Nichts geht über Inbox Zero!

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Nichts geht über Inbox Zero!

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Die neun besten Tipps, um die eigene E-Mail-Kommunikation in den Griff zu bekommen, habe ich hier in Digitalistan ja schon vorgestellt: vom hermetischen Schreiben über nur fünf Sätze pro E-Mail bis zum Vorsatz, keine Empfänger mehr in CC zu nehmen.

Benachrichtigungen unter iOS; Rechte: picture-alliance/dpa/ZB/Soeren Stache
Ein paar Tage unterwegs, und schon explodiert die Zahl der Nachrichten und E-Mails. Besser ist es, sie möglichst immer schnell zu löschen, um den Überblick zu behalten.

Mein Favorit ist aber nach wie vor die Methode Inbox Zero: ständig zu versuchen, so schnell wie möglich alle E-Mails aus dem Posteingang zu löschen! Spam, Newsletter und Benachrichtungen löscht ihr sofort, jede andere E-Mail beantwortet ihr sofort. Ergeben sich aus der E-Mail weitere Aufgaben, tragt ihr diese in eure To-do-Liste ein und löscht die E-Mail dann. Schon ist euer Posteingang ständig schön leer – und euer Kopf frei.
Ich arbeite jetzt seit Jahren nach dieser Methode und habe sie schon länger auch auf meinen Posteingang bei Facebook, meine SMS und meine Messenger übertragen: Sobald ich einzelne Gespräche bei WhatsApp beendet habe, lösche ich sie wieder. Seitdem passiert es mir auch nicht mehr, dass Nachrichten wochenlang unbearbeitet liegenbleiben, einfach weil ich vergessen hatte, dass da noch etwas war.
Schön ist, dass es mittlerweile sogar eine ganze Reihe von Apps gibt, die euch auch von unterwegs dabei helfen, euren Posteingang schön auf Inbox-Zero-Status zu halten. Die zwei bekanntesten sind Mailbox (Android, iOS) und Inbox von Google (Android, iOS). Beide bieten euch die Möglichkeit, E-Mails “zurückzustellen”, um sie erst dann wieder angezeigt zu bekommen, wenn ihr Inhalt noch einmal aktuell wird.

Snooze-Funktion in Inbox; Rechte: Google
Inbox von Google bietet wie andere Apps auch eine Snooze-Funktion, die euch bei der Inbox-Zero-Methode unterstützen kann: E-Mails werden erst dann wieder angezeigt, wenn sie aktuell werden – und verschwinden für diese Zeit aus dem Posteingang.

Dann wäre da noch Dispatch (iOS), eine App, die für 4,99 Euro zwar recht teuer, aber vor allem deshalb so stark ist, weil sie Schnittstellen zu sehr vielen anderen Apps bietet. So könnt ihr E-Mails zum Beispiel in Evernote archivieren oder Links in Lesezeichenapps wie Pocket. Hilfreich ist außerdem der Onlineanbieter Unroll.Me, der euch dabei unterstützt, Newsletter und Benachrichtungen von relevanten E-Mails zu trennen.
Spannend finde ich außerdem Ansätze wie Hop (iOS), das euch E-Mail-Verkehr so wie Chatverläufe anzeigt und in einem löschen lässt. Oder Triage (iOS), eine Art Tinder für E-Mails, bei der ihr E-Mails nach oben wischt, die ihr löschen, archivieren oder als gelesen markieren möchtet – und E-Mails nach unten, die ihr später noch einmal lesen möchtet.
Keine dieser Apps ist für jeden geeignet, denn alle von uns arbeiten im Alltag ein bisschen anders und brauchen deshalb auch andere Ansätze, mit der E-Mail-Flut umzugehen. Ich bin mir aber sicher: Inbox Zero als Methode – das sollte jeder einmal ausprobiert haben.
Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern – hier im Blog, jeden Dienstag in der WDR 5 LebensArt im Radio und einmal im Monat in der Servicezeit im WDR Fernsehen.

Über den Autor

Dennis Horn, offline geboren 1981 in Köln, arbeitet als Experte für Digitalthemen in der ARD und moderiert im Deutschlandradio. Er hofft, dass eines Tages die Angst vor dem "bösen Internet" stirbt, und wünscht sich mehr Spaß am Netz und weniger Hysterie.

1 Kommentar

  1. Rabulist2015 am

    Sehr interessant, der Beitrag, den ich grade höre.
    Leider finde ich die Seite fanfiction.de nirgends, wohingegen die Seite fanfiktion.de sehr schnell auffindbar ist.
    Oder sollte zweitere gemeint sein, wenn von “fännfickschen-de-e” gesprochen wird?
    Das würde mich in einem Wortprogramm über Literatur doch sehr verwundern.

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