App Dich fit: In Maßen sinnvoll

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App Dich fit: In Maßen sinnvoll

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Essen, Trinken, Kalorien, Bewegung, Fitness, Atmung, Puls, Schlaf – es gibt fast nichts, was man heute nicht mit Hilfe passender Apps überwachen und auswerten könnte. Die Industrie hat unzählige Geräte im Programm, die bei der Selbstüberwachung helfen: Blutdruckmessgeräte, die vernetzt sind. Wagen, die per WLAN das Gewicht übertragen. Und natürlich Fitness-Tracker, die jede noch so kleine Bewegung registrieren – und verbuchen.

Sportliche Aktivitäten mit Smartwatch oder Fitness Tracker überwachen; Rechte: WDR/Schieb

Sportliche Aktivitäten mit Smartwatch oder Fitness Tracker überwachen

Gezieltes Tracking durchaus sinnvoll und nützlich

Man mag Menschen, die sich solche Fitness-Armbänder oder Smartwatches mit Pulsmesser ans Handgelenk legen, für ein wenig verwirrt halten. Muss man wirklich alles überwachen? Nein: Man muss nicht. Niemand muss. Aber dosiert eingesetzt gibt es selbstverständlich einen nützlichen Effekt: Hier eine Motivation, sich mehr zu bewegen. Dort eine Warnung, wenn etwas mit dem Puls nicht stimmt.

Selbst ein EKG kann man heute mit der Apple Watch erstellen. Jederzeit. Spielerei? Ich wollte mal von einem Kardiologen wissen, was er davon eigentlich hält. Frank Schoebel, Kardiologe aus Düsseldorf, findet den gezielten und bewussten Einsatz bestimmter Apps und Gadgets durchaus für sinnvoll. Ganz besonders die EKG-Funktion der Apple Watch.

Natürlich ist das 1-Kanal-EKG einer Apple Watch nicht so präzise wie die Geräte beim Arzt. “Aber: Um zum Beispiel selten auftretende Herz-Rhythmus-Störungen zu erkennen und zu dokumentieren, sind Smart-Watches wie die Apple Watch extrem nützlich”, erklärt mir Dr. Schoebel im Interview. Solche Aufzeichnungen erlauben sichere Prognosen – und können sogar Leben retten.

Selbst ein EKG eestellen: Durchaus sinnvoll; Rechte: WDR/Schieb

Selbst ein EKG erstellen: Durchaus sinnvoll

Selbst erstelltes EKG kann Medizinern helfen

Wie immer kommt es also darauf an, aus welcher Motivation man seine Gesundheit und Fitness trackt – und wie intensiv man das macht. Allerdings sollte sich jeder Health-App-User auch Gedanken um die Datensicherheit machen. Denn wenn alle Gesundheitsdaten – Puls, Blutdruck, Schlafgewohnheiten, Gewicht, Bewegung und so weiter – zentral im “Health”-Bereich des Smartphones gespeichert werden und mit allen anderen Health-Apps geteilt werden, ist das nicht ohne Risiko.

Apple Health zum Beispiel erlaubt eine sehr detaillierte Kontrolle darüber, welche App auf welche Daten zugreifen darf. Nur darf man nicht versehentlich die falschen Buttons antippen. Also: Aufgepasst! Es wäre sicher sinnvoll, wenn es für Gesundheitsdaten eine separate Regelung gäbe. Gesundheitsdaten sicher verwahrt können helfen – auch Geld sparen helfen! -, aber der Missbrauch der Daten muss dringend ausgeschlossen werden.

Nicht, dass demnächst Krankenkassen oder Versicherungen um die Ecke kommen – und unseren Fitness-Status checken wollen!

https://vimeo.com/354676364

Dr. Frank Schoebel erklärt den Nutzen von EKG-Funktion in der Smartwatch

 

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

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