Das Prozess-Tagebuch

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Das Prozess-Tagebuch

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Die Angehörigen der 21 Todesopfer und die mehr als 650 Verletzten und Traumatisierten mussten lange auf diesen Tag warten. Am 8. Dezember 2017 beginnt der Strafprozess zur Duisburger Loveparade-Katastrophe – mehr als sieben Jahre danach.

Dies ist das Tagebuch zum Strafprozess, mit dem die Verantwortlichen der Loveparade-Katastrophe zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Neben der aktuellen Berichterstattung im WDR Fernsehen, in Radio und Internet wollen unsere Reporter hier mit persönlichem Blick das Geschehen im Gerichtssaal dokumentieren. An jedem einzelnen Prozesstag werden sie einen Tagebuch-Eintrag verfassen – bis zur allerletzten Verhandlung, die vielleicht erst 2019 oder 2020 stattfindet.

Hier wird es nicht um juristische Fach-Kommentare gehen, sondern um Beobachtungen und Einschätzungen aus journalistischer Perspektive. Das Prozess-Tagebuch soll Hintergründe und Analysen bieten und vor allem Raum für die Menschen, um die es in diesem Prozess geht.

Kein normaler Prozess

Vieles am Loveparade-Prozess ist ungewöhnlich: Dass er erst so spät und nach langem Ringen der Justiz möglich wurde. Dass die Richter unter Zeitdruck stehen wegen der drohenden Verjährung im Jahr 2020. Und dass auf der Anklagebank Personen fehlen, die in der öffentlichen Wahrnehmung als eigentlich Zuständige und Verantwortliche für die Großveranstaltung gesehen werden. Auch dass der Prozess des Landgerichts Duisburg in der Messe Düsseldorf stattfindet, weil in Duisburg kein Gerichtssaal zu finden war, der groß genug gewesen wäre.

Wir wissen nicht, welchen Verlauf dieses Mammutverfahren nehmen wird. Aber unsere Reporter werden an jedem Prozesstag da sein. Wir freuen uns auf Ihr Interesse.

Über den Autor

Jahrgang 1974. Geboren im westlichen Münsterland. Ich berichte seit 2002 über Politik und News aus Nordrhein-Westfalen. Bis 2007 für die taz, danach knapp fünf Jahre als Korrespondent der Nachrichtenagentur ddp/dapd. Seit 2012 arbeite ich für den WDR.

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