COSMO liest Spezial: Literatur gegen Willkür – Köln // 16. & 17.10.18

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COSMO liest Spezial: Literatur gegen Willkür – Köln // 16. & 17.10.18

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Krieg, Terror, Flucht, Vertreibung – Syrien ist für die meisten SyrerInnen eine Katastrophe ohne Ende. Wie kann man das verkraften und verarbeiten? Und vielleicht sogar machmal Licht am Ende des Tunnels sehen?

Mit den Mitteln der Literatur, zum Beispiel. In Krisenzeiten blüht die Literatur auf, das ist fast überall so, auch in Syrien. Syrische SchriftstellerInnen schreiben auf, was ihnen und anderen widerfahren ist: Sie suchen nach künstlerischen Mitteln, um das Unbegreifliche spürbar zu machen. Und sie schreiben an gegen die Willkür, die den SyrerInnen widerfährt, mit allen Kräften.

“Literatur gegen Willkür”: Wir präsentieren im Rahmen von “COSMO liest live” zusammen mit dem Verein der Förderer deutscher und syrischer Kultur e.V.” zwei Lesungsabende, bei denen bekannte syrische Exilschriftsteller zu Gast sein werden, die es an die verschiedensten Orte in Europa verschlagen hat: Yassin al-Haj Saleh, Hamed Abboud, Omar Kaddour und Ghayath Almadhoun. Die Lesungen finden am 16. und 17. Oktober statt – jeweils um 19 Uhr im Kleinen Sendesaal des WDR Funkhauses.

Yassin al-Haj Saleh
geboren 1961 in Raqqa, syrischer Autor, Intellektueller und Dissident aus Damaskus. Er war sechzehn Jahre lang politischer Gefangener im gefürchteten Gefängnis von Tadmur/Palmyra. Er schreibt für zahlreiche arabische Magazine und Zeitungen. Zu seinen Publikationen zählen: Syria in theShadow: Looks inside the Black Box (2009), Deliverance or Destruction: Syria at a Crossroads (2014). 2012 wurde ihm der Prince Claus Award verliehen.

Hamed Abboud
geboren 1987 in Deir Ez-Zor, syrischer Autor. 2012 Veröffentlichung des ersten Gedichtbands »Der Regen der ersten Wolke« im Verlag Arwad Publishers International, 2015 Verleihung des Jean-Jacques-Rousseau-Stipendiums, 2017. Veröffentlichung von »Der Tod backt einen Geburtstagskuchen«. Nominiert für den renommierten »Internationalen Literaturpreis«, der vom Berliner »Haus der Kulturen der Welt« vergeben wird.

Omar Kaddour
geboren 1966 in Aleppo, syrischer Lyriker und Schriftsteller. Bisher erschienen zwei Lyrikbände und vier Romane von ihm. Auf Deutsch erschien von ihm ein Auszug aus seinem Roman »Raue Kanten« im Rahmen des Projekts Midad des Goethe-Instituts. Mitautor von »Syrien – der schwierige Weg in die Freiheit« herausgegeben von Larissa Bender. Omar Kaddour schreibt regelmäßig für verschiedene arabische Zeitungen und Magazine.

Ghayath Almadhoun

geboren 1979 in einem Flüchtlingslager in Damaskus, palästinensisch-syrischer Dichter. Er studierte Arabische Literatur in Damaskus und veröffentlichte vier auf Arabisch verfasste Gedichtbände. Seit 2008 produziert er Poetry Filme und lebt als Lyriker in Stockholm. Dort publizierte er zuletzt »Till Damaskus« (2014) gemeinsam mit der schwedischen Autorin Marie Silkeberg. Ghayath Almadhouns Texte werden zurzeit in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Karten gibt´s kostenlos, und zwar hier!!

Die deutschen Texte liest Jörg Hustiak aus dem WDR-Sprecherensemble. Die Übersetzerin und Publizistin Larissa Bender, die sich in der syrischen Literatur auskennt wie wenig andere, wird ebenfalls anwesend sein und ein paar Hintergrundinfos geben. Moderation: Ulrich Noller.

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