Warum wir nicht von „etablierten Parteien“ reden sollten

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Warum wir nicht von „etablierten Parteien“ reden sollten

Kommentare zum Artikel: 26

Eine Phrase gehört zum Standardvokabular der Rechts-Populisten: die von den „etablierten Parteien“. Damit grenzen sie sich selbst ab – und mit einem Schlag alle anderen aus. Es wird ein handliches Paket geschnürt mit so unterschiedlichen Parteien wie SPD, CDU, FDP, Grünen, Piraten oder der Linken. Das zwingt höchst divergente Überzeugungen und Lösungsangebote in einen Parteienblock. Und auf der anderen Seite steht die kleine AfD: David gegen Goliath, die neue, frische Kraft gegen die Übermacht des abgenutzten Establishments. Das ist konfrontativ, grob und falsch. Populistisch eben. Und lässt die AfD als das erscheinen, was sie gerne wäre, aber mitnichten ist: die einzige Alternative gegen den Rest der Parteienwelt.

Welche NRW-Partei ist etabliert?

Allzu leicht übernehmen Journalisten, Politikwissenschaftler oder Wähler die Wendung von den „etablierten Parteien“. Auch ich habe sie schon gedankenlos benutzt. Aber was heißt das eigentlich: etabliert? Was macht das Parteien-Establishment aus? Bildet es die Machtelite in NRW? Wird diese Elite über Ämter definiert oder über Personen? Wenn die Tochter eines Straßenbahnfahrers und einer Schaffnerin Ministerpräsidentin wird, gehört sie dann zur Elite? Gehören alle Parteien in NRW außer der AfD zur Machtelite?

Kann die CDU, die in den vergangenen 26 Jahren lediglich fünf Jahre in NRW regierte, dazu gezählt werden? Ist die Jo-Jo-Partei FDP mit ihrem ständigen Existenzkampf um den Einzug in den Landtag Teil des Establishments oder der außerparlamentarischen Opposition? Sind die Piraten schon etabliert, weil sie im Landtag sitzen? Reicht dafür eine Legislaturperiode aus? Oder müssen es wie bei den Grünen, schon sechs Legislaturen und vier Regierungsbeteiligungen sein? Ist die Linke in NRW etabliert, weil sie Teil einer Partei ist, die in der DDR mal staatstragend war? Nein, all diese Parteien wollen partout nicht unter einen Hut mit dem Etikett „etabliert“ passen. Sie stehen für ein breites Spektrum von politischen Überzeugungen und Programmen.

„Altparteien“ ist auch nicht besser

Nicht viel besser ist es übrigens, stattdessen von „Altparteien“ zu sprechen, wie die AfD es macht. Damit greift der gleiche Mechanismus der Blockbildung und Ausgrenzung wie bei „etablierten Parteien“.  Zudem suggeriert der Begriff „Altparteien“, dass die AfD eine junge, unverbrauchte Kraft sei. Dabei steht sie in Wirklichkeit für die Ideen von Vorgestern.

Wir sollten aufhören, der AfD auf den Leim zu gehen und von „etablierten Parteien“ oder „Altparteien“ zu reden. Wenn wir Parteien kritisieren, sollten wir sie jeweils klar benennen.

Über den Autor

Kurze Haare trage ich, weil sich mir oft genug die Nackenhaare sträuben bei den vielen verschwurbelten Sätzen in Beschlussvorlagen. Eine Brille trage ich, damit ich bei all den Nebelkerzen, die gezündet werden, den Durchblick behalte. Und zu diesem Blog trage ich bei, weil ich trotzdem begeisterte Landespolitik-Reporterin für WDR.de bin.


26 Kommentare

  1. Reinhard Hoffmann am

    Abstrakt sind alle Etablierten, Erfahrenen genötigt die Wirtschaft zu fördern, respektive die Autoindustrien und Zulieferer am laufen zu halten. statt über neue Innovationen (Arbeiten) nachzudenken. Kostenfaktorene Arbeit werden in Billiglöhne gewandelt und subventioniert. Anstatt weiterhin Banken und Panama Papers etc. zu finanzieren, subventionieren wir die Billiglöhner mit Aufstockungen und alle (die Wirtschaft) sind zufrieden. – Was, wenn Wir da nicht mehr mitmachen ?

