#KillerRobots: Was Kampfroboter heute können

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#KillerRobots: Was Kampfroboter heute können

Kommentare zum Artikel: 17

Drohnen, die gezielt Menschen killen. Die eingebauten Kameras erfassen das Umfeld, Künstliche Intelligenz analysiert Gesicht und Körperbau – und wenn sich die Software sicher ist, stürzt die Mini-Drohne auf das Opfer nieder und explodiert. Die 2,5 Gramm explosiven Stoffs im Inneren der Drohne tut dann ihr Übriges. Das Video Slaughterbots (Schlachtroboter) der Initiative Campaign to stop Killer Robots lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.

<Proteste gegen Killer-Roboter in London; Rechte: dpa/Picture Alliance

Experten fordern ein Verbot von Killer Robots

Denn es sieht nicht nur alles echt aus, man hält es im Grunde auch für möglich. Tatsächlich sind wir nicht mehr weit davon entfernt, solche Drohnen zu bauen, die der smarte Firmenvertreter im Video präsentiert. Drohnen, die nur eine Aufgabe haben: Zu töten. Für solche Killer Robots würde sich ganz gewiss nicht nur das Militär interessieren. Wir sehen im Video, wie Millionen von Drohnen aus einem Flugzeug abgeworfen werden, um die „Bad Guys“, die schlechten Jungs in einem Gebiet zu finden und eiskalt zu töten.

Dieses Szenario ist derart nah und realistisch, dass darüber auf der heute (15.02.2018) Abend in München beginnenden Sicherheitskonferenz gesprochen wird. Kampagnen wie Campaign to stop Killer Robots fordern ein klares und striktes Verbot solcher Waffen. Aber auch Wissenschaftler wie Professor Stuart Russel aus Berkeley, der Jahrzehnte im Bereich der Künstlichen Intelligenz geforscht hat – und die Möglichkeiten dieser Technologie bestens kennt. Er fordert: Wir müssen schnell handeln – und Maschinen verbieten, deren Auftrag es ist, Menschen zu töten.

https://www.youtube.com/watch?v=9CO6M2HsoIA

Experten fordern ein Verbot von Killer Robots

Die Forderungen sind mehr als nachvollziehbar, denn die Entwicklung im Bereich von Drohnen und Robotern ist rasant. Die einst zu Google gehörende Firma Boston Dynamics hat einen Roboterhund namens SpotMini entwickelt, der sich sehr geschickt bewegen kann. Er ahmt die Bewegungen von Hunden nach. Nun ist ein Modell fertig, das sich nicht mal vor verschlossenen Türen kapitulieren muss: Der Roboter ist mit einem Greifarm ausgestattet, der mühelos eine Türklinke betätigen kann. Die Software im Roboter sucht eigenständig nach Lösungen. Das ist erschreckend und bedrohlich zugleich.

Derzeit berät eine UN-Expertenkommission über das Verbot sogenannter „autonomer Kampfroboter“. Denn um die Herstellung und vor allem Verbreitung solcher Tötungsroboter zu verhindern, müssen völkerrechtliche Regeln her. Ein internationales Verbot scheint nicht besonders realistisch – dabei ist es das einzig Richtige.

https://vimeo.com/255868809

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

17 Kommentare

    • kuhklux kahn am

      Ja gute Erfindung sagte der große Neandertaler zum kleinen Neandertaler,jetzt
      braucht Deine Familie nicht drauf warten,daß ich Dir Beute abgebe, mit diesem Keulending kann Dir viel gelingen…….Ja,sagte der Kleine und schlug zu……..
      mitten zwischen die Augen des Großen. Seitdem hat sich nichts geändert……alles Neue dient der Futterbeschaffung aber vorher wird ausprobiert,wie man damit
      die Konkurrenz beseitigen oder kirre machen kann,je mehr desto besser.Da gabs Jahrtausende später die Steintafeln mit 10 Geboten bis heute schwülstiges Geschwafel um Ethik,Moral die letzten Endes nichts anderes als Entschuldigungversuche des jeweilig obsiegenden Keulenschwingers………Herr,vergib ihnen nicht,denn sie wissen genau was sie tuen…….obwohl sie es lassen könnten!

