Achtung Aufnahme: Apple fotografiert Deutschland

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Achtung Aufnahme: Apple fotografiert Deutschland

Kommentare zum Artikel: 34

Augen auf: Gut möglich, dass Ihr demnächst einem Auto auf der Straße begegnet, auf das eine besondere Kamera montiert ist. Rund 80 solcher Spezialfahrzeuge schickt Apple nun über deutsche Straßen. Bis Mitte September machen die Wagen nicht nur Panoramaaufnahmen der Umgebung, sondern vermessen umliegende Häuser auch mit einem Laser. Auf diese Weise entstehen anschauliche 3D-Abbildungen von Gebäuden.

Jetzt macht auch Apple Aufnahmen von Deutschlands Straßen und Häusern; Rechte: dpa/Picture Alliance

Jetzt macht auch Apple Aufnahmen von Deutschlands Straßen und Häusern

Apple lässt 80 Autos durch Deutschland rollen

Apple will damit sein Kartenmaterial verbessern. Ja, auch Apple hat einen Kartendienst: maps.apple.com. Zwar bei weitem nicht so bekannt (und populär) wie Googles Straßendienst – aber auch nicht schlecht. Wer auf einem iPhone, iPad oder Mac eine Kartenfunktion startet, der bekommt standardmäßig die Apple-Karten gezeigt – und kann damit auch navigieren. Jetzt sollen die Karten besser werden.

Aber mehr als das: Apple will auch 3D-Darstellungen relevanter Gebäude präsentieren und mit “Look Around” eine schicke Streetview-Alternative einführen. Im Herbst will Apple damit für San Francisco starten – und den Service dann nach und nach auch für andere Gegenden der Welt einführen. In den 3D-Ansichten sind dann Hinweise zu sehen auf Hotels, Bars, Restaurants, Shops oder Sehenswürdigkeiten.

Wir Deutschen schätzen diese komfortable Art, sich woanders virtuell umzusehen ganz besonders – allerdings sind wir gleichzeitig extrem geizig, wenn es darum geht, anderen Einblicke in die eigene Heimat zu gewähren. Wir erinnern uns: Als Google vor zwölf Jahren seinen Streetview-Dienst eingeführt hat, hagelte es in Deutschland Proteste. Google musste deshalb viele Häuser in Deutschland verpixeln: Weil die Besitzer oder Bewohner es so wollten. Was den Streetview-Dienst derart sinnlos gemacht hat, dass Google die Bilder in Deutschland nie mehr aktualisiert hat.

https://vimeo.com/349739685

10 Jahre Streetview: Nun eifert Apple dem Vorbild nach

Verpixeln? Weiterhin möglich!

Leider. Ich habe es nie verstanden, wie man ein Problem damit haben kann, eine Häuserfassade – die von der Straße aus für jeden sichtbar ist – auch im Netz sehen zu können. Doch die hiesige rechtliche Situation hat sich nicht geändert. Darum bietet auch Apple die Möglichkeit zum Einspruch. Bedeutet: Auch Apple wird Häuser verpixeln und Rohdaten von Gebäuden löschen.

An dieser Unsitte hat sich also nichts geändert. Damit ist leider auch Apples 3D-Kartendienst vom Start weg nur eingeschränkt attraktiv – zumindest, was die Abbildung deutscher Straßen und Gebäude betrifft.

Warum macht Apple das trotzdem? Kartendienste werden immer wichtiger – vor allem bei mobilen Usern. Apple möchte nicht, dass mehr iOS-User als nötig zu Google Maps und Co. wechseln. Außerdem sollen die Apple-Fahrzeuge auch Verkehrsschilder und Namen von Geschäften erfasst. Wichtig für viele Zusatzdienste.

 

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

34 Kommentare

  1. Tobias Claren am

    “Leider”? Ich bin erstaunt.

