Mit Smudo die Cluster-Nachverfolgung meistern

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Mit Smudo die Cluster-Nachverfolgung meistern

Kommentare zum Artikel: 4

Kulturschaffende leiden gleich doppelt unter Corona. Zum einen müssen sie – wie wir alle – mit Lockdowns, Einschränkungen und Maskenpflicht leben. Schwierig genug. Zum anderen aber können Menschen aus dem Kulturbetrieb gerade nicht arbeiten. Es ist ihnen die Möglichkeit genommen, vor Publikum aufzutreten, zu performen. Kein Umsatz, kein Applaus, kein Kontakt zu den Fans.

Smudo von den Fantastischen Vier veranlasst das aber nicht zu Jammerei oder gar lautstarken Anklagen. Er denkt darüber nach, „was wir Sinnvolles machen können“, wie er mir in einem Gespräch verrät. Sein Motto: „Mitdenken statt Querdenken“. Also etwas unternehmen. Teil der Lösung sein, nicht Teil des Problems.

Die Luca App macht es einfach, Cluster nachzuverfolgen; Rechte: WDR/Schieb

Die Luca App macht es einfach, Cluster nachzuverfolgen

Motto: Mitdenken statt Querdenken

Finde ich klasse: Diese konstruktive Haltung erklärt, wieso sich Smudo quasi als Botschafter für eine Anwendung/App einsetzt, die Gesundheitsämter in Zeiten von Corona entlasten kann. Smudo ist technik-affin und konnte sich deshalb auch gleich für Luca begeistern. Eine App, die zur Cluster-Nachverfolgung in Corona-Zeiten geeignet ist.

Die Idee: Immer dann, wenn mehrere Menschen zusammen kommen – etwa auf einer Feier, in einem Meeting, im Restaurant oder auf einer kulturellen Veranstaltung -, kann dieser „Cluster“ (Ansammlung von Menschen) bequem mit Hilfe der Luca-App registriert werden: Einer erzeugt einen QR-Code (Café-Besitzer, Leiter des Meetings…) – alle anderen scannen den QR-Code. Fertig. Schon „weiß“ Luca, dass hier Menschen zusammengekommen sind – und erinnert sich auch daran. Aber datensparsam. Kontaktdaten werden zweifach verschlüsselt.

Luca App hilft bei der Cluster-Nachverfolgung

Die Daten bleiben in den Geräten gespeichert. Nur wenn sich jemand infiziert und dem Gesundheitsamt gegenüber auskunftspflichtig wird, kommen die Daten zum Einsatz: Das Gesundheitsamt kann sich die Kontaktdaten dann holen und weiß sofort und ohne weitere Mühe mehr über den Cluster. Das spart Zeit und Energie.

Einige Gesundheitsämter nutzen die Möglichkeiten der Luca App bereits. Auch ein Altersheim in Sachsen-Anhalt. Ein ideales Beispiel für ein Einsatzgebiet: Besucher checken mit der App ein – und dann ist klar, wann wer zu Besuch gekommen ist. Und wie lange der Besuch gedauert hat. Dokumentationspflichten bequem erledigt. Wenn der Lockdown light wieder gelockert wird, könnten Lösungen wie Luca helfen, die sicher noch einige Monate erforderliche Dokumentation einfach und bequem zu erledigen.

QR Code statt Bluetooth: Alle im Cluster registrieren sich über den QR Code; Rechte: WDR/Schieb

QR Code statt Bluetooth: Alle im Cluster registrieren sich über den QR Code

Gesundheitsämter entlasten

Das System entlastet die Gesundheitsämter. Die müssen sich nicht mehr durch Papierlisten quälen. Auch die Betreiber von Restaurants, Café oder kulturellen Veranstaltungen lassen sich damit entlasten.

Eine gute Idee, die aber nur dann gut funktioniert, wenn sich möglichst viele darauf einlassen.

Noch befindet sich Luca in der Entwicklung. Im Augenblick gibt es die Luca App nur für iOS, doch schon sehr bald soll auch die Android-Version  im Google Play Store landen.

Smudo wirbt für die App Luca: Kontaktnachverfolgung per QR-Code

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

4 Kommentare

  1. Habe am 8.1.2021 die APP getestet und es gibt noch einiges nachzubessern.
    Trotzdem eine Schritt in die meiner Meinung nach richtige Richtung. Mit Datenschutzfreundlichen und musikalischen Grüßen.

  2. Carsten Mohr am

    „Entlasten“ lassen sich viele mit einer solchen einheitlichen App, das ist keine Frage. Aber ist es gesetzlich vorgesehen bzw. rechtens als Ersatz für bestehende Ordnungsregeln? Denn wenn man sich dann doppelt eintragen muß (im Restaurant etc.), zehrt das an der Akzeptanz. Und die Verschwörungsmärchenstundentantches und Onkels witttern eh eine neue Kontrolle des einzelnen durch die Illuminaten 2. Ordnung von Alpha Peta.
    Eines Tages wachen wir auf und…alles ist vorbei!

    • Ja, die ewig Nörgelnden kann man mit nichts überzeugen. Das ist wahr. Diese Methode könnte durchaus als Ersatz für die Registrierung per Pencil herhalten. Die Verordnung schreibt nicht vor, dass auf Papier zu registrieren sei, nur, dass verlässlich zu registrieren ist. Es wäre also auch durchaus denkbar, dass das BMG diese Methode sogar ausdrücklich empfiehlt.

      • §4a der derzeitigen CoronaSchVO:(14.12.2020)
        Personen, die in die digitale Datenerfassung nicht einwilligen, ist in jedem Fall eine nur papiergebundene Datenerfassung anzubieten.

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