    • Reinhard Hoffmann am

      Wir gehen Arbeiten um Geld zu verdienen, nicht um uns die Zeit tot zu schlagen. – Einige grosskopferte Suffkoepfe brauchen einfach Subventionen !

  2. Ihr könnt machen was ihr wollt, wenn die Etablierten Altparteien nicht liefern, bekommt die AFD mehr Zulauf.
    Trump hatte keine Chance und hat diese überragend genutzt!
    Die Börsen sollten abstürzen und sie surften auf der Trump welle zu Allzeithochs!
    Wenn weitere Vorhersagen nicht zutreffen werden auch noch die letzten Bedenken zerstreut AFD zu wählen!!!
    Denkt mal darüber nach!

    • Vorhersagen sind meist das Papier nicht wert, auf dem sie getippt wurden. Und die etablierten Parteien liefern nicht, weil es Ihnen nicht möglich ist. In einer Welt wo der Roundtable of industrialists die Politik steuert, wo Bilderberger Konferenzen über die Führungskräfte in einer nicht mehr vorhandenen Demokratie, entscheiden, in so einer Welt haben Altparteien verrissen und das ist auch gut so…

  3. Frau Tenta, was qualifiziert Sie denn, so über die AFD und ihre Anhänger zu schreiben?
    Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie qualifiziert wir sind. Die Wenigsten von uns haben ein Laberstudium absolviert, sondern haben sich mit MINT Fächern auseinandergesetzt, kommen aus der freien Wirtschaft und nicht aus dem Beamtenapparat und gehören damit zu den tragende Säulen unseres Vaterlandes!

    Diplom Dummschwätzer, die in der Grundschule schon Mathe abgewählt haben können Demos, wir können Technik! Wer, oder besser was, ist denn zum Beispiel Claudia Roth?

    Machen Sie die Augen auf und werden Sie erwachsen!
    Gruß

    P.S.: jetzt muss ich schon beweisen, dass ich die Lösung der Summe 4 + 8 hinbekomme! Wahrscheinlich macht man diesen Schwachsinn, weil sonst kein Gutmensch zu Wort käme!?

    • Guten Tag rolf,
      ich habe niemandem eine Qualifikation abgesprochen.
      Der WDR stellt übrigens unter dem Kommentarfeld dumme Fragen, um Spam zu vermeiden. Es ist kein Wissenstest, sondern wir wollen Maschinen die Nutzung der Kommentarfunktion unmöglich machen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Sabine Tenta

    • Lieber Rolf,

      sich als Säule Deutschlands präsentieren, Mennschen mit anderen Meinungen pauschal als Dummschwätzer bezeichnen und dann das eigene Unwissen über ein CAPTCHA („wir können Technik!“) als persönlichen Angriff auffassen, fasst die Grundtendenzen der AfD so herrlich zusammen, dass ich diesen Kommentar gerne ausdrucken an Frau Roth schicken möchte.
      Diese braucht bestimmt etwas Aufmunterung, wenn sie ständig von überqualifizierten AfD Wählern wie Ihnen zurechtgewiesen wird.

      Gruß
      P.S.: 4x am CAPTCHA gescheitert weil die verdammten Gutmenschen Mathe in der Grundschule verboten haben..