    Ihre Kollegin von “Markt” hat am Ende einer Sendung gegen Street View 3D gewettert, und dazu aufgefordert auch dagegen zu protestieren, man habe es ja schon einmal geschafft.
    Da war Ich richtig sauer. Als nächstes ein Verbot von DeepFake-Software? So wie Politiker wohl auch mal gefordert haben Sach/Fach-Bücher der Chemie zu verbieten, weil man da ja lernen könnte Sprengstoff herzustellen.
    Es gibt preisgekrönte VR-Chemielabor-Spiele in denen man Chemie lernt. Es bräuchte nur ein “Add-On” mit neuen Aufgaben zur Herstellung von Sprengstoff und Drogen. Ich fände es gut, weil provokant und daher Diskussionen anregend.

    Dass Google einfach feige in vorauseilendem Gehorsam JEDE Verpixelungs-Forderung durchgeführt hat, sorgt sogar für einen leichten “brennenden Zorn” (*).
    Ich habe damals extra zum Test einen Widerspruch mit Unterschrift des Hausbesitzers an Google gefaxt.
    Aber dennoch reichte es aus, dass irgendein Mieter da einen Verpixelungsbrief hinschickt.
    Ich hätte mir damals gewünscht dass es Klagen und sehr teure Entschädigungszahlungen von Mietern an Vermieter gibt, und die Sender darüber berichten.
    So dass jeder Verpixeler in einem Mietshaus Panik bekommt was da noch nachkommen könnte. Das ist einfach Asozial.
    Auch alleinerziehende Hartz4-Beziehende Frauen hätte man mit zigtausenden Schadenersatz bestrafen sollen. Auch zur Abschreckung.
    Ich kriege das Kotzen wenn Ich die VR-Brille aufsetze und die erschlagenden verpixelten Häuserfronten sehe.

    Macht Apple das jetzt genau so? Kann man als Hausbesitzer widersprechen?
    Bei Google hat das ja leider nicht funktioniert.
    Apple sollte hier mal Mut beweisen, und keine Verpixelungen durchführen. Und wenn doch, maximal verlangen dass die Verpixeler nachweisen dass sie das Haus besitzen.
    Ich würde auf die Straße gehen. Eine Petition starten. Ja, “für Apple”, aber eigentlich für die Sache. Für mich als Nutzer, und die Selbstverständlichung der Einschränkung der Freiheit.
    Glaubt doch schon jeder Honk dass Ich in Fotos Kennzeichen unkenntlich machen muss. Es gibt sogar ein Urteil nachdem es erlaubt ist in einem Forum ein Kennzeichen zu nennen, und dazu das Verhalten des Fahrers.
    Oder dass Ich keine fremden Häuser fotografieren darf. Leider hat Google ja auch noch Panoramio oder wie das hieß abgeschafft. Die Fotos wurden in der Karte angezeigt, und erlaubten das “entpixeln” der Häuser.

    *) Echten brennenden Zorn habe Ich bei den Wissenschaftsredaktionen des WDR (denen will Ich mal was auf die Fassade projizieren).
    WDR und ZDF, die klar illegal Kommentare unter YouTube-Videos zu Lesch, Quarks, Terra X etc. löschen.
    Warum darf der WDR da passend zum Thema keine UFOs, Aliens, paranormle Phänomene nicht leugnenden sachlichen Kommentare mit Hinweis auf gute Quellen (CIA etc.!) löschen?
    Wenn Facebook laut Urteil wegen seines “staatsähnlichen Monopol” direkt an die Meinungsfreiheit/Nichtzensur im Grundgesetz gebunden ist, sind es auf jeden Fall auch die ÖR-Anstalten.
    Hier gibt es ja auch kein höheres Interesse, keinen Hass, Hetze etc., sondern reine Ideologie.
    Ideologie, wie sie der Gründer der GWUP “Dr. Edgar Wunder” über die GWUP in seinem soziologischen Aufsatz “Das Skeptiker-Sndrom” schrieb.
    In diesen Redaktionen sitzen Menschen die Mitglied oder Sympathisant dieser Sekte (den Insider/Gründer-Bericht nach vergl. mit Scientology) und “Fans” von Figuren wie James Randi (Schule abgebrochen, durch asiatische Nachtclubs getingelt etc.) sind.
    In dem Aufsatz auch zu finden, die Wortwahl “Schafe” für die (dummen) Bürger, und “Hüter” (vor solchem “Unsinn”) für sich selbst.

