NSA: „We are always listening“

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NSA: „We are always listening“

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Macht doch nichts, wenn die NSA alles mitbekommt – vielleicht sogar jedes Gespräch belauscht. Oder doch? So lange man nicht selbst konkret oder spürbar betroffen ist, halten die meisten die ständige Überwachung für vertretbar. Das ändert sich allerdings, wenn die Beobachtung bemerkt wird: Plötzlich ist es nicht mehr angenehm, Gegenstand einer Überwachung zu sein. Genau das ist der Hintergedanke der Aktion wearealwayslistening.com. Die Macher kleben uralte Diktiergeräte unter die Tische von Bars und Restaurants in New York City. Beschriftet mit „Property of NSA“ (Eigentum der NSA).
Die Diktiertgeräte sind leicht zu entdecken – und die Besucher der Lokale sollen sie auch entdecken. Ihnen soll bewusst werden, dass sie überall und jederzeit überwacht werden können. Auf der Homepage finden sich diverse kurze Videos, die zeigen, wie die Aufnahmegeräte unter Tische geklebt werden. Allerdings handelt es sich dabei keineswegs um Attrappen, sondern um funktionstüchtige Geräte, die auch wirklich Aufnahmen anfertigen. Mitunter werden Mitschnitte der aufgenommenen Gespräche veröffentlicht, die in der Soundcloud hinterlegt wurden. Macht doch schließlich nichts, wenn man von der NSA belauscht wird – oder etwas doch?

Diktiergeräte unterm Tisch: New York City wird belauscht; Rechte: WDR
Diktiergeräte unterm Tisch: New York City wird belauscht

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

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