Seit 10 Jahren wird Musik gestreamt

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Seit 10 Jahren wird Musik gestreamt

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Heute schon Musik gehört? Falls ja, wahrscheinlich im Radio – oder als Musik-Stream. Denn das sind die beiden wichtigsten Ausspielwege für Musik. Radio gibt es schon ewig. Musik-Streams aber erst seit gut zehn Jahren. Genau am 07.10.2008 ist Spotify gestartet. Heute gelten die Schweden als erfolgreichster Musik-Streamingdienst überhaupt. 83 Millionen zahlende Kunden hat Spotify mittlerweile. Mehr als Deezer, Apple Music oder Amazon Music.

Spotify: In der Gratisversion viele Einschränkungen - und Werbung; Rechte: WDR/Schieb

Spotify: Mit 81 Millionen zahlenden Kunden der erfolgstreichste Streamer

Musik hören: Bequem, komfortabel, praktisch

Ich höre auch Musik in Streamingdiensten. Es ist einfach praktisch – die Auswahl gigantisch. Rund 35 Millionen Musiktitel stehen allein bei Spotify zur Verfügung. Bei den anderen großen Diensten ist das Angebot ähnlich groß. Der Reiz: Alles ist immer verfügbar. Man kann Playlistenb anlegen. Und wer Digitale Assistenten nutzt, kann sogar sagen, was er hören möchte: “Spiel mit was von Bob Dylan”. Oder: “Spiele Was es ist von Mia”. Oder: “Alexa, spiele das Lied mit dem Text ‘Liebe wird aus Mut gemacht'”. Wer mag, kann also auch Textpassagen nennen.

Digitale Assistenten sind eine bequeme Möglichkeit, Streamingdienste zu bedienen – und dürften den Erfolg der Streamingdienste weiter beflügeln. Aber ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem immer wieder, wenn ich Streamingdienste nutze. Denn besonders gut verdienen die Künstler nicht, wenn wir Musik als Stream hören. In Streamingdiensten ist Musik Massenware. Wer sich einen Titel anhört, zahlt dafür 0,006 EUR an die Rechteinhaber. Weniger als ein Cent. Bei den Künstlern kommt nur ein Bruchteil davon an. Nicht besonders üppig also.

10 Jahre Spotify: Vom Download zum Stream (WDR5, Töne Texte Bilder)

Musiker beschweren sich über Auszahlungen

Einige Musiker beschweren sich auch. Taylor Swift hat zeitweise ihre Musik aus Spotify entfernt. Doch es sind eher die Musiklabel, die verantwortlich sind: Laut Music Business Worldwide behalten die Label 73% der Auszahlungen von Spotify und Co. Die Streamingdienste wiederum schütten 80% ihrer Einnahmen aus. Alles gar nicht so schlecht: Buchautoren haben einen ähnlichen Anteil bei der Auszahlung.

Auch wenn die Bezahlung für den einzelnen abgespielten Stream denkbar gering ist: Da die Zahl der treuen, jeden Monat zahlenden Streaming-Kunden rasant wächst, wachsen auch die Einnahmen der Musikindustrie (wieder). Für die Musikindustrie war Spotify ein Glücksfall. Erst damit konnte der jahrelang nach unten weisende Umsatztrend gestoppt werden.

 

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

6 Kommentare

  1. Brauchen Sie Hilfe, um sich und Ihre Familie vor Cyber-Angreifern und Räubern zu schützen, brauchen Sie Hilfe, um jemanden auszuspionieren und zu verfolgen, verlorenes oder gestohlenes Passwort wiederherzustellen, Social-Media-Hack wie WhatsApp, Facebook, Instagram usw.; Informiere dich über einen betrügerischen Partner oder Partner, benötige Hilfe beim Entfernen unerwünschter Inhalte aus dem Internet, überwache deine Kinder und Angestellten und finde heraus, was sie in letzter Zeit gemacht haben, und es kann noch viel mehr für dich getan werden; Finde (hackerlounge.net) im Internet, am besten über deinen PC angesehen. Ihre Aufgabe ist es, eine Lösung für all Ihre Spionagebedürfnisse und Dienstleistungen zu finden, sie sind die Besten.

  2. SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

    “Digitale Assistenten sind eine bequeme Möglichkeit…”: Ja, und zwar für deren Betreiber, die sog. “Nutzer” (die besser “Benutzte” genannt werden sollten”) nach Strich und Faden auszuspionieren und sie zu überwachen.
    Zweitens: Streamingdienste wie Spotify und seine Komplicen und Spießgesellen beuten Künstlerinnen (die es auch gibt, Herr Schieb!) und Künstler nach Strich und Faden aus:
    Conclusio: FINGER WEG! BOYKOTT UND ABSTINENZ!

  3. Ich persönlich muss da mal ganz klar Stellung beziehen:
    1.Ich habe noch NIE gestreamt (auch nicht illegal)
    2.Mir reicht schon 1Live
    3.Die Musik die heute bei Spotify gestreamt wird,ist schrott (sonst würde man Sie aus dem Verkehr ziehen ugs. also gar nicht als Streaming -Download anbieten
    4.Mit Miesen Tricks Plattformen programmieren um an das Geld der Kiddis ranzukommen ist einfach nur asi . . .

    • Es gibt zweifellos gute Gründe, wieso man Musik-Streaming gegenüber kritisch eingestellt ist und/oder diese Dienste nicht nutzt. Aber hier scheint doch wohl ein Missverständnis vorzuliegen. Es liest sich so, als ob nur minderwertige Musik in den Streamingdiensten angeboten werden. Das ist FALSCH. So ziemlich alles, was man auf CD kaufen kann oder als Download, gibt es mittlerweile auch im Stream. 35 Mio. Titel.

      Interessant ist in diesem Zusammenhang: Sie haben noch nie gestreamte Musik gehört, wissen aber, dass alles Schrott ist. Wie geht das?

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