  2. Thema hat sich wohl erledigt, wie heise* heute vermeldet:
    “Kein ‘Look Around’-Dienst von Apple in Deutschland” / “… die dabei gewonnenen Aufnahmen werden wohl nur intern verwendet und nicht publiziert. …”.
    *heise[punkt]de/-4480999

  3. Krid Klaussohn am

    Personen zu verpixeln ist völlig OK. Aber Häuser? Das ruft ja erst recht nach Ausspionieren bestimmter Berufsgruppen. Wobei man nur aus dem Bereich herauszoomen muss um sich von den Örtlichen Gegebenheiten ein Optimales Bild zu machen zwecks Fluchtwege samt Zeiten usw. Das weckt die Neugier wie gesagt bestimmter Berufsgruppen. Im Übrigen hat ja mittlerweile jeder auf der Welt ein Handy od. Smartphone. Das reicht völlig aus um uns auf Schritt und Tritt auszuspionieren. Das ist auch der Preis den wir Menschen dafür zahlen müssen, dass wir alles an Komfort nutzen wollen.

  4. Unvorstellbar, heute fährt eine fremdländische Nation (USA) durch unser Land und fotografiert mit unserer Billigung einfach alles. Kaum vorstellbar welcher Nutzen im Kriegsfall daraus für den Gegner entsteht. Fahren wir auch durch Amerika und machen Aufnahmen von allen wichtigen Dingen. Es ist schon komisch, dass wir kein Gespür für unsere eigene Sicherheit mehr haben. Aber wir selbst dürfen nicht mal eine Dashcam im Auto laufen lassen. Irre Welt!!

    • Jörg Schieb am

      Das stimmt. Es gibt viele extrem widersprüchliche Regelungen. Meine Meinung ist ja auch anfechtbar – jeder kann absolut anderer Ansicht sein. Verglichen mit anderen Zumutungen erscheint mir das Sichtbarmachen einer Welt, wovon jeder profitiert, aber ein Nutzen für die Allgemeinheit.

      • Nach meiner Meinung hat @Andreas recht. Es ist komisch wie Apple so eine Genehmigung bekommt… obwohl es an EU GDPR verstoßt (DSGVO – keine explizite Genehmigung eingenommen)… und die Bilder ohne Problemen außerhalb der EU hochgeladen/ gespeichert werden können. Jemals versucht Bilder einer US Flughafenankunftshalle oder der “White House Rose Garden” mit einem Groß-objektiv zu machen?

        • Tobias Claren am

          Da verstößt gar nichts gegen Dt. Recht oder EU-Recht.

          Google hat das damals freiwillig gemacht?
          Es gab Forderungen für ein Gesetz, und Google hat den Schwanz eingezogen… Vorauseilender Gehorsam nennt man das.
          Ich kann sofort losgehen und fremde Häuser mit Zig Megapixeln fotografieren und muss NICHTS unkenntlich machen, auch nicht die Kennzeichen.
          Es gibt sogar ein urteil nachdem Ich einen Fahrer und was der tat inkl. Kennzeichen online nennen darf.

          Es gibt OpenStreetView oder so ähnlich, da will man so einen Dienst durch Bürger fotografiert anbieten.
          Da wird es hoffentlich keinerlei Verpixelungen geben.
          Nicht mal von Gesichtern. Wer in der “falschen Straße” vor dem “falschen Etablissement” steht hat Pech gehabt, oder steht dazu ;-) .
          Wenn aber Gesichter verpixelt werden, habe ich damit zumindest kein Problem. Besser wäre natürlich es automatisiert mit DeepFake- und “thispersondoesnotexist”-Technologie durch fiktive Gesichter zu ersetzen.

