Wenn in Facebook etwas fehlt

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Wenn in Facebook etwas fehlt

Kommentare zum Artikel: 13

Ich mag die Arbeiten des Netzkünstlers Benjamin Grosser. „ScareMail“ zum Beispiel: ein Plug-in, das euren E-Mails spezielle Begriffe hinzufügt, um die Überwachungssoftware der NSA durcheinanderzubringen. Oder das „Personal Depersonalization System“, das ganz ähnlich funktioniert: Es stellt Unmengen an Suchanfragen bei Google – so dass eure tatsächlichen Suchanfragen in dieser Flut untergehen und es Google unmöglich wird, eure Interessen und Vorlieben aus eurer Suchhistorie herauszufiltern.

Für Facebook-Nutzer hat Benjamin Grosser jetzt ein weiteres Plug-in veröffentlicht, das zum Nachdenken anregt: „Textbook“ macht alle Fotos unsichtbar – vom Vorschaubild für einen Link über das Profilbild-Selfie eines Freundes bis zum Gefällt-mir-Daumen. Was ich dabei spannend fand: Wie sehr sich damit der Blick auf die Inhalte ändert – und welche Facebook-Beiträge ich plötzlich wahrnehme, die ich vorher inmitten all der vielen schönen Fotos ignoriert habe. (Und wenn euch das gefällt, ist vielleicht auch der „Facebook Demetricator“ einen Blick wert: Statt der Fotos verschwinden mit diesem Plug-in alle Zahlen aus Facebook – und damit auch der Blick auf die Likes.)

Über den Autor

Dennis Horn, offline geboren 1981 in Köln, arbeitet als Experte für Digitalthemen in der ARD und moderiert im Deutschlandradio. Er hofft, dass eines Tages die Angst vor dem „bösen Internet“ stirbt, und wünscht sich mehr Spaß am Netz und weniger Hysterie.

13 Kommentare

  1. SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

    Antwort auf Herr Horns Beitrag vom 1.2.,2017 22:42 Uhr

    1. „Unterstellen“ muß man Ihnen gar nichts, denn Sie sind es doch SELBST, der mit nahezu jedem Wort Smartphones in den Himmel hebt, aus dessen Beiträgen hervorgeht, daß man ja heutzutage ohne Smartphone nachgerade gar nicht mehr LEBEN könne, und mit jeder Zeile klar machen Sie, daß Sie diese Apparate intensiv und extensiv nutzen, während Sie gleichzeitig jede fundierte Warnung von renommierten Wissenschaftlern wie te Wildt, Welzer und Spitzer verunglimpfen, indem Sie etwa Spitzer als unseriös beschimpfen und damit verrraten, daß Sie mit Sicherheit keine einzige Zeile von ihm gelesen haben: Mit alledem verdeutlichen Sie selbst Ihre eigene Abhängigkeit!
    2. Auf die reine und – in jedem Sinne! – nüchterne Feststellung, daß offensichtliche eine Abhängigkeit vorliegt, reagieren Sie aggressiv („Unverschämtheit“) und mit Leugnung, was freilich nachgerade klassisch zur Abhängigkeit dazugehört.
    Daß Sie meine Feststellung „unverschämt“ nennen, verrät ungewollt, daß Sie es für einen ethisch-moralischen Vorwurf halten, an einer Erkrankung zu leiden, aber so ist doch meine Wahrnehmung der Abhängigkeit gar nicht gemeint, denn wie kann man einem Menschen vorwerfen, erkrankt zu sein? Das kann jedem und jeder passieren und ist natürlich nicht verwerflich!
    3. „Panikmache“? Dann schauen Sie mal hier: http://www.deutschlandfunk.de/studie-fast-300-000-jugendliche-sind-internetsuechtig.1783.de.html?dram:article_id=378082

    • Dennis Horn am

      @SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG: Sie befinden sich hier in einem Techblog – selbstverständlich beschäftigen wir uns an dieser Stelle mit dem Smartphone, und zwar auch mit dem Smartphone als Kulturtechnik. Wir können dabei auch gern über Probleme sprechen, die damit einhergehen. Es gibt diese Probleme. Aber eine Lösung besteht nicht in der Abschaffung der Technik, die schlicht unmöglich ist, sondern im Umgang mit ihr.

      Eine Diskussion darüber führe ich aber nur differenziert, ohne analog-ideologisch gefärbte Begriffe wie „Suchtphone“ und bitte auf Basis seriöser Forschungsergebnisse. Wissenschaftler, die ihr Renommee missbrauchen, um persönliche Abneigungen und Ängste pseudowissenschaftlich und vermeintlich plausibel zu verbreiten, bringen uns nicht weiter.

      Dem Gegenüber in der Diskussion eine Sucht zu unterstellen, bleibt aus meiner Sicht das, was ich im Vorkommentar bereits geschrieben habe: eine Unverschämtheit.

      • Dennis Horn am

        @SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG: Wir haben Ihren Kommentar gelöscht. Bitte beachten Sie die Blogregeln und bleiben Sie beim Thema des Blogartikels. Danke!

        • SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

          Sie meinen wohl, SIE haben meine Bemerkung gelöscht, nicht „wir“.
          Es war mir klar, daß Sie irgendwann so reagieren würden:
          Wenn etwas unangenehm wird und die Argumente ausgehen, wird es eben gelöscht.
          Typische Abwehrreaktion Abhängiger, die mit ihrer Abhängigkeit konfrontiert werden.
          Und: So viel zum Zensurverbot des Grundgesetzes und zum Abschied des WDR von seiner ehemals hochentwickelten Diskurs- und Diskussionskultur…

          • Dennis Horn am

            @SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG: Darauf gehe ich gern noch einmal ein, weil es ein so grundlegendes Thema ist: Hier im Blog gelten Blogregeln, die Sie am ehesten als Hausrecht betrachten können. Das berührt nicht die Meinungsfreiheit, die Sie vermutlich mit „Zensurverbot des Grundgesetzes“ meinen, denn auch wenn wir Kommentare löschen, die nichts mit den jeweiligen Blogartikeln zu tun haben, können Sie die in Ihren Kommentaren geäußerte Meinung weiter frei äußern, ohne dafür staatliche Verfolgung befürchten zu müssen. Eine Diskurs- und Diskussionskultur ist abgesehen davon genau dann hochentwickelt, wenn alle Beteiligten dafür Sorge tragen, beim Thema zu bleiben – genau deshalb achten wir auf die Einhaltung der Blogregeln. Danke für Ihr Verständnis.

  2. SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

    „…Es handelt sich bei sozialen Netzwerken nicht um „Suchtmittel“…“:
    Doch. Selbstverständlich handelt sich um Suchtmittel – um was denn sonst, bitte?
    Das erschließt ich freilich nur denjenigen, die nicht selbst abhängig sind, deshalb nicht unter dem suchttypischen „Tunnelblick“ leiden und genügend Abstand haben, um das Ganze wahrzunehmen mit allen seinen Aspekten, und bei diesen überwiegen nun einmal
    a. die Sucht- und
    b. die Überwachungs- und Kontrollaspekte.

        • Dennis Horn am

          @SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG: Er ist hinreichend klar – und ich bin dennoch anderer Meinung. Schade, dass Sie sich damit immer noch nicht arrangieren konnten.

          Computerspielesucht ist in der Tat ein Problem. Auf den Link möchte ich dennoch nicht weiter eingehen, weil er sich nicht mit dem Thema des Blogartikels auseinandersetzt.

          • SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

            Sehr geehrter Herr Horn:
            Ich verstehe – und zwar besser als Sie wissen können – , daß es unmöglich ist,die Wirklichkeit zu erkennen, während man in einer Abhängigkeit feststeckt.
            Und ich weiß auch, wie schwer es ist, sich selbst und erst recht Dritten gegenüber endlich zuzugeben, DASS man abhängig ist – und doch ist, wie die Anonymen Alkoholiker seit fast 100 Jahren ständig beweisen, der einzige Weg hinaus….
            Und letztlich verstehe ich aus allen diesen Gründen auch, daß und warum Sie meine Wahrnehmung weder verstehen noch teilen können.
            Und zu Ihrem Wort „arrangieren“:
            Mit einer landesweiten Sucht-Pestilenz pandemischen Ausmaßes kann man sich nicht „arrangieren“!
            Ich wünsche aber allen Abhängigen von Herzen, daß sie eines Tages clean werden – und bleiben!

          • @SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG: Sehen Sie es mir nach, aber ich halte es für eine Unverschämtheit, mir in dieser Form, wie Sie es tun, eine Sucht zu unterstellen.

            Sie kommentieren nun seit Ewigkeiten in Digitalistan, Ihr Punkt ist klar, und ich würde mir wünschen, dass es damit gut ist. Ich werde aber nicht müde, Ihre Kommentare immer wieder zu beantworten und darauf zu verweisen, wie undifferenziert Sie argumentieren – und zwar für Dritte, die hier mitlesen und Gefahr laufen, Ihrer Panikmache aufzusitzen.

  3. SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

    Es ist für mich nach wie vor unbegreiflich und schwer erträglich, daß und wie ein öffentlich-rechtlicher Sender die Suchtmittel „asoziales Netzwerk“ und damit vermutlich ja auch l „Smartphone“ schönredet und damit den Verbleib dort regelrecht schmackhaft macht und noch nicht Abhängige regelrecht anfixt:
    Das ist genau dasselbe, was die Hersteller von Alkopops getan haben, indem sie den Alkohohl mit Süßem getarnt haben, damit auch noch die ganz jungen Mädchen zugreifen.
    Daß sie damit auch gleich alkohohlabhängig wurden und werden, wurde zumindest billigend in Kauf genommen.
    Von Alkopops wird man freilich „nur“ abhängig, während die asozialen Netzwerke, vermittelt durch Smartphones, zusätzlich zum Suchtfaktor obendrein auch noch totalitäre Züge durch Totaldurchleuchtung und -überwachung aufweisen.

    • @SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG: Wie schön, dass Sie unsere alte Diskussion wieder anstoßen, die wir schon unter so vielen Blogartikeln hier in Digitalistan geführt haben. Es bleibt dabei: Es handelt sich bei sozialen Netzwerken nicht um „Suchtmittel“, und problematische Aspekte, die mit der Nutzung sozialer Medien einhergehen, behandeln wir sowohl in Digitalistan als auch anderen Stellen im WDR immer wieder.

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