Total entrückt – willkommen im Metaversum

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Total entrückt – willkommen im Metaversum

Kommentare zum Artikel: 19

Die Tech-Branche hat ein neues Buzzword: Metaversum – englisch „Metaverse“. Schon etwas länger, aber nun ist der Begriff auch in der obersten Etage angekommen: Niemand Geringeres als Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat in einem Interview angekündigt, ein Metaversum-Team zu gründen – um neue Wege zu gehen und neue Märkte zu erkunden.

Mark Zuckerberg auf der F8 Konferenz; Rechte: WDR/Schieb

Mark Zuckerberg will sein Unternehmen „metavers“ machen

Ein Begriff aus der Romanwelt

Die allermeisten werden jetzt denken: Meta-was? Die erläuternden Worte von Mark Zuckerberg helfen auch nicht unbedingt weiter: „Die Menschen werden uns in den kommenden Jahren nicht mehr in erster Linie als Social-Media-Firma sehen, sondern als metaverses Unternehmen.“

Nun aber Butter bei die Fische. So wie der Begriff „Cyberspace“ vom Auto William Gibson erfunden und erstmals benutzt wurde, entstammt auch der Begriff „Metaverse“ der Literatur. Der Autor Neal Stephenson hat den Begriff in seinem Kultroman „Snow Crash“ verwendet, im Jahr 1992.

Das Metaverse ist eine Art zweite Welt - völlig entrückt von der echten; Rechte: WDR/Schieb

Das Metaverse ist eine Art zweite Welt – völlig entrückt von der echten

Ein Ort der Begegnung

In seinem dystopischen Roman klinken sich die Menschen online in eine Art Über-Universum ein, in dem sie sich mithilfe von Avataren begegnen – und so miteinander kommunizieren. Aber nicht nur miteinander, sondern auch mit Bots. Herzlich willkommen im Metaversum – im Über-Universum im Netz. Ein virtueller Raum der Begegnung, in dem sich jede/r frei bewegen kann.

Klingt nach einer Art Second Life – aber natürlich weiter entwickelt und komplett virtuell. Theoretisch kann alles verschmelzen: Virtuelle Räume und Figuren (Avatare), virtuelle Shops und Gegenstände. Die Konzerne planen bestimmt schon, virtuelle Grundstücke, Häuser, Objekte und mehr zu verkaufen. Ein ganz neuer Markt tut sich auf. Was man schon aus Spielen kennt, wird auf ein neues Level gebracht. Mit VR-Brille auf der Nase die echte Welt ausblenden – komplett.

Alles ist verfügbar

Spiele wie Fortnite erfreuen sich bei vielen größter Beliebtheit – auch eine Form von Kunstwelt. Das soll mit einem Metaversum weiterentwickelt werden. Dann gibt es nicht ein virtuelles Haus in Minecraft, das in Fortnite nicht existiert. In einem Metaversum könnte – theoretisch – alles mit allem verbunden sein. Für alle, die gerne in Online-Spiele abtauchen, zweifellos eine reizvolle Perspektive.

Mich persönlich – das will ich gerne zugeben – stößt der Gedanke an ein Metaversum aber ab. Eine Welt zu erschaffen, in der alles geht und existiert, eine Art Parallel-Universum, das nicht mehr viel mit der echten Welt zu tun hat, finde ich erschreckend und nicht besonders erstrebenswert. Dann sind wir nicht mehr weit entfernt von der Matrix. Und mit einer VR-Brille im Gesicht (was nicht zwingend notwendig sein wird, aber irgendwann Standard) blenden die Menschen die Realität dann vollends aus.

Das Metaversum – eine entrückte Welt.

