Vergiss mein nicht: Erinnerungs-Apps

https://blog.wdr.de/digitalistan/vergiss-mein-nicht-erinnerungs-apps/

Vergiss mein nicht: Erinnerungs-Apps

Kommentare zum Artikel: 5

Ich bin ganz groß darin, 1000 Sachen auf einmal auf dem Plan stehen zu haben. Damit ich nicht die Hälfte vergesse, notiere ich meine Termine doppelt und dreifach. Im Handykalender, im Taschenkalender und auf gelben Post-Its. Ich schicke mir selbst E-Mails, die ungeöffnet im Posteingang schlummern, um meinen Blick auf sie zu lenken, und ich tippe Notizen in mein digitales Vergiss-mein-Nicht-Heft, die ich dann teilweise sogar ausdrucke und mir in den Kalender lege. Termine von Ärzten lege ich in Form kleiner Zettel zusätzlich an den entsprechenden Tag und Geburtstage habe ich außerdem in einem gesonderten Jahreskalender stehen. Es geht aber auch einfacher.

Mein Taschenkalender

Mein Taschenkalender

Ich würde am liebsten nur eine einzige App nutzen, die ich mit dem Handykalender synchronisiere, bestimmte Termine mit Freunden teilen oder mir selbst mal einen Reminder mailen. Ich muss nur rausfinden, welche App meinen Bedürfnissen gerecht wird und ob ich bereit bin, etwas dafür zu zahlen oder nicht. Die iOS-App „Letztes Mal“ zum Beispiel kostet 1,99 Euro. Ihr galt mein erster Testlauf. Sie hat unzählige kleine Icons, die meine Termine bebildern können. Ich kann im Menü unter Einstellungen die Erinnerung einstellen, also Datum und Uhrzeit eingeben und dann warten, bis der Aufruf zum Joggen auf dem Display erscheint.

App "Letztes Mal"

App „Letztes Mal“

Allerdings habe ich nach ewiger Sucherei keine Möglichkeit gefunden, die Alarmtöne für bestimmte Ereignisse zu konfigurieren, lauter oder leiser zu stellen, eine Snooze-Funktion zu nutzen oder einen besonders nervigen Ton für die wichtigstens Termine einzustellen. So bimmelt es nur sehr leise und im Trubel der Stadt oder bei lauter Musik Zuhause würde ich den Termin sicher verpassen. Außerdem fehlt eine Wochen- und Monatsübersicht und die intuitive Menü-Führung. Deshalb versuche ich es mit zwei Gratis-Erinnerungs-Apps.

App "Any.Do"

App „Any.Do“

„Todoist-App“ lässt sich mit meinem Email-Konto und meinem vorinstallierten Handykalender synchronisieren. Ich kann zwischen verschiedenen Hintergründen wählen, wenn ich die Vollversion kaufe, und ich kann meine Aufgaben in Projektordner einteilen – privat, beruflich, Geburtstage oder Arzttermine. Die Einteilung in  Prioritätenlisten hilft mir, wichtige Termine von unwichtigen zu unterscheiden. Dazu kann ich Fristen eintragen und meinen Erinnerungsalarm selbst aussuchen. Unter dem Menüpunkt „Karma“ kann ich außerdem einstellen, wie viele Aufgaben ich täglich erledigen möchte und sehen, wie viele davon ich tatsächlich erledigt habe – um so meine Statistik zu verbessern und mein Pensum zu erfüllen – für ein gutes Gefühl hinterher.

App "Todoist"

App „Todoist“

Bei „Any.Do“ kann ich neue Aufgaben per Spracheingabe oder Tastatur eingeben, Uhrzeit und Datum hinzufügen und mir ansehen, was für den Tag alles ansteht. Für Detail-Angaben wie „jeden Montag“ oder „täglich um 13 Uhr“ zu speichern, brauche ich auch hier die Premium-Version für 2,70 Euro im Monat. Die beinhaltet eine standortbasierte Erinnerungsfunktion  und ich kann Dateien anhängen und Termine mit bestimmten Personen teilen. Was mir aber auch hier fehlt, sind Erinnerungen, die ich mehrmals täglich brauche – zum Beispiel, wenn ich die Katze des Nachbarn zweimal täglich füttern oder alle sechs Stunden ein Medikament einnehmen soll. Für solche wiederkehrenden Termine nutze ich deshalb die App „Medisafe“.

