Wunderschönes Selftracking

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Wunderschönes Selftracking

Kommentare zum Artikel: 4

Bei all der Diskussion über Datenschutz und Privatsphäre, die wir jeden Tag führen: Selftracking bleibt ein Trend. Egal, ob es um den eigenen Puls, den Aufenthaltsort oder die zurückgelegten Kilometer geht: Kleine Geräte erfassen die eigenen Daten, Apps fürs Smartphone zeichnen sie auf, und die dazu passenden Clouddienste liefern die Analyse.
Einer dieser Selftracker ist Anand Sharma. Er zeichnet sein Leben seit über 100 Tagen auf – und hat aus all den Daten, die er sammelt, eine Website gebaut.

Selftracking; Rechte: Anand Sharma
Seine letzten Reisen führten ihn nach Kuala Lumpur und Paris, zurzeit hält sich Anand Sharma zu Hause in San Francisco auf.

“Ich habe meinen Puls 408-mal gemessen, und mein Herz schlägt im Schnitt 69-mal pro Minute. In den vergangenen 104 Tagen habe ich 1.920 Datensätze auf diese Website gestellt, war 25-mal joggen und habe 14 Burritos gegessen”, schreibt Sharma.
Entstanden ist daraus eine wundervolle Website – die aber auch eindrucksvoll zeigt, wie schnell und einfach sich heute unser komplettes Leben aufzeichnen lässt.

Über den Autor

Dennis Horn, offline geboren 1981 in Köln, arbeitet als Experte für Digitalthemen in der ARD und moderiert im Deutschlandradio. Er hofft, dass eines Tages die Angst vor dem "bösen Internet" stirbt, und wünscht sich mehr Spaß am Netz und weniger Hysterie.

4 Kommentare

  1. Hmmm? Wie wird es sein wenn er seine erste Vorsorgeuntersuchung beim Urologen hatte? Erfahre ich dann etwas zur Konsitenz des Stuhlgangs? Interessiert mich das? Aber das hat ja auch sein Gutes. Wenn es keine unsinnigen Extreme gäbe, wüssten wir ja auch nicht wie weit unsinnige Extreme gehen können. Bleiben wir bei der Farbe: Die braunen Parteien verbieten bringts ja auch nicht, denn dann gehen sie in den Untergrund. Lassen wir die Leute doch ihr langweiliges Leben der öffentlichkeit preisgeben. Viel eher regen sich vielleicht Andere ihre Zeit sinnvoll zu verbriungen.

  2. Solche Sachen teilen die Menschheit erfahrungsgemäß in zwei Hälften. In eine große und eine kleine.
    In unwichtige und wichtige.
    Das sollte sich auch zwingend im Wahlrecht niederschlagen.
    Ich jedenfalls möchte nicht von Politikern regiert werden, die ihre mehrheitliche Legitimation von Leuten beziehen, die ihre Verdauungsbiografie bei Facebook einstellen und sich ansonsten mit Ludolfs, Geissens und Wollnys beschäftigen.
    Dafür bin ich nicht zur Schule gegangen.

  3. Jo. Ein wunderschönes Beispiel, wie unerträglich langweilig das Leben der allermeisten dieser Privatsphäre-Ablehner doch ist und wie vermüllt das Internet dadurch wird. Aber Hauptsache schickes Design…

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