 

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

19 Kommentare

  1. Der Zuckerberg hat wohl zu viel Ärger mit der Realität, also versucht den Bezug zur Realität so weit wie möglich zu kappen. Im Prinzip ist Facebook schon eine Traumwelt, aber basierend auf der Realität. Die reale Gesellschaft ist mehrfach gespalten weil man fast jedes Thema bis in die Hysterie getrieben hat, entweder ist man Leugner oder Hysteriker aber die Verhältnismäßigkeit der Mitte ist verloren. Entweder ist man „Klima-Leugner“ oder Klima-Hysteriker, entweder Corona-Leugner oder Corona-Hysteriker, entweder leugnet man Rassismus oder man sieht überall den Rassismus; beim Namen der Apotheke, im alten Kinderlied oder oder beim Namen des Karnevalsverein.
    Mit weitgehender Meinungsfreiheit kann er sich nicht mehr raushalten aber egal was er macht, eine Seite ist immer verprellt und das ist schlecht für das Geschäft.
    Unterhält man sich über Träume in der Traumwelt gibt es weniger Stress. Also versucht er es mit mehr Träumereien im eigenen Metaversum. Jetzt sind Traumwelten wie Hollywood oder Disney nicht grundsätzlich schlecht oder abstoßend. Vorstellen kann ich mir auch ein zeitweises Abtauchen im Spiel in eine Spielwelt. Aber was soll ich in einem Gesichtsbuch anfangen?
    Hauptsache die Werbeeinnahmen sind noch aus der Realität und das klappt besser wenn die Kundschaft träumt. Weniger Sorge macht mir ein wenig echtes Geld für virtuelle Häuser. Aber geschickt platzierte Werbung für überteuerte Baukredite an Leute die man virtuell in ein Traumhaus versetzt hat könnte im Einzelfall übel ausgehen, wenn man das reale Einkommen vergisst.
    PS:
    Der Kommentar konnte nicht abgeschickt werden weil:
    „Du schreibst zu schnell“ ist Blödsinn.
    Ich schreibe langsam in der Textverarbeitung und kopiere das hier in das Feld und wieder ist gut gemeint das Gegenteil von gut. Hoffentlich klappt das jetzt.

  2. Alles, was die Menschen immer weiter von ihrer realen Existenz und ihren realen Mitmenschen entkoppelt, führt zu einer weiteren Verrohung und Aggression. Denn nur im realen Miteinander würde sich nicht jedes kleine Licht dazu berufen fühlen, Meinungen, Beleidigungen und Gewaltphantasien kundzutun ohne direkte körperliche Grenzen aufgezeigt zu bekommen. Was in der digitalen Welt schon jetzt möglich ist, praktiziert wird und dann auch seine Fortsetzung in der Realität findet, sieht man an den aktuell aufgedeckten Fällen von Kindesmissbrauch.

    Mir ist natürlich klar, dass beileibe nicht jeder, der sich im virtuellen Raum bewegt gleich ein Kinderschänder sein muss oder Straftaten begehen möchte. Nichtsdestotrotz zeigt ja unsere Gegenwart schon deutlich, was im Virtuellen so alles möglich ist und leider auch gemacht wird. Mich erfüllt daher so eine Ankündigung wie von Herrn Zuckerberg mit Sorge. Aber wenn es nicht Facebook ist, macht’s ein anderer. Was möglich ist, wird gemacht. Das war leider schon immer so…

    • Carsten Mohr am

      „Alles, was die Menschen immer weiter von ihrer realen Existenz und ihren realen Mitmenschen entkoppelt, führt zu einer weiteren Verrohung und Aggression.“
      Sehr steile These, Anja. Nicht zu belegen und einfach falsch.
      Wohl aber weiß ich, worauf Du hinaus willst. Die Hemmungslosigkeit steigt und die Grenzen verschwinden. Das kann aber auch kanalisierend wirken und so der Gesellschaft nützen. Oder willst Du allen Ernstes eine Gesellschaftsform haben, die dden gedanken keine Freiheit abseits des genormten und gewünschten erlaubt?
      Das wäre ein Schreckenszenario. Nein, Menschen sollten frei tun dürfen, was sie wollen (gerade in virtuellen Unfeldern). Was ist denn sonst mit Gewaltspielen? Da wird in einer Minute mehr gemordet als jemals in der Realität. Und es ist erlaubt.
      Warumwill man dem Menschen vorschreiben, was und wie er gefälligst zu denken hat? Wer sich das anmaßt ist gefährlich und steht einer Autokratie in nichts, aber auch rein garnicht, hinterher.
      Danke auch…

