“Wir bleiben so lange, bis Frieden ist”

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“Wir bleiben so lange, bis Frieden ist”

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Erst war die kleine Zeltstadt vor dem Landtag, jetzt ein paar hundert Meter weiter am Rheinufer. Was ist das? Das Friedenscamp! Friede den Hütten, Krieg den Palästen? Protest, Mahnwache, Montagsdemo, wofür, wogegen?

Marcel, der im Zelt sitzt, sagt: “Wir wollen Klarheit, wir wollen die Wahrheit, nur so kann man Frieden bekommen, innen und außen.” Auf einer Pappe steht: “Objektive Berichterstattung in den Medien!”

Friedenscamp, Bildrechte: WDR/Flamm

Was heißt das? Marcel: Wir wollen die Wahrheit wissen, neben dem ganzen Unsinn der veröffentlicht wird, auch im Netz. Was ist wirklich los in der Ukraine, welcher Fernsehmoderator steht auf welcher Payroll, wer liefert Waffen wohin, was ist los in Gaza?

Wer seid ihr? Marcel: Keine Partei, keine Organisation. Wir sind alle Frieden, ganz normale Leute, Handwerker, Studenten, Hartz 4, Fußpflegerin, Eventmanager, Selbstständige, für den Moment ausgestiegen. Habe Mobilfunkverträge verkauft, werde jetzt Yogalehrer. Die meisten haben Jobs, geschlafen wird zuhause.

Transparent am Friedenscamp, Rechte: WDR/Flamm

Wie lange bleibt ihr? Marcel: Solange bis Frieden ist. Es gibt eine unbefristete Genehmigung der Stadt. Und warum sitzt ihr nicht mehr vor, sondern neben dem Landtag? Marcel: Weil wir hier besser mit den Leuten ins Gespräch kommen, Bummler haben mehr Zeit. Roter Teppich auf grünem Rasen – eine Einladung.

Viele Info-Flyer, Webadressen, Netzwerk eben. Auch die DFG-VK ist dabei, die deutsche Friedensgesellschaft. Es gibt sie wohl noch. Leute aus dem Landtag haben Kuchen vorbeigebracht. Es gibt auch eine improvisierte Küche. Was fehlt, ist ein Dixie-Klo. Friedensbewegung Düsseldorf steht auf einer Pappe. “WIR! Rufen auf zum friedlichen Wiederstand”, auf einem Flyer. Und: “Ihr Politiker – erfüllt unseren Wählerwillen.” Und das John Lennon Zitat: “You may say I’m a dreamer…”

Träumer? Spinner? Gefällt mir – irgendwie.

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Mittlerweile darf ich mit Armin Laschet den sechsten Ministerpräsidenten erleben. Das ermöglicht Überblick und Vergleiche. Seit Johannes Rau konnte ich alle Regierungschefs- und Chefinnen aus der Nähe beobachten: Wolfgang Clement, Peer Steinbrück, Jürgen Rüttgers und Hannelore Kraft. Ein Kommen und Gehen. Als Korrespondent für Landespolitik nah dran zu sein ist spannend. In der Landeshauptstadt läuft Politik auf Tuchfühlung. Und es gibt Blicke in die Kulisse, auch dahin, wo die vermeintlich Mächtigen schwächeln oder doch nur mit Wasser kochen. Aufstieg und Fall liegen manchmal dicht beieinander. Zuständig bin ich für die Schul- und Familienpolitik, für Arbeit, Gesundheit und Soziales und die Grünen als Partei.

2 Comments

  1. Wirklich, in meinen Augen sind das sind Spinner… Vielleicht sollten sie in die Gebiete reisen, wo Frieden immer noch ein Fremdwort ist. Aber hier im demokratischen Raum mit so wenig Aufwand den bekennenden Gutmenschen herauskehren – das ist doch geradezu typisch für derartige Applaussammler…

  2. Für den Frieden demonstrieren ist sicherlich eine gute Sache. In Bezug z.B.auf die Ukraine, ist das in Deutschland der falsche Platz. Sie sollten dann lieber ihre Zelte auf dem” Roten Platz” in Moskau aufbauen.
    Mir kommt das Ganze sehr fadenscheinig vor und sollte sehr kritisch beobachtet werden.

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