WhatsApp Status: Bald ist der Snap-Clone perfekt

https://blog.wdr.de/digitalistan/whatsapp-status-bald-ist-der-snap-clone-perfekt/

WhatsApp Status: Bald ist der Snap-Clone perfekt

Kommentare zum Artikel: 9

Lange kann es nicht mehr dauern, dann wird man Snap(chat), Instagram und WhatsApp kaum noch voneinander unterscheiden können. Denn schon wieder hat WhatsApp eine Funktion vom erfolgreichen Snap(chat) übernommen: WhatsApp Status ist weitgehend das, was Snap-User als Stories kennen. Demnächst können WhatsApp-User ihre Freunde mit kurzen Statusmeldungen versorgen, ohne diese konkret an einzelne Personen oder Gruppen schicken zu müssen.

WhatsApp Status: Was macht Ihr gerade?

Eingebautes Verfallsdatum: Maximal 24h

Diese Statusmeldungen sind Fotos, Videos und GIFs, angereichert mit bunten Icons oder Texten. Die erscheinen dann als aktueller Status bei den Freunden – die darauf natürlich wiederum reagieren können. Snap hat diese Funktion erfunden, hier ist sie äußerst beliebt. Instagram hat seit einigen Wochen eine ganz ähnliche Funktion. Und nun also auch WhatsApp: Was sich bewährt hat, das wird übernommen. Nahezu alle Neuerungen von WhatsApp der letzten Zeit kennt man von anderen Messengern.

Die WhatsApp-Statusmeldungen bleiben lediglich 24h sichtbar – danach verschwinden sie wieder von ganz alleine. Das ist bei Snap und Instagram ganz genauso. Die Flüchtigkeit soll den Reiz erhöhen, sich die Statusmeldungen auch sofort anzuschauen. Die neue Status-Funktion soll in den nächsten Tagen „ausgerollt“ werden, also durch Updates unter Android und iOS zur Verfügung stehen. Erste Testversionen mit der neuen Status-Funktion wurden bereits gesichtet. Auch in Deutschland ist die Status-Funktion freigeschaltet.

WhatsApp wird immer mehr zum Snap-Clone

Status statt Stories

Sonderlich innovativ ist WhatsApp in letzter Zeit nicht gerade. Auch das ebenfalls zum Facebook-Konzern gehörende Instagram nicht. Man schaut sich eine Menge beim vor allem bei Jugendlichen sehr populären Snap ab. Die neue Status-Funktion wird mit Sicherheit genutzt werden, denn sie ist auch bei Snap und Instagram sehr beliebt. Immerhin hat WhatsApp die Funktion nicht auch noch „Stories“ genannt – wie es bei Snap, Instagram und Facebook selbst der Fall ist. „Status“ ist eine gelungene Titelwahl, finde ich.

Der Zeitpunkt für die Einführung der neuen Funktion kommt nicht von ungefähr. Konkurrent Snap geht in den nächsten Tagen an die Börse. Zweifellos will WhatsApp mit der neuen Funktion den Börsenstart etwas dämpfen. Eins macht WhatsApp sogar besser als Konkurrent Snap: Die Statusmeldungen sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, können also nicht mitgelesen werden. Das ist bei Snap anders.

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

9 Kommentare

  1. SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

    Erwiderung auf Kai G., 24.02.2017 14:18 :

