Lesenswerte Romane insbesondere aus Lateinamerika: Der neue „Weltempfänger“

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Lesenswerte Romane insbesondere aus Lateinamerika: Der neue „Weltempfänger“

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Und folgendes gibt´s erstmal dazu zu sagen:

„Diesen Sommer haben wir viel Literatur aus Lateinamerika auf der 39. Litprom-Bestenliste »Weltempfänger«. Gleich drei Argentinier*innen erzählen ganz unterschiedliche Geschichten: ein leichter Coming-of-Age Roman, daneben verstörende Erzählungen über geisterhaft leere Häuser und zuletzt ein Detektivroman, voll von Genrereflexionen. Ein Roman aus Mexiko erzählt uns vom Alleinsein in der Fremde. Den ersten Platz belegt allerdings ein Syrer mit seinem Plädoyer für das Menschsein und die Individualität vor dem Hintergrund der Katstrophe. Empfohlen werden zudem ein ägyptischer Roman über die gelangweilte Oberschicht der Nasser-Revolution in den 1950ern sowie ein Roman aus der Dominikanischen Republik, dessen Lektüre einem Trip gleicht.

Auf Platz 1 erzählt »Ein Raubtier namens Mittelmeer« von Ghayath Almadhoun in Gedichten von Menschsein und Individualität vor dem Hintergrund der Katastrophe seines Landes. »Snooker in Kairo« von Waguih Ghali auf Platz 2 erschien im Original bereits 1964 und erzählt vom Leben nach der Nasser-Revolution. Platz 3 belegt Guadalupe Nettels Roman »Nach dem Winter«, eine Geschichte zweier Menschen, die in New York und Paris vereinsamen. »Richtig hohe Absätze« von Federico Jeanmaire auf dem vierten Platz erzählt eine federleichte Coming-of-Age Geschichte zwischen Argentinien und China. Genderfragen und Ökologie, lateinamerikanische Geschichte, Mythos und Moderne: All diese Dinge machen die Lektüre von Rita Indianas »Tentakel« auf Platz 5 schließlich zum Trip. Auf Platz 6 erzählt Samanta Schweblin in »Sieben leere Häuser« davon, wie das Unbewusste zur Tat wird. Und auf Platz 7 wird der Journalist in Marcelo Figueras »Das schwarze Herz des Verbrechens« vom neutralen Beobachter zum Gerechtigkeitskämpfer.“

(Quelle von allem: litprom e.V.)

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