Instagram: Mehr Kontrollen und Einschränkungen

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Instagram: Mehr Kontrollen und Einschränkungen

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„Instagram ist keine Photosharing-App mehr“: Das hat kein Geringerer als Adam Mosseri kürzlich gesagt, der aktuelle Chef von Instagram. Er ist dabei, Instagram mit aller Kraft umzugestalten. Mehr Videos, mehr Reels, mehr Shopping – das ist der Plan. Denn mit Fotos allein lässt sich kein Geld verdienen.

Cathy Hummels auf Instagram: Jede Menge Promotion ; Rechte: WDR/Schieb

Promis und Influencer sind besonders häufig von Shitstorms betroffen

Ein regelrechter Katalog an Maßnahmen

Der Umbau der Plattform erfolgt gemächlich – und nicht in Hauruck-Aktionen. Auch das Umfeld muss passen, damit sich die Menschen auf der Plattform wohl fühlen. Pöbeleien wie auf Facebook will das Unternehmen mit aller Kraft vermeiden – denn das schadet dem Wohlfühl-Faktor. Und der ist wichtig, wenn es darum geht, Produkte zu verkaufen.

Adam Mosseri hat kürzlich einen regelrechten Katalog an Maßnahmen angekündigt, Nutzerinnen und Nutzer sollen die Möglichkeit bekommen, die Sichtbarkeit von Kommentaren, aber auch die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme einzuschränken.

Funktion „Limits“ beschränkt angezeigte Kommentare

Konkret: Eine Funktion namens „Limits“ sorgt auf Wunsch dafür, dass die Kommentare von Menschen, die einem gar nicht oder erst seit kurzer Zeit folgen, gar nicht angezeigt werden. Mögliche Hasskommentare oder Pöbeleien von Unbekannten bleiben so verborgen. Sie sind zwar da, stören aber nicht das Wohlbefinden.

Hintergrund: Die meisten negativen Äußerungen kommen insbesondere von Personen, die einem gar nicht folgen. Das gilt vor allem für Prominente und Influencer, die besonders häufig unter Shitstorms leiden. Und das betrifft nicht etwa nur Kommentare unter den Beiträgen, sondern auch Direktnachrichten.

Instagram will die aktuelle Lage beobachten und Usern in Zukunft bei Bedarf automatisch empfehlen, die „Limits“-Funktion zu aktivieren.

Instagram soll ein angenehmerer Ort werden; Rechte: WDR/Schieb

Instagram soll ein angenehmerer Ort werden

Warnung vor aggressiven Kommentaren

Doch der Maßnahmenkatalog sieht noch mehr vor: Künftig soll es Warnungen geben, sollten User anstößige Kommentare posten wollen. Solche Warnungen gibt es auch jetzt schon – sie sollen aber künftig eher erscheinen und auch Hinweise auf die Community-Regeln enthalten.

Eine neue Funktion namens „Hidden Words“ macht es möglich, anstößige Inhalte (Wörter, Wortgruppen oder Emojis) in Anfragen zu Direktnachrichten zu filtern. Sie landen dann in einem speziellen Ordner. Darüber hinaus filtert Instagram Nachrichten, die möglicherweise Spam enthalten.

Ob das Instagram tatsächlich zu einem angenehmeren Ort machen wird, bleibt abzuwarten.

Selbst komplett virtuelle Figuren sind auf Instagram bereits aktiv.

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

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