Cancel Culture: Wenn die Lauten das Sagen haben

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Cancel Culture: Wenn die Lauten das Sagen haben

Kommentare zum Artikel: 22

Wir müssen wohl oder übel einen neuen Begriff lernen: “Cancel Culture”.

Damit ist laut Wikipedia ein “systematischer Boykott von Personen oder Organisationen gemeint, denen beleidigende oder diskriminierende Aussagen bzw. Handlungen vorgeworfen werden”. In der Praxis ist es aber oft mehr als ein Boykott – häufig werden Aktionen gefahren, vor allem im Netz.

Häufige Folge: Ein Beitrag, ein Foto, ein Audio, ein Video wird aus dem Web oder von einer Plattform entfernt, weil es (zu viel) Protest gibt. Aktuelles Beispiel: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wirbt zum 100-jährigen Bestehen mit einem Audio-Beitrag von Dieter Nuhr, der einer von drei “Botschaftern” der Gesellschaft ist.

Phase I: Die Empörung – inhaltslose Proteste

Es gab einen Beitrag auf der Homepage der Gesellschaft – und den heute obligatorischen Tweet dazu. Was folgt, waren keine Lacher – wie sich das ein Kabarettist wünscht -, sondern Protest, Hohn und Spott. Doch wie im Netz so häufig üblich, wird nicht etwa der Beitrag an sich kritisch auseinander genommen, sondern es wird polemisiert. Gegen Nuhr.

Keineswegs das krasseste Beispiel: Wie man einen so “misogynen Menschen gerade zu einem solchen Feld sprechen” lassen könne, schreibt eine Twitter-Userin. Misogyn – also frauenfeindlich. OK, das ist eine Meinung – die ich zwar nicht teilen würde, die man aber ja haben kann. Kabarettisten müssen sowas wohl aushalten. Aber was hat das bitte mit einem kabarettistischen Kommentar zum Thema Wissenschaft zu tun?

Richtig: Überhaupt nichts. Es geht einzig und allein darum, den Sender zu diskreditieren. Eine uralte Taktik, die sich Argumentum ad hominem nennt. Wir machen den Absender mal so richtig schlecht, dann müssen wir uns nicht mit seiner Botschaft auseinandersetzen. Das ist zwar billig – aber leider häufig erfolgreich.

DFG Motto: Für das Wissen entscheiden; Rechte: WDR/Schieb

DFG Motto: “Für das Wissen entscheiden” – aber wegen ein bisschen Gegenwind etwas zurücknehmen?

Phase II: Die Unterwerfung – wir löschen das dann mal …

Kommen genug solcher meist inhaltsleeren ablehnenden Botschaften zusammen, entsteht in den sogenannten “Sozialen Netzwerken” ein unaufhaltsamer Ping-Pong-Effekt. Ein Shitstorm droht, dem viele Verantwortliche oft nicht lange standhalten. Dann löschen sie unterwürfig den Beitrag – und denken, damit wäre es getan.

Das hat auch die DFG so gehandhabt, zumindest mit dem Beitrag auf der Webseite. Cancelled – deshalb Cancel Culture.

Zwar gibt es danach auch Proteste ob des Einknickens – aber die sind meistens nicht so laut wie die davor. Der Mensch sehnt sich nach “Relief” – nach Linderung.

Phase III: Die Lauten gewinnen – immer und immer wieder

Das Problem ist aber: Die Lauten haben zwar nicht recht, bekommen aber meistens recht. Und jedes Mal, wo sie mit ihrem aggressiven Geposte erfolgreich sind, werden sie beflügelt, in Zukunft genau so weiterzumachen. Success feeds success.

Natürlich sind es keine Mehrheiten, die sich beschweren. Die Mehrheit schweigt. Aber selbst wenn die Mehrheit protestieren würde, wäre das doch immer noch kein guter Grund, einen Beitrag zu entfernen. Denn das bedeutet ja: Nur was mehrheitsfähig ist, darf gepostet werden. Was der Masse gefällt. Im Grunde ist das dann eine Einschränkung der Meinungsfreiheit wie in China: Da schreiben einige wenige Herrschenden vor, was erlaubt ist. Bei uns einige wenige, die besonders laut sind.

