Verimi: Die Allzweckwaffe zum Einloggen

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Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

9 Kommentare

  1. “Finger weg davon” und u.a. dabei bleiben, Internetdienste jeweils getrennt voneinander nutzen……
    ………dem Ziel, jedem Internetnutzer seine eigene Datenhoheit zuzuweisen und zu garantieren, kann diese Anwendung wohl keinesfalls erfüllen.
    Es bleibt zu warten, ob das in Deutschland kommende “OZG – Portal” das Ziel, jedem Internetnutzer seine eigene Datenhoheit zuzuweisen und zu garantieren, erfüllen kann.

  2. Horst Heinerle am

    NEIN, das auf garkeinen FAll !

    Dann hat halt das Verimi die Daten, und erzählt mich nichts von EU Datenschutz, die EU ist eine Tochterfirma der USA, die kommen da ran, wenn sie wollen !

    Die einzige Lösung ist, alles wo anders haben, und Accounts regelmässig wieder löschen und neu anlegen. Ins “Fratzenbuch” geht man nicht, was soll man da seine kostbare Zeit verschwenden ?

  3. Ich würde mir eine kritische Beleuchtung der diversen Versprechen von verimi wünschen und nicht nur eine Wiedergabe der Werbeaussagen.
    Z.B. “Großer Vorteil von Verimi: Die Server stehen in Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Damit gilt europäisches Datenschutzrecht für die hinterlegten Daten”. Richtig, aber das gilt Dank der DSGVO auch bei Facebook und Google für Nutzer in der EU.
    Außerdem wird dem Nutzer suggeriert, er hätte “Kontrolle” über seine Daten und könnte Daten jederzeit wieder löschen. Aber was passiert denn wenn ich mich mittels Verimi bei 10 anderen Dienstanbietern im Internet anmelde? Dann werden an all diese Anbieter meine Daten übermittelt . Steht ja auch in den Nutzungsbedingungen so drin! Danach hat es sich was mit der Kontrolle. Wenn ich die Daten löschen will, muss ich wieder auf jeden Anbieter einzeln zugehen und meine Daten löschen lassen. Wo ist hier die Verbesserung?

  4. Großer Irrtum:
    „Großer Vorteil, wenn das erst mal am Start ist: Man kann sich sogar bei Behörden einloggen.“

    Davon träumt das Konsortium vielleicht. Wird man aber ganz sicher nicht. Bund, Länder und Kommunen müssen das OZG umsetzen, also eigene Nutzerkonten bereitstellen, und sie werden verimi weiter ignorieren. Verimi ist eine Totgeburt, kommt ein Jahrzehnt zu spät.

    Mehr Hintergrundwissen des Autors wäre gut.

  5. Hier finde ich die Versprechungen von Verimi etwas zu kritiklos angenommen. Solch eine Institution ist sicherlich wünschenswert. Aber wenn nicht das Sammeln und Auswerten der Daten das Geschäftsmodell ist, was denn dann?
    Und der Umstand dass der Axel-Springer-Verlag dahinter steht lässt mich ebenfalls erschaudern. Versicherungen wie die Allianz stehen außerdem ganz oben auf der Liste von Unternehmen, denen ich meine Daten so sparsam wie irgend möglich zur Verfügung stellen möchte.
    Für mich ganz persönlich ist das keine Alternative zur einzelnen Pflege meiner Accounts.

    • Nein, OAuth ist integriert — und es geht ja, zumindest teilweise, deutlich weiter, da man auch seine amtlichen Dokumente hinterlegen kann, wenn man möchte. Ich denke, das ist am Ende einfacher und bequemer als der elektronische Personalausweis. Denn wer nutzt den schon? Wenn ein extra Lesegerät erforderlich ist…

      • …schonmal die AusweisApp auf einem Android-Telefon mit nfc ausprobiert? Von wegen Extra-Lesegerät! Ja, Angebote für den Personalausweis fehlen, noch. Anstatt dass Firmen, neben der Verwaltung, Angebote schaffen, bauen sie eine Alternative zur elektronischen Ausweis-Funktion vom Personalausweis. Was für Blödsinn.

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