    Sehr geehrter Herr G.,
    Bei Online- und somit auch Smartphonesucht handelt es sich um eine sog. Verhaltenssucht, und sie ist wissenschaftlich bereits seit langem gut untersucht, angefangen bei der Studie von Prof. Jerusalem von der Humbold-Universität Berlin (Übersicht und Nachweise fast aller Studien bei onlinesucht.de/studien; weitere wissenschaftliche Erkenntnisse auf der Seite des Fachverbands Medienabhängigkeit (fv-medienabhaengigkeit.de).
    Jüngste seriöse Untersuchungen schätzen die Zahl allein der onlinesüchtigen Jugendlichen auf ca. 300.000! (siehe hierzu: http://www.deutschlandradiokultur.de/online-studie-fast-300-000-jugendliche-sind-internetsuechtig.2165.de.html?dram:article_id=378103).
    Siehe auch die von mir in meiner Antwort auf „Chris26“) zitierte Literatur.
    Überdies ist jüngst als Band 43 in der Reihe „Studien des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag“ erschienen der Band:
    „Neue elektronische Medien und Suchtverhalten“ von Michaela Evers-Wölk und Michael Opielka.
    Zur nicht minder großen Problematik der Überwachung und Totalkontrolle aller Suchtphone-NutzerInnen, weniger durch den Staat als vielmehr durch Konzerne wie die Betreiber asozialer Netzwerke wie eben u.a. WhatsApp verweise ich auch Sie auf Harald Welzer, Die smarte Diktatur – Der Angriff auf unsere Freiheit.
    Bitte lesen Sie doch die angegebenen Titel und schauen Sie sich auf den angegebenen Webseiten um – und überlegen Sie bitte DANN noch einmal, ob es gerechtfertigt ist, mehr als wohlbegründete Warnungen vor Sucht und Totalüberwachung als „Parnoia“ abzutun.

  2. Die Leute die vor mir posteten sind wohl auch die die den perfekten ’nanny state‘ wollen: Ein paar % der Alkohol Trinkenden sind Alkoholiker! Lasst uns daher die gesamte Gesellschaft bestrafen und Alkohol verbieten! Ein paar % der Autofahrer meinen bei unangemessenen Straßenverhältnissen mega schnell fahren zu müssen (bauen natürlich einen Unfall) – also lasst uns alle mit Tempolimits gängeln..
    Sorry, aber mal was von Eigenverantwortung gehört? Ihr meint ihr braucht kein Smartphone? Ihr meint es hat schelchten Einfluss auf euch? Schön, dann kauft euch eben keins.
    Ich jedenfalls telefoniere und texte mit meinen Freunden auf drei Kontinenten über Whatsapp, und habe absolut keine Lust, dies per SMS oder GSM zu machen, schlichtweg weil es zuviel kostet! Mit Sucht hat das mal überhaupt gar NICHTS zu tun, sondern schlichtweg mit Kosteneinsparung. Und ein gutes Smartphone kann man sehr wohl etwa fünf Jahre nutzen bevor es schrottreif ist.

    Soll nicht heißen dass die die ein echtes Suchtproblem haben, keine Behandlungsangebote bekommen. Ich bezweifle aber dass es sich dabei um die Mehrheit handelt – genau so wenig wie diejenigen die bei Tempo 160 bei Sonnenschein einen Unfall bauen, oder ihr Feierabendbierchen genießen und dann gleich Randale machen.

    • SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

      Sehr geehrte/r Frau oder Herr Chris26:
      Leider sind nicht „ein paar % der AlkoholTrinkenden Alkoholiker“:
      In Deutschland gibt es 2 Millionen Alkoholabhängige – die Dunkelziffer mag man sich gar nicht ausmalen.
      Gleiches gilt für Onlinesüchtige:
      Hier beläuft sich die jüngste Schätzung auf ca. 300.000 Menschen, und hier sind nur die 12 – 25jährigen erfaßt, so berichtete am 3.2. das seriöse Deutschlandradio – siehe hier: http://www.deutschlandradiokultur.de/online-studie-fast-300-000-jugendliche-sind-internetsuechtig.2165.de.html?dram:article_id=378103
      Zum Zweiten:
      Ich bin keineswegs für einen „Nanny-Staat“, der Menschen vor sich selbst schützen soll:
      Meinetwegen sollen sich die Leute totsaufen, totfahren und tot-suchtphonen oder bei selbstversuchsten Suchtphone-Autounfällen umkommen
      Was aber NICHT geht, ist, daß immer mehr von ihnen immer mehr und immer öfter ANDERE Menschen gefährden, verletzen, verstümmeln und umbringen – auch viele Nichtsüchtige!
      Und zum Dritten:
      Der Suchtaspekt ist nur die eine Gefahr dieser Suchtphones.
      Hierzu lese man die Bücher von Manfred Spitzer („Cyberkrank!“), Bert te Wildt (Digital Junkies), Alexander Markowetz („Digitaler Burnout“) und Sarah Diefenbach / Daniel Ulrich („Digitale Depression“).
      Die andere ist der ÜBERWACHUNGS- und TOTALKONTROLLASPEKT.
      Man lese insoweit nur Harald Welzer, Die smarte Diktatur – Der Angriff auf unsere Freiheit, und man weiß Bescheid.
      Wenn Sie alle diese Bücher gelesen haben und Ihr Smartphone immer noch nicht entsorgen – dann spricht vieles dafür, daß auch Sie abhängig sind.