  1. SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

    Antwort auf „Fabian am 19.02.2018 14:45“:
    Sehr geehrter Fabian,
    ich weiß, daß unser kleiner Disput sich vom Thema Killerdrohnen zu entfernen scheint, andererseits muß auch dieser Disput m.E. in Digitalistan seinen Platz haben.
    Also erlaube man mir folgende Klarstellung:
    1. Ich weiß nicht, wie Sie darauf kommen, ich hätte erklärt „dass soziale Medien Sucht erzeugen“. Das ist nicht richtig. Ich habe erklärt, daß die ASOZIALEN NETZWERKE süchtig machen und süchtig machen SOLLEN – die ASOZIALEN, wohlgemerkt, daß sind die kommerziellen vom Schlage dieses „Facebook“ und seiner Komplicen (Instagram-Twitter-WhatsApp und Konsorten). Gegen NICHT-asoziale Communities mit gesellschaftlich wertvollen, konstruktiven statt destruktiven Ansätzen wie etwa diese hier habe ich nie etwas gesagt, und wie Sie zu Recht sagen, beteilige ich mich ja selbst hier und übrigens auch an anderer Stelle (z.B. bei Netzwerken gegen den Autowahn und für Online-Suchthilfe).
    2. Desgleichen ist es mir ein Rätsel wie Sie zu der Annahme gelangen konnten, ich wendete mich gegen das Internet insgesamt: Falscher könnte eine Annahme kaum sein, übrigens mit genau demjenigen von Ihnen GEGEN mich verwandten Argument: Ich mache gern, viel und häufig Gebrauch vom Internet und es ist ein wichtiges berufliches Arbeitsmittel für mich. Ich wende mich aber ENTSCHIEDEN dagegen, daß und wie sehr alles, was „digital“!, „online“, „Internet“ und insbesondere „Smartphone“ ist, von immer mehr Menschen kritik- und bedenkenlos als so etwas wie eine neue Religion regelrecht angebetet und vergottet wird, und wie wenig dabei die immensen Schäden wahrgenommen werden, die angerichtet werden – nochmals: SUCHT, TOTALKONTROLLE, ÜBERWACHUNG UND LENKUNG DER MENSCHEN DURCH KONZERNE – und neuerdings offenbar Einsatz als TÖTUNGSINSTRUMENTE ZUM „Hausgebrauch“.
    3. Ich finde es erschreckend, schlimm, traurig und schade, daß Sie eine Haltung, die alles dieses vorsätztlich SUCHTKRANKMACHENDE und DEMOKRATIEFEINDLICHE vehement bekämpft, „irgendwie nicht ernst nehmen“ können…

  2. Markus Linden am

    Danke für Ihren heutigen Beitrag in der Aktuellen Stunde – es ist überfällig, dass über das Thema KI sowie Killer Robots berichtet wird. Bei unseren Politikern ist das Thema scheinbar immer noch nicht angekommen.
    Dabei werden europaweit mit Steuergeldern KI-Projekte finanziert (z.B. das Human Brain Project), deren Ziele ethisch zweifelhaft sind.
    Ich finde dies nicht akzeptabel.
    Gruss, Markus Linden

  3. Dieses Szenario beschäftigt Visionäre vmtl. schon seit der Zeit, in der „Captain Future“ , verfolgt durch sein „fliegendes Auge“ in 50Hz über den Bildschirm flimmerte. Die Entwicklung ist 40 Jahre später nun an diesem Punkt angekommen und wird nun zu recht verteufelt. Aber wie heißt es bei unbeliebten Themen letzter Zeit aus den Medien: „…wir müssen darin auch eine Chance sehen…“. Es muss ja nicht gleich jemand getötet werden, aber mit so einer Technik Verbrecher einfach nur aufzuhalten, bis sie gefasst werden können, klingt schon interessant.
    Die schwarzen Schafe lassen sich sowieso nicht aufhalten, schon gar nicht durch Gesetze, wie wir bereits wissen…
    Jeder Modellbauer gerät ja schon unter Generalverdacht, theoretisch eine tödliche Fracht mit seinem Modell „an die Person zu liefern“.

