Das kranke Schweinesystem

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Das kranke Schweinesystem

Kommentare zum Artikel: 2

Ist die Fleischindustrie überhaupt noch zu retten? Mal wieder werden unhaltbare Zustände bekannt, das System mit Leiharbeitern aus Südosteuropa ist mehr Ausbeutung als geregelte Arbeit, der Arbeitsschutz des Landes schlägt die Hände über den Kopf zusammen, die gesamte Branche entwickelt sich immer mehr zum Pandemie-Treiber schlechthin und da haben wir noch nicht über das Tierwohl gesprochen. Was kann die Politik hier überhaupt noch machen? Das diskutiert Christoph Ullrich mit Katharina Adick und Tobias Zacher.

Über den Autor

Geboren 1980, aufgewachsen am linken Niederrhein, im WDR seit 2006 als Nachrichtenmann und politischer Berichterstatter unterwegs. Aktuelle Schwerpunkte bei der AfD, der Hochschulpolitik und der Sportpolitik im Land. Und sogar mit eigenem landepolitischen Podcast.

2 Kommentare

  1. Vielleicht darf man trotzdem mal fragen, weshalb die Arbeiter aus Osteuropa dennoch kommen, um hier zu arbeiten? Vielleicht, weil es sich für sie lohnt? Arbeiterführer Laumann wird jetzt aber alles zum Guten wenden. So viel ist sicher. Ganz so sicher ist aber nicht, daß die Arbeiter bei Tönnies wirklich “Pandemie-Treiber” gewesen sind. Oder hat schon mal jemand gefragt, wie viele von den Tönnies-Arbeitern krank waren? Nein, das interessiert nicht. Weil es da auch nicht viel zu berichten gegeben hätte. Der Weltuntergang im Kreis Gütersloh ist ausgeblieben, und doch ist nichts mehr so, wie es vorher war. Siehe die Reisebeschränkungen für Menschen aus dem Kreis Gütersloh!

  2. Volker Busch am

    Erstaunlich, das es plötzlich darum geht die Fleischindustrie zu retten. Allein die Bezeichnung Fleischindustrie beinhaltet ja schon grundsätzlich nicht artgerechte Tierhaltung- und Transporte, die millionenfaches Tierleid und unwürdige Arbeitsbedingungen seit Jahrzehnten verursachen. Und politisch gehts auf einmal ums Tierwohl, Tierwohlabgaben, Teurers Fleisch etc.pp.
    Wieso richten unsere ach so sozial-marktwirtschaftlich ausgerichteten Bundes- Landesregierungen, Landwirtschaftsverbände und wir, die Verbraucher- und Konsumenten nicht den Blick einmal mehr zur Biobranche mit ihren fairen und Tierwohlgerechten Lebensmittelherstellungsbedingungen?
    Der große ehemalige HERTA Schlachtbetrieb und Fleichindustrielle hat sich nach Jahrzehnten erst durch Anregungen seiner Kinder dazu durchgerungen, die alte unwürdige Fleischindustriepraxis aufzugeben und ein tier- und menschenwürdiges neues Unternehmen aufzubauen!
    Wo sind unter den hunderten Trecker-Bauernprotest-Sternfahrten die Trecker der Biobranche? Unbegreiflich das in der Öffentlichkeit und im öffentlichen Rundfunk nicht mehr darauf hingewiesen und berichtet wird, diese Praxis zu fördern, auszubauen und voranzutreiben. Denn den Supergau der Fleisch- und Landwirtschaftsindustrie haben wir bereits seit Jahrzehnten! Wenn schon kurz nach der Atomkraft-Laufzeitverlängerung der Kanzlerin dann doch ein plötzlicher Ausstieg auf Kosten und zum Wohle unser aller Gesundheit steigende Verbraucherstromkosten auf uns zu kamen und weiter kommen werden, so wird uns zum Wohlle aller dies doch wohl auch in der Fleisch- und Landwirtschaftsindustrie gelingen, oder?

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