  3. P. Gedoehns am

    Ehrlich gesagt habe ich von dem Text nicht viel verstanden.
    Nicht weil ich zu doof bin zu lesen, sondern weil ich mir weiterhin den Luxus gönne, kein Smartphone zu besitzen. Somit kann ich mit dem Fachchinesisch nicht viel anfangen, weil ich damit keinerlei Berührungspunkte habe.

    Natürlich habe ich schon oft zu hören bekommen „Wie, du hast noch immer kein Smartphone?“ Derartige Fragen lassen mich aber völlig kalt. Wer die Kommunikation von einem bestimmten Medium abhängig machen will, obwohl es Telefon, GSM-Handy, Mail und natürlich den persönlichen Kontakt gibt, dem ist der Kontakt auch nicht wichtig und ich pfeife auf solche Leute.

      • SUCHTFREI_UND_UNABHÄNGIG am

        Man kann P. Gedoehns nur zustimmen, auch darin, nicht müde zu werden das hiesige Forum zu nutzen, einer möglichst großen Vielzahl der Smartphone-Suchtkranken vor Augen zu halten, was sie da eigentlich tun.
        Es besteht immerhin die Hoffnung, daß eine/r von hundert innehält und aufwacht und das Suchtphone wegwirft.
        Nochmals: Ein Smartphone ist ein SUCHTMITTEL, und ein Smartphone ist ein ÜBERWACHUNGSMITTEL.
        Das gilt, wie wir an der aufgedeckten Komplicenschaft zwischen WhatsApp und Facebook gesehen haben, insbesondere für alle Anfix-, Dealer-, Ausbeutungs- und Totalkontrollunternehmen, die beharrlich auch vom WDR „soziale“ Medien genannt werden, in Wahrheit aber natürlich nur ASOZIALE MEDIEN sind.
        Wer ein Smartphone in der Tasche hat, muß wissen, daß er/sie gleichsam die eigene Stasi-Zentrale mit sich herumträgt…
        Nicht übersehen werden darf auch, daß der Suchtphonemißbrauch mittlerweile fast täglich Tote und Verstümmelte kostet.
        Und wenigstens NRW-Innenminister Jäger hat ja als einer der wenigen aus der Politik, die das Problem erkannt haben, das zutreffende Wort für den Suchtphonemißbrauch geprägt:
        „SEUCHE“.
        Sowohl das Sucht- als auch das Überwachungsphänomen sind mittlerweile durch viele fundierte Publikationen und Untersuchungen von vielen renommierten WissenschaftlerInnen und PublizistInnen und Institutionen sehr gut belegt.
        Mehr als schade, daß die Digitalistan-BloggerInnen sie beharrlich negieren…
        Mir jedenfalls wird ein Smartphone niemals ins Haus kommen, ebensowenig wie P. Gedoehns.