"App "Medisafe"

App „Medisafe“

Hier kann ich auch Arzttermine eintragen, Tagebuch führen und die genaue Uhrzeit, Dosis der Medikamente und tägliche Messwerte notieren – alles kostenlos. Wenn ich möchte, kann ich einen Wochenendmodus anlegen, den Alarmton sowie die Schlummerdauer selbst festlegen und mich zu einem ausgewählten Zeitpunkt daran erinnern lassen, dass meine Medizin bald aufgebraucht ist.

Mit nur einer einzigen App komme ich also weiterhin nicht aus, aber vielleicht kann ich mir jetzt ständiges Durchstreichen, Überschreiben und meinen Zettelwust sparen und mich auf zwei Apps beschränken, auf die ich mich verlassen kann. So schaffe ich etwas Platz im Kopf – für die wirklich wichtigen Dinge, die ich mir in Zukunft ja dann vielleicht einfach mal so merken kann.

 

Über den Autor

Anita Horn lebt gesund. Statt Schoko-Cookies gibt es Web-Cookies, statt Cheesebites vom Bäcker bevorzugt sie kalorienfreie Kilobites und Pop-Ups statt Popcorn. Anitas Themen: Reise, Unterhaltung und Sport – der stärkt die Abwehrkräfte. Ihr eigenes Antivirenprogramm.

5 Kommentare

  1. Muscolino Giovanni am

    Sie sind ein Betriebsleiter, ein privater Investor oder besser eine Person, die schnelles Finanzierung in Anbetracht einer Lage benötigen. Sie, die auf der Suche nach Gelddarlehen sind. Hier eine Gelegenheit, online Geld in 48 zu leihen Stunde biete ich Ihnen ein darlehen 10.000€ zu 500.000€ bis zu 20.000.000,00€ mit einem Satz von 3% an. Hier meine E-mail: muscolinogiovanni61@gmail.com

  2. Anita Horn lebt gesund. Statt Schoko-Cookies gibt es Web-Cookies
    Im Taschenkalender drückt sich das so aus.
    08:00 Uhr laufen
    10:00 Brunchen
    Sorbet vorbereiten

    Lach you made my day

    Guten Rutsch!! :-)

    • Übrigens super ist auch der Sunrise – Kalender als App von Microsoft. Er lässt sich mit vielen Cloud Diensten verbinden und hat eine sehr gute Übersicht.

  3. Lieber Herr Nachtigall – danke für ihren Kommentar. Es gab einen regelrechten „Hype“ um die genannte iOS-App und ich wollte herausfinden, ob sich die Investition in Höhe von 1,99 Euro lohnt. Unser Ergebnis ist eindeutig: nein. Als Alternative, um nicht eine einzige App zu nennen, zeige ich andere Möglichkeiten auf. Dass man natürlich auch seinen vorinstallierten Kalender nutzen kann, ist so glasklar, dass ich es nicht gesondert, sondern nur nebenbei erwähne – im Blog im ersten Satz „Im Handykalender, im Taschenkalender und auf gelben Post-Its“. Dennoch wissen vielleicht einige neue Smartphone-Nutzer, die gerade zu Weihnachten ihr erstes Telefon dieser Art bekommen haben, nicht unbedingt darüber Bescheid, was für uns mehr als selbstverständlich ist. Viele Grüße und einen guten Rutsch!

  4. Bernd Nachtigall am

    Die Autorin hat offenbar ein Smartphone. Jedes dieser Geräte die ich bisher gesehen habe, hatten standardmäßig einen Kalender eingebaut. Und alle diese Kalender hatten eine Erinnerungsfunktion.
    Insofern erscheint mir jede Form von Erinnerungs-App. obsolet. Ja, ihre Benutzer scheinen mir unwissend in der Nutzung ihres Smartphones. Umso mehr als alle (der Teil der Apps die es nichtmachen ist verschwindend!) diese Applikationen Informationen absaugen – natürlich nur um die ‚Nutzererfahrung‘ (neudeutsch: user experience) zu verbessern. ;-)

Einen Kommentar schicken

Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.

Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage: *

Top