          Es wäre gut, wenn man auch für Privat erschwingliche Laserscanner entwickeln würde, die es auch für OpenStreetMap ermöglichen hochaufgelöste 3D-Modelle mit hochaufgelösten Fasssadentexturen zu erstellen.
          Ich würde mich beteiligen..

  5. Annegreta am

    Richtig. Gebäude von außen verpixeln, aber Alexa und co können meine Zimmer mit Audio von INNEN vermessen, und bezáhle auch noch mit vielen^Daten dafür. Das verstehe wer will!

    • Off_Leiner am

      Der entscheidende Unterschied ist freilich der, daß niemand gezwungen ist, Alexa und Co. anzuschaffen, die Leute, die meinen das haben zu müssen, sich also immer noch aus freien Stücken ausspionieren, überwachen und manipulieren lassen (obwohl: Die Digitalsuchtkranken tun es wohl nicht mehr freiwillig…!), während man sich gegen das Abfotografieren seines Grundstücks und Gebäudes nicht wehren kann.
      Es gilt also zu überlegen, ob Gegenwehr durch Notwehr oder ähnliches gerechtfertigt wäre – so, wie das für Schrotflintenschüsse gegen Drohnen rechtlich geprüft wird.

      • Tobias Claren am

        Wenn Sie glauben dass man sie “manipulieren” könnte oder kann…
        Ich würde für so einen Dienst auch noch das Haus innen, Treppenhaus etc. fotografieren und denen die Skizzen miot den Maßen schicken.
        Ich werde mich wenn möglich auch an OpenStreetView beteiligen. Und da gibt s dann keine Möglichkeit der “Verpixelung”, die auch kein Dt. Gesetz oder Europäische Richtlinie fordert!
        Mir scheint gerade schlichte Menschen hauen jetzt gerne “DSGVO” raus, und glauben wohl wirklich die würde nun z.B. Fotos von Häusern etc. verbieten.
        Ich darf sogar online Fotos von Fahrzeugen inkl. Nummernschildern zeigen. Ja, Ich darf siogar in einem Text in einem Forum Nummernschild und Fahrweise erwähne. Exakt dazu gibt es ein Urteil.
        Und das Panoramarecht gibt mir sogar das Recht Gesichter von Menschen die in meinem Bild zu sehen sind nicht zu verpixeln. Auch wenn Ich das mit 40MP fotografiere, und jeder dewr das Bild herunter lädt ein immer noch hochaufgelöstes Portrait einzoomen kann.

        “Digitalsucht”?
        Trinken Sie Alkohol?
        Evtl. ein Alkoholproblem? Laut WHO nicht unwahrscheinlich…
        Nur ein einziges Mal in der Woche mehr als 500ml Bier (oder 250ml Wein) am Tag, auch an Karneval oder Sylvester, Zack, Alkoholproblem.
        Da gibt es auch keine “Gesunde Menge”, jeder Schluck ist schädlich.

        Ich habe immer ein komisches Gefühl bei solch technophoben Kommentaren. Technophobie ist mittlerweile wohl eine offizielle Psychische Störung. “F40.2” im ICD-Code.
        Ich habe immer den Verdacht es auch mit jemand zu tun zu haben der/die betont wie er Bücher aus Papier liest. Evtl. noch vom “Geruch” redet. Ich nenne das “Bücherschnüffler”, Menschen die sich so kultivierter darstellen wollen, obwohl sie damit eher offenbaren dass es eher um Lifestyle als um den Inhalt der Bücher geht (die man auch auf dem Ebook-Reader lesen kann).
        So wie dieser Nachrichtensprecher der gerne von der “guten Flasche Rotwein” (3x so viel wie die Grenze zum Alkoholproblem) beim “guten Buch” im “Ohrensessel” vor dem “knisternden Kaminfeuer” sprach um sich “kultiviert” darzustellen.
        Das ist reines Buzzword-Dreschen.