      • „Warum will man dem Menschen vorschreiben, was und wie er gefälligst zu denken hat? Wer sich das anmaßt ist gefährlich und steht einer Autokratie in nichts, aber auch rein garnicht, hinterher.“
        Das ist die Kardinalfrage an jene aus Politik, Medien- und Kulturlandschaft, die sich so gerne als maßregelnde Sprachpolizei lauthals entrüsten und reichweitenstark betätigen. Ihr Nachname macht Sie für die Hardcoristen dieser Spezies übrigens schon fast zum Feindbild. Sollten Sie evtl. abändern. ;-).
        „Man kann ja alles sagen, was man denkt, man muß nur das Richtige denken.“, sprach Werner Finck, der für dieses und ähnliche, politische Wortspiele gegen das Regime 1937 kurzfristig im KLager landete. Unerwünschtes Gedankengut wegsperren zu wollen, scheint auch 2021 wieder zu trenden. :-(

      • „Sehr steile These, Anja. Nicht zu belegen und einfach falsch.“
        Das nennt man Meinungsäußerung. Die Ihnen doch so wichtig ist, wie ich Ihren Zeilen oben entnehme. :-)
        „Oder willst Du allen Ernstes eine Gesellschaftsform haben, die dden gedanken keine Freiheit abseits des genormten und gewünschten erlaubt?“
        Wo habe ich denn eine solche Gesellschaftsnorm gefordert? Ohne kreative und mutige Gedanken säßen wir doch wahrscheinlich noch immer in Höhlen. Ich stelle allerdings in Frage, daß gesteigerte Hemmungslosigkeit und mangelnde Grenzsetzung ohne jegliche soziale und rechtliche Regulierung die Menschheit wirklich weiter bringen wird als wieder auf den Status eines sich gegenseitig mit Keulen auf die Rübe klopfenden Neandertalers (ich entschuldige mich hiermit gleich mal für das Bild, die Neandertaler waren möglicherweise sogar sozialer als wir das heute sind…)
        „Nein, Menschen sollten frei tun dürfen, was sie wollen (gerade in virtuellen Unfeldern). “
        Dem möchte ich folgenden Aphorismus entgegensetzen:
        Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
        Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
        Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
        Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
        Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
        Ich käme nicht auf die Idee, jeden, der ein Ballerspiel spielt gleich mit einem Mörder gleichzusetzen. Habe ich selbst schon gespielt und bin bisher noch nicht auf die Idee gekommen, irgendjemandem etwas anzutun. Aber auch bei diesen Spielen (um bei dem Beispiel zu bleiben) gibt es nach meinem Dafürhalten Grenzen der Darstellung, die nicht überschritten werden sollten. Aber das ist ein anderes Thema.
        Mir geht es um die Verlagerung von grundlegender sozialer Interaktion in den virtuellen Raum. Alleine im stillen Kämmerlein, ohne die Möglichkeit, die Reaktion des Gegenübers zu sehen und zu fühlen, glaube ich, wird rücksichtsloser kommuniziert. Und man kann nicht nur körperlich, sondern gerade auch psychisch verletzen. Und entweder zieht sich der/die Geschädigte zurück oder holt zum Gegenschlag aus. Dann haben wir diese Eskalation, die wir täglich hier im Netz beobachten können.
        Ich finde das Internet ist eine tolle Erfindung, aber ich meine nicht, daß es auch ein rechtsfreier Raum sein sollte. Weil am Ende sitzen vor den Tastaturen und Bildschirmen immer noch Menschen. Die haben neben dem Recht auf Meinungsfreiheit auch ein Recht, vor Schaden geschützt zu werden. Mit Autokratie hat das nach meinem Dafürhalten nichts zu tun.

