Finde den Fehler!

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Finde den Fehler!

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Wahlkampf ist wie ein Fußballspiel im Abstiegskampf: Wer die wenigsten Fehler macht, gewinnt – oder holt zumindest ein Unentschieden heraus. Manchmal passieren Flüchtigskeitsfehler, die vielleicht nicht spielentscheidend, aber dafür lustig sind.

“Seid” statt “seit”

So ein Patzerlein ist der SPD passiert. In einer lokalen Zeitungsannonce der Sozialdemokraten in Mülheim an der Ruhr (ausgerechnet die Heimatstadt von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft) stand: “7.200 Lehrer mehr seid 2010!”. “Seid” also statt “seit”. Der Fehler macht – hämisch verbreitet und kommentiert von der CDU-Jugendorganisation Jungen Union – seit dem Wochenende in den sozialen Medien die Runde. Der für die fehlerhafte SPD-Anzeige in Mülheim zuständige Sozi hat seine Hand gehoben:

Wer Fehler sucht, der findet: Mittlerweile ist die WAZ, die den SPD-Fauxpas bekannt gemacht hatte, selbst auch schon zum Objekt des Spotts geworden:

Wahlkampf der Fehlersucher und Faktenchecker

Die kleine Duden-Affäre ist nur eines von vielen Beispielen. Wahlkampf ist Fehlersuche – besonders beim politischen Gegner. Nicht nur Journalisten, sondern auch Parteien suchen nach Versäumnissen, Patzern, Fehltritten und Falschbehauptungen bei anderen Parteien. Egal ob Plakat-Plagiat (CDU), Auto-Wechsel (Grüne) oder Mauer-Gate (FDP): Politiker überziehen die Konkurrenz mit Faktenchecks. In Tweets und Wahlkampfreden wird oft fast nur noch über die Defizite des Gegners gesprochen.

Am Ende (also schon am 14. Mai – es ist bald vorbei!) wird der Wähler entscheiden, welche fehlerhafte Partei er für das geringere Übel hält.

Faktencheck: In diesen Blogeintrag haben sich Fehler eingeschlichen. Mea culpa!

Über den Autor

Jahrgang 1974. Geboren im westlichen Münsterland. Ich berichte seit 2002 über Politik und News aus Nordrhein-Westfalen. Bis 2007 für die taz, danach knapp fünf Jahre als Korrespondent der Nachrichtenagentur ddp/dapd. Seit 2012 arbeite ich für den WDR.

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