      • Ob Sie Claudia Roth irgendwelche Kurznachrichten schicken, oder nicht… interessiert hier wirklich niemanden. Dass diese Frau völlig unqualifiziert und mit ihren Demonstrations Märschen „Deutschland Verrecke “ ganz knapp an Paragraphen 130 vorbeimarschiert ist, hat die ganze Nation gesehen… Wir sollten uns schämen, als angebliche Demokratie, solche Staatsfeinde als Politiker zu beschäftigen… und das können Sie gerne weiterleiten… wir werden bei den Bundestagswahlen sehen, ob wir den Sieg von Donald Trump in den USA, als deutsche Antwort darauf, bei der AFD noch toppen können… am Ende wird vielleicht sogar eine Koalition zwischen AFD und CDU daraus, mit Frauke Petry als Bundeskanzlerin. Wäre doch schön, mit Angela Merkel als Familienministerin😂😂😂

    • Diese Antwort sagt alles , aber warum verstehen das soviele nicht ?
      Die Autorin des Artikels ist doch Teil der Mainstream Presse und damit langer Arm des PARTEIENKARTELLS der etablieren Altparteien. Diese Autorin hat nicht begriffen , das sie am dem Ast sägt , auf dem wir ALLE sitzen .

  4. Nun, Frau Tenta, dann machen Sie doch eine Eingabe bei der Jury „Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres“, damit sich „Etablierte Parteien“ nicht auch noch im Standardvokabular der AfD-Anhänger festsetzt, pardon, etabliert.
    Ihre Überschrift, „Wir […] sollten“ ist eine unangebrachte Bevormundung Ihrer Leserschaft: (z. B.) „Warum ich nicht (mehr) von „etablierten Parteien“ rede“, wäre weniger anmaßend und überheblich. Denn: was „wir“ tun oder lassen „sollten“, bestimmt in Deutschland immer noch die Gesetzgebung und die Rechtsprechung – aber ganz sicher nicht Sie (im Speziellen) oder die Medien (im Allgemeinen)!
    Generell, mögen sich deutsche, öffentlich-rechtliche, Medien bitte daran erinnern, dass politisch-tendenziöse Berichterstattungen (wie etwa auch: Clinton=gut, Trump=schlecht) weder deren Auftrag noch der journalistisch gebotenen Objektivität entsprechen.
    Die AfD wird vielleicht ihren Weg gehen bzw. sich auch „etablieren“, vielleicht auch nicht!? Beeinflussen können Sie, Frau Tenta, dies jedoch nicht; völlig egal, was und wie oft Sie noch gegen diese Partei schreiben!
    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

    • Öffentlich-rechtliche Sender haben in Deutschland die Aufgabe, _ausgeglichen_ zu berichten. Es ist nicht möglich, alles objektiv darzustellen. Allein über die Themenauswahl findet eine Bewertung statt und Nachrichten können nunmal nicht 48 Stunden des Tages in Anspruch nehmen 😉 Und wenn der WDR plötzlich „neutral“ z.B. über Terroranschläge berichten würde, gäbe das wohl zu recht einen Aufschrei. Einen bestimmten Grundkonsens gibt es wohl. Und die Außenpolitik des Milliardärs Trump dürfte wohl kaum positive Auswirkungen für Deutschland haben (wirtschaftlich, militärisch), daher kann ich gut nachvollziehen, wenn eine deutsche Redaktion ihn eher kritisch sieht.

  5. Wenn man sich auf der einen Seite eben die als Altparteien gekennzeichneten und auf der anderen Seite eben die AfD anguckt, – beide unter dem Gesichtspukt ihrer Inhalte – dann muss man wirklich anerkennen, dass die AfD eher zu den Altparteien zählt und die Piraten die ist, die als jugendlich, frisch und dynamisch bezeichnet werden kann.

    • 😂😂😂😂 die Piraten sind zum Glück schon seit langer langer Zeit kein Thema mehr, jung dynamisch mit Hang zur Bedeutungslosigkeit?…

