Matt Farley macht suchmaschinenoptimierte Musik

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Matt Farley macht suchmaschinenoptimierte Musik

Kommentare zum Artikel: 7

Das Netz sorgt manchmal für verrückte Entwicklungen: Der Amerikaner Matt Farley verdient gutes Geld mit suchmaschinenoptimierter Musik. Er schreibt massenhaft Lieder über so gut wie alles – weil er damit unter möglichst vielen Suchbegriffen gefunden werden möchte. Dieser Plan geht tatsächlich auf: Es kommt ein fünfstelliger Betrag im Jahr heraus, 60 Prozent durch MP3-Downloads, 40 Prozent durch Streaming.

Die Kollegen von „Breitband“ in Deutschlandradio Kultur haben Matt Farley und seine Songs wie „Amelia Earhart, You Were a Great Lady Pilot Woman“ (weil viele Menschen nach Songs über bekannte Persönlichkeiten googeln) oder „Sunshine Coast, Queensland, Sing With Me!“ (weil viele Menschen nach Songs über Orten googeln) vorgestellt – ein Einblick in einen verrückten SEO-Job, bei dem durchschnittlich 20 neue Songs am Tag herausspringen.

Über den Autor

Dennis Horn, offline geboren 1981 in Köln, arbeitet als Experte für Digitalthemen in der ARD und moderiert im Deutschlandradio. Er hofft, dass eines Tages die Angst vor dem „bösen Internet“ stirbt, und wünscht sich mehr Spaß am Netz und weniger Hysterie.

7 Kommentare

    • Du hast da etwas mistverstanden/fehlinterpretiert ;-)
      Nicht die Musik wird optimiert, sondern nur durch Massenproduktion deren Erscheinen in Suchmaschinenergebnissen. Und da klickt dann halt der ein oder andere mal aus Neugier drauf.
      Eigentlich wollte ich mich ja zurückhalten…
      Aber gerade bei dieser Belanglosigkeit zucken dann doch die Finger. Und vielleicht liest ja auch mal einer der „Experten“ aus Digistalistan mit. Antworten wären schön. Sind aber eher zweitrangig.
      Wichtiger ist mir, daß der Denkanstoß nicht ins Leere läuft.

      Als es noch den „Computertipp“ im WDR-Text gab, wurde noch über Wichtiges referiert. Jetzt sind wir voll Digital in Digitalistan. Und da kommt trotz mehr Autoren fast nur noch Dummschwatz auf den Tisch.

      Wie wärs denn mal mit einer digistalistanschen „Expertenrunde“???
      Zu wichtigen, grundlegenden Fragen.
      Nur mal so als Beispiel….

      Rufe ich die ARD-Mediathek auf, bekomme ich die Mitteilung „Sie verwenden nicht die aktuelle Version Ihres Browsers….“
      Gut erkannt!!!
      Ich benutze GANZ BEWUSST eine ältere Version des Firefox. Denn…. einerseits soll man ja die Software immer auf dem neuesten Stand halten…
      aber andererseits gibt es dann plötzlich Probleme. Firefox deaktiviert (wegen fehlender Lizenzen?) gekaufte, bewusst eingesetzte Sicherheitssoftware(Kaspersky) und erschwert/verweigert den Zugriff auf eigene Flickr- und Google-Accounts (da diese als „unsicher“ eingestuft wurden).

      Herr Schieb, Herr Horn…. Experten an die Tafel bitte… ;-)

      Und ich leg auch gern noch einen nach.
      Ich mache mit dem Smarti JETZT ein Foto, zieh das auf den PC und lade es auf meinen Flickr-Account hoch. Geht nicht. „…ist abgelaufen.“ Yahoo, die FAQ und auch die Diskussionsgruppen liefern keine Antwort für das Problem. Auch manipulierte EXIF-Daten helfen nicht.

      „Experten“ vorgetreten….