    • Ich denke auch, dass man den Gedanken nicht gleich auf private Personen mit Drohnen ausweiten soll. Schließlich hat auch nicht jeder hier einen Colt in der Tasche, nur weil es den gibt auf der Welt. Die Technologie der Roboter wird einfach voranschreiten und ein kleinster Prozent-Teil wird, wie bei allem anderen auch, negativ genutzt werden können. Sich jetzt ständig bei Robotern und Drohnen auf das Negative zu fokussieren macht wenig Sinn.

  4. Ich sehe jetzt noch nicht ganz wo der Unterschied zur Realität ist. Ich meine heutzutage ist es auch kein Problem mit Flugzeugen und Raketen Kriege zu führen.
    Ich glaube die Hemmschwelle würde nicht noch weiter sinken, nur weil man Kampfroboter hat.

    • Der Unterschied besteht darin, dass solche Systeme wie die angesprochenen Sprengstoff-Drohnen bereits jetzt theoretisch für sehr wenig Geld zu beschaffen sind. Man braucht eine minimale Menge an Sprengstoff, um einen einzelnen Menschen zu töten. Terroristen oder wem auch immer sonst danach ist könnten für 20 Euro eine KI-Mini-Drohne kaufen, sie mit Sprengstoff bestücken. Dann brauchen sie nur noch ein Bild des ausgesuchten Opfers und den ungefähren Aufenthaltsort. Am Zielort wird die Drohne in Sichtweite des Opfers ausgesetzt und sucht sich per Gesichtserkennung eigenständig ihr Ziel, fliegt gegen den Kopf und explodiert. Man darf nicht die Geschwindigkeit und Wendigkeit unterschätzen, die moderne Drohnen aufweisen. Mit ein wenig Programmierung – oder besser „Training“ der Drohne kann man sie sehr effizient darin machen, etwa Gegenmaßnahmen auszuweichen. Das ist das Szenario, was die Kampagne entworfen hat. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass es derzeit bereits technisch umsetzbar ist, der Schwachpunkt dürfte die Gesichtserkennung sein, aber wie wir etwa vom Versuch am Südkreuz wissen, schaffen die Algorithmen inzwischen eine sehr hohe Genauigkeit und können auch dutzende Gesichter gleichzeitig erfassen.
      Ich kann mir perspektivisch als praktikable Gegenmaßnahme eigentlich nur Sicherheitsdrohnen oder kleine automatische Geschütze vorstellen, die den Luftraum um gefährdete Personen überwachen. In Anbetracht der niedrigen Kosten für diese neuen Mordwerkzeuge ist das allerdings keine effektive Lösung, die für alle Schutz bietet, es sei denn jeder will seine eigene Sicherheitsdrohne mitführen (was ziemlich laut wäre).

  5. Werner vorm Baum am

    Wenn jetzt über Washington 100 solcher bots abgeworfen würden, alle mit dem Ziel „auf zu Trump“fen, dann könnte es sein, dass auch der amerikanische Präsident eine solche Verbreitung nicht mehr nur gut fände –
    Problem nur: das wird keiner tun. Die Feinde Amerikas werden ihren besten Verbündeten nicht angreifen – niemand anderes hat so viele Mittel und setzt sie so effizient ein um Amerika kaputt zu machen wir gerade Trump.
    Und wer anders hat kein Geld für solche Spielereien…