        Oder dass es Menschen sind, die gerne von “Familie”, “Liebe”, “Kinder” schwurbeln und diesen Dingen ohne eine andere Meinung zuzulassen das Prädikat “das Wichtigste im Leben” geben.
        Und wer das nicht so sieht ist “krank”…

        • Off_Leiner am

          @Tobias Claren: Mich erstaunt, daß ein ja ganz offensichtlich so gebildeter und wortgewaltiger Mensch wie Sie ebenso offensichtlich so wenig zu differenzieren vermag, daß er den Unterschied zwischen “Technophobie” und “wachsamem und kritischem Hinschauen” nicht erkennen kann (oder will…?).
          Und wenn SIE für SICH entscheiden, sich vor aller Augen und aller Welt splitterfasernackt zu präsentieren und jegliche Privat- und als nächsten Schritt womöglich auch noch Ihre Intimsphäre den Datenkrakengangsterkonzernen preiszugeben , dann ist das Ihr Privatvermögen – wodurch auch immer angetrieben.
          Aber lassen Sie doch bitte allen anderen das GRUNDRECHT auf Privat- und Intimsphäre (denn ein GRUNDRECHT ist es nach st. Rspr. des BVerfG!) – und demzufolge auch das RECHT, dieses GRUNDRECHT zu verteidigen.
          Und wenn Sie meine Haltung schon als “technophob” meinen charakterisieren zu müssen, dann bin ich immer noch 100x lieber technophob als in der wachsenden Schar digitalbesoffener Smartphone- und Online-Junkies unterzugehen…

          • Off_Leiner am

            PRIVATVERGNÜGEN sollte das natürlich heißen – NICHT: – vermögen!
            SORRY!

  6. DasHeimnetzwerkDe am

    Vielleicht von Interesse:
    Soweit mir bekannt hat z.B. Google mit seinen Autos nicht nur die Umgebung per Kamera erfasst, sondern so nebenbei auch die WLANs im Empfangsbereich mit kartografiert.

    Sehr praktisch für Ortungsdienste, denn die funktionieren heutzutage mitnichten nur rein über GPS. Wer mag kann aber über die, selbst bei verschlüsselten WLANs, mitgesendeten Daten noch das ein oder andere an Informationen gewinnen. Ob das bei Google geschehen ist ?

    Und ob jetzt Apple die WLANs ebenfalls mit kartografiert ? Es würde mich interessieren.

    Man soll übrigens direkt der Erfassung seines WLANs widersprechen können, indem der WLAN Name (SSID) entsprechend ausgestaltet wird.

    • Jörg Schieb am

      Apple hat sich dazu geäußert: Es sollen KEINE WLAN-Daten erfasst werden. Apple kann diese auch weniger nutzen als Google. Die öffentlich ausgestrahlten SSIDs zu kartografieren finde ich auch nicht so problematisch, allerdings hätte es transparenter sein sollen.

  7. Bernhard am

    Wieso ist verpixelen (lassen) eine Unsitte? Nur weil die Netzvoyeure dann weniger sehen? Oder weil der Umsatz mit nervender Werbung für die Anbieter der Bilderdienste geringer wird?
    Freunde die in einer kleinen Siedlung hatten die Google Kameraautos sogar in den Zuwegungen zu den Eingangstüren. (Nur so konnte man über die Büsche in die Gärten dern anderen Häuser filmen).

    Wenn ein solcher Dienst Bilder von mir/dem Haus in dem ich wohne, haben will um sie zu veröffentlichen können wir gerne über meine Zustimmung und die entsprechende Vergütung (generell und zusätzlich pro Klick wie bei der Werbung) sprechen. Solange die Unternehmen dafür nicht zahlen ist es für mich eine Art Diebstahl. (Natürlich an immateriellem Gut und damit nicht für jeden sofort einsichtig)

    • Jörg Schieb am

      Es gibt dafür gesetzliche Regelungen – nämlich die Panoramafreiheit. Alles darf fotografiert und gefilmt werden, was von öffentlich zugänglichen Orten sichtbar ist — und nicht die Privatsphäre verletzt (etwa in Fenster hinein). Häuserfassaden in der Straße einer Großstadt verpixeln zu lassen, ist vollkommener Unsinn.