        • P. Gedoehns am

          Vielen Dank für Ihre Zustimmung.
          Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie manche Menschen ihr zukünftiges Stück Elektroschrott verteidigen. Es erinnert mich immer wieder an Alkoholiker, die sich insgeheim ihrer Krankheit bewusst sind und deshalb aggressiv reagieren, wenn man sie auf ihr Problem anspricht.
          Diese Suchtphones sind eine Seuche, die leider bisher nur wenige Menschen als solche erkennen. Zu den von Ihnen aufgeführten Punkten kommt noch hinzu, dass Menschen in Afrika für den Abbau der für die Produktion notwendigen Rohstoffe unter miesesten Arbeitsbedingungen ausgebeutet werden, während der eine oder andere SP-Nutzer jedes Jahr ein neues Statussymbol braucht, wofür er dann bis zu 800€ bezahlt.

          Hier noch einmal ein Link zu der Aktion, die man im Jugendprogramm N-JOY des NDR ins Leben gerufen hat.
          Vielen Dank dafür nach Hamburg.

          http://www.n-joy.de/leben/Kopf-hoch-Handy-kann-warten,kopfhoch100.html

          • Gibt es Statistiken, die beweisen, dass die „Volksverseuchung“ durch „Suchtphones“ eine empirische Tatsache ist? Wenn ja, warum rezitieren Sie diese dann nicht auch? Auch ich als Smartphonebesitzer muss nicht jedes Jahr 700€ berappen für ein neues Phone, ich kaufe mir ja auch nicht jedes Jahr ein neues Auto. Auch habe ich ein tierisches Problem mit Personen, die meinen, sie müssten Ihr Handy benutzen beim Fahren. Ich kann das nicht, dabei falle ich sogar in die Generation, die empirisch belegt (!!!) die meisten Handy-am-Steuer-Unfälle verursacht. Dahingehend gebe ich Ihnen Recht, das muss stärker sanktioniert werden.

            Ihre Paranoiden Ansichten jedoch bzgl. der vollständig negativen Auslegung irgendwelcher Technologie, die auch nur in entferntester Form in eine Hosentasche passt oder tragbar ist, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Gerade die Drogenterminologie ist unpassend. Klar verstehe ich den Zusammenhang vor dem Hintergrund der Argumentation, der ist jedoch unpassend. Smartphones sind nun einmal nachweislich keine Drogen, auch wenn bei einigen ein Suchtpotential vorhanden ist.

            Ich behalte mein Smartphone gerne, alleine, weil ich schon keine Lust habe, einen Walkman UND ein Tastentelefon mit mir herumzutragen.

          • P. Gedoehns am

            @ Kai G. am 24.02.2017 14:18

            Niemand kann Sie am Benutzen des Suchtphones hindern. Sie verhalten sich schließlich so, wie „man“ es vom guten, gläsernen und steuerbaren Bürger verlangt. Ihnen hat man im Laufe der Zeit suggeriert, dass Menschen, die nicht dem Fortschritt insgesamt, wohl aber manchen Dingen kritisch gegenüber stehen, paranoide Ansichten haben müssen.

            Wie erklären Sie es, dass viele Autofahrer, die sich der Gefahren und Strafen bewusst sind, immer wieder auf ihr Suchphone schielen und dabei lesen und tippen, dass Schüler trotz Verbot und oft angedrohte Beschlagnahme der SP´s durch Lehrer im Unterricht ihr SP benutzen, dass sogar DB-Fahrdienstleiter während ihrer verantwortungsvollen Arbeit das SP benutzen und dabei den Unfall von Bad Aibling zu verantworten haben?
            Natürlich, dass Gerät selber ist keine Droge im Sinne des BTM-Gesetzes, Lebensmittel aber auch nicht, trotzdem gibt es süchtige Menschen, die bis zum Platzen essen. Der Unterschied ist nur, dass „man“ das SP durch unzählige App´s so etabliert hat, dass es in fast jeder Hosentasche steckt und es sehr viele suchtanfälige Menschen gibt, die auch rote Fussgängerampeln ausblenden und dabei sogar vor fahrende LKW laufen.

Einen Kommentar schicken

Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.

Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage: *

Top