  6. Zunächst einmal bin ich sehr erfreut, dass ich in einem Medium, welches ich mit meinen Gebühren zwangsfinanzieren muss, endlich mal wieder meine Meinung veröffentlichen kann. Meistens ist das ja leider nicht möglich, weil der WDR dann zur Kenntnis nehmen müsste, dass die von ihm veröffentlichte Propagandameinung nicht der öffentlichen Meinung entspricht. Das sieht man auch wieder gut an den Kommentaren vor mir.
    Nun aber zum Thema: Die Bürgerinnen und Bürger interessiert nicht, ob eine Partei als etabliert gilt oder nicht. Sie erwarten, dass sie die Probleme lösen, die wir durch die ungehinderte und rechtswidrige Migration von tausenden Kriminellen in unser Land und unsere Sozialsysteme haben.
    Von den Regierenden und der Opposition werden sie dabei enttäuscht und/oder belogen. Es wird relativiert, geleugnet und verschwiegen, was das Zeug hält. Davon haben die Bürgerinnen und Bürger die Nase voll. Und linkspopulistische Medien wie der WDR mischen dabei munter mit.
    Im Übrigen sind die Ideen von gestern nicht pauschal schlecht, nur weil sie vermeintlich bereits vor langer Zeit geäußert wurden. Damals allerdings von der CDU, als die noch die Interessen der einheimischen Bevölkerung im Blick hatte.

  7. Man muss sich über eins im Klaren seien, Niedriglohn, Altersarmut und Finanzkrise sind nicht vom Himmel gefallen. Das war Konsequenz politischen Handelns, in Deutschland der Parteien RotGrünSchwarzGelb; so sage ich das oft in Foren. Bis auf etwas Feinjustierung hat sich bis heute nichts an der Politik geändert, egal in welcher Farbkombination. Populismus ist für mich nichts negatives mehr, Reform bedeutet für mich nicht mehr Verbesserung sondern Lohn- und Rentensenkung. Bezeichnungen sind für mich zweitrangig. Mit dem Begriff etablierte Parteien sind die Verantwortlichen gut bedient, als Zuspitzung sage ich auch oft Armutsmacher. Wichtig ist, dass Wähler in der Demokratie auch Konsequenzen ziehen, in den USA hat das der Wähler gemacht

  8. Bin mal gespannt ob von den AFD-Hörigen noch was kommt. Eigentlich haben die alle ihre Platitüden, Phrasen und Vorurteile schon zum Besten gegeben. Habe köstlich gelacht über so viel schlichtes Gedankengut. Aber die paar Rechtspolulisten haben eben wenig Argumente aber viel vor. Hatte ein Herr Schill in Hamburg auch einmal, heute macht er sein Leben seienm politischen Niveau angepasst.

  9. Martin Nolden am

    Als etabliert bezeichnen sich wohl am ehesten die Parteien, die schon lange ins Parlament gewählt werden. Die jüngsten Entwicklungen zeigen allerdings auf, dass dies kein Grund zur Überheblichkeit sein sollte und viele Politiker dies geflissentlich in „ihrem“ Kosmos nicht wahrhaben wollen. Die Quittungen folgen dann prompt und die erworbenen Pfründe können dann nicht länger verteidigt werden und bieten Platz für Neuentwicklungen, die in 2016 in Ihrer Geschwindigkeit kaum zu steuern sind.
    Daher gibt es auch keine Politikverdrossenheit, sondern eher eher ein PolitikERverdrossenheit, insbesondere über die mit Selbstbedienungsmentalität.

  10. heinzb aus nrw am

    „Die Presse ist ein Erziehungsinstrument, um ein 82-Millionen-Volk in eine einheitliche Weltanschauung zu bringen.“, Eine Gleichschaltung der Medien , was noch fehlt, ist ein Schriftleitergesetz, vermute ich. Andersdenkende werden selektiert und stigmatisiert, ausgegrenzt und diffamiert , um den Machterhalt der Altparteien zu sichern, lässt sich vermuten nach den Gegebenheiten ?

