Warum Podcasts gerade wieder angesagt sind

https://blog.wdr.de/digitalistan/warum-podcasts-gerade-wieder-angesagt-sind/

Warum Podcasts gerade wieder angesagt sind

Kommentare zum Artikel: 5

Podcasts sind “abonnierbare Mediendateien”, verrät uns Wikipedia. Eine eher bürokratische Umschreibung für das, was viele von uns schon lange mit Begeisterung machen: Das eigene Smartphone mit hörenswerten Audios vollpacken und unterwegs anhören. Es gibt schon ziemlich lange Podcasts. Doch in letzter Zeit erfreuen sie sich (wieder) zunehmender Popularität, ist mein Eindruck. Es gibt nicht nur immer mehr (teilweise richtig gut gemachter) Podcasts, sondern sie finden auch ihre Abnehmer. Sie werden gehört – was ich sehr erfreulich finde.

Podcasts: Sendungen fürs Netz werden immer beliebter; Rechte: Pixabay

Podcasts: Sendungen fürs Netz werden immer beliebter

Exklusiv fürs Netz hergestellt

Klar, die meisten Radiosendungen gibt es heute auch als Podcast zum Herunterladen und Abonnieren. Ob Kiraka, Sportschau in 100 Sekunden oder die Wissenschaftssendung Quarks: Wir können alles abonnieren und unterwegs anhören. Hier gibt es eine komplette Übersicht aller Podcasts im WDR. Nicht wenige Podcasts werden aber exklusiv zum Verteilen im Netz hergestellt, also gar nicht gesendet. Zum Beispiel Machiavelli, der Podcast über Rap und Politik.

Der Reiz solcher Podcasts liegt vor allem darin, dass sie anders gemacht sind als Radiosendungen. Sie sind vergleichsweise lang (oft um eine Stunde), der Hörer bekommt richtig was geboten. Vorteil: Themen lassen sich hier in aller Ruhe vertiefen. Ohne Zeitdruck. Ohne strenge Formatierungen. “Wir können auch mal etwas abschweifen”, freut sich Jan Kawelke, einer der beiden Macher von Machiavelli. Das ganze Gespräch findet Ihr in meinem Video.

https://vimeo.com/291066841

Machiavelli-Macher erklären, warum Podcasts cool sind

Wenn Assistenten Podcasts starten

Ein weiterer Pluspunkt moderner Podcasts: Dem Hörer wird einiges abverlangt. Er muss mitdenken. Er wird aber auch eingebunden – und direkt angesprochen. “Podcasts sind wie ein guter Kumpel: Man hat sie mit dabei und freut sich aufs Gespräch”, erklärt Vassili Golod von Machiavelli. Stimmt. Und weil man Podcasts immer dann hört, wenn man Zeit für sie hat – beim Joggen, Abtrocknen, auf dem Sofa sitzen -, bekommen sie auch die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.

Es gibt aber noch eine technische Entwicklung, die Podcasts in die Hände spielen: Digitale Assistenten. Von denen stehen immer mehr in deutschen Wohnungen herum. Sie sind ideal geeignet, um Podcasts abzuspielen. Weil man ihnen sagen kann: “Spiele Podcast Quarks”, zum Beispiel. Schon kommt die aktuelle Folge der Wissenschaftssendung von WDR5. Ohne Abos, wie von Zauberhand. Das ist sehr praktisch und bequem.

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

5 Kommentare

  1. roterilex am

    Hallo
    es wäre schön, wenn erklärt würde, wie ich mit GoogleHome einen Podcast abspielen kann

    Vielen Dank

  2. Andreas Wiedebruch am

    Schön, dass mal über das spannende Thema Podcast berichtet wird. Was ich hier allerdings vermisse, ist ein Hinweis auf andere wichtige Internetadressen, wo man Podcasts beziehen kann (z. B. podcast.de, um nur eine zu nennen). Es gibt ja nicht nur den WDR!
    Hilfreich wäre auch eine kurze Erklärung, wie man denn diese Podcast abonieren kann und welche Apps oder Programme es gibt. Das wurde ja bei anderen Beiträgen, z. B. über alternative Messanger auch geliefert.
    Andreas

Einen Kommentar schicken

Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.

Rechenaufgabe: 16 ⁄ 8 =


Top