Die Meinungsfreiheit – sie ist immer stärker gefährdet. Nicht, weil uns Gesetze einschränken, sondern weil es die Lauten tun (die sich umgekehrt niemals den Mund verbieten lassen würden, wo kommen wir dahin?). Die sogenannten “Sozialen Netzwerke” sind da leider Teil des Problems, nicht Teil der Lösung.

Die Wirkung von “Sozialen Netzwerken”: Nicht immer förderlich für die Demokratie

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

22 Kommentare

  1. I’ll immediately grab your rss as I can not find your email subscription link or e-newsletter service. Do you’ve any? Please let me know so that I could subscribe. Thanks.

  2. Im Grundsatz bin ich zwar gegen Zensur, die über das allgemein geltende Strafrecht hinaus geht aber die „Nutzung des Forums zu kommerziellen Zwecken“ in Fremdsprache gegen die Blogregeln fängt langsam an zu nerven.
    Dahinter vermute ich zwar nur schwache Klickgeneratoren aber mit Vorsicht würde ich mir die Links hinter dem Pseudonym mal genauer ansehen. Es wäre peinlich, wenn man dort doch etwas mehr eingebaut haben sollte.

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  5. Dieter Nuhr als Beispiel für Cancel Culture? Die DFG ist doch vor den lächerlichen “Denunziationsvorwürfen” eingeknickt und hat das Video wieder Online gestellt.

    Mit Meinungen und Botschaften geht eine Verantwortung einher. Wenn jemand sich problematisch äußert, dann muss das immer im Zusammenhang betrachtet werden. Auch Donald Trump trifft manchmal wahr Probleme, wie eine stehende gebliebene Uhr, die zwei Mal am Tag die richtige Uhrzeit anzeigt. Allein schon deshalb reicht es nicht alleine eine konkrete Botschaft zu betrachten, sondern immer das Gesamtfeld, in welches diese eingebettet ist.

    Wenn sich Nuhr nun beschwert, dass ihm die Meinungsfreiheit beschnitten würde, dann ist das eine typisch rechte Schmollecken Reaktion. Denn in der ARD kann er doch weiterhin seine Ahnungslosigkeit zur Schau stellen.

    Meinungsfreiheit heißt auch, dass man nicht alles bis zum Tode durchdiskutieren muss, sondern auch einfach mal blockieren kann.

  6. Martin B. am

    Die s.g. Soziale Medien sind leider zu Asoziale Medien verkommen. Die “Nicks” nicht zulassen und nur noch unter Klarname posten wuerde schon eine wesentliche Verbesserung bringen. Ist in der analoge Welt (zB Zeitung) ueblig warum dann nicht auch bei FB und Konsorten? Macht Anzeige und Verfolgung von Auswuchsen auch Einfacher.

    • Klarnamen sind ein Problem, wenn man als Linker ein rechtsradikales Umfeld hat und als Rechter unter linksradikalen Nachbarn wird die Geschichte nicht besser. Ich unterscheide nach Sinn und Unsinn, nicht nach Rechts oder Links; da ich linke und rechte Positionen vertrete bekomme ich im Zweifel von beiden Seiten Prügel. Wird man beim Kommentar vom Arbeitgeber erkannt findet sich ein Weg jemanden loszuwerden, zumindest werden Chancen auf Beförderung geringer. Ich stimme Ihnen also nicht zu.