  11. karl-heinz mayer am

    wieder typisch „lügenpresse“ eben, flach, parteiisch, einfältig ! … ….also wenn populisten nur „rechtspopulisten“ sein können, ist ja der staatsrundfunk, die linke, ja jedermann „aus dem schneider“ , solange er das „migrationsprogramm“ der merkel teilt ! und das ist sehr einfach lieber WDR ! …denn das estabishment kann auch ein total überbezahlter fernsehmoderator sein (was weiß ich, ob dessen eltern „straßenbahnschaffner waren“ oder dem „gehöbenen bürgertum“ !! entsprangen ! , establishment sind u.a. leute und gruppen, die zuerst über das geld, das einkommen, oder die „würde des amtes“ aus dem volk herausgehoben – letztlich das volk verraten ! meist sogar – in guter absicht – wie das establishment stets behauptet, im sinne von „gutem ton“ …haltung und abgrenzung ! wer von populisten spricht, klassifiziert einen teil des volkes als minderwertig (für wen wären sonst die populisten da ?) ! ….natürlich haben wir auch etablierte parteien, oder „bilderberger-leute“ also die „creme de la ….!! „.der WDR ist zu einfach gestrickt, wir wollen ein „bildungsland“ sein, aber bildung kann doch nicht das sein, was unsere politik und deren einheitspresse vorgeigt ! ;-(

  12. Heimatlos seit 1982

    Mit der Meuterei der FDP, im Jahre 1982, ist mein Vertrauen in die Politik bzw. in die Politiker erschüttert. Durch ein „Konstruktives Misstrauensvotum“ (ein verharmlosender Begriff), verlor die BRD den, meines Erachtens, besten Kanzler der Nachkriegszeit (Helmut Schmidt).
    siehe: https://www.welt.de/kultur/history/article108736604/Als-Schmidt-stuerzte-zog-Scheel-die-Strippen.html

    Helmut Schmidt’s klare Analysen (auch nach seiner aktiven Zeit), bei der Beurteilung komplexester Probleme, haben mich nachhaltig zu tiefst beeindruckt (weil brillant). Für mich ist eine klare Analyse die notwendige Bedingung für eine gute, weil nachvollziehbare, Politik. Logische Schlussfolgerungen sind die Folge und führen zu widerspruchsfreien Maßnahmen.

    Genau das ist es, was gerade gegenwärtig fehlt -> die Widerspruchsfreiheit!

    Auf genau diese Feststellung gehe ich später noch einmal ein!

    Mit Helmut Kohl, ging es sukzessive bergab. Die überfallartig, ungeplante und überfallartig durchgeführte „Wiedervereinigung“ mit Ostdeutschland hat mich angewidert. Nur um seine eigene Macht zu sichern, hat Helmut Kohl „blühende Landschaften“ versprochen, die Kosten herunter gespielt [an dieser Stelle war sogar Lafontaine ehrlicher (damals noch SPD)] und erinnern wir uns an sein Versprechen, dass der Solidarpakt (eine unverschämte Steuererhöhung) nur für ein Jahr gelten sollte.

    siehe: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13680675.html

    Helmut Kohl war das krasse Gegenteil von Helmut Schmidt; nur der Vorname war gleich. Er handelte ausschließlich aus dem Bauch heraus, war extrem Machtbesessen und er verhedderte sich ständig in Widersprüchen!

    Mit einer kurzen Unterbrechung (Gerhard Schröder 1998 – 2005 mit der mutigen Agenda 2010), schloss sich die „Ära“ Angela Merkel nahezu nahtlos an. Politik war ab dem Zeitpunkt (2005) nur noch Schaulaufen oder besser ein „Eiertanz“. Heute so zu tun, als sei die Merkelsche Politik modern & weitsichtig, ist schon ein starkes Stück. Es gibt für mich mittlerweile kein politisches Feld (Außenpolitik, Europapolitik, Energiepolitik, Bildungspolitik, Integrationspolitik usw. usw.), wo ich die politisch Handelnden auch nur ansatzweise verstehe!

    Menschen wie ich, unmodern natürlich, haben eine Lehre gemacht und über den 2. Bildungsweg ein Hochschulstudium im naturwissenschaftlichen Bereich absolviert. Danach haben wir eine Familie gegründet, sind arbeiten gegangen und haben unsere Steuern bezahlt. Wir waren und sind ein Teil von „Made in Germany“, wir verkörpern regelrecht diese Marke!