        • Carsten Mohr am

          „Das nennt man Meinungsäußerung.“ Ja, und ich habe Deine Meinung eingeordnet. Und auch wenn Deine „Meinung“ meiner Meinung nach falsch ist, so lasse ich Dir doch Deine.
          Die hier angesprochene virtuelle Realität bildet ja auch gerade emotionale Komponennten ab. Wie in Chats die Emojis in einer neuen Form die Mitteilbarkeit der eigenen Gefühlslage ermöglichen.
          Mir geht es darum, dass immer mehr sog. Weltverbesserer meinen, den Mitmenschen dahingehend zu einem besseren Menschen zu machen, indem sie ihnen vorschreiben, was moralisch und ethisch richtig ist zu denken, zu unterlassen (seltsamerweise weniger im Tun) und zu meinen. Es gibt Regeln des sozialen Miteinanders, keine Frage. Und das ist auch richtig. Und auch die Weiterentwicklung ist richtig. Aber, und das sage ich immer wieder, man muß den Menschen dabei „mitnehmen“, er muß in der Lage sein, dem zu folgen und es umzusetzen. Aber hier wollen viele viel und versauen den Brei. Die einen mehr Links, die anderen mehr Rechts. Die Mitte will Mitte. Reiche reicher, arme ärmer.
          Man muß aber auch in gewissen Bereichen rechtsfreie Räume zulassen können. Sonst, wie in manch dysthopischen Filmen, wo die Gesellschaft straff durchorganisiert ist.
          Kann man im Übrigen sehr gut auf meiner Terrasse anhand der Ameisenpopulationen sehen. Arbeiter, die nichts tun als Futter ranschleppen, eine Köigin im Loch, die Eier legt, fliegende Ameisen steigen einmal im Jahr für 1/2 Stunde aus dem Loch und sorgen für den Fortbestand. Alles ausgerichtet auf das Überleben im Kollektiv.
          Das war jetzt etwas vom Thema abseits, zugegeben.

  3. Es war nur eine Frage der Zeit und leider ist es Facebook. Corona und Klimawandel binden wohl soviel Aufmerksamkeit, dass Marc Zuckerberg die Zeit für einen neuen Vorstoß gekommen sieht. Das wäre die schon lange beabsichtigte Verknüpfung aller verfügbaren Daten und wird die Integration von Whats-App als Fußnote erscheinen lassen. Wenn diese Verschmelzung zwingend mit einer Herrschaft über die eigenen Daten verbunden wird, könnte man eine erweiterte Welt mit vielen Möglichkeiten erwarten. So überwiegen die Befürchtungen einer Totaleinvernahme. Aus dem Zuckerberg-Metaverse gibt es dann mangels Alternativen kein Entkommen mehr und alle Dystopien sind denkbar. Ich wiederhole mich: Diese Entwicklung braucht demokratische Kontrolle und das, was Facebook bisher diesbezüglich angeboten hat, reicht nicht einmal als viel zu kurzes Deckmäntelchen aus. Weiteres Zuschauen und Abwarten wird in eine wenig erstrebenswerte Zukunft führen. Im Wahlkampf spielt die Digitalisierung keine Rolle. Die Politik übersieht weiterhin, dass durch fortgesetzte Untätigkeit individuelle Zukunft, Freiheit und Selbstbestimmung verloren geht. Wenn es dann zu spät ist, können die üblichen Krokodilstränen vergossen und neue oder auch alte unrealistische Zielstellungen ausgegeben werden, die niemand mit Maßnahmen untersetzt. Aber die CSU wird wieder einen Posten für die nächste, optisch präsentable Nachwuchspolitikerin heraushandeln.

  4. Inglaterra am

    Echtes Geld fuer virtuelle Haeuser ausgeben? Da wuerde ich eher virtuelles Geld fuer nehmen. Wie Till Eulenspiegel, der den Geruch des Bratens mit dem Klingeln seines Geldes bezahlt. 2nd life – gibt es das noch? Vor Jahren hoerte ich mal von einem Astronomieverein, der sich dort zum gemeinsamen Beobachten traf. Da ist mir der Anblick des echten Himmels dann doch lieber. Virtueller Pub, virtuelles Bier? Baeh. Sicher, Gamer werden ihre Freude daran haben. Aber wenn dann wieder Millionen Nutzer kommen – was ist der Energieaufwand in den Rechenzentren und waere die Energie nicht anderswo besser verwendet?
    Aber ich bin jenseits der 50 und wahrscheinlich altmodisch – ich benutze meinen Rechner noch hauptsaechlich zum Rechnen. ;)

    • „Echtes Geld fuer virtuelle Haeuser ausgeben?“
      Geld ist ein völlig abstraktes Gebilde, welches wir Menschen uns geschaffen haben als Hilfsmittel, um Werte abzubilden und vereinfacht zu transferrieren.
      Wenn man weiter darüber nachdenkt findet sich noch vieles andere in unserem Leben, was wir Menschen rein abstrakt geschaffen haben Nationen z.B..
      Erst durch die Anerkennung aller oder der Mehrheit erfahren dann diese abstrakten Schöpfungen Realität.
      Da klingt für mich ein Metaversum auf einmal realer, wissend das der Mensch ein immenses Abstraktionsvermögen hat und Abstraktes dann für sich eine Realität verleihen, heute schon.