      • “Alles darf fotografiert und gefilmt werden, was von öffentlich zugänglichen Orten sichtbar ist…”.
        Alles? Nicht ganz. Stellen Sie sich als Privatperson z. B. mit Ihrer Kamera vor den frei einsehbaren/öffentlich zugänglichen Bereich einer Botschaft oder vor das Bundesamt für Verfassungsschutz oder vor eine x-beliebige, bestenfalls amerikanische, Kaserne und beginnen munter zu fotografieren. Keine 3 Minuten später und eine Befragung durch freundliches Personal (inklusive Herausgabe des Filmmaterials) ist Ihnen gewiss! ;)

        • Jörg Schieb am

          Es gibt Ausnahmen. Besonders schützenswerte Objekte. Natürlich. Aber was soll das hier bringen? Wir reden über ganz gewöhnliche Häuserfassaden, die jeder sehen kann. Ich kann es da schon eher verstehen, wenn jemand es lästig findet, wenn ein Satellit ins den Hintergarten blickt. :)

        • Tobias Claren am

          In Deutschland muss die US-Kaserne in Deutschland sich das gefallen lassen. Genau wie die Deutsche Kaserne.
          Auch vor der Botschaft in Berlin. Sollen die sich mal wagen sich da Rechte anzumaßen.
          Man erinnere sich an die Abschreitungen Deutscher Aktivisten eines solchen Zaunes mit Kameras und Drohnen. Eine US-Basis. Hat denen nicht gefallen, aber die konnten nichts machen…

    • Tobias Claren am

      Also geht es nicht um “Datenschutz” oder “Voyeurismus”, sondern Geld?!?
      “Diebstahl”, was für ein Unsinn… In Frankreich hat man da ein entsprechendes “Recht”, aber das Recht am Bild des Hauses gehört nicht dem Eigentümer sondern dem Architekten…

      Jeder kann losgehen oder losfahren und so eine Karte erstellen, und Geld mit Werbung etc. verdienen.
      Ich habe schon bei Apple angefragt, ob es möglich sein wird zu verhindern dass so ein paar Spinner im Mietshaus das ganze Haus verpixeln lassen.
      Ich wünsche mir schon bei Googles Verpixelungen dass man solche )(§&)$(?O§ hart dafür bestraft, und darüber berichtet.
      Auch wenn es eine alleinerziehende Hartz4-Empfängerin ist, wäre eine Entschädigung von zigtausend Euro an den Vermieter angemessen.

      Wenn es so kommt dass Apple den Dienst doch startet, und da sind Verpixelungen drin, muss man eigentlich wie damals losgehen und alle verpixelten Häuser “entpixeln”. Fotografieren und online stellen.
      Und wenn dann ein Besitzer verbal oder mit Gewalt reagiert, Strafanzeige erstattet. Am besten immer eine zweite Person dabei haben die das Verhalten dieser Personen für die Justiz aufzeichnet…

  8. Ich finde das in Ordnung, solange man sein Haus verpixeln kann. Nur weil einige Leute das machen, ist der Dienst an sich nicht nutzlos.

    Ich persönlich verwende oft die Kartenapp von Apple oder die in Windows 10. Beide sind Google nicht nur in einigen Punkten voraus, ich finde Google nur noch unsymphatisch.

    Es ist gut, wenn Alternativen weiterentwickelt werden.

    • Tobias Claren am

      “Sein Haus”? Hier hat mindestens ein asozialer Mieter das Haus meines Vaters bzw. Mutter verpixeln lassen. Damals hätte es ein paar Prozesse geben müssen, und so ein Mieter, auch wenn der/die Hartz4 bezieht und alleinstehend ein Kind hat zigtausende Euro Entschädigung geben sollen.
      Das hätte abschreckend gewirkt. Auch wenn es da schon zu spät gewesen wäre (Google hat ja die Rohdaten gelöscht), das wäre gut gewesen um den Leuten klarzumachen dass man nicht fremdes Eigentum verpixeln lässt.
      Aber auch bei Mietern von Einfamilienhäusern.