    Nein, wir haben keine Zeit gehabt, auf die Straße zu gehen. Wir haben nicht den Sinn darin gesehen, gegen alles und jeden zu demonstrieren…wir haben geschafft (wie der Schwabe sagen würde), spießig wie wir sind und waren. Während dessen haben gelitten unter all den politischen Fehlentscheidungen, bis, ja bis das Maß voll war!!!

    Die rote Linie ist überschritten und das Ergebnis ist die AFD von 2015!

    Wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir uns entscheiden müssen, ob wir diesen Weg weiter gehen wollen, oder eben nicht!

    Es ist eben falsch, anzunehmen, dass die Integration von Wirtschaftsimmigranten oder tatsächlich notleidenden Flüchtlingen das alles überragende Thema ist. Es war der berühmte letzte Tropfen. Das was jetzt kommt, ist mit Worten nicht zu beschreiben!

    und noch etwas: blinder Aktionismus, wie Rentenerhöhung, wie müssen was gegen Armut tun etc. greifen ins Leere!

    Gruß an die Redaktion

  13. Hier der erste Widerspruch!

    In Marrakesch findet die dritte Wiederholung eines Events statt. Da man schon in Kyoto war und die allermeisten Teilnehmer, Europa und Südamerika schon rauf und runter bereist haben, stand dieses Mal Marrakesch als „Place of the world“ auf dem Programm; warum auch nicht…man gönnt sich ja sonst nichts!

    Wenn man sich die Teilnehmerzahl vor Augen führt, und wohl kaum davon auszugehen ist, dass alle mit dem Fahrrad gekommen sind, kann man hochrechnen, wie viele Tonnen CO2 in die Erdatmosphäre gelangt sind … die man ja eigentlich dringend vermeiden will! … von Reisekosten und fortlaufende Gehalts- und Spesenzahlungen mal ganz abgesehen!

    Aber….wer kontrolliert die Effizienz (Aufwand zu Nutzen?)!

    Nun aber zum eigentlichen Thema: „Erderwärmung bzw. Klimawandel“

    Wir müssen uns nicht streiten darüber, was die Ursachen sind…das ist müßig und führt nicht wirklich weiter, da die Einsparung von Kohlenwasserstoffen immer richtig ist (Energie ist endlich), ob als Erdöl, Erdgas oder Kohle. Damit ist der Effekt immer gleich, auch wenn die Motivation eine andere ist, wir sparen CO2 ein (Punkt).

    Also, noch einmal die Frage: „wo für brauchen wir Kyoto, Paris oder Marrakesch?“

    Statt sich über das leidige Thema: „CO2 Minimierung“ die Köpfe heiß zu reden, sollte man die eigentliche Ursache (für alle Probleme dieser Welt) in den Blick nehmen! Unsere Erde hat einen Durchmesser von ca. 13.000 km, daraus ergibt sich eine Erdoberfläche von 531 Mio. km²

    davon 1/3 Festland

    – davon 1/3 unbewohnbar (Wüsten, Nord – und Südpol etc.)
    – davon 1/3 Wald
    – davon 1/3 erschließbar (1/3 für Industrie, 1/3 Nahrung und 1/3 für Städte und Dörfer)

    -> 1/3^3 = 1/27 (ca. 3%) der Erdoberfläche ist für Städte und Dörfer vorgesehen.

    Was machen wir, wir vermehren uns, vermehren uns, vermehren uns….was für ein Wahnsinn!!

    Im 19. Jahrhundert haben wir die 1 Milliarde überschritten, jetzt nähern wir uns der 8 Milliarden Schwelle! Alle anderen Probleme sind von sekundärer Bedeutung … wir müssen was tun!

    …und was tun wir, wir reden uns die Köpfe heiß, ob Steinmeier der richtige Präsident wäre … und, dass es keine alternative zu MulitKuliti gibt, wow!

