Minecraft: Games-Meilenstein feiert Geburtstag

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Minecraft: Games-Meilenstein feiert Geburtstag

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Alle paar Jahre erscheint ein Computerspiel, das zum Meilenstein wird. “Minecraft” von Markus “Notch” Persson ist so ein Meilenstein. Was als Ein-Mann-Projekt gestartet ist, hat sich zum bisher wichtigsten Game dieses Jahrhunderts entwickelt. Heute feiert “Minecraft” seinen zehnten Geburtstag – zu diesem Anlass könnt ihr die kostenlose Ur-Version im Browser spielen.

Es ist mindestens zwei Jahre her, dass ich das letzte Mal “Minecraft” gespielt habe. Da wollte ich ausprobieren, wie es sich anfühlt, durch die virtuelle “Game of Thrones”-Welt Westeros zu spazieren. Fans arbeiten seit Jahren daran, den Fantasy-Kontinent nachzubauen. Komplett und aus Klötzchen. Das Ergebnis ist beeindruckend.

Als ich “Minecraft” hingegen zum ersten Mal startete, war ich spät dran. Das Spiel gab es da schon ein oder zwei Jahre. Ich hatte es nicht auf dem Schirm, denn der Erfolg kam unbemerkt von den klassischen Spielemedien vor allem über Youtube: Let’s Player wie Gronkh oder Paluten haben “Minecraft” berühmt gemacht und sind selbst durch das Spiel berühmt geworden.

Dabei wirkt “Minecraft” unspektakulär: In Ego-Perspektive wird der Spieler in eine schier endlose, weil prozedural generierte Welt entlassen und kann dort aus den ikonischen Klötzchen bauen, was auch immer er will.

https://www.youtube.com/watch?v=MmB9b5njVbA

So funktioniert Minecraft.

Der Einfluss dieses Spielprinzips ist ungebrochen. Kaum ein Spiel kommt noch ohne diese Crafting-Elemente aus: Wenn der Spieler nicht sein eigenes Zuhause bauen darf, kann er sich neue Ausrüstung vraften. Selbst in “Fortnite” können die Spieler Rohstoffe sammeln und diese in der Spielwelt verbauen.

Minecraft zeigt: Indiegames sind Innovationsmotoren

Viel wichtiger aber: “Minecraft” inspiriert. Zahllose Spieleentwickler träumen dank Minecraft ihrerseits vom großen Erfolg mit originellen Spielideen und haben so die ganze Gamesbranche bereichert. Allerdings gilt auch: Auf einen Hit kommen Tausende Spiele bestenfalls, die bei den Spielern durchfallen. Millionenschwere Publisher können sich ein solches Risiko nicht leisten und veröffentlichen lieber den achten Teil einer bewährten Serie. So überlassen die Großen den Indiegames die Innovationen – und kaufen sich bei Erfolg für viel Geld ein.

Microsoft hat für die Rechte an “Minecraft” 2,5 Milliarden Dollar gezahlt und den Erfinder Markus Persson reich gemacht: Ein erwähnenswertes Spiel hat Persson seit “Minecraft” nicht mehr gemacht. Aber irgendwo wird gerade von zwei, drei Leuten am nächsten Games-Meilenstein gearbeitet.

Über den Autor

Mit "Doom" fing es an; seitdem haben digitale Spiele Thomas Ruscher nicht mehr losgelassen. Wenn er nicht gerade selbst spielt, schreibt und spricht er über Battle Royale, Open Worlds, eSport, Roguelikes und alles, was sonst noch mit Games zu tun hat.

2 Kommentare

  1. Schneider am

    Mittlerweile hat es das Klötzchen spiel als Nachbau auch in der Linux -welt breit gemacht, und mach auch dort Riesen Spaß, zu mindestens im Kreativ Modus.

    • Thomas Ruscher am

      Das ist vielleicht das Schönste an Minecraft: Es reicht der Kreativmodus, da steckt schon so viel zum Bauen, Experimentieren und Entdecken drin, dass gar keine Story oder irgendwelche Missionen für den Spielspaß nötig sind. Und so ist Minecraft auch zurecht eines der Spiele, die auf so ziemlich jeder denkbaren Plattform veröffentlicht wird: Linux, Nintendos Switch, Playstation, Xbox, iOS und Android…

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