      Eine echte Alternative wird es nur, wenn Apple nichts verpixelt.
      Und Ich würde für die Sache sogar Demonstrieren gehen.

  9. Ich kann die Unsitte des Verpixeln auch nicht verstehen.
    In der EU gilt das hohe Gut der Arbeitnehmerfreizügigkeit und wer sich als Einbrecher hier seine Brötchen verdienen will, dem wird die Arbeit doch nur unnötig schwer gemacht. Man könnte sich doch so bequem von zu Hause oder vom Parkplatz aus nach Arbeitsmöglichkeiten umsehen aber durch solche Spielverderber muss man auf gut Glück durch fremde Städte fahren und Benzin verbrennen, was auch unsere Klimaziele gefährdet. Wahrscheinlich steckt Ausländerfeindlichkeit hinter dem Verpixeln; die vorgeschobene Angst, dass Ausländer unseren Einbrechern die Arbeit wegnehmen.

    • @Ede: Richtig! Wer Skepsis gegenüber den freundlichen, uneigennützig agierenden US-amerikanischen Haus-und Hoffotografen zeigt oder (viel schlimmer noch) sein Haus sogar per Widerspruchsantrag nachträglich verpixeln lässt, kann doch nur etwas zu verbergen haben und wird vermutlich in Zukunft extrem verfassungsfeindlich agieren, was sowohl “Amerikafeindlichkeit” als auch die o. g “Ausländerfeindlichkeit” selbstverständlich mit einschließt. Wir brauchen daher unbedingt ein Kartendienstdurchsetzungsgesetz (KartDG), zum Schutz unserer freiheitlich-demokratischen Grundwerte (lächerliche Privatsphäre ausgenommen) und damit den konsumfreundlichen App(le)navigierenden, der unzumutbar-grauenvolle Anblick eines verpixelten Hauses auf dem XPhone-Display nicht noch den Appetit auf dem Weg zum Lieblingsitaliener verdirbt. Anwender/innen digitaler Kartendienste haben schließlich ein Recht auf ein maximales, unverpixeltes Nutzungserlebnis!

      • Jörg Schieb am

        Darum geht es nicht. Es ist Unsinn, weil ohnehin für jeden sichtbar. Ironischerweise nutzt kein anderes Volk Streetview in anderen Ländern so intensiv wie die Deutschen – sie selbst wollen aber alles verpixeln. Aber wehe, das Haus neben dem Urlaubshotel ist nicht zu erkennen… ;-)

        • Das ist nicht korrekt, die Fassade ist nur für den sichtbar, der sich pysisch in der Nähe aufhält.
          Und gut daß ich nicht zu “den” Deutschen zähle, denn Streetview halte ich für vollkommen überflüssig.

          • Off_Leiner am

            Volle Zustimmung – und mehr:
            Es ist nicht nur überflüssig, sondern gefährlich.
            Ich sehe nicht, welche Vorteile dieser gefährliche Unfug gegenüber Stadtplänen und Wanderkarten aus Papier haben soll – außer natürlich für die organisierte Datenkrakenkriminalität, die damit Geld “verdient”…

          • Jörg Schieb am

            Panoramafreiheit bedeutet aber: Es dürfen FOTOS gemacht werden. Und die kann jeder sehen. Wo soll der ernsthafte Unterschied sein zwischen: Jemand steht auf der Straße und kann ein Haus sehen – oder: jemand schaut sich ein Foto an? Es gibt keinen. Wenn dann sogar ein völlig bedeutungsloses Miethaus komplett verpixelt wird verstehe ich die Welt nicht mehr. Denn das gibt nicht mal potenziellen “Einbrechern” irgendeinen verwertbarten Hinweis.

