Coronavirus: Wie kann die Techbranche helfen?

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Coronavirus: Wie kann die Techbranche helfen?

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Die Coronavirus-Pandemie ist auch ein massives Thema für die Techbranche. Sie profitiert von der Krise, weil der Versandhandel wächst oder unzählige Menschen ins Homeoffice gehen und jetzt digital arbeiten müssen.

Sie leidet unter der Krise, weil es mit China ein Land getroffen hat, aus dem oft unsere Hardware kommt. Und sie muss die Frage beantworten, wie technische Lösungen gegen die Pandemie aussehen könnten.

Helfen Drohnen und Roboter gegen das Virus – oder sind sie Propaganda?

Jörg Schieb und ich werfen dazu in der neuen Ausgabe von COSMO TECH auch einen Blick auf China. Das Land schickt zurzeit Bilder um die Welt, die zeigen, wie Roboter im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt werden: Sie desinfizieren Krankenhausflure und bringen Risikopatienten das Essen ans Bett. Oder Drohnen: Sie verfolgen Menschen in Quarantäne, die ihr Haus verlassen haben. Bilder wie aus einer Dystopie.

In COSMO TECH sprechen wir darüber mit ARD-Korrespondent Steffen Wurzel, der die Bilder vor allem für Propaganda des chinesischen Staats hält: “Das wirkt aus ethisch-moralischer und vor allem aus mitteleuropäischer Sicht sehr befremdlich, wenn der Eindruck erweckt wird, hier würden Drohnen patrouillieren. Aber das ist hier überhaupt kein Alltag”, sagt er. Und: “Die erste Schlacht im Kampf gegen das Virus haben die Chinesen gewonnen, weil Menschen Medikamente verteilt haben, nicht Roboter.”

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COSMO TECH: Tech gegen das Coronavirus

Die hilfreichen Ansätze sind weniger bildgewaltig. Wir sprechen in COSMO TECH zum Beispiel über den Einsatz von Supercomputern für die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten. Aber auch über den Einsatz von Bewegungsdaten unserer Mobiltelefone.

Taiwan geht damit gegen das Coronavirus vor. Und unser Korrespondent in China berichtet uns davon, dass man sich ohne eine spezielle App, die die eigene Infektionswahrscheinlichkeit berechnet, gerade kaum noch fortbewegen kann.

Diskussion über Einschränkungen beim Datenschutz

Nach unseren Informationen wird gerade auch in Deutschland auf höchster Ebene diskutiert, ob im Kampf gegen das Coronavirus nicht auch die Bewegungsprofile der Menschen ausgewertet werden sollten. Jörg Schieb hat dazu hier in Digitalistan schon einen Ansatz vorgestellt – und mich damit überrascht, schließlich ist er sonst der Erste, der Datenschutzbedenken erhebt.

Im Angesicht der Pandemie: Ich habe doch Bauchschmerzen bei einem solchen Eingriff. Auch darüber streiten wir im Podcast.

Die Pandemie wird die Techwelt noch länger beschäftigen. Die Diskussion darüber, datenhungrige Anwendungen wie Netflix oder Fortnite zu sperren, läuft schon.

Für die Digitalisierung ist die Situation gleichzeitig Gefahr und Chance. Und ich habe nicht den Eindruck, dass diese Ausgabe von COSMO TECH unsere letzte Podcast-Episode zum Thema gewesen sein wird.

Über den Autor

Dennis Horn, offline geboren 1981 in Köln, arbeitet als Experte für Digitalthemen in der ARD und moderiert im Deutschlandradio. Er hofft, dass eines Tages die Angst vor dem "bösen Internet" stirbt, und wünscht sich mehr Spaß am Netz und weniger Hysterie.

2 Kommentare

  1. Aktuell zum Thema passend aber leider inzwischen sehr kurzfristig (Herausforderungsdeadline ist schon durch).

    Es gibt eine Initiative “wir vs Virus” wo mittels digitaler Plattformen hilfreiche digitale aber auch analoge Lösungen in der jetzigen Krise erarbeitet werden sollen.

    Einfach mit der Suchmaschine Qwant, Duckduckgo oder Startpage nach diesem Schlagwort suchen.

    Ausdrücklich zur Teilnahme für jedermann !

  2. Bewegungsprofile auswerten? Und wer wertet die aus? Was ein Aufwand. Lieber eine Ausgangssperre verhängen und beliebte Plätze kontrollieren, um ggfs. die ignoranten Bürger nach Hause zu schicken.

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