Elon Musk, der Online-Messias

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Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

12 Kommentare

  1. Ich finde es schon krass wie stark Musk seinen Einfluss missbraucht. Die Meldung, dass er Bitcoin zB gekauft hat kam, nachdem er sie gekauft hatte. Anschließend ist der Kurs massiv gestiegen aufgrund der Aussage. Das macht er in allen anderen Bereichen auch so….

  2. Watsolldat? am

    Mal wieder neidisch auf jemand der etwas großes aufgebaut hat?
    Herr Schieb, über wen haben Sie eigentlich noch nicht hergezogen?

    • Jörg Schieb am

      Sie wollen sich halt nicht mit den Argumenten auseinandersetzen. Besondere Macht bedeutet besondere Verantwortung. Ich habe mich hier überhaupt gar nicht mit der Person Elon Musk beschäftigt; von daher verstehe ich nicht, wieso Sie von „herziehen“ sprechen. Schon komisch.

  3. Musk ist zweifelsohne mächtig und gefährlich, so wie Trump es war.
    vermutlich spielt er auch mit dem Gedanken ,einmal Präsident zu werden. Ein Grund mehr, Plattformen wie Twitter und Facebook ganz zu zerschlagen. Er könnte aber auch etwas Gutes tun, sich über FB oder Twitter für #Nawalny einsetzen…

    • Als Unternehmer, der u.a. eine weltweite! Führungsrolle in Elektromobilität, autonomem Fahren und diversen Telekommunikationsdienstleistungen einnehmen will, wäre er ja schön dämlich, sich in die russische Innenpolitik um einen verurteilten Regimekritiker einzumischen bzw. sich mit dem Kreml anzulegen und sich damit diesen wichtigen Absatzmarkt selbst zu verbauen. Da kümmern sich außerdem schon genug andere d’rum, die am russischen Markt kein besonderes Interesse zu haben scheinen. ;-)

    • Carsten Mohr am

      Das klingt wie: Ich will heiraten, glücklich sein! Und man fragt, was den nun???
      FB zerschlagen oder Musk als Forum bieten? Es geht nach dem, was man gut findet und was nicht.

    • huh, gut ist relativ und liegt oft im Auge des Betrachters.

      Ich glaube, selbst das ein Herr Trump alles was er tat als gut betrachtet hat. Ebenfalls die meisten derzeitigen und vergangene Potentaten.

      Da kommen wir zum Kern des Problems, wenn wir blind anderen Menschen folgen im blinden Eifer gutes zu tun, dann kann schnell böses entstehen (um einfach mal in diesem Wortjargon zu bleiben).

      Ist es also gut sich für einen Herr Nawalny einzusetzen? Für meinen Teil kann ich mit einem klaren vielleicht antworten. Ich kenne mich schlicht mit der Materie zu wenig aus. Und genau das ist ein weiterer Punkt, man müsste sich selbst damit auseinandersetzen, sich eine fundierte Meinung bilden und nicht blind jemanden folgen.

      Das dusselige ist jetzt, dass das Internet soviele Personen, soviele Themen hochkocht, das ich nicht die Zeit und auch nicht die Lust habe allem nachzugehen. Im Zweifel muss ich also ignorant und passiv bleiben, bevor ich jemanden zujubele der hinterher mit seinem Einfluss mehr zerstört als erschafft.

      • Carsten Mohr am

        “Ist es also gut sich für einen Herr Nawalny einzusetzen? Für meinen Teil kann ich mit einem klaren vielleicht antworten. Ich kenne mich schlicht mit der Materie zu wenig aus. Und genau das ist ein weiterer Punkt, man müsste sich selbst damit auseinandersetzen, sich eine fundierte Meinung bilden und nicht blind jemanden folgen.” Genau mein Reden!

        “Das dusselige ist jetzt, dass das Internet soviele Personen, soviele Themen hochkocht, das ich nicht die Zeit und auch nicht die Lust habe allem nachzugehen. Im Zweifel muss ich also ignorant und passiv bleiben, bevor ich jemanden zujubele der hinterher mit seinem Einfluss mehr zerstört als erschafft.” Sehe ich genau so. Man hat nicht die Zeit und die volle Kompetenz, es richtig zu beurteilen. Denn alleine schon nur einen Ausschnitt der Informationen, meißt schon vorbearbeitet, zu bekommen hindert einen an der eigenen, sicheren Meinung.

        Man will ja gerne, kann es aber nicht uneingeschränkt. Leider.

  4. Carsten Mohr am

    Visionär. Und seit Jahrzehnten im “Geschäft”, im doppelten Sinne auch gemeint. Und ja, ich glaube ihm auch ein Stück weit seine Fantasien. Er greift nach den Sternen, aber wirklich und nicht nur gedanklich. Wer kann schon derart viele Leute hinter sich versammeln und ihnen geben, was sie wollen: Befriedigung ihrer Gier nach noch mehr Geld. Und da braucht es diese Protagonisten, mit einem Ego sobreit, das es durch keine normale Tür paßt. Und wenn es auch noch so ein Sunnyboy ist, dann geht vieles. Und er “macht” es.

  5. Zitat ” Diesen meiner Ansicht nach gesunden Filter gibt es nicht mehr.”

    Das dusselige ist das man es sich damit wieder zu einfach macht.

    Ja, bei mir ergibt sich der Eindruck, dass der Mensch an sich zu dusselig für vieles ist, um ohne externe Filter die Welt wahrzunehmen. Da will ich mich selbst nicht ausnehmen.

    Aber es ergibt sich auch der Eindruck das die klassischen Filter vieles verhindert haben was die Welt heute bereichert.

    Beispiele fallen mir spontan aus der Buch- und Spieleverlagsszene ein.
    – “Harry Potter” wurde als Manuskript wiederholt abgelehnt. Es war nur ein Glücksfall das sich am Ende doch ein Verleger fand.
    – Ähnliches mit dem Brettspiel “Sieder von Catan”

    Man dürfte weitere Beispiele finden welche auch höheren Kriterien des Anspruchs genügen.
    Und ich kann mir leicht vorstellen wieviel der Gesellschaft entgeht, weil irgendwo Traditionen, Konventionen, starre Strukturen, … den Filter angesetzt haben.

    Es gibt eigentlich immer zwei Seiten einer Medaille. Wie kann die Medaille jetzt in der Mitte hochkant verharren ?

  6. Für mich nur ein weiteres, befremdliches Netzweltsubjekt mit viel Schotter; einer von vielen. Wird Zeit, dass er endlich selbst zum Mars fliegt, um dort seine Kolonie einzuweihen. Der Fanatismus seiner devoten Jünger erinnert an Hubbards Gefolgschaft. Unsere “Politik” und deren Kielwassergenießer verehren ihn auch … wegen des baldigen “Jobwunders” in Brandenburg. Halleluja! ;-)

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