Ekel-Tiere in der Post

https://blog.wdr.de/landtagsblog/ekel-tiere_in_der_post/

Ekel-Tiere in der Post

Kommentare zum Artikel: 0

Ein Paket von der Piraten-Fraktion lag heute in der Post. Wie schön. Und als ich reinschaute, wurde es noch besser. Eine fiese Spinne lugt über den Rand. Und in einem Haufen Stroh wuseln ein schwarzer Skorpion und zwei etwas klein geratene Schlangen. Ein kurzer Schreckensmoment, bis klar ist: Das Viehzeug besteht aus Plastik.

Plastikspinnen, Rechte: WDR/Kellers

Warum die Piraten solche Pakete an Journalisten verschicken? Um Panik zu verbreiten? Wer weiß das schon? Aber eigentlich soll die Gifttier-Sendung auf etwas aufmerksam machen. Und zwar darauf, dass die Piraten sauer sind. Nicht auf Journalisten, sondern auf die Landesregierung. Die nämlich hat am Dienstag (21.10.2014) den Entwurf für das neue Gefahrtiergesetz vorgelegt. Alles nur geklaut, behaupten die Piraten. Sie haben schon im September 2013 ein ähnliches Gesetz in den Landtag eingebracht. Das sei zuerst verschleppt und nun “verschlimmbessert” worden, meint Piratin Simone Brand. Das federführende Umweltministerium hingegen ist sich keiner Schuld bewusst. Schließlich sei schon lange geplant gewesen, das Halten gefährlicher Tiere per Gesetz zu verbieten. Den Piraten-Entwurf habe man dafür nicht gebraucht.

Sei’s drum. Ich freue mich jedenfalls über die Plastik-Tierchen. Auf meinem Schreibtisch machen die sich gut. Vielleicht lege ich die fiese Spinne heute Abend in den Kühlschrank. Als Überraschung für die Kollegen morgen.

Über den Autor

Online-Reporter sind im Düsseldorfer Politik-Betrieb immer noch eine Seltenheit. Das hat sich seit 2011, als ich in Düsseldorf angefangen habe, nicht verändert. Ich schreibe, blogge und twittere über alles, was mit Landespolitik zu tun hat. Egal, ob Jagdgesetz, Haushaltsdebatte oder Funkloch-Affäre. Nachzulesen - unter anderem - bei WDR.de.

Einen Kommentar schicken

Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.

Solve : *
12 + 13 =


Top