Corona-Krise: Öfter mal das Smartphone reinigen

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Corona-Krise: Öfter mal das Smartphone reinigen

Kommentare zum Artikel: 10

Das Coronavirus hat viele Menschen sensibilisiert. Sie sind jetzt vorsichtiger bei allem, was sie anfassen – und es wird fleißig desinfiziert.

Einen Gegenstand vergessen dabei aber viele: das Smartphone. Dabei nehmen wir dieses Gerät bis zu 100 Mal am Tag aus der Tasche. Es ist überall dabei, unterwegs, beim Kochen, bei manchen auf dem Klo.

Zur Frage, wie lange das Coronavirus an Oberflächen überlebt, gibt es bisher nur erste Erkenntnisse, und Experten halten das Smartphone als möglichen Übertragungsweg für vernachlässigbar. Der Moment ist aus meiner Sicht trotz ein guter, einmal grundsätzlich auf die Smartphone-Hygiene hinzuweisen – denn viele kümmern sich kaum darum.

Fünf Tipps zur Smartphone-Reinigung

Tipp eins – kein Alkohol, keine starken Reinigungsmittel. Smartphones tragen auf ihren Displays eine fettabweisende Schicht. Zu starke Reinigungsmittel zerstören diese Schicht. Besser sind zum Beispiel Bildschirmreinigungstücher; ansonsten sind sanfte und verdünnte Spülmittel oder Desinfektionsmittel ohne Alkohol in Ordnung – und sie reichen auch völlig aus. Sogar Wasser reicht in den meisten Fällen aus.

Tipp zwei – nicht zu viel Flüssigkeit – und nicht direkt aufs Gerät. Ältere Geräte oder Smartphones, die nicht zur oberen Preiskategorie gehören, sind oft nicht wasserfest. Bei ihnen könnte Flüssigkeit ins Gehäuse eindringen. Besser: die Reinigungsflüssigkeit vorher auf ein Tuch auftragen. Mikrofasertücher eignen sich gut.

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Tipp drei – öfter mal das Display abwischen. Ich habe für mich selbst ein Ritual entwickelt: eine Grundreinigung des Geräts einmal pro Woche, bei der ich auch gleich das Backup mit erledige. Und unterwegs wische ich das Display mehrmals am Tag ab. Selbst mit einem trockenen Tuch bekomme ich das Display gut sauber.

Tipp vier – beim Reinigen keine Kratzer erzeugen. Achtet darauf, dass kein Dreck auf dem Smartphone klebt, wenn ihr es reinigen wollt. Staub, Sand oder anderer Dreck könnten beim Abwischen Kratzer ins Display reißen.

Tipp fünf – Druckluft oder Haftklebepunkte für die Öffnungen. Mit spitzen Gegenständen könntet ihr die elektronischen Kontakte zerstören, Watte wiederum bleibt oft hängen. Die besseren Lösungen: Öffnungen mit Druckluftspray freipusten. Oder Haftklebepunkte nutzen. Leicht (!) andrücken und wieder abziehen – Dreck und Staub bleiben dann oft kleben, wenn ihr die Haftklebepunkte wieder rauszieht.

Habe ich Punkte vergessen? Vielleicht habt ihr noch ein paar Reinigungstricks entwickelt, die uns allen helfen könnten – notiert sie gerne in die Kommentare!

Über den Autor

Dennis Horn, offline geboren 1981 in Köln, arbeitet als Experte für Digitalthemen in der ARD und moderiert im Deutschlandradio. Er hofft, dass eines Tages die Angst vor dem "bösen Internet" stirbt, und wünscht sich mehr Spaß am Netz und weniger Hysterie.

10 Kommentare

  1. Außerdem muss ich sagen, dass die Hygiene auch ohne Corona nicht zu vernachlässigen ist. Gerade auf dem Smartphone ist soo viel Schmutz drauf!!!

      • GEHT'S NOCH?! am

        @Dennis Horn: Das stimmt natürlich, aber das DIESE Sorge überhaupt als eine solche empfunden werden kann, ist nach meinem Empfinden schon ziemlich “schräg”.
        Aber vielleicht kann ich das auch nicht so nachvollziehen wie vielleicht andre, denn ich muß zugeben, daß ich ziemlich weit von denen entfernt bin, für die ihr Smartphone ihr ein und alles ist und die sich womöglich sogar um dessen Zustand mehr sorgen als um den eigenen oder den geliebter Menschen.

        • Dennis Horn am

          @GEHT’S NOCH?!: Es gibt da ganz bestimmt ein unterschiedliches Empfinden. Wir erhalten im WDR zumindest eine Reihe von Fragen zu diesem Thema – die man sich durchaus auch stellen kann, ohne das eigene Smartphone als sein “Ein und Alles” zu betrachten, und die man sich durchaus auch stellen kann, während man sich gleichzeitig Sorgen um andere Menschen oder sich selbst macht.

  2. Staubabblasen mit Druckluft ist eine schlechte Idee. Staub ist ein ausnahmslos ein Gefahrstoff, weshalb dazu auch einiges in der Gefahrstoffverordnung steht (u.a. Blas- und Fegeverbot) und nach neusten Erkenntnissen ist Feinstaub Trägersubstanz für Viren und Bakterien.

    • Dennis Horn am

      @ulrics: In der Menge und Größe und Form, in der Staub in Handybuchsen steckt? Haben Sie da etwas Gesichertes an Erkenntnissen zu? Das würde mich interessieren.

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