Was ist dran am China-Hack?

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Was ist dran am China-Hack?

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Der Nachrichtendienst Bloomberg hat nicht nur die IT-Branche, sondern auch viele Nutzer mit einem Bericht aufgeschreckt: Angeblich haben die Chinesen einen Mini-Chip entwickelt, der so winzig ist, dass er mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist. Trotzdem steckt ein leistungsfähiger Micro-Server drin, der alle möglichen Aufgaben erledigen kann. Vor allem: Spionieren. Genau das behauptet der Nachrichtendienst Bloomberg: Die Chinesen hätten den kaum sichtbaren Mini-Chip auf zahllosen Platinen untergebracht, die unbemerkt auf Servern bei Apple, Amazon und Co. zum Einsatz kommen. Zwecks Spionage.

So winzig sind die Spionage-Chips; Rechte: Bloomberg/WDR/Schieb

So winzig sind die Spionage-Chips

Micro-Server als Spione

So könnten die Chinesen alles abhören, was auf den derart infizierten Servern passiert. Wer nun denkt: Ist doch nicht mein Problem, der irrt. Apples iCloud zum Beispiel nutzen viele Menschen. Auf den Servern liegen Daten teilweise auch unverschlüsselt. Und Amazon ist nicht nur der größte Onlineshop der Welt, sondern Millionen von Unternehmen und Start-Ups weltweit nutzen Server-Kapazitäten von Amazon, die sogenannten “Amazon Web Services” (AWS). Sie betreiben also keine eigenen Server, sondern verwenden die von Amazon – und könnten in Folge Opfer der möglichen Spionage sein.

Deshalb ist die Frage schon relevant, ob Bloomberg mit seinem Bericht Recht hat. Apple und Amazon haben schon mehrfach dementiert. Auch öffentlich, zuletzt Apple-Chef Tim Cook bei BuzzFeed. Da sich die Vorwürfe aber auf Hardware beziehen, die in den Jahren 2014 und 2015 gebaut und installiert wurde, ist die Beurteilung der Lage schwierig. Wem sollen wir glauben: Bloomberg – oder den Dementis von Unternehmen?

https://vimeo.com/294812518

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Absolut vorstellbar – und deshalb realistisch

Ob wahr oder nicht: Denkbar ist die Sache schon. China ist die Werkbank des Westens. Hier werden nicht nur Turnschuhe hergestellt, sondern auch Smartphones gebaut, Rechner zusammengeschraubt, Platinen geätzt. Besonders vertrauenswürdig sind die Chinesen eher nicht: Sie überwachen ihr eigenes Volk – wieso nicht auch den Rest der Welt? Ich habe jedenfalls keine Mühe, mir vorzustellen, dass die Sache mit den Mini-Spionen wahr ist.

Allerdings müssten die Experten dann Datenverkehr entdecken. Denn die Spione müssen die Daten ja auch nach China “funken”. Andererseits werden die betroffenen Unternehmen nicht unbedingt eine Pressemeldung rausgeben, wenn das passieren sollte. So wie sie auch Stillschweigen bewahren, wenn die NSA ihre Datenstecker in ihre Serverfarmen stöpselt.

All das macht deutlich: Gefahr droht in der Cloud prinzipiell immer und überall. Wir werden überwacht, von Freund und Feind.

 

Über den Autor

Jörg Schieb ist Internetexperte und Netzkenner der ARD. Im WDR arbeitet er trimedial: für WDR Fernsehen, WDR Hörfunk und WDR.de. In seiner Sendung "Angeklickt" in der Aktuellen Stunde berichtet er seit 20 Jahren jede Woche über Netzthemen – immer mit Leidenschaft und leicht verständlich.

7 Kommentare

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  2. Hardware aus China, Software aus den USA, müsste man nur noch einen russischen Viranscanner installieren, damit alle Geheimdienste etwas von den Informationen haben.

    Datenpakete kann man auch in ausgehenden Datenströmen verstecken.

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