Microsoft stellt deutsche Daten-Cloud ein

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Microsoft stellt deutsche Daten-Cloud ein

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Eine Weile haben die Enthüllungen von Edward Snowden die Leute aufgescheucht, man könnte auch sagen: aufgeweckt. Was die Geheimdienste doch nicht so alles können… Snowden sei Dank wissen wir nicht nur, wie viel Energie NSA und Co. in das Ausforschen von uns allen stecken, sondern vor allem, dass sie ihre Ziele mit ungeheurerer Energie und Moral verfolgen. Keine Daten scheinen vor ihnen sicher zu sein. Selbst die der Kanzlerin.

Es spielt durchaus eine Rolle, wo ein Server steht; Rechte: Pixabay

Es spielt durchaus eine Rolle, wo ein Server steht

Daten in der Cloud besser absichern

Aber welche Lehren haben die Menschen daraus gezogen? Manchmal könnte man der Ansicht sein: Keine. Denn wäre es angesichts von Spitzeleien und Hackangriffen nicht eine gute Idee, in der Cloud gespeicherte Daten besser abzusichern? Ich denke schon. Vor drei Jahren hat Microsoft daher ein interessantes Angebot gemacht: Office-Nutzer können seitdem ihre Daten in einem speziellen Rechenzentrum speichern, das von der Telekom betrieben wird, nicht von Microsoft. Die Daten werden dort treuhänderisch verwaltet.

Nur die Kunden können auf ihre Daten zugreifen. Ein schlaues Konzept. Denn selbst wenn ein US-Gericht Microsoft zwingen sollte, Daten rauszurücken, wäre das nicht möglich, weil die Daten nicht bei Microsoft gespeichert sind, sondern in einem Rechenzentrum der Telekom. Diese “deutsche Daten-Cloud” hat einige interessante Aspekte: Sie ist juristisch schlau ausgetüftelt und auch technisch besser als jede Standard-Lösung. Weil die Daten verteilt gespeichert werden.

https://vimeo.com/272342099

Angeklickt: Die DSGVO bringt mehr Datenschutz

Deutsche wollen für Sicherheit nicht zahlen

Doch nun hat Microsoft mitgeteilt, die deutsche Daten-Cloud nicht weiter anbieten zu wollen. Sie wird eingestellt. Nicht, weil es zu Protesten durch die Datendienste gekommen wäre (das vielleicht auch, aber das erfahren wir nicht), sondern weil das Interesse daran zu gering sei. Was man wissen muss: Die treuhänderische Cloud-Lösung ist etwas teurer als die Standardlösung. Offensichtlich waren zu wenige Unternehmen bereit, für das Plus an Sicherheit etwas mehr zu bezahlen.

Diesem Aspekt begegnet man in der Realität leider häufig: Alle rufen nach mehr Datensicherheit und Datenschutz – vor allem, wenn es ihre eigenen Daten betrifft. Aber es darf nichts kosten. Das ist ein fataler Denkfehler. Schließlich kostet auch ein Sicherheitsschloss mehr als ein einfaches Schloss. Der gute Bügel fürs Rad ist teurer als ein simples Zahlenschloss. Auch unsere Daten müssen wir besser schützen – und das kostet nun mal.

 

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

7 Kommentare

  1. All organizations in or from the United States are required to furnish their security administrations with access to all information held by the organizations constantly. Specialized items are in some cases never again permitted in the US if such access isn’t conceded. Furthermore, organizations debilitate to confront serious punishments on the off chance that they demonstration against the yearnings of the Patricot Act.

  2. Bazalar Maribel am

    Hallo, alle miteinander,
    Mein Name ist Bazalar Maribel. Ich lebe in Berlin, Deutschland, und bin heute eine glückliche Frau? und ich sagte mir, dass ein Kreditgeber, der meine Familie aus unserer schlimmen Lage rettet, ich werde mich auf eine Person beziehen, die mir Glück bringt, mit mir und meiner Familie, am 23. Juni 2017 brauchte ich einen Kredit von 250.000 Euro Beginne mein Leben noch einmal, ich traf diesen ehrlichen und gottesfürchtigen Mann Geldverleiher, der mir mit einem Kredit von 250.000 Euro hilft. Er ist ein gottesfürchtiger Mann, wenn Sie einen Kredit benötigen und Sie den Kredit zurückzahlen, werde ich Ihnen empfehlen, bitte kontaktieren Sie ihn und sagen Sie ihm, dass Frau Bazalar Maribel Sie an ihn verweist. Kontakt Herr
    CARLOS YAMADA per E-Mail: (carlosyamadainvestment@gmail.com) Danke.

    ihr Kontakt:
    carlosyamadainvestment@gmail.com

  3. Microsoft has reported that it won’t keep on offering the German data cloud. Not as a result of data protests, but rather in light of the fact that the enthusiasm for it is too low. What you have to know: The fiduciary cloud solution is marginally more costly than the standard solution.

  4. Hallo Freund, ich bin so glücklich, dass ich endlich meinen Kredit von einem echten Kreditgeber, Herrn Richard Kenneth, bekommen habe. Ich bin so gesegnet, dass ich endlich gekommen bin
    was ich gesucht habe, mailen Sie ihm auch, wenn Sie einen Kredit benötigen über: richardloancompany4@gmail.com whatsapp +13159825732

    • Hallo Freund,
      Deine Übersetzungssoftware taugt nichts!
      “Ich bin so gesegnet, dass ich endlich gekommen bin…”.
      Aus welchem Schmuddelfilmchen hast Du denn das übernommen? ;)

  5. Vielleicht gibt es ja noch andere Erwärungen bei MS, dieses Cloud-Lösung nicht mehr anzubieten.

    Im Rahmen des Patriot Act sind alle Unternehmen in oder aus den USA verpflichtet, den dortigen Sicherheitsdiensten jederzeit Zugriff auf alle bei den Firmen vorhandenen Daten zu gewährleisten. Technische Produkte werden in den USA zum Teil nicht mehr zugelassen, wenn dieser Zugriff nicht gewährt wird. Und Unternehmen drohen empfindliche Strafen drohen, sollten sie gegen die Bestrebungen des Patricot Act agieren. Wäre es da nicht möglich, dass MS einfach kalte Füße bekommen hat?

    Ihr Artikel lässt leider die Konsequenzen aus dieser Entscheidung vermissen. Unternehmen, die z. B. Office 365 in der Cloud-Lösung in Betrieb haben, können es auf Nicht-EU-Servern nicht datenschutzkonform einsetzen. Und was Unternehmen erst gar nicht dürfen, wollen vielen Privatanwender vielleicht freiwillig auch nicht?

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