  6. Die, offiziell bekannt(gegeben)en, Opferzahlen heutiger Droheneinsätze dokumentiert die Organisation „The Bureau of Investigative Journalism“ sogar detailliert auf
    https://www.thebureauinvestigates.com/stories/2017-01-01/drone-wars-the-full-data
    Daraus, z. B. für Afghanistan 2017:
    „Reported US strikes:
    Total reported strikes 2607-2609
    Total reported killed 852-1445
    Civilians reported killed 13-149
    Children reported killed 2-27
    Total reported injured 147-295“
    Erschreckend: 13-149 getötete Zivilisten, 2-27 getötete Kinder! Allein die ausgewiesene Ungenauigkeit des Zahlenmaterials spricht mehr für die tolerierte Inkaufnahme von Kollerateralschäden, als für die angeblich chirurgische „Präzision“ dieser Killerbots aus jüngster Waffengeneration.
    Und wie verhält sich die Bundesregierung?
    https://netzpolitik.org/2017/gezielte-toetungen-durch-drohnen-bundesregierung-zieht-keine-konsequenzen
    Ohne Worte!

  7. SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

    Na, wenn DAS nicht der endgültige Beweis dafür ist, daß doch alle diejenigen (von denen nicht wenige auch in Digitalistan schreiben) recht haben, für die die grenzen- und bedenkenlose Totaldigitalisierung sämtlicher Lebensbereiche ein Segen für die ganze Menschheit ist…

    • Es geht um die Gestaltung eines unausweichlichen Prozesses und die Differenzierung seiner Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken. Wie Sie als mutmaßlicher Troll es ja sicher selbst (besser) wissen, wird der Verzicht auf Facebook und das Smartphone den technischen Fortschritt vorausichtlich nicht stoppen.

      • SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

        1. Es tut mir leid, aber ich weiß nicht, was ein „Troll“ ist.
        2. Mag sein, daß sich manches nicht aufhalten läßt, aber
        a. mag es eben auch daran liegen, daß es so viele und immer mehr Suchtkranke und Anbetende gibt, die ein Aufhalten, das an sich richtig wäre, verhindern, und
        b.: Muß ich jede Geistes- und Suchtkrankheit mitmachen, nur weil alle anderen sie auch haben? NEIN, natürlich NICHT, und ICH jedenfalls will und werde geistig und seelisch so gesund wie nur möglich und so wenig überwacht wie möglich bleiben und DESHALB auch in Zukunft auf ALLE ASOZIALEN NETZWERKE und natürlich auch auf ein SUCHTPHONE verzichten (genau so wie ich übrigens schon fast 20 Jahr komplett auf ein Automobil verzichte, weil ich den Automobilismus als krank und krankmachend wahrnehme – und jetzt? Jetzt gibt es gesamtgesellschaftliche Ansätze zum Ausstieg aus der Auto-Wahn-Gesellschaft….!)

        • SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

          P.S.: Ich habe nachgelesen, was ein „Troll“ ist. Lt. Wikipedia ist das eine Person, die „absichtlich Gespräche innerhalb einer Online-Community stört“; „Trolle agieren absichtlich, wiederholt und schädlich“ und „ignorieren und verletzen die Grundsätze der Community“.
          Folglich bin ich KEIN TROLL, da ich weder Gespräche „störe“ (schon gar nicht „absichtlich“), und erst recht nicht „schädlich“ (Wo ist der Schaden, wenn man auf Sucht- und Kontrollgefahren hinweist?!).

          Ich kann mir aber gut vorstellen, daß die Verleumdung als Troll ein prima Mittel ist, um unangenehme Realitäten und Wahrheiten abzuwehren und nicht zu nah an sich heranlassen zu müssen (Steigerung von Sucht, Überwachung, Demokratiegefährdung durch kritiklosen Gebrauch von Smartphones, z.B.)…

          • Im spezielleren Sinne sind Trolle Personen, die bewusst skurile Meinungen annehmen und verbreiten um damit für Belustigung zu sorgen (mindestens für sich selbst). Ich kann Ihre Haltung irgendwie nicht ernst nehmen und neige deshalb (vlt. ungerechtfertigterweise) dazu Sie als Troll zu sehen. Nur ein Beispiel: Sie schreiben in einem Blog im Kommentarbereich, dass soziale Medien Sucht erzeugen. Das hier ist auch eine Form von sozialem Medium, und Sie nutzen es intensiv. Und dann lesen Sie in Wikipedia nach, was ein Troll ist. Was würden Sie ohne das Internet tun?

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