  7. „Die Lauten“ haben ein paar Vorteile und aus dem Problem kommt man nicht raus. Dabei spielt es keine Rolle ob das die altgriechische Agora war, das römische Forum in der Antike, eine Bürgerversammlung in Kleinkleckersdorf oder ein Forum im Netz und da ist es wieder egal ob das Netzforum von öffentlich rechtlichen Medien bereitgestellt wird oder von US-Konzernen die Werbung verkaufen wollen. Das ist keine Besonderheit von den sogenannten „Sozialen Netzwerken“. Wenn sich Leute besonders engagieren finden eher Gehör als Leute denen es egal ist, die zu schüchtern sind oder für Diskussionen keine Begabung haben. Es spielt auch keine Rolle für welche Richtung man sich einsetzt; ob es für eine Willkommenskultur für alle ist egal wer warum kommt oder gegen massenhaften Asylmissbrauch egal wer warum kommt.
    Die Demokratie lebt von Diskussion, vom Austausch der gegensätzlichen Meinungen die am Ende in politischen Entscheidungen zu einer Richtung führen muss und diese Diskussionen können auch auf Werbeplattformen erfolgen.
    Der Knackpunkt hier ist die Unterscheidung zwischen „Engagierten“, deren Meinung man teilt und selbst Übertreibungen akzeptiert und den „Lauten“, deren Meinung man selbst im Ansatz nicht teilen will. So funktioniert aber Demokratie nicht wenn man nur das als „förderlich“ einstuft was der eigenen Meinung entspricht.
    Am Ende haben alle Stimmen bei der Wahl die gleich Lautstärke aber bis dahin bleiben Unterschiede die man aushalten muss, wenn man es ernst meint mit der Demokratie und der Meinungsfreiheit.

    • Zitat “… wenn sich Leute eher engagieren …”

      Interessante Rhetorik, “engagieren” :-), auch viele, viele “Leise” engagieren sich, vielleicht in der Masse sogar mehr als die “Lauten”, man nimmt es nur nicht so wahr. Warum nur ;-) ?

      Bitte verfallt nicht dem Irrglauben das “Laute” besonders engagiert wären, besonders kluge Antworten oder gute Lösungen hätten. Bei den beiden letzten Punkten wäre ich persönlich sogar eher explizit skeptisch.

      Die Kunst ist selbst “still” zu sein, um auch die “Leisen” zu hören und damit oft die besseren Antworten.

      • Widerspruch, Matt.
        Laut sein und engagiert sein gehört zusammen. Sonst wäre man im Normalton, leise oder stumm in der Diskussion zum jeweiligen Thema; einfache Logik im Satzbau. Der Begriff „Engagement“ ist positiv besetzt; das Gleiche kann man rhetorisch auch negativ ausdrücken aber das ändert dabei nichts.
        Die Lautstärke bedeutet natürlich nicht, dass man damit „besonders kluge Antworten oder gute Lösungen“ hat; in dem Punkt kann ich wieder Ihrer Skepsis zustimmen. Bei Ihrem Umkehrschluss kommt nochmal der Widerspruch, die „Leisen“ haben nicht zwangsläufig „oft die besseren Antworten“. Der Widerspruch bezieht sich dabei auf das Wort „oft“; man kann hier aus der Lautstärke keine Mengeneinschätzung in Bezug auf bessere oder schlechtere Argumente ableiten.
        Zustimmen würde ich wieder, dass man auch mal auf die „Leisen“ hören sollte die zusammen mit den „Lauten“ untergehen. Das gilt aber nur für die Gestaltung der eigenen Meinungsbildung. Stellt man etwas offen zur Diskussion hat man nicht in der Hand wer was wie in den Ring wirft; die Ausnahme dabei ist die Zensur, die für die Demokratie aber auch nicht sonderlich förderlich ist.

  8. Die “lauten” leute nehmen im internet überhand, noch viel schlimmer als in der offline welt. hoffe es wird filter gegen solche leute geben.