    Gruß an die Redaktion

  14. Liebe Sabine,
    eigentlich ist ja schon fast alles gesagt. Aber wer hat unsere derzeitige, politische Situation verursacht? Es waren doch die etablierten Parteien!
    Sie haben den Karren in den Dreck geschoben und sind jetzt mit ihrem Latein am Ende.
    Sie haben Recht Sabine. Es geben keine „Etablierten oder Altparteien“.
    Ich bezeichne diese Menschen als Polemiker.
    Denken Sie ernsthaft das diese Polemiker wie bisher weitermachen sollten!?
    Wer Wind sät wird Sturm ernten. Das waren die Polemiker, allen voran die moralische Imperialistin Angela Merkel.
    Nein, die Flüchtlingsfrage war keine Bauchentscheidung von der Polemikerin Frau Merkel, denn sie spricht von einer historischen Gelegenheit.
    Die Polemiker werden an ihrer Flüchtlingspolitik scheitern und an der Wahlurne abgestraft, wie die vermeintlichen USA – Demokraten durch Donald Trump.

    Jedem der über die AFD schimpft, empfehle ich, sich mal mit den Satzungen und Richtlinien der Partei auseinander zu setzen und nicht das nachzuplappern, was ihnen von den instrumentalisierten, öffentlichen Medien suggeriert wird.
    Die AfD hat Lösungen anzubieten, bessere wie die der Polemiker.
    Zu der alternativlosen Politik der Frau Merkel bin ich der Meinung das wir sehr wohl eine Alternative haben.
    Die Alternative für Deutschland. Die AfD.

    Mfg.

  15. `Warum wir nicht von „etablierten Parteien“ reden sollten´, ist natürlich schon vom Ansatz her nicht richtig. Eine Aussage ist weder `Wahr noch Falsch´ – wenn Gesinnung dazu kommt. Ihr `Captcha´ erkennt auf den ersten Blick auch nur `Wahr oder Falsch´. Wenn die Erkennung von Gesinnung oder Nutzer unsichtbar mitverarbeitet wird, z. B. durch eine Trolldrossel wird für den Nutzer der Zugang erschwert oder vollständig unterbunden – an der Aussage `Wahr noch Falsch´ ändert sich aber nichts.
    ~
    „Etablierten Parteien“, macht die Gesamtheit der parlamentarischen Schwierigkeiten nur bedingt sichtbar – der Begriff: `Einheitspartei´ umso klarer. Wo immer wir in 2016 stehen, wir haben es genau dieser Einheitspartei zu verdanken.
    ~
    AfD und Grüne zählen da natürlich auch dazu. Die Einen kommen aus der Rechten Schwarzen Ecke der CDU, die Anderen aus der Roten Linken Ecke der SPD. Mit der AfD kann man vielleicht die CDU etwas beeinflussen, ebenso wie man mit den Grünen die SPD etwas beeinflussen kann, was weder Mensch, Bevölkerung noch Land hilft, sondern einzig den politisch Eingebundenen. Welche Lösung gibt es? Mit der Einheitspartei gibt es die 1949-2016 Lösung, daran ändern schon gar nicht Wahlen. Die Menschen müssen Selbst was tun.
    ~
    Olaf Walter (56), Tuttlingen

  16. Das ist ja mal Quatsch. Ich habe eben geschaut, wann ich „etablierte Parteien“ zum ersten Mal in meinem Blog verwendet habe. Das war am 29.3.2012, drei Monate nachdem ich den Blog gestartet habe, in einem Artikel über die Piratenpartei. Da gab es die AfD noch überhaupt nicht. Wie also konnte ich der AfD auf den Leim gehen, wenn es sie nicht mal gab?

    Ich bitte daher um eine Erklärung.

    Übrigens ist „etabliert“ nicht negativ konnotiert, anders als z.B. „Systemparteien“ oder „Altparteien“. Insofern gibt es überhaupt keinen Grund, den Begriff „etablierte Parteien“ zu meiden. Und etabliert sind Parteien dann, wenn sie mehrfach in Regierungsverantwortung waren. Die Linke z.B. in Berlin oder Brandenburg oder die CSU in Bayern. Meinerseits bin ich Mitglied in der altehrwürdigen und auf ihre über 150-jährige Tradition zu Recht stolzen SPD.

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