      • Dennis Horn am

        @Micha: Ich hatte den ersten Kommentar schon gelesen, aber einfach noch keine Zeit, zu antworten; Verzeihung.

        Ich finde die Kritik („Dummfug“, „arbeitslos“, „Pickel am A…“) offen gestanden etwas harsch. Selbstverständlich ist die Musik, um die es hier geht, nicht von der Qualität, in der wir Musik üblicherweise mögen – aber darum geht es auch nicht. Es geht erst einmal nur um die Beschreibung dessen, was Matt Farley dort macht, und das finde ich schon ziemlich verrückt. Und gerade ob dieser Verrücktheit ist es aus meiner Sicht auch nicht belanglos.

        Die Zeiten des Computerclubs im WDR Fernsehen und des Computertipps im WDR Videotext sind ja schon länger vorbei – unter anderem, weil es sich bei der digitalen Welt nicht mehr durchgehend um ein Nischenthema handelt, sondern um eins, das die gesamte Breite der Gesellschaft betrifft. Und da gibt es eben auch immer Dinge, die für die einen interessant sind und für die anderen schlicht belanglos.

        Dass wir hier aber nur über „Dummschwatz“ referieren, weise ich zurück; da behandeln wir in Digitalistan auch ganz andere Themen als in diesem Blogartikel hier. Insofern: danke für die Reihe an Themenvorschlägen!

        • „Die Zeiten des Computerclubs im WDR Fernsehen …sind ja schon länger vorbei…“.
          Stimmt – leider, leider, leider!
          Allerdings betreibt -das meinerseits hoch geschätzte- Computer(club)-„Urgestein“, Wolfgang Rudolph (inzwischen endgültig von Wolfgang Back, der auf youtube sein „eigenes Ding“ macht, getrennt), den Computerclub (unter CC2.tv , rein spendenfinanziert) weiter und hat mittlerweile schon 200 Video- sowie über 550 Audiofolgen in Eigenregie produziert und hebt sich damit auch heute noch wohltuend vom digitalen Einheitsbrei (nicht gegen Sie persönlich gemeint!) ab!

          • @C.Z. und Dennis
            Das grundlegende Problem haben wir nunmit gemeinsam erarbeitet und erfasst.
            Computerclub war interessante Bastelstunde. Anno 2017 hat (fast) jeder ein Smartphone in der Tasche. Und damit entstehen auch neue Interessen und ein größeres Publikum.
            Was die Autoren nur leider übersehen… obwohl man das auch ohne „Statistik-App“ am Interesse bzw. Desinteresse an ihren Beiträgen ablesen kann…
            Für die HIER anwesenden Zuschauer wird zu oft das falsche Programm gespielt.

          • Dennis Horn am

            @Micha: Persönliche Empirie ist immer schwierig – wir haben hier ein breites Publikum. Aber wie gesagt: Wir freuen uns über alle Themenanregungen.

  1. Viele Menschen googeln nach solch einem Dummfug? Haben die sonst Nix zu tun? Arbeitslos? Oder gelangweilt von der Arbeit? Oder gelangweilte Millionäre?
    Also mal ganz im ernst…
    …wenn ich nach einem Ort, nach einer Person oder einem Begriff suche(neudeutsch „googele“), hab ich noch niemals die Suchmaschine nach einer passenden Vertoneung befragt.
    Wofür braucht man das?
    Als Beispiel: ich google….
    „Dennis Horn“ aber nicht „Dennis Horn Song“
    und
    „Auschwitz“ aber nicht „Auschwitz Song“
    oder
    „Köln Silvester 2015/2016“ und nicht „Köln Silvester 2015 Song“

    Wahrscheinlich resultiert der Erfolg? aus Massenproduktion(20 „Songs“??? am Tag) und die entsprechende Plazierung in Suchmaschinen.

    Manche Dinge im Netz sind genauso notwendig, wie ein Pickel am A….

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