      • Carsten Mohr am

        Nun, aus Abstraktion eine Realität abzuleiten, schein mir doch sehr gewagt. Denn die Abstraktion soll ja geradezu generalisieren und verallgemeinern. So ein Second World ist ja nicht abstrakt. Es ist virtuell, ja.
        Oder liege ich da falsch?

        • Schöne Frage, danke, da kann ich jetzt fröhlich grübeln,

          Einerseits sollen virtuelle Realitäten, reales abbilden, also eigentlich nicht abstrahieren.

          Andererseits geht es in virtuellen Realitäten nicht anders als zu abstrahieren, den virtuelle Objekte können nicht gänzlich real abgebildet werden, sondern nur anhand von für die VR vordefinierten Eigenschaften. Eine gewisse Abstraktion findet also statt.

          Und so wie der Mensch abstraktem und eigentlich physisch nicht existierendem wie Geld Realität für die Gesellschaft verleihen kann, so kann er es für eine virtuelle Welt auch.

          Wirklich interessant, hm, gibt es ein Buch o.ä. welches sich diesem Themenkomplex widmet?

          • Carsten Mohr am

            Keine Ahnung, aber die Philosophie behandelt das Thema unter „Erkenntnistheorie“. Letztendlich unterliegt alles der Wahrnehmung und muß sich daran messen. Wenn weniger wahrnehmbar ist (ob in Ermangelung von Sensoren oder in Ermangelung von Details), ist es eine Art Abstraktion. Die „lebt“ ja davon, Gemeinsamkeiten mit anderen Objekten, Handlungen oder Bedeutungen, herauszuarbeiten.
            Vielleicht redet man aber auch nur um des Kaiser Bart. Wer weiß. ;-)
            Recht hast Du jedenfalls auch.

  5. Carsten Mohr am

    Nun, ich denke, damit kann man auch was tolles erleben. Man muß es ausprobieren. Wenn ich Fobien habe, gegen Spinnen etwa, kann man dieser begegnen und sie überwinden.
    Wo ist die Wirklichkeit? Ist die Traumwelt wirklich schlechter, wenn einem die Realität nicht zur Freude bzw. Erfüllung reicht?
    Sie, Herr Schieb, müssen es ja nicht benutzen. Aber wer es möchte, kann.
    Moralisch gibt es da keine Bedenken. Ethikfragen können Beachtung finden. Aber Einschränkungen können auch föllig aufgehoben werden, wird doch ein Mitmensch nicht wirklich in Mitleidenschaft gezogen.

      • Ist doch toll! Viele Menschen sind doch eh längst vom sozialen Leben ausgeschlossen. Allein die ganzen Hartz 4 Empfänger. Vielleicht wäre das Leben online besser. :)

        • Carsten Mohr am

          Kommt darauf an, was man und Sie unter „sozialem Leben“ verstehen und inwieweit gerade diese Gruppe hinsichtlich Ihrer Definition „abgehangen“ ist.

  6. Also so ähnlich, wie das Traumtänzerszenarium „OASIS“ (Ontologically Anthropocentric Sensory Immersive Simulation) aus dem Film „Ready Player One“ (2018), der anno 2045 spielt? Eine Welt voller Psychos, ging im Film auch in die Hose. ;-)

    • Schön dass ich nicht der erste bin, dem das bekannt vorkam. Und auch irgendwie sinnlos.

      Um in Hollywood zu bleiben: Der 2009er Streifen „Surrogates – Mein zweites Ich“ mit Bruce Willis macht den Blick in eine solche Zukunft übrigens auch nicht viel besser.

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