Abenteuer! und anderes… – “Cosmo liest” mit Antonin Varenne

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Abenteuer! und anderes… – “Cosmo liest” mit Antonin Varenne

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Von der lit.Cologne: Antonin Varenne und sein grandioser Roman “Äquator” – im Rahmen von “Cosmo liest”

Wenn mitunter von einer Renaissance des Abenteuerromans die Rede ist, dann ist damit – vor allem auch – Antonin Varenne gemeint. Der Franzose, geboren 1973, schreibt Krimis – und eben Abenteuergeschichten. So wie den grandiosen Roman “Äquator” (C. Bertelsmann, übersetzt von Michaela Meßner, Euro 20), den er in diesem Jahr bei der lit.Cologne vorgestellt hat.

Wobei – “Abenteuer”, das trifft es nicht ganz. Varenne ist einer, der die Genres mixt, zum Abenteuer kommen (Polit-)Thrillerelemente hinzu und natürlich solche des Westens. Natürlich – weil der Roman im 19. Jahrhundert angesiedelt ist, in den USA, im Wilden Westen, kurz nach dem Ende des Bürgerkriegs. Pete Ferguson, Outlaw und Deserteur, wird als Mörder, Brandstifter und Räuber gesucht. Er ist der Flucht, und die führt ihn, das Abenteuer, durch halb Lateinamerika und zurück, auf der Suche nach dem sagenumwobenen Äquator. Ferguson sucht nicht irgendwas, sondern die Freiheit, die im nur vermeintlich “wilden” Westen längst verloren gegangen ist; am Äquator, hofft er, könnte das zu finden sein, was er sich wünscht. Ein abenteuerlicher Western also, der nicht “nur” in die Zeit damals entführt, sondern auf der Fährte grundlegender, grundsätzlicher Themen ist.

Ihm sei es unter anderem auch darum gegangen, sagte Varenne bei der Lesung in Köln, dem amerikanischen Traum nachzuspüren – der, so seine Erkenntnis, im Grunde schon damals nurmehr eine Illusion, ein Mythos war. Wie auch immer: ein fulminanter und rauher Stoff, der einen in den Bann zieht. Dann zumindest, wenn man bereit ist, auf Zeitreise zu gehen. Wer das nicht möchte, dem sei der letzte Krimi von Varenne nochmal empfohlen: “Die Treibjagd” (Penguin, Euro 10, übersetzt von Susanne Röckel), eine Geschichte der Gegenwart, die ins Massif Central in Frankreich führt, wo mehrere Waldbesitzerfamilien in epischem Clinch liegen, auch eine großartige Geschichte.

Weitere Lesungen mit Szcepan Twardoch, Virginie Despentes und Melanie Raabe werden wir in der Urlaubszeit im August ausstrahlen. Details folgen. Die Lesung mit Melanie Raabe aus ihrem neuen Roman “Der Schatten” findet zum Erscheinen in der Buchhandlung Neusser Straße in Köln-Nippes statt. Wer bei der Premerie am 25. Juli ab 19.30 Uhr dabei sein will, ist herzlich willkommen – Karten für 10 Euro gibt´s bei der Buchhandlung. (Telefon 0221.737706) Und hier auf der Seite der Buchhandlung finden sich noch ein paar weitere Informationen dazu.

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