nutzer abdecken. Das heißt, ich muss über PostIdent oder Xcheck meine echte Identität preisgeben, die dann in einer Datenbank gespeichert wird. Und wenn ich etwas gelernt habe, ist es das Datenbanken IMMER irgendwann gehackt werden. Da stehen sie also jetzt als sich entwickelnder Mensch und wünschen sich Unterstützung und auch vielleicht Kontakte – aber die kriegen sie nur, wenn sie ihren intimsten Lebensbereich online mit ihrer echten Identität verknüpfen. Und dieses Risiko der potentiellen öffentlichen Bloßstellung als Schwuler, Transvestit oder BDSMler heißt mal ganz deutlich das Risiko eines sozialen Todes, und dann bleiben viele lieber einsam. Denken sie mal dran, das viele der Kinder, die sie jetzt schützen wollen, dank derselben Regeln später einsame und unglückliche Erwachsene werden.

        • Also das nun in einen Topf zu werfen finde ich problematisch. Die LfM hat sich außerdem erst mal nur die großen, rein kommerziellen Anbieter rausgepickt. Es geht nicht um einen Treffpunkt für nicht-heterosexuelle Menschen, sondern um knallharten Kommerz und Umsatz.

          • Dr. databreach, PhD am

            Lieber Herr Schieb,

            Es sind aber genau dieselben Regeln, die ich beanstande. Dieselben Regeln, die die deutsche alternative Szene (nicht nur für nicht- Heteros, sondern auch alle anderen Spielarten wie BDSM ) seit Beginn abgewürgt haben, werden jetzt dazu benutzt. Zum anderen sind es die großen Plattformen wie Pornhub, die dank ihrer (kostenlosen) Vielfalt auch die Darstellung alternativer Sexualität überhaupt ermöglichen. Dadurch weiß ich zum Beispiel, es gibt auch andere Menschen, die an denselben Dingen Freude haben, und ich bin nicht abnormal, wenn ich nicht nur auf Brüste stehe.
            Das LfM hat auch keine Verpflichtung, es bei den „rausgepickten“ Beklagten zu belassen. Im Gegenteil, es gilt das Prinzip Maos, „Bestrafe einen, erziehe hundert“. Das Jugendliche dann nicht mehr an pornografische Inhalte kommen, halte ich für absolut illusorisch. Bis jetzt haben motivierte User es noch immer geschafft, jegliche technische Beschränkung zu umgehen, ob Kopierschutz, Zensur in China etc. Der einzige Effekt wird sein, dass das Angebot für den nicht-Mainstream noch weiter verarmt, bzw. das noch mehr Menschen durch die Identifikationspflicht abgeschreckt werden. Klar sollten Kinder geschützt werden – aber vor was, warum und wie? Da hat das JSchG leider noch Vorstellungen wie aus dem 19. Jhdt. Was wir brauchen sind einerseits eine von modernen wissenschaftlichen Maßstäben geleitete Sexualerziehung für Kinder und Jugendliche, die auch auf solche Dinge eingeht. Zum anderen, vielleicht gäbe es technisch einen besseren Ansatz, der eine wirkungsvolle Pseudonymität bei Alterskontrollen im Internet ermöglicht, ohne einen riesigen Honeypot bei den Verifikationsanbietern zu kreieren. Weil, wenn nicht mal Banken oder das Pentagon sicher sind, warum dann die?

    • Flor Sewerd am

      Naja, schon der Versuch auf Kommentare wie den von „So so“ überhaupt inhaltlich zu antworten ist ja pure Zeitverschwendung. Drum lass ich das. Ich frage mich nur, warum die, die dieses >>> „pseudo aufregen von verklemmten Leuten“<<< anprangern, sich nicht namentlich zeigen und zu ihrer BDSM Vorliebe mit echtem Namen stehen. Massenhaft komisches Zeugs würde nicht geschrieben und gepostet wenn es eine Klarnamenpflicht gäbe. Was diese Dinge anbetrifft ist "das Internet" eine katastrophale Fehlkonstruktion.

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