  9. Tobias K. am

    Lieber Jörg Schieb,
    wenn man nun aber tatsächlich nicht kapiert, warum Dieter Nuhr sich als Vertreter von Wissenschaft äußern soll, nachdem er über Greta Thunberg und Klimawandel verstörend darauf beharrt sein Äußerungen immer wieder wie mit Beißrefelex zu wiederholen, wenn er (wie beim Volksverpetzer ausführlich nachzulesen) Positionen vertritt, die einer ganz bestimmten Klientel regelmäßig in die Hände spielen und wenn er dann noch in der ersten Corona-Phase leichthin sagt, er wäre natürlich gerne aufgetreten, nur um dann ein paar Wochen später leutselig augenklimpernd zu sagen, er hätte da Corona wohl doch unterschätzt…

    Selbst wenn die krassesten Beiträge so sind, wie der von Ihnen zitierte – es bleiben doch die, die ich in meiner privaten Bubble wahrnahm, die Gründe hatten, die über ein Bauchgefühl hinausgingen. Gründe, die Argumente enthielten. Während sich der WDR aber für eine Umweltsau entschuldigte, bleibt Nuhr unangreifbarer Sender beim Sender. Und darf in seiner Sendung fordern, dass man wegschalte, wenn einem bei ihm etwas nicht gefällt, um sich einen Satz später überd ass aufzuregen, was er selber nicht wegschaltet – und dann der Bundeskanzlerin anzudichten, sie habe sich Drosten hörig gemacht.

    Kann man da nicht sagen: Ausgerechnet den Mann, der forderte, man solle “die Fresse halten”, “wenn man keine Ahnung hat” – ausgerechnet den verkauft ihr uns als Botschafter der Wissenschaft? Kann man da nciht zumindest für einen Teil der Protestierenden Verständnis haben und auch dafür, dass sie Sachgründe äußern, die in diesem speziellen Fall Nuhr für untragbar für diese Rolle halten?

    Denn andersrum gedreht: Wenn in der Bahn jemand angepöbelt wird, dann soll ich doch Zivilcourage zeigen. Viele haben sich so auch im vorliegenden Fall geäußert. Wer nun am Ende beurteilt, ob das zu Recht geschah, ist mir nicht klar. Aber ganz so einfach, wie oben dargestellt, begreife ich es zumindest nicht.

    Zudem: Nuhr ist selber einer der Lauten, einer der Laut-sein-wollenden, einer mit verstörend hohem Output und mit Sendeplatz. Dieter Hildebrandt soll auf die Frage nach Nuhr mal gesagt haben “Ich hätts nicht geglaubt, aber ich vermisse Matthias Richling”. Das will dann doch schon was heißen.

    • Wie Herr Schieb schon andeutete, geht es zunehmend doch gar nicht mehr darum, was gesagt oder getan wird, sondern w e r(!) was sagt oder tut. Und so zeigt sich dieses Phänomen in der jeweiligen Filterblase dieser (sich selbst[-verständlich], als “demokratisch” und “tolerant” bezeichnenden) Zeitgenossen.
      Linke, Grüne, SPD-ler springen im o. g. Beißreflex über’s Stöckchen, sobald (vorwiegend “alte”, “weiße”, “deutsche”) Personen irgendetwas sagen, was dem aktuellen Meinungstrend (pro-Klimaschutz, pro-Migration, pro-EU etc.) auch nur ansatzweise widerspricht.
      Und Rechte handeln analog, sobald Personen (vorwiegend mit Migrationshintergund oder damit sympathisierend) irgendetwas von sich geben.
      Wobei es sogar Schnittmengen bzw. fließende Grenzen gibt: den aktuell rumsülzenden Koch mit Migrationshintergrund finden z.B. viele Rechte gut, während Linke und Grüne z.B. Sympathien für die antisemitischen Tendenzen der BDS-Gruppierung (Boykott, Desinvestition und Sanktionen) hegen. Und sogar ein SPD-Bürgermeister promotet einen gewaltverherrlichenden Rapper, Antisemiten und Frauenhasser. Unter’m Strich aber: alles die gleiche Kinderk a c k e, die nichts, absolut gar nichts bringt; außer der eigenen Unzulänglichkeit und Diskursunfähigkeit vielleicht ein wenig Überdruck zu nehmen, indem in der geifernden Netzfilterblase eine kleinere oder auch größere Portion aus der hirnlosen Hassdrüse abgesondert wird.
      Dieter Nuhrs Einfluss wird hier maßlos überbewertet: der ist nu(h)r Kabarettist und Komiker, nicht mehr und nicht weniger – völlig bedeutungslos für die Zeitgeschichte. Und wenn schon die TAZ (satirisch?) unsere Polizei dem Müll zuführen will, dann darf der Nuhr gefälligst auch seinen (satitrischen?) Senf über diese Klimaschutzbotschafterin loswerden. Alles andere wäre tatsächlich höchst undemokratisch. Einzig peinlich, ist das Einknicken der DFG vor den rumspinnenden Hetzern, die sich für “aufrecht” halten.
      .
      P.S.
      “…(wie beim Volksverpetzer ausführlich nachzulesen)…”
      Der Volksverpetzer ist keine seriöse Quelle; ist vielmehr nur ein verlängerter Arm für die (eher “jüngere”) Klientel von TAZ, Indymedia und radikalen Antifanten: substanzlos, reißerisch schreihälsig und ein wenig nach RAF-Revolutionssehnsüchten miefend. Wie auch PI, Sputnik o.ä. Sinnlosportale; halt nur mit anderen Vorzeichen in Ideologie und Populismus. ;)

