Unscharfe und verpixelte Bilder adé

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Unscharfe und verpixelte Bilder adé

Kommentare zum Artikel: 4

Wenn Bilder verpixelt oder unscharf gemacht werden, dann hat das oft einen guten Grund: Gesichter oder Nummernschilder sind da meist die ersten Kandidaten, wenn es darum geht, etwas unkenntlich zu machen. Doch das Ganze geht auch umgekehrt. Mit dem Projekt „PixelNN“ haben die Forscher Aayush Bansal, Yaser Sheikh und Deva Ramanan an der Carnegie Mellon University in Pennsylvania eine Software entwickelt, die unscharfe Bilder rekonstruieren kann.

Um das Bildmaterial zu analysieren, greift der Algorithmus dazu auf ein neuronales Netz zurück, das es erlaubt, sehr genaue Rekonstruktionen des Originalbildes zu erzielen. Die Ergebnisse und Leistungen von PixelNN können auf der Homepage zum Projekt eingesehen werden. Zwar gibt es bereits seit Längerem ähnliche Software, an der auf diesem Gebiet geforscht wird, deren Ergebnisse können mit der Genauigkeit von PixelNN allerdings nicht mithalten. „Machine-Learning“ macht es unter anderem möglich, dass nicht nur Gesichter, sondern auch Tiere und Gegenstände aus groben Bildkonturen analysiert und erstellt werden können. Die Software könnte unter anderem beispielsweise in der Fotografie eingesetzt werden, um fehlerhaftes Bildmaterial zu verbessern. Aber auch gewollte Unschärfe könnten so entfernt werden, wie sie etwa bei Google Street View eingesetzt wird.

Über den Autor

Vom ehemaligen Medienkaufmann Digital & Print hat Renè nur das “Digital” übernommen. Der Rest wurde gestrichen und durch Hörfunk, Audio und Video ersetzt. Irgendwo zwischen “Digital Native” und “Digital Immigrant” macht Renè nicht nur irgendwas mit Medien, sondern möglichst alles.

4 Kommentare

  1. Was man übrigens nicht vergessen darf: Man kann Bilder immer noch durch schwarze oder wie-auch-immer-farbige Balken unkenntlich machen. Wo keine Information vorhanden ist, kann auch nichts wiederhergestellt werden.

  2. SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

    Kommentare zu löschen, nur weil sie dem Angesprochenen nicht in seine Digitalwahnideologie passen, ist nicht nur reichlich dreist, unverschämt und dumm, sondern vielmehr bestätigt der alles Digitale regelrcht anbetende digitalsuchtkranke Löscher mit dieser Aktion obendrein auch noch exakt das, was ich ihm vorgeworfen habe…..:
    Zu einer Auseinandersetzung in der Sache und mit Argumenten ist Herr Müller offensichtlich absolut unfähig.
    Folglich gehört er aus der Reihe der sog. „BloggerInnen“ durch den WDR ausgeschlossen.

    • P. Gedoehns am

      Ihren Kommentar vom heutigen Vormittag habe ich noch gelesen und bin zu 100% Ihrer Meinung. Auch ich habe das Gefühl, dasss hier immer mehr für Dinge geworben wird, die den Bürger Stück für Stück bearbeiten sollen, um ihn gläserner und unmündiger zu machen, was aber nicht der Auftrag der ÖR-Medien sein sollte.
      Ich vermute, dass hinter der aus meiner Sicht übertriebenen Digitalsierung ein Plan steckt, den Sie und ich durchschaut haben. Kommt man der Wahrheit zu nah, wird man hier entweder als etwas „sonderbar“ dargestellt, oder es wird sofort gelöscht.
      Als Rundfunkbeitragzahler erwarte ich allerdings, dass man auch hier seine Meinung sagen darf, sofern sie keine Beleidigungen oder Hass beinhaltet.
      Das „Entpixeln“ von Fotos ist für mich ein Eingriff in die Persönlickeitsrechte des Fotografierten. Die immer stärker zunehmende Aufweichung des Datenschutzes kann nicht wortlos hingenommen werden.

    • Ich glaube, sie verstehen den Sinn von Berichterstattung nicht. Hier wird nicht angepriesen, wie toll es sei wenn man verpixelte Fotos wieder scharfstellen kann. Es wird nur berichtet – wüssten Sie es sonst? Fakt ist: Das hier vorgestellte ist machbar, und das ist erst der Anfang. Ein Eingriff in die Privatsphäre, da würde ich Ihnen zustimmen. Aber wie soll man etwas dagegen tun, wenn keine Debatte angestoßen wird? Und was wird man realistisch dagegen tun können? Wollen Sie Computer wieder verbieten, oder eine Leistungsgrenze einführen? Software kann man nur sehr schwer – wirklich – verbieten und die Hardware ist bereits vorhanden.

      Dass Sie meinen, die Digitalisierung würde „vorangetrieben“ zeigt, dass Sie nicht wirklich mit den Dynamiken von technologischer Entwicklung vertraut sind. Wir haben ein kapitalistisches Wirtschaftssystem, es herrscht Wettbewerb und mit den digitalen Technologien lassen sich viele Dinge radikal neu, besser und schneller lösen. Wer hier nicht investiert, verliert am Ende. Also investieren alle und stecken ihre Milliarden rein. Das ist auch schon der ganze „Plan“.

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