Gato Roboto: Erinnert an Gameboy-Spiele, liegt aber voll im Trend

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Gato Roboto: Erinnert an Gameboy-Spiele, liegt aber voll im Trend

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Es gibt zu viele schlechte Spiele. Darüber habe ich mich schon an anderer Stelle ausgelassen. Vor allem ist es mittlerweile schwierig, schlechte Games als solche zu identifizieren. Aktuelles Beispiel und umgekehrter Fall: “Gato Roboto”. Sieht nicht hübsch aus, ist aber hervorragend.

“Gato Roboto” ist ziemlicher Quatsch: Der Spieler steuert die kleine Katze Kiki durch eine Science-Fiction-Welt. Kiki schleicht aber nicht nur auf Samtpfoten, sondern marschiert auch in einem schwer bewaffneten Roboter-Kampfanzug durch die Spielwelt.

https://www.youtube.com/watch?v=akZHaKCO7_8

So spielt sich “Gato Roboto”.

Vor allem aber ist “Gato Roboto” ein 1-Bit-Game: Es besteht ausschließlich aus schwarzen und weißen Pixeln. Kiki ist also ein niedlicher Pixelhaufen, der fast so aussieht, als sei er einem Gameboy entsprungen. Erster Gedanke: Puh, ganz schön hässlich.

Doch der Schein trügt: Das Pixelspiel mit der kruden Story ist ein verdammt gut gemachtes Spiel. Es gibt keine überbordenden Grafiken, die Ideenlosigkeit oder langweiliges Leveldesign kaschieren könnten. Es geht nur darum, ohne viel Ablenkung mit Kiki durch die Levels zu rennen.

1-Bit-Games liegen im Trend

In den vergangenen Jahren waren noch farbenfrohen Pixel-Art-Games die Lieblinge der Indie-Entwickler, nun liegen minimalistische 1-Bit-Games im Trend. Statt 40 Grafiker an ihr Spiel zu setzen, konzentrieren sich die Macher auf ein oder zwei Kernelemente ihres Spiels und feilen an ihnen.

Zum Beispiel “Baba is you”: Zwar gibt es in dem Rätselspiel ein paar wenige Farben, dennoch hat der Entwickler keine Zeit auf eine ausgefeilte Optik verschwendet. Das Spiel besteht aus hässlichen Pixelfiguren, alles ist den kniffeligen Rätseln untergeordnet. “Baba” ist kein Geheimtipp mehr: Zwischen bildhübschen Spielen fällt es auf und macht neugierig.

https://www.youtube.com/watch?v=ILolesm8kFY

“Obra Dinn” besticht durch den ungewöhnlichen Art-Style.

Einen anderen Weg ist Lucas Pope gegangen. Für “Return of the Obra Dinn” hatte er einen Grafikstil entwickelt und dann erst überlegt, was für ein Spiel dazu passen könnte. Als Spieler wandern wir durch Pixel-Dioramen und müssen Todesfälle aufklären. Die Screenshots: hässlich. In Bewegung ist das 1-Bit-Game aber ein visuelles Meisterwerk.

Ein Spiel ist nicht gut, nur weil es schön ist. Es ist nicht schlecht, weil es hässlich ist. Und 1-Bit-Games machen es schwieriger, wirkliche Perlen zu entdecken und Fehlkäufe zu vermeiden. Die einzige Lösung: ein großzügiges Rückgaberecht auf den E-Shops auf PC und Konsolen. Das wäre kundenfreundlich. Für die Shops von Sony, Microsoft und Nintendo allerdings noch kein Thema.

Über den Autor

Mit "Doom" fing es an; seitdem haben digitale Spiele Thomas Ruscher nicht mehr losgelassen. Wenn er nicht gerade selbst spielt, schreibt und spricht er über Battle Royale, Open Worlds, eSport, Roguelikes und alles, was sonst noch mit Games zu tun hat.

1 Kommentar

  1. Ist bestimmt witzig, aber nein danke. Wenn ich zocke will ich Spiele haben, die richtig gut aussehen. Da spiele ich doch lieber God of War als so ein Pixelspiel.

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