Live-Tracking für Freizeit und mehr

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Live-Tracking für Freizeit und mehr

Kommentare zum Artikel: 8

Wandern, Joggen, Ski- oder Radfahren, Bergsteigen. Manchmal ist es sinnvoll, anderen live zeigen zu können, wo man sich gerade befindet, statt nur hinterher seine Route teilen zu können. Auch wenn Oma alleine einkaufen geht oder das Kind erstmals selbstständig zur Schule läuft, bieten sich Apps und GPS-Geräte an. Welche davon wofür gut sind, um sich live am PC oder auf dem Handy „sehen“ zu lassen, das habe ich ausprobiert. Meine Motivation ist der Sport.

SPOT-Gerät im Test

SPOT-Gerät im Test

Beim Triathlon vermisse ich bei zwei Gelegenheiten eine Tracking-Möglichkeit: beim Training, zum Beispiel um mich einer Rennradgruppe anzuschließen, die schon unterwegs ist, oder um anderen ausgewählten Personen zu zeigen, wo ich gerade bin, ohne absteigen und telefonieren zu müssen. Und beim Wettkampf, damit mich Freunde und Familie am Streckenrand zeitlich abpassen und anfeuern können. Es gibt ja bereits Apps, die mich lokalisieren, aber das Handy am Körper zu haben bietet sich schließlich auch nicht immer an.

Früher wurde GPS nur vom Militär verwendet. Damit konnten Flugzeuge und Panzer navigiert und geortet werden, ohne dass die Position dieser Kriegsgeräte verraten wurde. Heute nutzen auch Unternehmen und Privatleute GPS-Dienste – ob für das Navigieren im Auto oder zum Joggen. Aber auch für Häftlinge mit Freigang – zum Beispiel in Form von Fußfesseln – oder beim Transport wertvoller Güter wird GPS verwendet.

Ich schnappe mir Uwe, einen Trainingskollegen vom Triathlon, um mich testweise im Kölner Stadtwald ausfindig zu machen. Ich lade mir vorher zwei Apps runter: die GPS-Live-Tracking-App, um von Handy zu Handy meine Strecke zu übertragen. Dazu kommt die WeSPOT-App, um Daten von einem speziellen Gerät auf Uwes Handy zu übertragen. Bei beiden Varianten erstelle ich am PC eine Karte, die ich anschließend via Link ausgewählten Personen oder Gruppen freigeben kann. Als wir im Stadtwald stehen, schalte ich mein GPS-Signal am Handy an, Uwe öffnet die Karte – ohne dafür die App zu benötigen – und dann geht’s los. Ich klicke auf Recording und fahre mit dem Rad los. Mein Standort ist rot umkringelt und dann verfolgt er mich regelrecht. Anfangs etwas sprunghaft und ungenau, dann immer exakter – und dann bleibt er stehen. Ich bin wieder da und erschrecke Uwe rücklinks. Ganz genau abschätzen, wann ich wo bin und von welcher Seite ich auf ihn zugefahren komme, konnte das System nicht. Aber man bekommt alle 2,5 Sekunden eine gute Vorstellung von der groben Position.

GPS-Live-Tracking via Handy

GPS-Live-Tracking via Handy

Nachteil der Handy-App: Das GPS-Signal von Handys ist oft nicht ganz stabil. Und für Sport und längere Reisen ist die Handy-Methode teilweise ungünstig. Denn Handys sind selten regen- und schwitzfest, und die Tracks werden nach sieben Tagen gelöscht. Dafür kostet das Ganze nichts und reicht für einfache Zwecke. Die Alternative: das GPS-SPOT-Gerät.

Das ist ein quadratisches Kästchen, schwarz und orange. Es blinkt an mehreren Leuchtdioden und hat fünf Tasten: einen Fußabdruck für das Tracken, eine OK-Taste, bei der man mit einem Klick mitteilen kann, dass alles gut ist, eine weitere Nachrichten-Taste für individuelle Mitteilungen, die ich am PC vorbereiten und so versenden kann. Die Taste mit den Händen, um Freunde um Hilfe zu bitten und die SOS-Taste, bei der direkt der Notruf ausgesendet wird. Auch hier fahre ich los. Uwe verfolgt mich gebannt auf der Handy-Karte. Wir haben zunächst Empfangsprobleme. Bei einem weiteren Test hat aber alles einwandfrei funktioniert. Das Tracking passiert hier je nach Wunsch alle 2,5 bis 10 Minuten. Nachteil: das SPOT kostet ab 150 Euro aufwärts. Aber für längere Reisen, Gebirgswanderungen oder andere Extremsportarten ist das Gerät eine starke Lösung.

Ein Test vor dem wahren Einsatz ist bei beiden Varianten empfehlenswert. Das Einrichten braucht ein wenig Geduld und technisches Geschick. Aber dann macht das Tracking Spaß und bringt ein kleines Gefühl von Sicherheit. Möglichkeiten gibt es viele. Günstig und teuer. Für mein Training, gerade in der dunklen Jahreszeit, sind auf jeden Fall beide Möglichkeiten eine Überlegung wert.

Über den Autor

Anita Horn lebt gesund. Statt Schoko-Cookies gibt es Web-Cookies, statt Cheesebites vom Bäcker bevorzugt sie kalorienfreie Kilobites und Pop-Ups statt Popcorn. Anitas Themen: Reise, Unterhaltung und Sport – der stärkt die Abwehrkräfte. Ihr eigenes Antivirenprogramm.

8 Kommentare

  1. „Wenn Sie mir also ihre korrekte Email-Adresse zukommen lassen, beantworte ich ihre Frage gerne persönlich“

    In diesen diabolischen Zeiten lieber nicht.
    Ich gehe bei der Nennung des Kölner Stadtwaldes als Versuchsfeld mal davon aus, daß wohl ein bekannter örtlicher Outdoor-Laden als Lieferant gedient hat.

    Aber danke für Ihre Mühe
    Grüße zurück

    • Sehr geehrter Herr Weyne,

      WeSPOT ist die deutsche Vertriebsniederlassung der Geräte. Schauen Sie doch einmal auf unserer Webseite vorbei. Gerne beraten wir Sie zu dem Gerät ausführlich und fachmännisch.
      Freundliche Grüße, WeSPOT-Team

      • Vielen Dank an WeSPOT und ein „sorry“ an Frau Horn.
        Ich wollte hier so ein Werbeposting nicht provozieren.

        Adresse ist notiert und das Posting kann dann auch gelöscht werden.

  2. Hallo Frau Horn,
    haben Sie denn auch eine gute Adresse, bei der man sich beraten lassen kann?
    Amazon oder Foren taugen da nicht und die sogenannten Fachabteilungen diverser Elektronikmärkte werden mit Personal ausgestattet, deren Haupttätigkeit eher das Einsortieren ist.
    Mein Versuch, ein GPS speziell für Wanderritte zu bekommen, ist jedenfalls gescheitert…..an der Beratung.
    Die entsprechenden Geräte gibts allerdings.

    • Lieber Herr Weyne, leider kam auf meine Mail-Antwort an Sie eine Fehlermeldung. Wenn Sie mir also ihre korrekte Email-Adresse zukommen lassen, beantworte ich ihre Frage gerne persönlich. Herzliche Grüße

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