          • Tobias Claren am

            Und Ich halte ohne Witz Fußball für absolut überflüssig.
            Ja, auch alle 4 Jahre ist er mir absolut egal.

            Auch Alkohol halte ich für absolut überflüssig. Trinke auch am 31.12. keinen.

            Und Musik halte Ich was aktives Hören (hören der Musik wegen) auch für überflüssig.
            Als Hintergrundmusik in einem Film, Spiel etc., oder in Beat Saber VR etc., ist das noch etwas Anderes. Da erfüllt es einen Zweck.
            So wie Salz in einem Lebensmittel, aber das heißt ja nicht dass man den pur isst.
            Ich esse ja auch keine Muskatnüsse pur, aber im Püree…

            Kaffee trinke Ich auch keinen. Aber als Note in einem Eis etc., OK…

            Und Ich sehe keinen Grund warum Ich oder jemand anders ein biologisch eigenes Kind bekommen sollte, statt sich Eizelle und Spermium höchstintelligenter Spender zu beschaffen, und damit sicher ein hochintelligentes Kind zu bekommen. Formel in der Zeit:
            IQ-Schnitt der Eltern plus 100 geteilt durch zwei = Scheitelpunkt der Gaußschen Verteilung des IQ.
            170 + 180 = 137,5.

            ICH zähle nicht zu “den” Deutschen.
            Ich verwende gegenüber Ausländern NIE das Wort “unser” oder “wir” wenn es (oft negativ) um Deutschland oder die Deutschen geht.
            Ich spreche immer von “Deutschland”, “die Deutschen”, auch mal provokant von “Bundesregime Deutschland” für “BRD” etc..
            Nein, ich bin kein Reichsbürger-Spinner.
            Außerdem plane Ich eine Deutsche Flagge z.B. am 3. Oktober auf die Domplatte in Köln zu legen, einen gesuchten Hundehaufen drauf, und Schilder “Hundeklo” daneben.
            Ich habe auch eine Grafik einer BRD-Flagge mit Haufen in der Mitte, die könnte Ich auf ein Gebäude, evtl. den Dom projizieren.

            Ich glaube schon dass sie zu “den Deutschen” gehören :-).
            Technophobie und alles Neue ablehnen dass ist absolut Deutsch :-).
            Es für richtig zu halten dass Beleidigung strafbar ist, dass ist auch absolut Deutsch Aber keinesfalls Normal, ein Engländer schüttelt da den Kopf. Außerdem ist es laut KSZE ein Verstoß gegen Menschenrecht.
            Es trotzdem für richtig zu halten ist auch wieder typisch Deutsch. So wie damals China sagte “eigene Menschenrechte” zu haben, hat auch Deutschland “eigene Menschenrechte”. StGB, 90, 90a, 166, 185, 189, 192 etc..
            Und ja, auch 86 und 130, das sehe Ich wie Henrik M. Broder, “Dummheit darf man nicht bestrafen”.

            Was auch Deutsch ist, ist Gleichgültigkeit gegenüber der Bildung der eigenen Kinder.
            Googlen Sie mal Amy Chua, dann merken Sie was wahrscheinlich auch ihre Eltern und Sie falsch gemacht haben.
            Sie kann jedes normalintelligente Kind auf Elite-Uni-Professor-Niveu bringen.
            Denn sie, ihr Vater, ihre Schwester, alles Professoren an US-Elite-Unis. Und es ist unwahrscheinlich dass das alles “Hochbegabte”, hochintelligente Menschen sind…
            Statt dessen findet man es OK, wenn das Kind eine Ausbildung machen muss, statt jedes Studienfach mit jedem NC und Anspruch wählen zu können.
            Fakt ist, Menschen die ab frühester Kindheit viel gelernt haben, haben einen höheren IQ und Lernfähigkeit als das gleiche Kind in der 08/15-Familie.

          • Jörg Schieb am

            Ist das ein ganzer Satz? “Quelle”? Wenn die Frage sich auf die Panoramafreiheit bezieht, empfehle ich doch die Lektüre dazu zB bei Wikipedia.

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