Die Wenn-dann-Maschine: Programmieren lernen mit der Elefanten-App

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Die Wenn-dann-Maschine: Programmieren lernen mit der Elefanten-App

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Das Leben ist eine unendliche Abfolge von Entscheidungen: Wann stehe ich auf? Wann und was esse ich zu Abend? Auf welche Schule gehe ich? Welche Frechheiten lasse ich mir gefallen? Und jede Entscheidung hat unweigerlich Konsequenzen. Das ist zwar so, den meisten von uns aber nicht immer ganz bewusst. Dabei ist das so wichtig, um überhaupt und dann möglichst auch die richtigen Entscheidungen zu fällen.

Die Elefanten-App ist für Kinder zwischen 4 und 7 Jahren gedacht; Rechte: WDR/Schieb

Die Elefanten-App ist für Kinder zwischen 4 und 7 Jahren gedacht

Was passiert, wenn…?

So nehmen auch Kinder die Welt wahr: Wenn Mama eine Karte in den Automaten steckt, kommt da irgendwann Geld raus. Dieser unmittelbare Zusammenhang ist leicht zu erfassen. Wenn ich auf den Ampel-Knopf drücke, wird es irgendwann grün. So lernen Kinder die Welt kennen. Sie beobachten und probieren Dinge aus.

Und jetzt können Kinder solche Experimente mit Elefant und Hasen machen – und zwar in der beliebten Elefanten-App. Die Macher haben die App jetzt mit einer Wenn-dann-Maschine ausgerüstet.

Dazu muss nur die aktuellste Version der App geladen werden (das ist wichtig, damit die neue Funktion auch genutzt werden kann). Danach die App starten, in den Spielbereich gehen (zwei Spielfiguren antippen) und anschließend auf den Elefanten mit den Figuren tippen. Eine kindliche Stimmt sagt: „Wenn-dann-Maschine“.

Die Wenn-dann-Maschine ist ein neues Game in der Elefanten-App; Rechte: WDR/Schieb

Die Wenn-dann-Maschine ist ein neues Game in der Elefanten-App

Programmieren lernen ab vier Jahren

Die Wenn-dann-Maschine kennt vier Schwierigkeits-Level: einfach bis komplex. Wer mag, kann auch gleich mit der schwierigsten Stufe einsteigen. Da gibt es keine Regeln.

Die Wenn-dann-Maschine hat ein einfaches Konzept: Die Kinder legen fest, was passieren soll, wenn man auf Elefant, Hase, Himmel oder Boden tippt. Soll der Elefant hüpfen und dabei Trompetengeräusche machen? Soll der Hase pupsen – und das soll man dann auch hören? Es gibt eine große Auswahl. Die Kinder ziehen die jeweiligen Effekte einfach auf das interaktive Bild und erstellen auf diese Weise eine ganze eigene, individuelle Szenerie.

Das alles ist so einfach, dass es auch Kinder machen können, die noch nicht Lesen oder Schreiben können. Und es hat durchaus einen Hauch von „Programmieren“: Wenn ich auf etwas tippe, was soll dann passieren? Genau so funktionieren selbst komplexeste Programme. Immer gibt es Wenn-dann-Entscheidungen. Genau das machen Programme und Apps.

Es geht in der App nicht darum, wirklich eine Programmiersprache zu erlernen. Sie erfahren aber, wie so etwas in einer App oder in einem Programm funktioniert: Wenn etwas passiert (ich tippe auf eine Figur), was soll dann geschehen? Eine wunderbare Art, auf diese Weise spielerisch die Wenn-dann-Mechanik der digitalen Welt zu erkunden – und zu begreifen.

Wir brauchen unbedingt mehr solcher Lernspiele – für alle Altersstufen. Denn es ist ungemein wichtig zu verstehen, wie Computer, Apps, Anwendungen und letztlich auch die Algorithmen im Internet funktionieren.

Programmieren lernen kinderleicht: Wenn-dann-Maschine in der Elefanten-App

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

1 Kommentar

  1. Carsten Mohr am

    Gab es schon, zu Vielfach. Trutle (1985 oder so) und vielzählige andere Varianten, LEGO mit Mindstorm etc., aber wir müssen immer drn bleiben und die Jugend begeistern für das Thema. Sie sind/ist unser Kapital.

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