    • Sigmund Freud am

      Was will mir der Autor mit diesen Worten sagen ? Wenn ich solch nichtssagenden Unsinn lesen muß, ist mir die ganze Welt inzwischen wirklich nur noch scheißegal !

    • @Tobias, das sind jetzt alles fundierte und konkrete Argumente und Meinungen, damit kann ich wirklich etwas anfangen – und ich finde das alles auch legitim.

      Ich denke, ausgerechnet Dieter Nuhr zum Botschafter der DFG zu machen (und das anzunehmen), war nicht besonders glücklich. Das darf man wohl sagen.

      Als Kabarettist Greta Thurnberg entgegenzuhalten, die medial kurz vor der Heiligsprechung stand, finde ich persönlich erfrischend – aber das ist natürlich Geschmackssache. Das kann jeder halten, wie er/sie möchte.

      Der “Volksverpetzer” ist meiner Ansicht nacht keine seriöse unabhängige Quelle, sondern ideologisch geprägt. Auch das ist in Ordnung. Es ist doch gerade gut, wenn unterschiedliche Ansichten aufeinandertreffen. Genau darin sehe ich das Problem: Unterschiedliche Ansichten perse für so fatal zu halten, dass jmd nicht mehr auftreten oder erscheinen soll, ist das Gegenteil von Meinungsfreiheit.

      Aber im Beitrag geht es mir nicht in erster Linie im Dieter Nuhr, sondern um das Phänomen Cancel Culture — das hat System, und das finde ich nicht richtig.

  10. Vox critica am

    Eine sehr gute Erklärung eines immer weiter um sich greifenden und zugleich besorgniserregenden Phänomens, und zwar nicht nur bei uns, sondern auch in den Vereinigten Staaten von Amerika, im Vereinigten Königreich u.s.w. Die Amerikaner haben dem Phänomen den Namen “Cancel Culture” verliehen. Die Frage ist jedoch, warum diese unsere Diskussionskultur abwürgende Cancel Culture so stark werden konnte. Wo bleibt der freie Geist, wo bleibt der freie Wettstreit um Meinungen, Problemlösungen etc.?

  11. Laut schreien kann jeder. Sollen es die Schreihälse besser machen. Ich wünsche mir, dass angegriffene Unternehmen und andere Institutionen diesen Shitstorms zukünftig mehr standhalten werden und zu Ihrer Meinung stehen werden. Dieses Eingeknicke ist nur noch traurig. Wir leben schließlich in einer Demokratie mit freier Meinungsäußerung.

  12. Michael Konrad am

    Danke für diesen treffenden Artikel! Für so etwas liebe ich die öffentlich-rechtlichen Medien! Bitte weiter so!

  13. Tja, wie sagte früher mal eine Lehrerin so treffend?
    “Der Klügere gibt nach – deswegen regieren die Dummen die Welt”.
    Es kommt dem leider sehr nahe und der Artikel beschreibt das was unsere nahe Zukunft prägen wird.

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