Insel-Lektüre (11): „Unsichtbare Tinte“ von Patrick Modiano

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Insel-Lektüre (11): „Unsichtbare Tinte“ von Patrick Modiano

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Wer bin ich – und wie wurde ich zu dem, der ich geworden bin? Und: Welche Bedeutung hatte dabei der Einfluss von anderen, die Begnungen mit ihnen? Aber auch: die Begegnungen, die nicht stattfanden, zumindest nicht bewusst … Fragen, um die der schmale Roman „Unsichtbare Tinte“ von Nobelpreisträger Patrick Modiano in Form einer (fast) metaphysischen Detektivgeschichte kreist. Eine leichte, luftige, spielerische Lektüre, die doch gravierend ist. Und, ja, existenziell: Das Sein als eine Frage der Erinnerung, geprägt aber auch durch das, was man nicht erinnern kann, weil man gar nicht realisierte, dass es geschah. Zum Beispiel eine Begegnung mit einem Menschen, nach vielen Jahren, dem man irgendwann unbewusst schon begegnet ist, möglicherweise zumindest. „Wer noch nie einen Roman des Nobelpreisträgers Patrick Modiano gelesen hat, sollte jetzt damit anfangen“, so bewirbt der Roman dieses Buch, das Anfang des Jahres erschienen ist. Und ja, das stimmt – „Unsichtbare Tinte“ kann man gut als Einstieg und Zugang lesen, zum reichhaltigen Werk dieses wichtigen europäischen Schriftstellers, ein Roman zum Anfixen. (Übersetzt von Elisabeth Edl, Hanser Verlag, Euro 19,–)

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